Dresden, Altstadt - Quartier VII/1

  • zu den Twitter-Bildern:


    Ich kann sie mit Feuerfuchs problemlos sehen, auch wenn ich bei Twitter nicht eingeloggt bin (meine Konten dort werden sowieso ständig gelöscht. vermutlich weil ich die Gender-Sternch*innen nicht benutze). Wenn ihr die Bilder mit dem feurigen Foxi nicht sehen könnt, dann liegt das möglicherweise an etwas anderem. Probiert folgendes: Tippe bei Google den Namen des Twitter Users plus "Twitter" ein, also hier: Hochtouren Dresden Twitter . Möglicherweise kommt man auf diese Weise hinein. Facebook-Profile fand ich schon über google ,die man über die Facebook Suchfunktion selber nicht fand. (Es waren meistens Politiker, sie haben offenbar gute Gründe, nicht gefunden werden zu wollen...!). Also: Wenn ihr jemanden im "social network" nicht findet, generelle Suchmaschine probieren.


    Zu den Scheusslichkeiten von 2006:


    Ich erinnere mich an das "Atelier 2000" (bin schon Urgestein bezüglich meines Interesse an der GHND-Tätigkeit).

    Die waren noch schlimmer! Jemand sagte einige Beiträge vorher, dass man vor 2016 nichts mehr findet. Macht nichts - ich habe die Abominabilitäten noch sehr plastisch und detailliert im Kopf und kann hiermit gerne bestätigen, dass sie an Scheusslichkeit, Destruktivitätswillen und absoluter Unpassendheit nicht zu überbieten waren. (Wobei ich solche Architektur nicht generell schlecht sondern "interessant" finde und es bestimmt Orte gibt, wo sie hinpassen - ich denke hier z.B. an Berlin Marzahn , Rotterdam, eine Vorstadt im Ruhrgebiet oder Brasilia - aber mit Sicherheit nicht ins Herz der Königl-Sächsischen Residenzstadt).


    Ihr ahnt ja gar nicht, wie froh ich bin , dass es die GHND gibt! Unfassbar, was sie alles erreicht hat. Hätte man Politikern und Architekten freie Bahn gelassen, ihr wisst ja selber wie das Gebiet heute aussähe - es wäre verloren.


    Die GHND war (und ist!) ein hervorragendes Gegenmittel um unfähigen Politikern und geschmacksverirrten "Baukünstlern" auf die Finger zu hauen. Die GHND hat meiner Meinung nach mehr Kompetenz als diese Katastrophe namens "Stadtplanungsamt". Und das ist nicht nur meine Meinung - zwei internationale Preise für Urbane Planung sprechen für sich.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • ich habe die Abominabilitäten noch sehr plastisch und detailliert im Kopf und kann hiermit gerne bestätigen, dass sie an Scheusslichkeit, Destruktivitätswillen und absoluter Unpassendheit nicht zu überbieten waren.

    Sie waren zumindest kleinteilig und allemal bunter und besser als die Heckmann-Einheitswürfel. Keine FRage, die Absonderlichkeiten hatten am Neumarkt nichts verloren, aber für eine kleinteilige Vorstadtbebauung in einer zukünftigen Marschallstraße -wenn sie denn je kommt- könnte ich mir den ein oder anderen Entwurf von damals vorstellen.

  • Bilder von heute... :)


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    Auch am Eckbau geht es in die Endphase. Man wird es wohl erst beurteilen können, wenn die Baugerüste weg sind. :/

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    Da steckt schon viel Liebe drin... :thumbup:

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    Allen ein schönes Wochenende.

  • Frisch von der Kuppel der Frauenkirche... :smile:


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    Nicht mehr lange... Das Eckhaus sieht dann doch besser aus, als es die Bilder hinter den Gerüsten vermuten ließen. :wink:

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    Ein bisschen Farbe darf es dann doch sein...

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    Bonusbild, das Coselpalais ist wieder ohne Gerüste zu sehen. Sehr schön.

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    Allen ein schönes Wochenende!

  • das Coselpalais ist wieder ohne Gerüste zu sehen. Sehr schön.

    Hier kann man schön sehen, wie ein Neubau mit einer Fassadenrekonstruktion den Stadtraum prägen kann.

  • Danke für die Bilder. Das Ensemble mit den Erkern ist auf jeden Fall mein persönliches neues Highlight in der Altstadt. Ich freu mich bereits auf meinen nächsten Besuch in Dresden im Oktober!

  • Frisch von der Kuppel der Frauenkirche... :smile:


    20210624_165049


    Nicht mehr lange... Das Eckhaus sieht dann doch besser aus, als es die Bilder hinter den Gerüsten vermuten ließen. :wink:

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    Ein bisschen Farbe darf es dann doch sein...

