MK9 am Postplatz - Neubauten an der Wallstraße (im Bau/in Planung)

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    • @heiji

      Bei allem Respekt, aber ich finde Du siehst das zu undifferenziert. Das Problem eines jeden Vermieters ist es doch, die Baukosten (und dazu zählen hier auch Planungskosten) über die Miete in einem bestimmten Zeitraum refinanziert zu bekommen. Von dieser Art Geschäft leben viele und letztlich ist das doch ein ganz normaler Job, dessen Ausübung an sich ja auch nicht zu verurteilen ist. Die von Dir erwähnten Läden werden unter Umständen keine Miete in dieser Lage bezahlen können. Welche Art von Laden sich also dort ansiedeln kann hängt nicht vom Willen irgendwelcher (unterstellterweise böswilliger oder / und unfähiger) Investoren und Planer ab, sondern zunächst von der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Gewerbetreibenden.
      Zusammengefasst lässt das ganze Dilemma den Schluss zu, dass Dresdens Comicfreunde vermutlich nicht die Kaufkraft und Nachfrage aufbringen werden, um einen Comicladen in zentraler Innenstadtlage überleben zu lassen.
    • Prontosoccorso1 wrote:

      Zusammengefasst lässt das ganze Dilemma den Schluss zu, dass Dresdens Comicfreunde vermutlich nicht die Kaufkraft und Nachfrage aufbringen werden, um einen Comicladen in zentraler Innenstadtlage überleben zu lassen.

      Es gibt eine viel einfachere Erklärung: Ein Großteil der Leute, die von Planung bis Ausführung mitwirken, haben einen grottenschlechten Geschmack.
    • MK9/Wallstraße

      Der Ausschuss für Finanzen und Liegenschaften hat in seiner gestrigen Sitzung, am 02.12.2013, dem Verkauf der restlichen städtischen Flächen an die Baywobau/CTR nicht zugestimmt. Hintergrund waren die vorgestellten Visualisierungen, deren Qualität die Räte augenscheinlich nicht überzeugte. Da das Finanzressort sowie die Stadtplaner auf einen zügigen Verkauf der Flächen drängten, soll in der nächsten Woche eine gemeinsame Sitzung von Bau- und Finanzausschuss stattfinden, während der die Planungen en détail vorgestellt und damit die größten Zweifel ausgeräumt werden sollen.

      Es bleibt weiter spannend!
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Prontosoccorso1 wrote:

      @heiji
      […]

      Das war ja auch nur ein Beispiel. Aber sowas geht auch in anderen Städten, warum nicht auch in Dresden? Ich finde es nunmal nicht richtig, dort übelgroße Häuser zu bauen, die viel zu überdimensioniert für normale Geschäfte sind. Und ohne die entsteht nunnmal keine Urbanität. Aber an der Stelle dort wäre es wünschenswert, einige Geschäfte mehr zu haben und nicht nur zwei Große, wo nur eine handvoll Leute sich dafür interessiert.Die STraße liegt nunmal auf einer inie von Bahnhof zum Zwinger und da sollte man doch annehmen, dass die recht wichtig ist für ein urbanes Stadtgefüge. Dort tote Hose zu machen wie bei einem Gewerbebau irgendwo am Stadtrand finde ich ist der falsche Weg. Und wie gesagt: Man hätte viel mehr Mietsicherheit, wenn man nicht nur auf ein, zwei Mieter setzt, die vlt. nach drei jahren wieder weg sind ud dann steht die Geschosszone auf x Metern leer … Ein paar mehrere, kleinere, Risiko verteilen, halte ich für klüger. Unterm Strich kann das sogar mehr Einnahmen bringen.
    • Da heute die gemeinsame Sitzung von Bau- und Finanzausschuss stattfindet, möchte ich einmal die bisher einzig bekannte Darstellung des neuen Vorhabens in der Wallstraße verlinken.

      bild.de/regional/dresden/stadt…resden-33658320.bild.html

      Die Architektur stammt von "Knerer und Lang" und zeigt den Innenhof der Wohnanlage.

