Wetzlar - Stadthaus Abriss und Neubau

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    • janpmw wrote:

      (...) Der Domplatz, als auch der anschließende Fischmarkt und der in der Nähe sich befindende Kornmarkt ... (...)
      Das klingt in meinen Ohren verdreht. Ich würde "...Fischmarkt und der sich in der Nähe befindende Kornmarkt" schreiben.

      janpmw wrote:

      (...) Somit kann die alte Platzkante wiederhergestellt, aber auch modernes, inneres Wohnen ermöglicht werden. (...)
      Findet das Wohnen nicht immer innen statt? Das könnte man vielleicht weglassen. - Ein modernes Inneres. Oder modernes Wohnen.

      Ansonsten würde ich, wie von Klotzenstein bereits erwähnt, nochmal konzentriert lesen und die Tippfehler beseitigen.
    • Hier mein gestraffter Texvorschlag,den ich so formuliert habe, wie ich ihn für angemessen und sinnvoll halte. Erbitte unbedingt notwendige Ergänzungen.



      Das momentan in der Planung befindliche Projekt „Domhöfe Wetzlar“ bietet die einmalige Chance, gegenüber des ersten Rathauses der Stadt Wetzlar eine Kriegswunde zu schließen und eine daran anschließende Bausünde der Nachkriegszeit zu beseitigen.

      Durch das geplante Neubauvorhaben wird hier die Möglichkeit erbracht, dass bisher wenig belebte Altstadtviertel zwischen Kornmarkt und Domplatz nach dem Aussterben der Fußgängerzone erneut lebhaft zu gestalten und mit Menschen zu füllen. Zudem erfüllen die neu zu schaffenden Höfe und Gassen eine belebende Funktion und nehmen durch die Namensgebung historischen Bezug zum Areal und der Stadtgeschichte.
      Durch die behutsam an der Geschichte des Ortes, aber auch an der Nachkriegsbebauung orientierte Neubauplanung kann hier die Chance ergriffen werden, den Fischmarkt mit seinen angrenzen Fachwerkhäusern, den Domplatz mit seinen Gebäuden des 18./19.Jahrhunderts, aber auch das weit über 600 Jahre alte Haus Brotschirm 6 und der Kulisse des Domes und des Fischmarktes in seiner Gänzlichkeit und Geschlossenheit zu vervollständigen.

      Der Verein „Stadtbild Deutschland e.V.“ möchte sich hiermit bei den Verantwortlichen für die bisherige umsichtige Planung bedanken, zugleich aber einen Verbesserungsvorschlag einbringen:

      Wir möchten anregen, das Gebäude Fischmarkt/Domplatz (Herzogliches Haus) sowie das Gebäude „Hotel zum Dom“ zu rekonstruieren.

      Dies muss nicht in seiner kompletten Gebäudesubstanz geschehen, sondern kann als Fassadenrekonstruktion (vgl. Rotes Haus und Haus zum Esslinger in FFM, Dinglingerhaus in Dresden, usw.) geschehen. Somit kann die alte Platzkante wiederhergestellt, aber auch modernes Wohnen ermöglicht werden. Hier sollte vor allem auf das Material, die Farbe, die Fensterummantelung, die Dacheindeckung und die Nachbarbebauung der Vorkriegszeit Rücksicht genommen werden, da diese auch in Teilen bis in die Nachkriegsjahre erhalten waren, wie fotografische Aufnahmen beweisen. Es mangelte damals vermutlich am Willen oder der finanziellen Möglichkeit zum originalgetreuen Wiederaufbau.

      Die Idee mag dem Einen oder Anderen vermutlich zunächst abwegig oder unrealistisch erscheinen. Aber auch in Wetzlar sind erfolgreiche Fassadenrekonstruktionen nichts Neues: Dies ist in den 1980er Jahren mit der Ostzeile des Kornmarktes (und dem dortigen “Römischen Kaiser”) geschehen. Aber auch eine der jahrhundertealten Wahrzeichen der Stadt, das Lottehaus wurde nach seiner Kriegszerstörung rekonstruiert.

      Leider sind auch in Wetzlar viele stadtbildprägende Ensembles (Dillbrücke, Hallenbad, Krankenhaus Bergstraße) abgerissen oder durch Unglücke/Krieg vernichtet worden (Goldenes Ross, Mehlwaage). Das Neubauvorhaben am Domplatz bietet daher die Chance, auch Wetzlars bereits sehr schönem Stadtbild durch Rekonstruktionen positive architektonische Akzente hinzuzufügen, zumal es sich hierbei lediglich um zwei Gebäude handeln würde.

      Durch die vorgeschlagene Fassadenrekonstruktion des herzoglichen Hauses als auch des Hotels zum Dom würden außerdem die klassizistische Fassadenelemente des Fischmarktes als auch des südwestlichen Domplatzes (Modehaus Beck) und der nördlichen Hauptwache aufgenommen und es entstünde so ein noch harmonischeres Ortsbild. Zudem fördert eine Rekonstruktion eine individuelle Aufrechterhaltung einer Gebäude- als auch Platzgeschichte und würde nicht zuletzt auch den Tourismus mehr anregen als ein konventioneller Neubau.

