Salzburg - Allgemeines

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    • Salzburg und Würzburg

      Die Parallelen zwischen die Bilder aus Salzburg und Vorkriegs Würzburg sind sehr gross. So HÄTTE Würzburg heute auch aussehen können, wäre es nicht zu zu vielen Vereinfachungen, modernisierungen oder mehr rekonstruktionen gekommen.

      Warum Salzburg heute so schön ist und Würzburg nicht liegt in dieser Art von Perfektionismus die Deutschland nach dem Krieg offenbar in der Architektur oder Wiederaufbau kaltgestellt hat.
    • Danke für die verschneiten Bilder.


      Architektonische Parallelen lassen sich sicherlich viel eher Richtung Passau und den anderen Städten des Inn-Salzach-Stilbereichs ausmachen als gegenüber Würzburg. Passau ist die eigentliche Schwesterstadt Salzburgs - beide waren Hauptstädte eines Hochstifts, liegen relativ nah beieinander, waren lange Zeit ungefähr gleich groß und mussten nach Bränden in weiten Teilen barock wiederaufgebaut werden. Würzburgs nächste architektonische Verwandte waren wohl Mainz und Bamberg.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Kompliment für diese Serien Johann

      @Johann. Danke für siese äusserst gelungen Bilder eine der am besten gepflegten Städten Deutschlands/Österreichs.

      Die Kuppel auf fast alle Ecken, die enge Gassen, die schön angemalten hohe Häuser, einladende Gaststätten, Hotels, Laden, die Stadt überherrschende Feste.... die schönen intakten Villa's aus klassische Zeiten: alles macht diese Stadt liebevoll, reizend und schön. So etwas gibts nicht noch irgendwo sonst.
    • Zunächst einmal vielen Dank für die vielen tollen Fotos. Aber ich kann mich nur nochmals wiederholen - ich finde Salzburg architektonisch nicht so toll.

      Die Lage ist natürlich super, aber die eigentliche Altstadt besteht aus eher simplen Häusern im Inn-Salzach-Stil, mit schmucklosen und teilweise recht angegammelten Fassaden, teilweise original, teilweise nach Kriegszerstörungen rekonstruiert:

      http://picasaweb.google.de/prach68/Salzburg\r
      picasaweb.google.de/prach68/Salzburg

      Mein Favorit bleibt weiterhin Graz.
    • Im Wikipedia-Arikel zu Salzburg heißt es: "1944/45 zerstörten oder beschädigten in 15 Bombenangriffen amerikanische Flugzeugverbände 46 Prozent der Bausubstanz mit 7.600 Wohnungen; 14.563 Menschen wurden obdachlos, mehr als 550 kamen ums Leben. Getroffen wurde vor allem das Bahnhofsgebiet, aber auch die Innenstadt mit der Domkuppel und Mozarts Wohnhaus." Leider wird nicht genau spezifiziert, von welchem Bereich der Stadt hier genau die Rede ist.
      Siehe: de.wikipedia.org/wiki/Salzburg#NS-Zeit_und_Zweiter_Weltkrieg

      Dementsprechend finden sich in der Wikipedia auch andere (abweichende) Daten, wie bsplw. eine interessante Tabelle, die die alliierten Luftangriffe auf Österreich und deren Folgen darzustellen versucht:

      Quelle: wikipedia.de


      Sieht man sich die wenigen im Bildindex verfügbaren Salzburger Bilder aus der Vorkriegszeit an, so wirken die Häuserfassaden bereits dort sehr einfach. V. a. der Putz ist heute nur wie so häufig deckender.


      Quelle: bildindex.de


      Quelle: bildindex.de


      Quelle: bildindex.de


      Quelle: bildindex.de
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      Arthur Schopenhauer
    • Ich werde tippen dass Gründerzeiterviertel wurde hauptsächlich zerstört und nicht die Altstadt. Die Gründerzeitviertel präsentiert sich auch sehr gemicht mit viele Neubauten.
      Die urige schiefe Gassen in die Altstadt ist aber zu schief rekonstruktion zu sein. Oder wenn es rekonstruktion ist: hut ab dann. Dann hat man die Schifheit perfekt simuliert.
    • @ Georg Friedrich:

      Ich glaube, die österreichischen Statistiken sind im Vergleich zu den deutschen etwas irreführend. Ich habe mir die wikipedia-Artikel eben mal angeschaut und mit den Fotos verglichen, auf denen das nach österreichischer Statistik praktisch totalzerstörte Wiener Neustadt doch im Vergleich zu Dresden, Stuttgart, Köln oder Nürnberg relativ "intakt" aussieht (viele ausgebrannte Dachstühle, mittlere bis größere Beschädigungen etc., aber keine tabula-rasa-Trümmerlandschaft).
      Der einzige Reim, den ich mir darauf machen kann ist, daß die österreichischen Statistiken einfach die Prozentzahl der beschädigten Gebäude zählen, egal wie stark die Beschädigung ist, statt wie die deutschen die Prozentzahl des verlorenen Wohnraums. Darauf deuten auch die wikipedia-Texte hin, wenn man sie genau liest.

      Würde man diese österreichische Zählweise zugrundelegen, dann müsste man z.B. für Nürnbergs Altstadt einen Zerstörungsgrad von 100% statt 85% - 90% annehmen, denn völlig unbeschädigt war da gar nichts mehr.
    • Es hat sicher seine Berechtigung, dass Wikipedia im wissenschaftllichen Bereich nicht zur Zitation eignet, wenn auch hier die Aussage betreffend Wiener Neustadt stimmen könnte. Es gab in Wiener Neustadt einmal eine Austellung über die komplette Zerstörung der Altstadt und der umliegenden Viertel - sowie deren Rekonstruktion. Sowiel ich weiß war WN die erste österreichische Stadt, die bombardiert wurde und in mehreren Angriffen (etwa 30) komplett dem Boden gleich gemacht wurde.

      Wenn man aber heute durch die Altstadt geht und vor allem über den gänzlich rekonstruierten Marktplatz spaziert, dann kann man sich dies kaum mehr vorstellen. Echt großartige Aufbauleistung! Wäre eigentlich einen eigenen Neumarkt-Kurier-Artikel wert. Es geht auch in deutschsprachigen Städten, wenn man nur will!
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit."
    • @ Exilwiener:

      Na ja, also wenn ich die Fotos vom laut österreichischer Statistik zu rund 88% zerstörten Wiener Neustadt mit denen der laut deutscher Statistik zu ebenfalls rund 88% zerstörten Altstadt von Nürnberg vergleiche, sehe ich doch gewisse Unterschiede, die es nicht verwundern lassen, daß man Wiener Neustadt nicht so viel von der Zerstörung anmerkt:

      Wiener Neustadt 1946:



      Nürnberg 1946:


      Da scheint mir doch einfach eine andere Zählweise bei der Schadenserfassung zugrunde zu liegen.
    • @PHilon

      Sicher, dass mit der Statistik ist so eine Sache und vielleicht wurde in Ö mit anderen Maßstäben gemessen, da wirst Du Recht haben. Aber man könnte ja von N auch andere Bilder, weniger zerstörter Innenstadtteile (um die Burg) anschauen und in Wiener Neustadt den Hauptplatz heranziehen. Dann käme man wieder zu einem anderen Ergebnis. Mit den Fotos verhält es sich dann auch wie mit der Statistik.

      Sicher ist, dass beide Altstädte vollkommen vernichtet wurden. Während N sehr puristisch bzw. garnicht wie vorher aufgebaut wurde, hat man sich in WN wenigstens zu einer Großreko entschlossen.
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    • Die schlichten Fassaden gefallen mir, da die Fenstergestaltung, als Augen
      des Hauses die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Wo gibt es das?
      Eine Stadt mit vielen gelungen-versprossten Vorfenster - ein Traum.
      In Deutschland nur noch vereinzelt. Diese Vorfenster verleihen den
      Gebäuden einen ganz besonderen Reiz aus meiner Sicht.
      Ein schlichtes Gewände und vielleicht noch eine Fensterüberdachung,
      fertig ist ein würdevolles Fenster und eine gelungene Fassade.
      Fensterläden fehlen hier zwar, dennoch: großes Lob
      für die Salzburger Fenster :)

      Hinzu kommen die schönen Laternen und die auffällig gelungenen Ausleger.

      Baulich sehe ich weniger Erker als in anderen österreichischen Städten,
      vielleicht täusche ich mich. Bei der Farbigkeit der Häuser, tendiere ich
      zu "weniger ist mehr". Nur nicht ganz so monoton müsste
      es sein. Es gibt ja unterschiedliche Pastellfarben mit denen man die
      Unterteilung der Fassaden herausstellen kann, ohne dass man gleich
      in den reinen Farbtopf greifen muss.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch