Wetzlar - Stadthaus Abriss und Neubau

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    • Wenn man genau hinsieht, sind es "kritische Rekonstruktionen", die sich in Form und Geschossen stark an die historischen Gebäude anlehnen. Vermutlich stehen wieder ideologische Gründe oder Eitelkeiten gegen eine historisch getreue(re) Rekonstruktion. Dennoch sollte das bezüglich der Platzfassaden noch einmal geprüft werden, denn eigentlich wäre der Schritt nicht so groß, die Fassaden zumindest deutlicher an die historischen Vorbilder anzunähern.
    • Manuel Re wrote:

      Kennt sich jemand gut genug in Wetzlar aus?
      Ja ich.

      MagdeburgerKind wrote:

      Mir gefällt es im Detail noch nicht. Da ließe sich noch ein deutlich besseres Ergebnis erzielen,
      Die von Dir verlinkten Fassadenentwürfe, sind zum einen nicht mehr aktuell und zu anderen auch nur grobe Vorstudien die noch in den Details ausgearbeitet werden sollen.

      Goldstein wrote:

      Und deshalb wäre eine Orientierung an der Frankfurter Altstadt überaus hilfreich.
      Das ist nur eingeschränkt möglich. Die Gassen in den Höfen haben keinerlei historische Vorbilder. Bis zur Zerstörung und den Nachkriegsabrissen befanden sich dort meines Wissens Hinterhöfe. Zum Brodschirm und dem Liebfrauenberg standen wohl einfache Fachwerkbauten, die soweit mir bekannt nicht hinreichend dokumentiert sind. Einzig die Bebauung zum Buttermarkt (Domplatz) hin war qualitätvoll. Daher kommt

      MagdeburgerKind wrote:

      (die) eine oder andere Rekonstruktion.
      auch nur dort in Betracht. In erster Linie ist hier an das Herzogliche Haus zu denken. Hier ist eine möglichst originalgetreue Rekonstruktion der Fassade aus städtebaulichen (Bezug zur erhaltenen Bebauung Westseite des Buttermarktes) und stadtgeschichtlichen (In haus hatte zeitweise das Reichskammergericht seinen Sitz) Gründen angezeigt.

      Das Hotel zum Dom kann auf Grund der Eigentumsverhältnis des Grundstückes (siehe oben) zumindest derzeit, nicht rekonstruiert werden. Um dies oder zumindest ein sich am alten Erscheinungsbild orientierenden Neubau zu ermöglichen, bleibt die Lücke in der Fassade (@Neusser: Diese daher bitte nicht so vehement kritisieren) bestehen.
    • Man kann auch jammern + sich für die Rekonstruktion einsetzen. - Das nennt man Multitasking. :D

      Hast Du einige Ideen am Start, wie man sich einsetzen könnte? Briefe an den Bürgermeister vielleicht. Manuel Re hat schon durchblicken lassen, daß der Verein wahrscheinlich eine Stellungnahme verfasst. Das wäre super.

      Die Gelegenheit, bei dieser Jahrhundert-Chance, mitzumischen, sollten wir auf jeden Fall nutzen.

      The post was edited 1 time, last by Neußer ().

    • Nächste Woche ist eine Informationsveranstaltung. Dort wird in Kleingruppen (bis 30 Teilnehmer pro Gruppe) an zwei Tagen über die aktuellen Planungen berichtet und auch Gelegenheit zur Diskussion gegeben. Ich werde daran teilnehmen und anschließend hier im Forum berichten.

      In der Tat ist die einzige sinnvolle Rekonstruktion die des "Herzoglichen Hauses". Dies, wie ich schon geschrieben habe, gerade städtebaulich angezeigt ist. Hierauf sollte sich das Engagement konzentrieren.
    • Briefe an den Oberbürgermeister, die lokalen Zeitungen (WNZ und Gießener Anzeiger), lokale Medien einschalten (Hessenfernsehen und RTL), Unterschriften sammeln und Visualisierungen erstellen und diese präsentieren. Ich habe so ein Projekt in der Nachbarstadt erfolgreich hinter mir. Man muss nur dran bleiben und überzeugende Argumente liefern. Bei einer Infoveranstaltung hat die Lücke NICHTS zu suchen. Rein garnichts. Lieber eine Lücke, als ein modernistischer Klotz.

      Manuel soll die Stellungnahmen an die Pressen und das TV und (alle) Lokalpolitiker schicken. Zudem an das Landesamt für Denkmalpflege. Für die Altstadt gilt eine Gestaltungssatzung, als auch Ensembleschutz.

