Stuttgart in alten Bildern (Galerie)

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    • Es ist aber auch die Heimart von Stuegert,er ist nicht so eine Trübe Tasse.

      Zudem zeigt uns von zeit zu zeit traumhafte Bilder einer schönen Stadt die so im Zentrum kaum noch wahr zu nehmen ist
      ich hoffe das beste für Stuttgart ich mag das alte sehr Stuttgart wirkte nei so Groß aufgeblasen wie andere Städte es hat die selbe Heimlichkeit Ine wie München, dieses einfache und dennoch stolze der vielen alten Häuser.
    • Tja Heimdall, ich schätze dass du damit absolut recht hast. Rekonstruktion ist in Stuttgart ein Fremdwort, das bestätigt auch der Architekt i.R. Axel Spellenberg, ein glühender Verfechter traditionellen Bauens, der schon vor 40 Jahren Entwürfe für die Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt vorgelegt hat und dafür spät geehrt wurde, in Stuttgart aber immer auf taube Ohren gestoßen ist.
      Zu Stuttgart: Das Problem ist, dass es nur ein Alles oder Nichts geben kann. Rathaus plus(!) Altstadthäuser. Nur eines von beidem wäre jeweils eine unbefriedigende Lösung. Aber für diese Maximalforderung sehe ich derzeit keinerlei Grundlage. Ich könnte mich auch mit hochwertigen Neubauten am Marktplatz anfreunden, sofern sie postmodern und zitierend ausgeführt würden. Da sehe ich in Zukunft größere Chancen auf Realisierung. Das Rathaus stört mich auch weniger als diese Wiederaufbau-Baracken rund um den Marktplatz, für die sich eine solch wohlhabende Stadt eigentlich schämen müsste. Hier MUSS irgendwann etwas besseres her. Gerne auf Basis neuer, spannender Ideen.
      In dubio pro reko
    • Stuegert wrote:

      (...) Wiederaufbau-Baracken rund um den Marktplatz (...)
      :daumenoben: Das passt perfekt. - Die Dinger stehen nicht zufällig bereits unter Denkmalschutz?

      Ich denke aber schon, daß man die Häuser am Markt auch ohne Rekonstruktion des Rathauses wieder aufbauen kann. Bei Wikipedia wird eine Perspektive verglichen. VORHER - NACHHER Aus diesem Blickwinkel sieht man den Rathausturm nicht. Aber natürlich wäre es schöner, beides zu bekomme. Die Häuser waren ja scheinbar nicht besonders aufwändig oder pompös verziert. Ein Wiederaufbau sollte locker machbar sein. Ich wundere mich eh, wie lange dieser Nachkriegs-Müll schon da steht.
    • Was den Stuttgarter Nachtwächterbrunnen betrifft, so meine ich mich zu erinnern, vor vielen Jahren am Brunnen die Jahreszahl 1902 gelesen zu haben, was dann wohl das Jahr der Errichtung des Brunnens sein dürfte. Immer wieder hatte es Beschwerden gegeben, dass manche der Nachtwächter die Lieder zur Zeitangabe fürchterlich falsch gesunden hätten, mache Nachtwächter auch "arg versoffene" Stimmen gehabt hätten. Da es inzwischen überall in der Stadt nächtliche Straßenbeleuchtung gab, schaffte man gegen 1900 die Nachtwächter (samt deren Laternen) ab. Eine jahrhundertlange Aera der Nachtwächter ging damit für immer zu Ende. Als Erinnerung an die Nachtwächter errichtete man dann den Nachtwächterbrunnen bei der Leonhardskirche.

      The post was edited 4 times, last by Villa1895 ().

