Bad Reichenhall (Galerie)

  • Bad Reichenhall von der Predigtstuhlbahn aus



    Über der Saalach



    Das Florianiviertel um den Florianiplatz, beim Stadtbrand 1834 (bezeichnenderweise) verschont geblieben. Der Peter- und Paulsturm einer der beiden erhaltenen Türmen (von ehem. 14) der im 13. Jh. errichteten Stadtbefestigung.



    Der beim Stadtbrand 1834 weitgehend zerstörte Altstadtbereich um die St. Ägidiuskirche. Links am Bildrand das Rathaus.



    Bad Reichenhall und Hochstaufen



    Nonn, unterhalb vom Hochstaufen gelegener Ortsteil von Bad Reichenhall, mit St. Georg



    Altstadtbereich zwischen St. Nikolaus und St. Ägidius


  • Saalachsee, in der Bildmitte Karlstein, links / westlich davon unterhalb der Felswand liegt der Thumsee, im Hintergrund rechts der Zwiesel



    Karlstein mit Burgruine und Kirche St. Pankratius



    Vorne die unter König Ludwig I. nach dem Stadtbrand von den aus München bekannten Architekten Friedrich von Gärtner und Daniel Ohlmüller errichteten Salinenanlagen.



    Bad Reichenhall vom Predigtstuhl.


    Schloss Gruttenstein:

    Ursprünglich um 1220 zum Schutz der Salzquellen errichtet.



    Saalach, St. Nikolaus und Florianiviertel



  • Das ehem. Augustinerchorherrenstift mit der Kirche Sankt Zeno, die größte romanische Kirche Altbayerns.



    Blick ins Salzburgische, vorne Großgmain, im Hintergrund die Landeshauptstadt.



    Großgmain



    Salzburg


  • Almhütte Schlegelmulde mit Zwiesel und Hochstaufen, tief unten Bad Reichenhall.




    Bad Reichenhall vom Dreisesselberg:



    Sankt Zeno




    Predigtstuhlbahn und –haus. 1928 bereits eingeweiht.



    „Mit über 80 Betriebsjahren ist sie die älteste im Original erhaltene Großkabinenbahn der Welt.“
    Das sind die spektakulärsten Seilbahnen der Welt - Top10 (Die Welt)
    http://www.welt.de/reise/Fern/…-Seilbahnen-der-Welt.html

  • Noch ein wenig ältere und leicht winterliche Bilder aus der niedriger als München gelegenen Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte zwischen Bayern und Salzburg immer wieder umkämpft, seit dem 16. Jh. zu Bayern gehörig. Mehrere Stadtbrände, u.a. 1515 und 1834, aber auch Überschwemmungen der Saalach, sorgten dafür, dass vom alten Reichenhall nicht so viel übrig blieb. Bezeichnenderweise findet sich im Bereich um den Florianiplatz noch ältere, alpenländische Bauweise (da wurde der Heilige doch tatsächlich dem Spruch gerecht: Hl. Florian bewahre unser Haus und zünd andere an“ bzw. so in etwa).



    Marktplatz mit Rathaus und Hochstaufen






  • 90m lange und 30m breite, dreischiffige Kirche aus romanischer Zeit. Erhalten davon der Chor und die Langhausmauern.
    Das gotische Erscheinungsbild im Langhaus auf den Wiederaufbau nach dem Brand von 1512 zurückgehend.




    Westportal, um 1200


  • Danke für die schönen Aufnahmen!


    Wenn wir schon einen Blick auf Bad Reichenhall von Osten genießen durften, muss der Vollständigkeit halber auch das Panorama vom westlich gelegenen Hohenstaufen gezeigt werden:



    Das wechselhafte Wetter mitsamt der eilig vorbeiziehenden Wolken und Nebelschwaden ließ binnen weniger Minuten verschiedene Lichtstimmungen entstehen.




  • Die sich südwestlich von Bad Reichenhall befindliche Wallfahrtskirche St. Pankraz und die dahinterliegende Burgruine Karlstein




  • Wie es der Zufall wollte, habe ich heuer im Juni die Gelegenheit gehabt, Bad Reichenhall auf der Durchreise auch aus anderer Perspektive als aus der vom Hochstaufen zu sehen. Wenn die Fotos auch keine vollständige Galerie ergeben, so eignen sie sich dennoch gut, die Bilder von Markus zu ergänzen. Recht viel Neues ist nicht dabei, mein Schwerpunkt lag allerdings auf den Profanbauten - einiges noch nicht Gezeigtes findet sich hoffentlich.