      Hier der Link zu Projekt-Seite des Büros:

      knererlang.de/de/03-PROJEKTE
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    • Wenn dieses Projekt in der Realität dann wenigstens auch so schön begrünt wäre - auf der Visualisierung sieht das ja wirklich gut aus, aber die Leute, die dort einziehen werden, werden vermutlich bzw ganz sicher die Balkone uneinheitlich gestalten, reduziert begrünen und schön bunte Möbelchen auf die Balkone stellen.... . Eins möchte ich jedoch trotzdem dem Projekt zu Gute halten: Es wird auf jeden Fall attraktiver sein als 95 % aller sonstigen Gebäude in der Altstadt.
      "Gott schütze uns vor Dreck und Schmutz, vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!" (Hausinschrift aus Heidelberg)








    • Hier gibt es einen recht konfusen Artikel, der sich hauptsächlich um Jiri Muska, den Inhaber der CTR, dreht:

      sz-online.de/nachrichten/prage…t-in-dresden-2729336.html

      Darin wird ganz nebenbei die Zustimmung des Bau- und Finanzausschusses zum Verkauf der städtischen Grundstücke an der Wallstraße bestätigt.
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    • Das Projekt mit seinem "Gated-Community-Charme" ist völlig antiurban. In diesem sensiblen Bereich der Innenstadt wäre eindeutig weniger Vorstadt angebracht. zu dem Bild von Radio Dresden kann man nicht sagen, es handelt sich wohl um eine reine Massenverteilungsstudie. Mir stellt sich die Frage, wieso den Dresdnen, zumindest den Verantwortlichen im Rathaus, anscheinend jeder Sinn für den "Raum Stadt" fehlt. Böse könnte man vermuten, dass hier die 45-jährige sozialistische Baudoktrin von der "neuen Stadt für den neuen Menschen" nachwirkt. Warten wir die Visualisierung der Straßenseite ab, aber so wie am Postplatz gebaut wurde, ist wohl nichts gescheites zu erwarten.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • mikrobis wrote:

      Kommentar verkneife ich mir eye:)


      Was soll man da auch groß kommentieren? Schließlich handelt es sich doch nur um einen recht schematischen Schnitt durch die Gebäudeblöcke.
      Positiv fällt mir höchstens die Staffelung der Gebäudemasse auf, die nicht die übliche stupide Kastigkeit sonstiger Bauvorhaben, sondern endlich einmal eine anständige Durchmodellierung der Baumassen erkennen lässt. Wenn man sich bei der Fassade dann vielleicht noch an der gegenüberliegenden Bebauung orientiert und mit Sandstein und Putz arbeitet, könnte das Endergebnis sehr überzeugend werden.


      Pfälzer Bub wrote:

      Das Projekt mit seinem "Gated-Community-Charme" ist völlig antiurban. In diesem sensiblen Bereich der Innenstadt wäre eindeutig weniger Vorstadt angebracht.


      Was bitte soll an 7-geschossigen Wohn- und Geschäftshäusern denn bitte antiurban oder gar vorstädtisch sein? Eine urbanere Bebauung kann man sich doch kaum wünschen. Im Übrigen fällt auf, dass sich die Bebauung erstaunlich stark an Gottlob Friedrich Thormeyers Grundkonzeption für den damaligen Antonsplatz orientiert.
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    • Bilderbuch, dein Geschreibsel kann man sich auch nicht mehr antun. Vielleicht solltest du es beim Einstellen von Zeitungsartikeln belassen. Deine sprunghaften Meinungsänderungen sind überhaupt nicht nachzuvollziehen. Da werden 2 identische Gebäude vorgestellt, eins ist gut, das andere ist schlecht. Man muss doch eine eindeutige Linie haben. Entweder man steht für die klassische Architektur und Rekonstruktionen, was wohl dieses Forum ausmacht, oder man mag eben lieber die "Moderne". Aber dieses mal so, dann wieder anders, kann ich nicht verstehen.

      Sorry für off topic, jetzt zum Projekt: Diese Staffelung ist nicht positiv, sondern einfach nur Schwachsinn. Privatsphäre ist hier schon mal vollkommen ausgeschlossen. Wer soll sich denn hier wohlfühlen? Zudem sieht dieses Gebäude aus wie das Clubschiff AIDA kurz vorm Auslaufen aus dem Hafen, lächerlich ist das! Warum nicht mal kleinteilige, gegliederte Fassaden? Kann doch modern sein, aber doch nicht solche Kisten. Ich versteh das SPA nicht!! :kopfwand:
    • JanDD wrote:

      Bilderbuch, dein Geschreibsel kann man sich auch nicht mehr antun. Vielleicht solltest du es beim Einstellen von Zeitungsartikeln belassen. Deine sprunghaften Meinungsänderungen sind überhaupt nicht nachzuvollziehen.


      Liegt es nun an meinem Kater oder bin ich einfach zu blöd, um deinen Vorwurf nachzuvollziehen? Jedenfalls halte ich es für ein sehr spezielles Ansinnen, mir den Mund verbieten zu wollen - insbesondere wenn man selbst nichts konstruktives beizutragen hat.

      Aber gut....

      Im Folgenden möchte ich eine Pressemitteilung der Grünen anführen:

      Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüsst die von der BaywoBau geplante Bebauung des Areals zwischen Wallstraße und Marienstraße. Das innerstädtische Areal hat Besseres verdient, als reiner Parkplatz und Brachfläche zu sein. Positiv ist auch die Stärkung der Wohnfunktion der Innenstadt mit modernen Wohnhäusern zu sehen.

      Völlig unverständlich blieb, warum der Verkauf des Grundstückes gänzlich ohne Einbeziehung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses erfolgen sollte, obwohl der Kaufvertrag eine schwammige Festlegung auf eine angebliche bauliche Konzeption mit entsprechendem Rücktrittsrecht im Sanktionsfall enthält. Was die Konzeption beinhaltet, blieb im Rahmen der Beschlussfassung leider im Ungewissen.

      Wichtig ist, dass die Bebauung und damit der Verlust an heute vorhandenen Bäumen und Parkplätzen nicht ohne Kompensationsmaßnahmen erfolgt. Deshalb hat sich die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dafür eingesetzt, dass ein Teil des Verkaufserlöses für den Bau des schon lange geplanten Promenadenringes verwendet wird. Gemäß Beschluss vom Mittwoch werden 3,5 Mio. Euro für den Promenadenring und die Anpassung der umliegenden städtischen Flächen verwandt.

      „Im Interesse der Anwohner, aber auch für eine positive Entwicklung der Innenstadt und des Stadtbildes insgesamt muss die Bebauung eine Verbesserung bedeuten. Deshalb müssen gestalterisch hohe Maßstäbe gesetzt werden. Wir wollen, dass auch künftig der Bauausschuss einbezogen wird, wenn es um die Gestaltung von Fassaden und Flächen in diesem Areal geht,“ so Margit Haase, Stadträtin und Mitglied für die Fraktion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau. „Die bisher vorgelegten Planungen sind insbesondere in Bezug auf die Fassaden zur Marienstraße nachbesserungsbedürftig.“

      Kritik üben die GRÜNEN auch an der noch fehlenden baurechtlichen Absicherung
      des Vorhabens, da der jetzige Entwurf vom Bebauungsplan abweicht.


      gruene-fraktion-dresden.de/ind…rueckt-in-greifbare-naehe

      Bei den Grünen handelt es sich meiner Ansicht nach zur Zeit um die einzige Partei, die die Stadtentwicklung Dresdens kritisch begleitet und in den meisten Fällen vollkommen richtig liegt. Leider wurde ihr Vorschlag zur Etablierung eines Gestaltungsbeirates mit der üblichen Arroganz der Mehrheit abgelehnt.
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