      @Manuel Re hast du die Adressen noch von der alten Post damals, oder soll ich dir diese zukommen lassen?
    • Liebes Forum, bitte lest Mal drüber und gebt mir ein Feedback dazu.

      Pressemitteilung zum Neubauprojekt
      "Domhöfe“, ehemals Stadthaus am Dom

      Das momentan in der Planung befindliche Projekt „Domhöfe Wetzlar“ biete die einmalige Chance, gegenüber des ersten Rathauses der Stadt Wetzlar eine Kriegswunde, und eine daran anschließende Bausünde der Nachkriegszeit zu schließen bzw. zu beseitigen. Weiterhin war am anschließen Fischmarkt lange Zeit das sogenannte Reichskammergericht ansässig. Der Domplatz, als auch der anschließende Fischmarkt und der in der Nähe sich befindende Kornmarkt weisen ein geschlossenes Bild von über Jahrhunderte gewachsenen Gebäuden auf. Lediglich das zu Beginn der 1980er Jahre fertiggestellte Stadthaus trägt hier massiv zu einer Verschlechterung des Stadtbildes von Nah und Fern bei (Perspektive Brodschirn/Kalsmunt).

      Durch das geplante Neubauvorhaden wird hier die Möglichkeit erbracht, dass bisher wenig belebte Altstadtviertel nach dem Aussterben der Fußgängerzone erneut lebhaft zu gestalten und mit Menschen zu füllen. Zudem erfüllen die neu zu schaffenden Höfe und Gassen eine belebende Funktion und nehmen durch die Namensgebung historischen Bezug zum Areal und der Stadtgeschichte. Dass dies möglich ist, hat sich in den Jahren 2005-heute am Dresdner Neumarkt, aber auch in wenige Metern Laufweite am Haarplatz durch die Bebauung der 2010er Jahre gezeigt.

      Durch die behutsam an der Geschichte des Ortes, aber auch an der Nachkriegsbebauung orientierte Neubauplanung kann hier die Chance ergriffen werden, den Fischmarkt mit seinen angrenzen Fachwerkhäusern, den Domplatz mit seinen Gebäuden des 18.*19.Jahrhunderts, aber auch den weit über 600 Jahre alten Brotschirn in seiner Gänzlichkeit und Geschlossenheit zu vervollständigen.

      Es wird daher angeregt, dass Gebäude Fischmarkt/Domplatz (Herzogliches Haus) zu rekonstruieren. Dies muss nicht in seiner kompletten Gebäudesubstanz geschehen, sondern kann als Fassadenrekonstruktion (vgl. Rotes Haus und Haus zum Esslinger in FFM, Dinglingerhaus in Dresden, usw.) geschehen. Somit kann die alte Platzkante wiederhergestellt, aber auch modernes, inneres Wohnen ermöglicht werden. Hier sollte vor allem auf das Material, die Farbe, die Fensterummantelung, die Dacheindeckung und die Nachbarbebauung der Vorkriegszeit Rücksicht genommen werden, da diese auch in Teilen bis in die Nachkriegsjahre erhalten waren, wie fotografische Aufnahmen beweisen.
      Es mangelte hier vermutlich am Willen oder der finanziellen Möglichkeit zum originalgetreuen Wiederaufbau.

      Eine erfolgreiche Fassadenrekonstruktion ist in den 1980er Gebäude in der Zuckergasse geschehen. Leider sind auch in Wetzlar viele stadtbildprägende Ensembles (Dillbrücke, Hallenbad, Krankenhaus Bergstraße) abgerissen oder durch Unglücke/Krieg vernichtet worden (Goldenes Ross, Mehlwaage). Das Neubauvorhaben am Domplatz bietet daher die einmalige Chance auch Wetzlar einen kleinen Teil an Rekonstruktionen zurückzugeben, handelt es sich hierbei doch lediglich um ein Gebäude.

      Durch die von uns vorgeschlagene Rekonstruktion des herzoglichen Hauses, sowie der Festschreibung der Fassadenrekonstruktion des Hauses „Hotel zum Dom“ soll nicht nur eine weitere Städtebausünde verhindert werden. Hierbei soll der Fokus auf der Vervollständigung des Domplatzes und des Fischmarktes liegen, da diese sich in das Wetzlarer Altstadtensemble behutsam einfügen sollen, wie es Kornmarkt, Eisenmarkt und Schillerplatz tun. Zudem fördert eine Rekonstruktion bzw. Festschreibung der Fassadenrekonstruktion eine individuelle Aufrechterhaltung einer Gebäude- als auch Platzgeschichte.

