Friedberg (Galerie)

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    • Friedberg (Galerie)

      Friedberg ist mit knapp 29000 Einwohnern nach Augsburg, Kempten, Neu-Ulm, Memmingen und Kaufbeuren die sechstgrößte Stadt im bayrischen Regierungsbezirk Schwaben.

      1264 – 2014

      Ein Rundgang durch das 750-jährige Friedberg, beginnend beim Wittelsbacher Schloss, heute als Museum der Stadt genutzt, entsprechend auch der sog. Rittersaal zugänglich (leider Fotografierverbot).


      Zugang zum Schloss über den Graben.
      Das Schloss 1257 vom Wittelsbacher Herzog Ludwig II. dem Strengen gegründet, 1541 durch Brand zerstört, heutige Erscheinung überwiegend aus dem Wiederaufbau bis 1559 und nach Schäden im 30-jährigen Krieg resultierend.


      An drei Seiten des Innenhofes Arkaden.

    • Die Stadt 1264 zum Schutz der herzoglichen Zollstelle gegen Augsburg gegründet. Als Grenzfeste gegen die Freie Reichsstadt Augsburg in den folgenden Jahrhunderten wiederholt zerstört. 1404 Verleihung der Stadtrechte durch Herzog Ludwig den Gebarteten, unmittelbar danach erfolgte der Bau der Stadtmauer. Im 18. und 19. Jh. bedeutendes Uhrmacherhandwerk.

      Die einst großartige Fernwirkung der Stadt nach Westen durch Bebauungen, insbesondere maßstablose Gewerbegebiete (v.a. Möbelhaus Segmüller) und Umgehungsstraßen, völlig entwertet, die Stadt heute mit Augsburg zusammengewachsen.

      Zumindest nach Südwesten, von der Wallfahrtskirche Sankt Afra, präsentiert sich noch die eindrucksvolle Westseite. Die einstmaligen Moorgebiete unterhalb der Stadt aber auch völlig kaputt.
      Die Pfarrkirche derzeit eingerüstet.






      Vom Augsburger Perlachturm aus.

    • Ecke Jesuitengasse und Tal, rechts im Hintergrund das Schloss


      Eisenberg 1, ehem. Schule (um 1646)


      Jesuitengasse mit ehem. Jesuitenkirche, 1875 zum Wohnhaus umgebaut, der Rest des einstigen Dachreiters von der Ostseite gut erkennbar.


      Ehem. Spital von 1676, ab 1785 Spital, heute Wohnhaus.


      Ehem. Wasserturm (Nutzung 1888-1936)

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    • Marienplatz mit Rathaus (1673/74 erbaut, freistehend auf dem Platz, erinnert an Elias Holl-Bauten in Augsburg, ein wenig auch an das Kemptner Rathaus; der Vorgänger von 1404 im 30-jährigen Krieg zerstört), im Hintergrund der Turm von St. Jakob


      Sankt Jakob. Der Vorgängerbau 1868 durch Turmeinsturz zerstört. 1871-73 Neubau in romanisch-italisierenden Formen, bedeutender Backsteinbau des Historismus (in Anlehnung an z.B. den Dom von Orvieto).


      Nordseite vom Marienplatz mit ehem. Jesuitenkolleg


      Ehem. Jesuitenkolleg und Rathaus

      Der Stadtrundriss geht noch in die wittelsbachische Gründungszeit, von der W-O-verlaufenden Hauptstraße gehen 4 Straßenzüge nach Süden ab, u.a. die Bauernbräustraße:

      Das 5-achsige Gebäude rechts die Nr. 6, das Gasthaus zum Bleicher, um 1695 (d)


      Mittig die Nr. 10 (2. Hälfte 17. Jh.). Am Auto im Vordergrund das neue, noch gewöhnungsbedürftige friedbergspezifische Auto-Kennzeichen.

      Die östliche Straßenseite mit der Nr. 11 (rechts) von 1896

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    • Südwestlicher Turm der Stadtmauer

      Die 1409-12 errichtete Stadtmauer mit einigen Schalentürmen, diese erinnern an Ingolstadt (zu Bayern-Ingolstadt gehörte Friedberg zu Zeiten des Mauerbaus).

      Ausführlich zur Stadtmauer:
      friedberg.de/staticsite/static…nu=1488&keepmenu=inactive








      Der Friedberger Berg, hier stand einst das Untere (Augsburger) Tor.


      Blick nach Augsburg (Sankt Ulrich und Afra).

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    • Der Stadtmauer genannte Straßenzug im Norden der Altstadt.


      Bebauung im Osten der Altstadt, die Häuser links an die Stadtmauer gebaut (vgl. Augsburg, Schmiedgasse, Schlossermauer).

      Nun zum Hauptstraßenzug, W-O-verlaufend, einstmals von Augsburger Tor im Westen und dem Münchner Tor im Osten abgeschlossen, die Ludwigstraße:

      Ludwigstraße 9, im Kern um 1646/47 (d), im 18. Jahrhundert und 1915 verändert. Links folgt der Platz vor der Kirche.


      Südseite, mittig die Nr. 18 von 1894


      Ludwigstraße 16


      Ludwigstraße nach Westen.

      Fortsetzung folgt...
    • Soweit die eigenen Aufnahmen aus der Friedberger Altstadt. Insgesamt gibt es wie ich finde auffallend wenige Geschäfte im Altstadtbereich. Wobei wie +/- überall heutzutage die Einkaufszentren an der Peripherie siedeln und Augsburg inkl. Schwabencenter liegt ja auch um die Ecke. Dafür scheinen doch noch einige Friedberger im Altstadtbereich zu wohnen, der Leerstand erscheint jedenfalls gering und die Bebauung im großen und ganzen schwäbisch-gepflegt. Von Rathaus, Kirche, Schloss und Stadtbefestigung abgesehen aber auch ohne besondere Höhepunkte. Auch fehlt offenbar aufgrund mehrerer Zerstörungen mittelalterliche Bausubstanz weitgehend, die Häuser gehen maximal in die Mitte des 17. Jh. zurück.

      Es folgt noch eine meiner Lieblingskirchen, mit der ich auch infolge des dortigen Friedhofes etwas stärker verbunden bin...
    • Kommen schon noch.

      Zur Wallfahrtskapelle Maria Alber vorerst nur ein Link.
      Maria Alber

      Die originelle Kapelle an der viel befahrenen Straße von Augsburg nach Friedberg habe ich schon mal unter den Denkmälern der Stadt Augsburg gesucht. Dabei verläuft die Stadtgrenze über 500m weiter westlich, infolge des ungebremsten Zusammenwachsens Augsburgs mit Friedberg ein fließender Übergang und die einstmals allein auf weiter Flur stehende Kapelle heute umgeben von Wohn- und Gewerbegebieten.
    • Wallfahrtskirche Sankt Afra im Felde

      Den Zusatz wird man in einigen Jahren oder Jahrzehnten auch nicht mehr kapieren...
      Die Kirche liegt südwestlich von Friedberg an der Stelle wo die heilige Afra im Jahre 304 den Märtyrertod erlitten haben soll. Gilt als eine der ältesten Wallfahrten Bayerns.


      Die Kirche ist wie so viele andere gewöhnlich nicht geöffnet, was aufgrund der Zeit, in der wir leben auch voll und ganz nachvollziehbar ist.

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    • Wallfahrtskirche Herrgottsruh

      Nun noch zur Wallfahrtskirche Herrgottsruh im Osten Friedbergs gelegen, eine der - wie ich finde - großartigsten Kirchenbauten des 18. Jahrhunderts.

      Geschichte von Kirche und Wallfahrt:
      Herrgottsruh

      1731 Grundsteinlegung der jetzigen Wallfahrtskirche in Anwesenheit von Kurfürst Karl Albrecht von Bayern
      1753 Einweihung
      Baumeister: Johann Benedikt Ettl
      Künstler: Matthäus Günther, der Augsburger Akademiedirektor: Fresken in den Kirchenschiffen; Cosmas Damian Asam: Chorwandfresko und Kuppelfresken; Franz Xaver Feichtmayr: Stuckarbeiten; Ägidius Verhelst: Pietà über dem Bruderschaftsaltar.

      Eine 10-jährige Renovierung 2007 beendet, seitdem erstrahlt die Kirche wieder in altem Glanz.



      Von Westen mit dem Priesterhaus von 1727.


      Die Kirche mit der hoch aufragenden Chorrotunde im Osten (vgl. Klosterlechfeld und Maria Schnee Markt Rettenbach).



      Ein ungewöhnlicher Grundriss: das Langhaus mit drei Schiffen und jeweils zwei Kuppeln sowie nach Osten die elliptische Chorrotunde.




      Die seit der Renovierung 1964 nach über 100 Jahren wieder freigelegte Chorausmalung ersetzt den Hochaltar (wie auch z.B. in Welden, St. Thekla).
      Zusammen mit der Ausmalung der Kuppellaterne das vorletzte Werk von Cosmas Damian Asam.

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