    • Danke Villa für deine Ergänzungen. Kann gut sein, dass der Brunnen erst 1902 erbaut wurde. Ich habe mich auf die Angaben im letzten öffentlich verfügbaren Denkmalverzeichnis verlassen, das sich aber schon mehrfach als fehlerhaft herausgestellt hat. Leider veröffentlicht die Stadt seit Jahren keine aktuelle Liste der Kulturdenkmale mehr, eigentlich ein Unding.
      In dubio pro reko
    • Lieber SchortschiBaehr,

      du hast freilich völlig recht, denn in Stuttgart, im Gebiet zwischen dem Chor der St. Leonhardskirche und dem Rathausturm, welcher unversehrt blieb, gab es 1945, zum Ende des II. Weltkriegs, außer dem besagten Nachtwächterbrunnen und dem einstigen Kirchhofskreuz (um 1500, aus Sandstein geschaffen (gestiftet vom damaligen Bürgermeister Ganzhorn als Friedhofskreuz und als Familiengrab) nichts mehr.

      Das Kirchhofskreuz, blieb wie ein Wunder erhalten, wiewohl es bereits bereits eine Kopie des 19. Jh. war. Alles, außer den Außenmaurern der gotischen Kirche, und eben jenem Friedhofskrez. samt allerhand erhaltener steinerner Grabmäler, wurde durch die Bombardierung des II. Weltkriegs ausgelöscht.

      Eine ehemalige Kollegin, Jg. 1916, berichtete mir, dass das Uhrengeschäfts ihres Vaters (oder Großvaters ?, das weiß ich heute nicht mehr so genau), bei der St. Leonhardskirche in Stuttgart, im Jahre 1937 noch sein hundertjähriges Firmenjubiläum feierlich begangen habe. Mit Girlanden aus Tannenreisern am Haus, Girlanden, alten Uhren im Schaufenster. Wenige Jahre später, 1945, gab es rein gar nichts mehr davon zu sehen. Das alte Haus war "pulverisiert". Nebenbei sagte mir meine damalige Kollegin (die zwar bereits, als ich sie 1976 kennen lernte, eine ältere Dame war, aber immer noch sehr schöne Gesichtszüge und blondes Haar hatte, dass es, als sie zur Welt kam (im Hungerjahr 1916), keine Milch mehr in Stuttgart zu kaufen gab. Geschweige denn auf Lebensmittelkarten. Deren Mutter habe dann halt, aus der Not geboren, Brotrinden aus Schwarzbrot in Wasser gekocht, als eine Art von Brotsuppe) (o Gott, wie armseilg) um daraus einen Schoppen für des Kleinkind zu bereiten. Dieser Mangel von Lebensmitten, auf Grund der Missernten wegen endlosem Regen ab 1916, sei sei letztlich auch der Grund für die Rachitiserkrankung meiner einstigen Kollegin und für ihren daraus relultierden Buckel (niederdeutsch wohl: Puckel) gewesen.

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    • Villa1895 wrote:

      Was den Stuttgarter Nachtwächterbrunnen betrifft, so meine ich mich zu erinnern, vor vielen Jahren am Brunnen die Jahreszahl 1902 gelesen zu haben, was dann wohl das Jahr der Errichtung des Brunnens sein dürfte. Immer wieder hatte es Beschwerden gegeben, dass manche der Nachtwächter die Lieder zur Zeitangabe fürchterlich falsch gesunden hätten, mache Nachtwächter auch "arg versoffene" Stimmen gehabt hätten. Da es inzwischen überall in der Stadt nächtliche Straßenbeleuchtung gab, schaffte man gegen 1900 die Nachtwächter (samt deren Laternen) ab. Eine jahrhundertlange Aera der Nachtwächter ging damit für immer zu Ende. Als Erinnerung an die Nachtwächter errichtete man dann den Nachtwächterbrunnen bei der Leonhardskirche.
      Ich kenne noch das Nachtleben in der Leonhardstraße Ende der 70er Jahre, in der ein Nachtwächter völlig deplatziert gewesen wäre. Als Lehrling war ich damals Stammgast im "Goldenen Heinrich". 8´)
    • Hallo Hohenzoller,

      das Leonhardsviertel war um 1900 ein reines Handwerkerviertel und wurde erst nach dem II. Weltkrieg zu dem, was es heute ist.

      Ab 1976 war auch ich öfters im "Goldenen Heinrich" zu Gast. Es ging damals oft lustig zu, besonders an Fastnacht, wo ich sogar mit der alten Frau Heynrich noch getanzt habe.

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