Potsdam in alten Bildern

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    • ...wenn ich einen Wunsch hätte...?!

      Guten Abend,

      ich bitte Beiträge 09 - 12 - 19 - 20 zu beachten. Man sieht hier das Berliner Tor und wie es sich bis zum Abriss verändert hat. Ich würde mich freuen wenn man es wieder an alter Stelle rekonstruieren würde, hier müsste sich aber der Bürgerverein Freies Tor Potsdam dafür einsetzen, das diese Koordination "Mitteschön" auch noch übernimmt ist wahrscheinlich nicht zumutbar. Und bei der Rekonstruktion würde man ein massiven Eingriff in den Straßenkörper vornehmen und damit meine ich nicht die Wiedereinbindung der Oberleitung in das Berliner Tor.

      Man sieht übrigens auch auf den Fotos wie stark nach dem zweiten Weltkrieg in den Straßenkörper eingegriffen wurde, man hat die Häuserzeilen auf beiden Seiten abgerissen, also bei einer Rekonstruktion geht es nur mit den beiden Seitenflügeln sonst steht das Tor auf der Breiten Straße sehr einsam in der Mitte, ohne Funktion.

      Aber ich würde mir auch wünschen das man den zweiten Obelisk des Neustädter Tor rekonstruieren würde, inklusive der beiden Adler. Eine komplette Rückkehr des Neustädter Tor ist wahrscheinlich auszuschließen. auch das würde ein Eingriff in die Breite Straße bedeuten.

      Viele Grüße :cool:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Meister Lampe ()

    • Beide Stadttore sind wichtig für das Potsdamer Stadtbild. Es gäbe noch einen weiteren Reko-Kandidaten, das Zollhaus auf der Freundschaftinsel an der Langen Brücke, aber Mitteschön würde sich sicher auch hier kümmern, zumal gerade das Berliner Tor auch vom Potsdamer Baubeigeordneten geliebt wird.

      Das Problem ist:

      1) Im Falle des Berliner Tores die Nutzungsfrage. Hier ist keine Einnahme zu erwarten. Und wenn ich mir anschaue welchen Terz die ViP z. Zt. macht, damit sie nicht mit der Straßenbahn durch die Ringerkolonnade muss, halte ich eine erneute Durchfahrt für schwierig. Ist bekannt, ob sich wenigstens noch Teile der Figuren erhalten haben? Angesichts des Sonderprogramms der Stadt Potsdam in Hohe von 160 Mios für Schulen etc. ist an einen Wiederaufbau mit öff. Mitteln nicht zu denken. Wer sollte hier der private Spender sein?

      2) Im Falle des Neustädter Tores steht der Verkehr entgegen. Ein Großteil der Trophäen etc. sind noch vorhanden, der städtebauliche Abschluß machte aus der Breiten Straße wieder die repräsentative Allee, die sie mal war. Solange sich jedoch am Verkehr nichts ändert kann man bestenfalls noch die Leuchten im Lustgarten ersetzen.

      3) Im Falle des Steuerhauses an der Langen Brücke wäre Platz und ein Nutzer stünde mit der Tourismusinformaton, die für viel Geld Mieter im Hauptbahnhof ist, ideal.

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Das Neustädter Tor bzw. den zweiten Obelisken zu Rekonstruieren dürfte doch trotz Verkehr die einfachste Übung sein? Einfach den bestehenden Obelisken näher an den Straßenrand versetzen und den neuen auf den Mittelstreifen. Das dürfte doch mehr oder weniger der hist. Breite entsprechen, der jetzige Obelisk stünde nicht mehr so im Abseits und die Torwirkung würde wieder sichtbarer. Der jetzige Standort stimmt ja was die Höhe angeht eh nicht mit dem hist. überein. Dass es den Verkehr behindere, kann man hier wohl kaum als Einwand bringen. Und wenn der Obelisk an sich eh noch existiert...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Benni ()

    • Guten Abend,

      nun es wird durch die Verbreiterung der Breiten Straße in den 1970 Jahren nicht möglich sein die Obelisken des Neustädter Tor am Originalstandort aufzustellen, aber man könnte die beiden Obeliske auf die Höhe stellen wo sie mal gestanden haben, da müsste man den zweiten Obelisk aber erst rekonstruieren und schauen ob die Adler noch vorhanden sind.

      Beim Berliner Tor, wird der Standort zur Rekonstruktion schwieriger, da die Straßenbahn nicht mehr eingleisig fährt sondern auf zwei Spuren. Man müsste auf der Höhe des Berliner Tor die Straßenbahngleise, per Weiche, auf ein Straßenbahngleis umstellen und dann vor oder hinter dem zu rekonstruierenden Tor eine Ampel einsetzen oder so den Straßenbahntakt ausweiten, das die Straßenbahnen sich an diesem Punkt nicht begegnen bzw. fünf Minuten vor oder hinter dem Tor, wo wieder zweigleisig gefahren wird.