    Die heutige Stadt geht im Wesentlichen auf die Neuanlage nach den Zerstörungen im Zuge der sogenannten "Salzirrungen" zurück. U. a. die Stadtmauer wurde zu dieser Zeit errichtet, die ein in etwa 700 mal 300 Meter großes Areal einschließt.

  • Am Besten hat sich wohl der südliche Altstadtteil erhalten, wo kaum ein Neubau die mittelalterliche - wenn auch meist stark erneuerte - Verbauung stört. Hier der südliche, platzartige Teil der Salinenstraße:




    Östlich davon der Florianiplatz, meines Erachtens das schönste Fleckerl in der Stadt.



    Am südöstlichen Eck der Altstadt steht der Peter-und-Paul-Turm.



    Von dort wieder zurück zum Florianiplatz...



    Dort steht das angeblich uralte Sichlerhaus:




    Über den Wahrheitsgehalt der Schrifttafel kann ich keine Aussage treffen.

  • Nördlich dieses gemütlichen Viertels tauchen - für den ahnungslosen Touristen völlig überraschend, wie aus dem Nichts - die gewaltigen Anlagen der Saline auf.




    Die Ausmaße des 1840-51 errichteten Komplexes, der drei große Höfe umschließt, sind gewaltig - fast 250 Meter erstreckt sich die Anlage in Nord-Süd-Richtung. Wesentlich brutaler als die meisten im Forum diskutierten Abrisse und Stadtviertelzerstörungen.



    Der zentrale Hof mit der Salinenkapelle.



    Direkt nördlich dieser riesigen Gebäudegruppe haben sich zu Füßen der Burg Gruttenstein einige schöne Gässchen erhalten.


    Die Dreifaltigkeitsgasse mit einer kleinen, rechteckigen Platzerweiterung.





    Die Rosengasse:


  • Quote

    Wesentlich brutaler als die meisten im Forum diskutierten Abrisse und Stadtviertelzerstörungen.


    Ich habe keine Ahnung, ob etwas und was für die Salinenanlage seinerzeit abgerissen wurde. Aber als brutal empfinde ich das Gebäude trotz seiner Ausmaße nicht. (Bewertung allerdings nur anhand dieser Fotos.)

  • Auch ich kenne die frühere Bebauung nicht, als Bespiel für brutale Stadtzerstörung taugen diese Anlagen aber denkbar schlecht.


    Das gelbe Verwaltungsgebäude von Friedrich von Gärtner ist Architektur im Stile der Münchner Ludwigstraße und auch die eigentliche Saline ein großartiger, nahezu schlossartiger frühindustrieller Bau. Ich habe die alte Saline mit ihrer faszinierenden Pumpanlage im Frühjahr dieses Jahres besichtigt. Sie gibt zusammen mit Kuranlagen, Gradierwerk und den gründerzeitlichen Villen in entgegengesetzer Richtung zu den mittelalterlichen Vierteln der Stadt ihr ganz eigentümliche Gesicht.

  • In der Tat ist das gesamte Viertel um die Saline herum an kleinstädtischer Schönheit kaum zu überbieten. Was an der schlossartigen, aber keineswegs überdimensionierten Saline und den Komplementärbau selbst liegt. Wenn ihr mit Bildern weitermacht - ihr seid da ca. 200 Meter von einem meiner Häuser entfernt :biggrin: .

  • Ich kann mir nicht helfen. Ich empfinde diese Salinen-Gebäude nicht als Monster, sondern als ästhetisch durchaus ansprechend. Sie wirken fast wie eine Klosteranlage und passen auch gut zur Bergkulisse. Und da sie ja eng mit der Geschichte der Stadt verbunden sind, haben sie sicherlich sogar identitätsstiftende Bedeutung. Etwas anderes sind die möglichenfalls aus den 50er Jahren stammenden "Neubauten". Diese sind teils sehr trist und offenbar teils bereits wärmegedämmt. Wenn man nicht ahnen würde, dass heutzutage schlimmeres nachkommt, wäre ein Abriss sicherlich von Vorteil.
    Z.B. dieses hier:

    Bild 3345


    Andere Gebäude könnte man durch eine richtige Dachstruktur aufwerten und etwas passender zur Altstadt gestalten.
    Z.B. diese Gebäude mit den Erkern und Kratzputz-Fassaden würden durch eine geschweifte Haube auf den Erkern und ein erkennbar steiles Dach deutlich gewinnen und könnten erhalten bleiben:




    Bild 3349


    Bild 3350

  • Auch ich kenne die frühere Bebauung nicht, als Bespiel für brutale Stadtzerstörung taugen diese Anlagen aber denkbar schlecht.


