Leutershausen

  • Na, Hauptsache das Karussell für den Weihnachtsmarkt hat Platz. Für ein paar Quadratmeter zusätzliche Belustigung in der Vorweihnachtszeit macht man schon mal ein Kulturdenkmal platt.


    Genau, jetzt noch schnell die St. Peterkirche abreißen, dann könnt man auch noch ein Riesenrad daherstellen.... :kopfwand:



    So ganz legal gelaufen ist das mit Sicherheit nicht disgust:)

  • Auf dem Papier ist der Ensembleschutz in Deutschland ja etwas Tolles, unter dem auch viele Dörfer stehen (bemerkenswert häufig auch unbekannte Dörfer in der Einschicht, die sich nur durch eine einheitliche Planung im Mittelalter oder etwas anderes nicht weltbewegendes auszeichnen). Das hat mich schon beeindruckt, v. a. was für als "unwichtig" erscheinende Orte unter Ensembleschutz stehen.


    Aber was auf dem Papier steht, gilt in der Praxis wie so (tragischerweise bemerkenswert) oft leider nicht!


    Der Vorfall in Leutershausen ist eine bodenlose Frechheit, aber - wie viele gut wissen - kein Einzelfall. Da kann man sich noch glücklich schätzen, dass das Grundstück nicht als Parkplatz oder Brache dienen soll, sondern zumindest ein Quantum Zweck hat. :kotz:

  • Der Investor gibt an, keine Eile zu haben. Die Vermittlungsversuche werden einfach ignoriert. Und dann wird noch das Argument angeführt, man bräuche Platz für ein beklopptes Kinderkarussell, und das, nachdem die Adventszeit fast gelaufen ist. Nein, das riecht für mich ganz stark nach Korruption bzw. Vetternwirtschaft. Da sollten einfach Fakten geschaffen werden, um daraus dann mittels Neubebauung Profit schlagen zu können.
    Und wie sieht es mit der Bestrafung der Verantwortlichen aus? Ich fände ja eine (nennen wir es mal so) "israelische Lösung" in diesem Fall nicht schlecht: Morgen rücken die Schaufelbagger an und walzen auch das Haus des erwähnten Bürgermeisters Siegfried Heß platt. Als abschreckende Maßnahme sozusagen. :zwinkern:

  • D
    Und wie sieht es mit der Bestrafung der Verantwortlichen aus? Ich fände ja eine (nennen wir es mal so) "israelische Lösung" in diesem Fall nicht schlecht: Morgen rücken die Schaufelbagger an und walzen auch das Haus des erwähnten Bürgermeisters Siegfried Heß platt. Als abschreckende Maßnahme sozusagen. :zwinkern:


    Naa, ich tät da eher eine andere Methodik bevorzugen - wer etwas zerstört, hat es auch wieder her zu richten - was in diesem Fall bedeuten würde - originalgetreue Rekonstruktion auf Kosten des Bauherren. :cool:

  • Das ist natürlich die noch bessere Lösung. Faktisch nicht der "israelische", sondern der "Stadtbild Deutschland"-Weg. :harfe:

  • Was für wunderschöne Häuser! Eine Schande, dass sie leerstehen und verfallen. Bei so etwas denke ich mir immer wieder: Hätte ich das nötige Geld und müsste mir keine Sorgen machen, ich würde alle drei kaufen, renovieren, in einem wohnen und die anderen vermieten. Aber leider muss ich froh sein, wenn bei mir die schwarze Null steht.... :(


    Von wann stammen denn die anderen beiden Gebäude?