      Da aber die "VIP" und "Havelbus" es nicht mal gemeinsam hinbekommen zu fusionieren würde es die "VIP" nur überfordern :kopfschuetteln:

      Viele Grüße :cool:
    • Berliner Tor

      Nur, weil Herr Lampe es sich so gewünscht hatte nun eine postkartenähnliche Zusammenstellung verschiedener Fotos.


      Quelle: Bundesarchiv Baur, Max, TU Berlin Architekturmuseum, Ansichtskarte

      Die Feldseite des Berliner Tores. Blickrichtung ist also das Stadtzentrum.
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    • Danke! Interessante Bilder. Sehr schade drum. Aber da es im Ggs. zu den anderen Toren nicht an sondern auf einer Hauptverkehrsstraße liegt, zudem noch unweit der Autobahnab-/zufahrt, und nicht aus zwei separaten Teilen besteht, dürfte es wohl kaum zu machen bzw. durchsetzbar sein, oder? Die Gleise dürften wohl das kleinste Problem sein. Beim Nauener Tor werden für die Durchfahrt auch aus zwei Gleisen eins.

      Das größte Hindernis ist doch eigentlich das Wachhäuschen? So kann der Verkehr nach aus der Stadt raus nicht ums Tor herum fahren. Aus welchem Grund hat man es stehen lassen? Bzw. wann wurden sie gebaut? Auf zwei der fünf Bilder im ersten Post sind schließlich eindeutig keine zu sehen,
    • Luisenplatz

      Immer wieder interessant: Der Luisenplatz. s.a.http://de.wikipedia.org/wiki/Luisenplatz_(Potsdam)


      Um 1900. Ganz links das Brandenburger Tor, die heutige Zeppelinstraße, die Zimmerstraße und rechts die Allee nach Sanssouci.

      In der Mitte der Parkanlage der "99 Tage Kaiser" Friedrich III. Geradeaus die Garnisonkirche, das Militärwaisenhaus, rechts die Garde-Ulanen-Kaserne (heute von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse genutzt). ca. 1905


      1975. Die seit 1937 gepflasterte Fläche wurde gern als kostenloser Parkplatz genutzt. Die damalige Klement-Gottwald-Straße (heute wieder Brandenburger Straße) war noch nicht rekonstruiert. Das Tor in verschiedenen Grautönen und mit einem farbigen Streifen über den Bögen.

      Quellen: alte Ansichtskarten, Auszüge daraus

      Aufnahme von 2010. Nach Rekonstruktion kahl wie eh und je. Schade, auch die Sitzgelegenheiten fehlen. Blick zur MBS und in die Zeppelinstraße. Unter dem Platz befindet sich ein sehr schönes Parkhaus.

      Foto: Autor, 2010
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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von potsdam-fan ()

    • Der Qualitätsunterschied in der Freiflächengestaltung ist immens. Schade, dabei ist es gar nicht so schwer.

      Wusste gar nicht, dass die Nazis den Platz gepflastert hatten - wie im Berliner Lustgarten. Die DDR hat's dankend übernommen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Brandenburger Tor

      Weiter mit einer Serie alter Fotos. Luisenplatz und Brandenburger Tor bilden eine Einheit. Wie unterschiedlich sich die Gestaltung des Tores entwickelte, kann man hier gut verfolgen

      1880, mit den originalen Wachhäusern. Inschrift MDCCLXX (1770)


      Aufnahme vor 1914.(Stadtseite). Im Hintergrund der als Parkanlage gestaltete Luisenplatz.


      "Fromme Sprüche" von 1956.


      1975 mit rotem Streifen und ebensolcher Fahne...


      1978 nach Fertigstellung des "Broadways" (Volksmund) (Klement-Gottwald-Straße, heute Brandenburger Straße). Man beachte die Dachkonstruktion im Inneren des Tores.


      1982, im Winter.


      1988, Feldseite


      2004, Entwurf für neue Torhäuser, MAZ. Nicht mehr im Gespräch.


      2013. Schöne Aufnahme vom aktuellen Zustand.

      Quellen: Alte Ansichtskarten, Ausschnitte davon; Luftaufnahme "Unsere Brandenburger", Nicolai; MAZ, Michael Lüder

      Das alles nochmals nachzulesen in: Wikipedia
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    • Teltower Tor

      Auch die Sammlung gibt es. Das Tor ist ja ein wenig in Vergessenheit geraten und viele wissen gar nicht, dass es noch Reste davon gibt.

      1835, Lithografie, Lütke. Rechts der Brauhausberg.