      Bliebe zuletzt noch die Frage nach Nutzung und Baukosten. Hier zeigen aber die Erfahrungen aus anderen Städten und Gespräche unseres Vereins mit Architekturbüros, die darauf spezialisiert sind, dass mit relativ moderaten Mehrkosten von 2 bis maximal 5% zu rechnen wäre, das entstandende Gebäude durch die ansprechendere Fassade aber auch einen höheren Marktwert besitzen würde.

      Wir bitten daher die Stadträte und Verantwortlichen, die Machbarkeit dieser Idee zu prüfen.
    • Im ersten Satz: "gegenüber des" - die Präposition "gegenüber" geht wie viele andere Präpositionen, die räumliche Beziehungen beschreiben ("entlang" als weiteres prominentes Beispiel) mit dem Dativ, es ist eine Unsitte der letzten Jahrzehnte, diese durch den Genitiv vermeintlich "aufzuwerten". Ich würde den Satz auch umstellen, also: "... bietet die einmalige Chance, eine Kriegswunde gegenüber dem ersten Rathaus der Stadt Wetzlar zu schließen..."

      Im zweiten Absatz zuviel "lebhaft", "beleben", etc. 2x sollte ein Wort mit "leb"- im Stamm reichen.

      Im dritten Absatz muss es "und die Kulisse des Domes" statt "und der Kulisse" heißen.

      Letzter Absatz "entstandene" statt "entstandende" Gebäude.

      Sonst liest es sich sehr gut!
    • Der Satz holpert ein wenig:
      Durch das geplante Neubauvorhaben wird hier die Möglichkeit erbracht, dass bisher wenig

      korrekt:
      Das geplante Neubauvorhaben bietet die einmalige Möglichkeit, das bisher ...
      Diesen Satz:

      Durch die behutsam an der Geschichte des Ortes, aber auch an der Nachkriegsbebauung orientierte Neubauplanung kann hier die Chance ergriffen werden, den Fischmarkt mit seinen angrenzen Fachwerkhäusern,


      korrigieren in:

      Durch die behutsam an der Geschichte des Ortes, aber auch an der Nachkriegsbebauung orientierten Neubauplanung kann hier die Chance ergriffen werden, den Fischmarkt mit seinen angrenzenden Fachwerkhäusern,


      Sonst prima!
    • Die Info Veranstaltung diese Woche habe ich besucht.

      Die Erläuterungen waren sehr interessant.

      1. Die Gesamtstruktur ähnle der mittelalterlichen. Bei der Anzahl der Häuser der einzelnen Höfen sei auf die in den sonstigen historischen Häuserblöcken der Altstadt vorhandenen Bezug genommen worden. Dies ist auf der Ansicht gut zu erkennen. Viele der anwesenden Besucher kritisierten dies. man soll lieber mehr freie Plätze und Grünflächen schaffen.

      2. Die Gestaltung der Fassaden der Häuser sei noch nicht geplant. man wolle sich aber farblich an den Häusern der Altstadt und dem Dom orientieren. Zudem würden Häuser verschiffet werden. Naturschiefer ist hier wohl vorgeschrieben. Es wird- außer beim Herzoglichen Haus- keine Balkone geben, nur Loggien

      3. Die Lücke in der Domplatzfront bleibt, damit gegeben falls später das Hotel zum Dom zumindest in der Kubatur wiedererrichtet werden kann. Die baulichen Voraussetzungen hierfür werden schon beim Bau der Domhöfe mit geschaffen. Die Zwischennutzung ist noch unklar. Entweder soll ein Freifläche bleiben, ein Durchgang zu dem Kino oder ein eingeschossiger Bau errichtet als Zwischenlösung errichtet werden. Dies wurde teilweise heftig kritisiert, man solle leibe auf dem verbliebeben Grundstück einen modernen Bau errichten.

      4. Eine weiter Annäherung der Fassade des Herzoglichen Hauses an die historische wird wohl geprüft. Insbesondere was die Ornamente an der Fassade betrifft. Eine Rekonstruktion wird schwierig, da das Original zum einen einen sehr hohen Sockel und relativ hohe Geschosse hatte. Bei gleicher Höhe des Hauses können in diesem ein Geschoß mehr untergebracht werden (das dazu eine Rekonstruktion von Fachwerkbaute sei unsinnig, da keiner in zu niedrigen Räumen leben wolle). Der Investor sieht so eine besser Nutzung. Der Balkon wird über drei Stockwerke gehen.

      5. Die drei Gebäude Liebfrauenberg/Schuhgasse wurden in der Veranstaltung sehr kritisiert. Hier solle vielmehr eine Freifläche bleiben. Die Idee, die hier an Stelle der ehemals vorhanden Bebauung wieder Häuser zu errichten, halte ich für sehr gut.

      6. Ansonsten ging es den meisten Besuchern auch um Fragen des Lärms während des Abbruches, der zukünftigen Andienung der Gebäude und des von Besuchern dann ausgehenden Lärms. Mehr Rekonstruktion wollte keiner, eher weniger Gebäude auf der Fläche. Das Argument, man nehme den historischen Stadtgrundriss wieder auf, wurde entgegnet, man lebe ja nicht mehr im Mittelalter. Im Ergebnis scheint es mir so, als gingen Bauherr und Architekten eher in unsere Richtung als die (zumindest die anwesenden) Bevölkerung.