• Neubau am Töpfermarkt


    In der idyllischen Fachwerkstadt Gudensberg wurde bereits 2013 dieser gruselige Neubau an den Töpfermarkt geklatscht:


    http://www.hna.de/bilder/2013/…46632_344-qKweuXAcoa7.jpg


    http://www.hna.de/lokales/frit…ger-altstadt-2979793.html


    Zitat:
    Das ist wirklich toll geworden, wir sind sehr zufrieden mit dem
    Ergebnis“, sagte in dieser Woche Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner
    bei einem Rundgang.


    Was bitte haben derartige Balkone in einer Altstadt zu suchen? Abgerissen wurde der Komplex der ehem. Bäckerei Brede, der aus mehreren alten Fachwerkhäusern bestand. Leider waren diese veputzt, so dass sie nicht sehr ansehnlich wirkten.

  • Katastrophe.
    Man kann wohl kaum auf eine irgendwie geartete Rekonstruktion des Gebäudes hoffen?

  • Da rechne ich nicht mit. Habe es auch eben in den Nachrichten gesehen, eventuell sogar ein Anschlag mit ausländerfeindlichem Hintergrund.


    Generell häufen sich in letzter Zeit die Meldungen, in denen historische Gebäude, vor allem in ländlichen Gebieten, abbrennen. Gibt es keine Möglichkeit, diese Gebäude besser zu schützen? In vielen Fällen werden da Kleinode zerstört, die aber aufgrund ihres schlechten Zustandes niemals rekonstruiert werden würden.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Das Haus ist aber wesentlich älter als 200 Jahre wie es in dem Artikel heißt. Es wurde 1643 erbaut und war der Renthof, nach dem die Straße benannt ist.

  • Daher könnte ich mir vorstellen, dass es doch wiederaufgebaut wird^^

  • Wäre es eine Möglichkeit im Namen des Vereins an die Verantwortlichen zu schreiben? Im Sinne der Werbung für eine Rekonstruktion.

  • Die letzten Reste des Hauses werden nun scheinbar abgerissen:


    http://www.hna.de/lokales/mels…nd-obdachlos-5678450.html


    Hinweise auf eine Brandstiftung gibt es nach den neueste Erkenntnissen nicht. In dem Haus wohnten zuletzt 45 (!) Personen.


    Zitat:
    Kritik gab es im Zuge der Brandbekämpfung und der Ursachenermittlung an
    dem baulichen Zustand des Fachwerkhauses, von dem nicht mehr viel steht.
    Der Eigentümer, ein Gudensberger Geschäftsmann, hatte das
    sanierungsbedürftige Gebäude gekauft und die Wohnungen in erster Linie
    an Familien und Personen aus Bulgarien, Rumänien und Polen vermietet.
    Viele arbeiten in dem Geflügelschlachtbetrieb in Gudensberg.

    „Das war teilweise kaum zumutbar“, so eine Aussage, besonders
    hinsichtlich der Infrastruktur bei Strom und Wasser. Manche Wohnungen
    hätten keine eigenen Bäder und Toiletten gehabt. Nach Recherchen der HNA
    gehören dem Eigentümer weitere, vergleichbare Immobilien in der
    Gudensberger Altstadt: Alles ältere Fachwerkhäuser, die in den
    vergangenen Jahren günstig erworben und an Menschen vermietet wurden,
    die günstigen Wohnraum benötigten.

    Dazu muss man wohl nicht mehr viel sagen. Der Eigentümer hat die Häuser vermutlich günstig erworben um dann auf diese Weise schnell Kohle zu machen. Er hat die Situation dieser Menschen offenbar schamlos ausgenutzt. Ich glaube auch kaum, dass der Schlachtereibetrieb diese Leute angemessen bezahlt. Sicherlich handelt es sich in den meisten Fällen um prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

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