      Quelle: verschiedene, gemeinfrei

      1840, Lange Brücke bei Nacht, Johann Heinrich Hintze. Baumeister der Torhäuser Schinkel 1823-1825

      Quelle: verschiedene, gemeinfrei

      1871, Stadtblick. Rechts am Bildrand die Torhäuser des Teltower Tores

      Quelle: Wikipedia, gemeinfrei

      1888 Neubau der Langen Brücke. Links ein Torhaus.

      Quelle: TU Berlin, Architekturmuseum

      1888 Neubau der Langen Brücke, Blick zum Bahnhof. Links an der noch intakten alten Brücke ein Torhaus.

      Quelle: TU Berlin, Architekturmuseum

      1930 Gasthaus Havelhof (1945 zerstört). In der Nachbarschaft das verbliebene Torhaus.

      Quelle: Ansichtskarte

      2013. Der letzte Rest des alten Torhauses unterhalb der Friedrich-List-Straße (sog. Meyer-Ohr).

      Quelle: www.denkmalwartung.de

      Der Standort des Sockels.

      Quelle: www.denkmalwartung.de
      Hier gibt es noch eine Übersicht.
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    • Cool, danke!



      Das Bild ist richtig auf 1888 datiert. Nur ist hier nicht links die alte sondern die neue Brücke. Das Steuer- und Zollhaus wurde auch erst 1888 erbaut - parallel hat man sich von dem östlichen Schinkel-Torhaus auf der Babelsberger Seite getrennt (das zweite ist erst nach 1945 weggekommen).

      Und dann fehlt ja noch das erste Teltower Tor, das zu Fritzens Zeiten auf der Potsdamer Seite an der Langen Brücke gestanden hat.

      Insgesamt also 3 Teltower (oder Leipziger) Tore.

      Noch ein schönes Stereo-Bild zu Tor Nummer drei: wohl erst 1958 abgebrochen.

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Das von mir zitierte Bild zeigt die neue Lange Brücke von 1888 (die natürlich erst gebaut wurde, dann wurde die alte abgebrochen), das Steuerhaus ist neu und stand bis 1958.

      Auf dem anderen, nicht zitierten vom Potsdamfan aus der Babelsberger Perspektive zeigt das östliche Torhaus von Schinkel an der alten Brücke, das dann 1888 abgebrochen wurde. Das westliche blieb stehen.
      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft
    • Ja, links ist die neue, in Bau befindliche Brücke mit Steuerhaus auf der Insel und rechts die schmale, alte Brücke mit Torhaus am anderen Ufer. Das alte Torhaus steht allerdings aus dieser Perspektive links an der alten Brücke. Das muss dann aber das östliche sein, welches dann westl. der neuen Brücke gestanden hat., wie man an den Fundamenten erkennt. Aber genug der Semantik...Irgendwo stand es eben, ob nun links oder rechts ist doch schnuppe.
    • Um es gleich noch richtig zu stellen: Das Steuerhaus wurde 1934 abgebrochen! Wenn nötig, nenne ich hierzu auch noch die Quelle.
      1888 Neubau der Langen Brücke, Blick zum Bahnhof. Links an der noch intakten alten Brücke ein Torhaus.
      Die alte Brücke (rechts) (Schinkel) blieb in Betrieb, bis die neue (links) fertig war. Das Torhaus befindet sich aber links von der alten Brücke (und die ist die rechte)! Vielleicht ein bisschen kompliziert formuliert.
      Noch ein schönes Stereo-Bild zu Tor Nummer drei: wohl erst 1958 abgebrochen.
      Das "Stereo-Bild" ist das "Wach-und Thorschreibergebäude" (Steuerhaus) zum Kassieren der Schlachtsteuer, die bis 1909 erhoben wurde. Es wurde mit dem Brückenneubau auf die Freundschaftsinsel gebaut und, wie bereits genannt, 1934 abgerissen (weder historisch wertvoll noch sonst zu irgendwas nutze).
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    • Danke für die Klärungen zum Schinkel-Teltower Tor. Die Babelsberger Seite wäre damit unstrittig.

      Aber wann ist das kleine Tor- und Steuerhaus (das "h" nach dem T wurde ja schon 1876 in der ersten deutschen Rechtschreibreform getilgt) errichtet worden: 1888 - dann stimmen wir da auch überein. 1934 abgerissen ist mir zwar neu - das heisst aber nichts. Die Quellen, die einen Abriss um 1958 behaupteten sind auch nur Drittquellen. Klar ist eine Quelle immer hilfreich.

      In der künstlerischen Beurteilung des kleinen Hauses auf der Freundschaftinsel kommen wir nicht zusammen. Ich finde das Gebäude herrlich und zeittypisch - natürlich kein Vergleich zu dem Schinkel-Torbau mit seiner großen Geste, aber eben ein maßstädlicherer Eingang zur Stadt. Heute wäre das Haus ideal für die Touristeninformation; der Bauplatz ist je heute frei.

      „Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana (1863-1952), US-amerikanischer Philosoph spanischer Herkunft

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Konstantindegeer ()