    Das gelbe Verwaltungsgebäude von Friedrich von Gärtner ist Architektur im Stile der Münchner Ludwigstraße und auch die eigentliche Saline ein großartiger, nahezu schlossartiger frühindustrieller Bau. Ich habe die alte Saline mit ihrer faszinierenden Pumpanlage im Frühjahr dieses Jahres besichtigt. Sie gibt zusammen mit Kuranlagen, Gradierwerk und den gründerzeitlichen Villen in entgegengesetzer Richtung zu den mittelalterlichen Vierteln der Stadt ihr ganz eigentümliche Gesicht.


    Ich bin absolut der Meinung, dass die Errichtung der Saline in Bad Reichenhall eine brutale Zerstörung des Stadtbildes ist. Um diese Aussage zu rechtfertigen, habe ich die historische Stadtkarte, die ich am Anfang gezeigt habe, vergrößert und den ungefähren Standort der Saline rot eingekreist:



    Im diesem Bereich befanden sich zum überwiegenden Teil Salzsiederhäuser. Diese waren mit Sicherheit keine schlichten Industriebauten, sondern prächtige, uralte Gebäude - zumindest ist es in Hallein so, im nahen Bad Reichenhall, vermute ich zumindest, wird es ähnlich gewesen sein. Daneben gingen auch zahlreiche alte Bürgerhäuser drauf.


    Nichtsdestotrotz finde ich die Salinenanlage unglaublich beeindruckend. Ein so prächtiges und monumentales Gebäude aus dieser Zeit gibt es anderswo kaum in der Form. Und genau diese Situierung inmitten der historischen Altstadt hat schon etwas Faszinierendes. Sie erhält dadurch einen ganz eigentümlichen Charakter. Ich bin deswegen eigentlich froh ob der Existenz der Saline. Wenn auch eine Menge Historisches draufging, eine so ungewöhnliche Stadt wie Bad Reichenhall finde man anderswo nicht.


    Was mich viel mehr stört, ist, dass die Altstadt dadurch völlig in zwei Teile gespalten wird. Ich hatte, als ich durch Reichenhall ging, fast den Eindruck, als on es zwei Altstädte, gäbe die nicht zusammenhängen. Dabei braucht eine Stadt meiner Meinung nach ein Zentrum, und nicht mehrere.


    Danke, Zeno, für die Bilder, die den eigenartigen Eindruck des Mittelteils der Stadt wirklich gut wiedergeben!

  • Weiter geht es mit meinen Bildern:


    Wir erreichen nun schon das Nordostende der Altstadt, wo ein Stück der Stadtmauer steht.



    Gegenüber befindet sich ein beeindruckender (Schul?)-Bau aus der Zeit um 1910/15.




    Besonders schön ist das schwere, romanisierende Portal und wunderbar archaisch anmutenden Formen.



    Nun geht es wieder zurück in die Altstadt, allerdings nun über die geschäftige Ludwigstraße, den nördlichen Teil der Nordsüd-Hauptachse. Immer wieder fällt mir in Reichenhall auf, dass die Stadt - nicht ohne Grund - wie eine Mischung aus einer salzburgischen und einer südbayrischen Stadt wirkt. Die Ludwigstraße ist dabei deutlich südbayrisch angehaucht - nicht wegen des Namens alleine.


    Das könnte doch genau so gut in Rosenheim stehen? Oder in Ingolstadt?






    Das ist dann eher wieder Salzburg.



  • Nun kommen wir zum beschaulichen Ägidiplatz.



    Das Stadtbild macht nun einen überraschend großstädtischen Eindruck.



    An der Ägidikirche fällt ein interessanter Fresko ins Auge:





    Die Ägidikirche zur Poststraße:



    Der Innenraum sei euch nicht vorenthalten: