Pariser Platz

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    • Re: Pariser Platz

      Wobei man ja auch sagen muß, daß eine rekonstruierte Franzen-Botenschaft zwischen den modernen Nachbarhäusern wie ein Fremdkörper gewirkt hätte. Auch wenn die Ami-Botschaft ebenfalls rekonstruiert worden wäre - sie hätte sich mit dem Gehry-Bau optisch gebissen. Man hätte den Platz als Ensemble rekonstruieren sollen - oder aber denen, die rekonstruieren wollen, es erlauben, und für den Rest wenigstens Füllbauten vorschreiben, die sich immerhin in vereinfachter Form an dem Vorgängerbau orientieren, so wie die Häuser "Sommer und Liebermann" oder das Adlon. Auch dann hätte man ein harmonisches, stimmiges Ensemble erhalten. So wie es jetzt ist, ist es Mittelmaß geworden - es gibt sicher sehr viel häßlichere Fassaden in Berlin, aber für so einen bedeutenden Platz ist es nicht das Wahre.
    • Re: Pariser Platz

      @ Heimdall

      Und dann kannst du gleich schräg gegenüber anklopfen und fragen, ob es noch eine Rettung für deinen Sparkassenkredit gibt.

      Im Ernst, das furchtbarste Gebäude am Pariser Platz ist doch diese Unarchitektur der amerikanischen Botschaft. Wenn man sich über ein Gebäude aufregen kann (heißer Kandidat ist ja auch die Akademie), dann über dieses.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Die alte Französische Botschaft hätte ohne weiteres auf ihr "Botschaftsschild" u. die Trikolore verzichten können.
      Jedermann musste sofort erkennen : das edel - elegante Palais am Pariser Platz kann doch nur die französische Botschaft beherbergen.

      Für das jetzige, ärmliche Haus, Botschaft genannt, kann weder gegenwärtig noch künftig Zuneigung und schon gar keine Liebe aufgebracht werden.
      Als überaus würdiges Pendant hat die Botschaft dieses albern - gläserne Unding von Akademie gegenüber.
      Das prächtige Hotel Adlon musste sich ringsum von geradezu geschäftsschädigenden Unsäglichkeiten und Grobschlächtigkeiten einrahmen lassen.

      Gewiss wird der Pariser Platz in absehbarer Zeit wieder eine aufwändige Baustelle, wenn man der dort gebauten Banalitäten überdrüssig ist.
      Die Abrissbirne ruft !
    • Pariser Platz abrissreif?

      Bernd Ludwig,

      Obwohl ganz modern sind die Bauten am Pariser Platz bestimmt nicht die am schlechtesten der Modernen in Berlin.
      Bin also nicht optimistisch dass innerhalb von 30 Jahren wieder alte schöne Klassiker gebaut werden.

      Leider fehlt Ornamentik in Berlin und romantische Bauten wie die damals zwischen 1914 und 1930 gebaut wurden, mit
      herrlichen Steildächer, runde Formen, Sprossenfenster usw.
      Glücklicherweise wird dieser Stil in den Niederlanden immer häufiger gebaut neben rein modernen Bauten a la Dessauer Art.

      Es wird aber doch einmal kommen und die Ersten Spuren sind da schon weil ein Teil der neue Wohnungen immer mehr klassische Formen bekommen.

      Ob es zur Reko's kommen würde ist ausserhalb Schloss zweifelhaft. Sogar wenn die alte Stadtmitte wieder bebaut würde.........
      aber es könnte sein wenn wir nach den Ergebnissen in Potsdam schauen.
    • @ Klassiker

      verstehe nicht, was dir an diesem Aquarium, gen. "Akademie der Künste" zusagt.
      Mit Abstand das hässlichste, entbehrlichste Gebäude im gesamten Quartier.
      Sehr wohl gibt es eine Moderne aber nicht in Berlin, am Pariser Platz.
      Haus Sommer und Haus Liebermann kann man gerade eben noch gelten lassen, obwohl sie auch nicht der "große Wurf" sind.

      Für mich ist gerade der Akademie - Bau ein nicht akzeptables Etwas, in dem ggf. ausgestopfte Seefische ausgestellt werden könnten.
      Besonders peinlich dessen Nachbarschaft zum noblen Hotel Adlon.
    • Zum Anfahrunfall:
      Gut der kommentar eines milo dobrev:
      Weltweit findet sich wohl keine zweite Hauptstadt, deren Zentrum so langweilig ist, dass für Autofahrer die Gefahr des Einschlafens besteht.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Die zur Behrenstraße 73 gelegene Rückseite des Gehry-Baus der DZ-Bank am Pariser Platz N°3 ist erneut eingerüstet.



      Ich vermute, dass die Glubschfenster (Wassereintritt?) nicht ganz unschuldig an den erneuten Arbeiten sind.


      Hier ein Hintergrundbericht des Tagesspiegels aus dem Jahr 2010:
      Pariser Platz - Gerhard Schröder ist schon ausgezogen

      Und wenn ich mich nicht völlig täusche, war auch im letzen Jahr schon mal längere Zeit ein Gerüst davor - der Bau scheint ein Desaster.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die Kanariengelbe Gewerbegebiets-Architektur ist ja wirklich grässlich. Wenn die Fassade schon so banal ist, wollte man wohl wenigstens mit Farbe punkten. Ich kann dem Pariser Platz ohnehin nichts abgewinnen, da kommt es auf die Rückseite auch nicht mehr an. Konsequent wäre eine weitgehende Reko des Ensembles gewesen, zumal die Flankenhäuser am Brandenburger Tor essentiell für die Wirkung des Ensembles waren. Die Kubatur ist ja weitgehend der Vorkriegszustand. Aber aus Trotz konnten die historischen Fassaden wohl dann doch nicht kommen. Die Häuser am PP haben M.E alle irgendwie was Lego-haftes.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Sehe ich nicht so. Der Pariser Platz ist ein funktionierendes Ensemble mit schöner Platzgestaltung. Zwei, drei Rekonstruktionen wären zwar sehr wünschenswert gewesen, aber letztlich dominiert ohnehin das Brandenburger Tor mit seiner Magnetwirkung. Der US-Botschaft räume ich keine allzu lange Lebenszeit ein, das wäre jedenfalls ein vorzüglicher Rekokandidat. Bei dem einen Flügelbau am Tor würde es schon helfen, wenn man die Symmetrie mit dem anderen herstellt, indem man auch eine Dachbalustrade aufbringt.