      Durch die vorgeschlagene Fassadenrekonstruktion des herzoglichen Hauses, als auch des Hotels zum Dom, werden außerdem die klassizistische Fassadenelemente des Fischmarktes, als auch des süd-westlichen Domplatzes (Modehaus Beppler), und der nördlichen Hauptwache aufgenommen und es entsteht so ein harmonisches Ortsbild, welches durch die vorgeschlagenen Rekonstruktionen eine starke Aufwertung erhält.

      Die vorliegende Pressemitteilung wird von uns an die hiesigen Pressevertreter, alle Parteien des Stadt- als auch Kreisparlamentes, das Landesamt für Denkmalschutz, sowie alle Beteiligten gesandt.
    • Danke für den Entwurf.

      Einige kleine Verbesserungsvorschläge:

      janpmw wrote:

      sogenannte Reichskammergericht

      Das Wort "sogenannte" würde ich streichen. Der Begriff Reichskammergericht ist in Wetzlar sehr positiv besetzt.

      janpmw wrote:

      Perspektive Brodschirn

      Der Name der Straße ist Brodschirm


      janpmw wrote:

      dass bisher wenig belebte Altstadtviertel nach dem Aussterben der Fußgängerzone e

      Das kann ich und wird in Wetzlar kaum jemand nachvollziehen können. Der Domplatz ist ein, zumal im Sommer, sehr belebter Platz.

      janpmw wrote:

      den Domplatz mit seinen Gebäuden des 18.*19.Jahrhunderts,

      Die Gebäude des Fischmarktes/Domplatzes sind teilweise aus dem 16. Jahrhundert. der Dom mittelalterlich.

      janpmw wrote:

      wenige Metern Laufweite am Haarplatz
      Was ist damit gemeint?

      janpmw wrote:

      Eine erfolgreiche Fassadenrekonstruktion ist in den 1980er Gebäude in der Zuckergasse geschehen.

      In er Zuckergasse sind keine Gebäude/Fassaden rekonstruiert. Ist die "Alte Post" Silhöferstraße gemeint? Wenn ja, sollte diese nicht als Beispiel dienen, da es sich um eine äußertest schlechte Kopie der Fassade handelt. Besser Beispiel wäre: Lottehaus, Römischer Kaiser am Konrmarkt, Grünes Laub in der Hausergasse.


      janpmw wrote:

      wie es Kornmarkt
      mit seine rekonstruierten Gebäuden

      janpmw wrote:

      als auch des süd-westlichen Domplatzes (Modehaus Beppler

      Der Name des Modehauses ist "Beck".

      Abschließend sei die Frage erlaubt, an wen sich die Pressemitteilung richten soll. Für die Einwohner der Stadt Wetzlar und Umgebung sind darin zu viel Selbstverständlichkeiten, die kürzer gefasst werden könnten.
    • @Andreas, hier die überarbeitete Version:


      "Das momentan in der Planung befindliche Projekt „Domhöfe Wetzlar“ biete die einmalige Chance, gegenüber des ersten Rathauses der Stadt Wetzlar eine Kriegswunde, und eine daran anschließende Bausünde der Nachkriegszeit zu schließen bzw. zu beseitigen. Weiterhin war am anschließen Fischmarkt lange Zeit das Reichskammergericht ansässig. Der Domplatz, als auch der anschließende Fischmarkt und der in der Nähe sich befindende Kornmarkt weisen ein geschlossenes Bild von über Jahrhunderte gewachsenen Gebäuden auf. Lediglich das zu Beginn der 1980er Jahre fertiggestellte Stadthaus trägt hier massiv zu einer Verschlechterung des Stadtbildes von Nah und Fern bei (Perspektive Brodschirm/Kalsmunt).
      Durch das geplante Neubauvorhaben wird hier die Möglichkeit erbracht, dass bisher wenig belebte Altstadtviertel zwischen Kornmarkt und Domplatz nach dem Aussterben der Fußgängerzone erneut lebhaft zu gestalten und mit Menschen zu füllen. Zudem erfüllen die neu zu schaffenden Höfe und Gassen eine belebende Funktion und nehmen durch die Namensgebung historischen Bezug zum Areal und der Stadtgeschichte. Dass dies möglich ist, hat sich in den Jahren 2005-heute am Dresdner Neumarkt, aber auch in wenigen Metern Laufweite am Steighausplatz (zwischen Schillerplatz und Lahn) durch die Bebauung der 2010er Jahre gezeigt.
      Durch die behutsam an der Geschichte des Ortes, aber auch an der Nachkriegsbebauung orientierte Neubauplanung kann hier die Chance ergriffen werden, den Fischmarkt mit seinen angrenzen Fachwerkhäusern, den Domplatz mit seinen Gebäuden des 18./19.Jahrhunderts, aber auch den weit über 600 Jahre alten Brotschirm und der Kulisse des Domes und des Fischmarktes in seiner Gänzlichkeit und Geschlossenheit zu vervollständigen.
      Es wird daher angeregt, dass Gebäude Fischmarkt/Domplatz (Herzogliches Haus) zu rekonstruieren. Dies muss nicht in seiner kompletten Gebäudesubstanz geschehen, sondern kann als Fassadenrekonstruktion (vgl. Rotes Haus und Haus zum Esslinger in FFM, Dinglingerhaus in Dresden, usw.) geschehen. Somit kann die alte Platzkante wiederhergestellt, aber auch modernes, inneres Wohnen ermöglicht werden. Hier sollte vor allem auf das Material, die Farbe, die Fensterummantelung, die Dacheindeckung und die Nachbarbebauung der Vorkriegszeit Rücksicht genommen werden, da diese auch in Teilen bis in die Nachkriegsjahre erhalten waren, wie fotografische Aufnahmen beweisen.
      Es mangelte hier vermutlich am Willen oder der finanziellen Möglichkeit zum originalgetreuen Wiederaufbau.
      Eine erfolgreiche Fassadenrekonstruktion ist in den 1980er Jahren mit der Ostzeile des Kornmarktes (und dem dortigen “Römischen Kaiser”) geschehen. Aber auch eine der jahrhundertealten Wahrzeichen der Stadt, das Lottehaus wurde nach Kriegszerstörung rekonstruiert. Leider sind auch in Wetzlar viele stadtbildprägende Ensembles (Dillbrücke, Hallenbad, Krankenhaus Bergstraße) abgerissen oder durch Unglücke/Krieg vernichtet worden (Goldenes Ross, Mehlwaage). Das Neubauvorhaben am Domplatz bietet daher die einmalige Chance auch Wetzlar einen kleinen Teil an Rekonstruktionen zurückzugeben, handelt es sich hierbei doch lediglich um ein bzw. zwei Gebäude.
      Durch die von uns vorgeschlagene Rekonstruktion des herzoglichen Hauses, sowie der Festschreibung der Fassadenrekonstruktion des Hauses „Hotel zum Dom“ soll nicht nur eine weitere Städtebausünde verhindert werden. Hierbei soll der Fokus auf der Vervollständigung des Domplatzes und des Fischmarktes liegen, da diese sich in das Wetzlarer Altstadtensemble behutsam einfügen sollen, wie es Kornmarkt, Eisenmarkt und Schillerplatz tun. Zudem fördert eine Rekonstruktion bzw. Festschreibung der Fassadenrekonstruktion eine individuelle Aufrechterhaltung einer Gebäude- als auch Platzgeschichte.
      Durch die vorgeschlagene Fassadenrekonstruktion des herzoglichen Hauses, als auch des Hotels zum Dom, werden außerdem die klassizistische Fassadenelemente des Fischmarktes, als auch des süd-westlichen Domplatzes (Modehaus Beck), und der nördlichen Hauptwache aufgenommen und es entsteht so ein harmonisches Ortsbild, welches durch die vorgeschlagenen Rekonstruktionen eine starke Aufwertung erhält.
      Die vorliegende Pressemitteilung wird von uns an die hiesigen Pressevertreter, alle Parteien des Stadt- als auch Kreisparlamentes, das Landesamt für Denkmalschutz, sowie alle Beteiligten gesandt. "



      Pressemitteilung geht an die Parteien der Stadtverordnetenversammlung, regierende Parteien, Zeitung und LAfDenkmalschutz. Nen Versuch isses Wert.....
    • Noch ein paar Vorschläge.

      janpmw wrote:

      Steighausplatz (zwischen Schillerplatz und Lahn)
      Hier würde ich den Zusatz in den Klammern weglassen- in Wetzlar weiss jeder wo der Steighausplatz ist.

      janpmw wrote:

      Brotschirm
      Brodschirm. Ist in diesem Zusammenhang nicht die Gasse sondern das Haus Brodschirm 6 gemeint. Dann sollte dies auch so benannt werden, das Haus war nicht die Brotschirn.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Brodschirm_6_(Wetzlar)

      janpmw wrote:

      Eine erfolgreiche Fassadenrekonstruktion ist in den 1980er Jahren mit der Ostzeile des Kornmarktes (und dem dortigen “Römischen Kaiser”) geschehen.
      und in den 2010er Jahren das Grüne Laub

      https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Das_%27Gr%C3%BCne_Laub%27_in_Wetzlar_Hausergasse.jpg