    20210624_173046


    Bonusbild, das Coselpalais ist wieder ohne Gerüste zu sehen. Sehr schön.

    20210624_170516


    Allen ein schönes Wochenende!

  • Meine Eindrücke von Freitag.

    Und an der kulturpalast Schleuse tut sich auch mal wieder was.


    Letztes Bild. An dem Balkon im Dachgeschoss rechts fehlt irgendwie noch eine Verzierung.


    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Es fand ja viel Kritik in diesem Forum gegen die so genannten "Blobel-Kiste" statt. Wenn ich mir den weißen, historisierenden Eckbau anschaue, so finde ich, dass er qualitativ hinter den Blobel-Bau zurückfällt. Und ich gehe davon aus, dass es sich um eine reine Neuschöpfung handelt. Die Dreiecksgiebel, die Kapitelle, das Verschwinden der Pilaster in Fassadenvertiefungen.... ganz abgesehen von dem oben fehlenden Gesimsstück an der Ecke , das hoffentlich noch ergänzt wird... all das wirkt auf mich sehr grobschlächtig, ja plump. So als solle eine Art archaische Urform der Renaissance gesucht werden.

    Also, ich bitte das nicht misszuverstehen. Ich begrüße ausdrücklich die historisierende Gestaltung und bin auch deshalb zufrieden mit dem Bau. Mehr aber auch nicht. Und mich wundert, dass es so wenig bzw. eigentlich keine Kritik gibt angesichts des meines Erachtens im Vergleich viel filigraneren Blobel-Baus, der teils im Forum massiv verrissen wurde.

  • Also, mir gefällt der historisierende Eckbau nicht sehr. Er wirkt in der Tat recht grobschlächtig, unbeholfen und billig ausgeführt im Detail.
    Allerdings hätte es wohl noch sehr viel schlimmer mit etwas modernem kommen können. Ich bin also froh, dass die Fassade zumindest auf Abstand und wenn man nur flüchtig hinguckt, historisch wirkt und keinen großen Bruch erzeugt.

  • Wie unterschiedlich doch die persönlichen Wahrnehmungen sind. Mir gefällt dieser gründerzeitlich angehauchte Füllbau wiederum sehr gut. Am meisten stört mich der wirklich nicht ins Ensemble passende Eckbau des Hyperion-Hotels in der Schlossstrasse, der mit seiner billig wirkenden EG Fassade und seinen unruhigen Fenstern leider viel Stimmung wegnimmt.


    Wie auch immer, aber das Quartier VII/1 ist sicherlich eines der gelungensten Quartiere am Neumarkt! Tolle Leistung. Jede Reko und jeder traditionelle Füllbau spielen die bemüht wirkenden, funktionellen Neubauten an die Wand. Ihnen fehlt nämlich jedwede Seele und das spürt man. Vielleicht auch irgendwann einmal auch so manche Architekten…

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Lieber Heimdall,


    der Unterschied liegt darin begründet, dass anstelle des jetzigen Neubaus zur Rosmaringasse im Quartier VII/1 keine Reko vorgesehen war, sondern nur ein sogenannter Füllbau, der ob der prominenten und gut einsehbaren Lage mit Blick in die Schlossstraße auch ein modernistisches Ungeheuer hätte werden können. Abschreckende Wettbewerbsergebnisse aus den 2000ern beweisen das. Der Neubau stammt zudem aus der Feder des Büros Knerer und Lang, die auch schon ganz andere Dinge in der Vergangenheit in Dresdens Innenstadt gesetzt haben, nicht unbedingt zu deren Verschönerung, wenn du mich fragst (umso mehr freue ich mich über ihren grandiosen Entwurf zu den Annenhöfen). Im Gegensatz dazu hat Blobel wider besseren Wissens einen vorzüglich dokumentierten und eigentlich auch als Reko vorgesehenen Kandidaten bis zur Besinnungslosigkeit verzerrt, die Proportionen nachteilig verändert, einen unmöglichen Dachaufbau draufgesetzt usw. Vom merkwürdigen Anschluss an das übrige Quartier, die Karyatiden usw wollen wir dabei gar nicht reden. Dem Rekogedanken und der GHND hat er damit und das sehenden Auges und trotz eindringerlicher Bitte seitens der GHND und eines auch in diesem Forum schreibenden verdienstvollen Kunsthistorikers dies zu unterlassen und das "Au Petit Bazar" zu rekonstruieren, geschadet. Ich habe meinen Frieden mit seiner Blobelschen Neuschöpfung gemacht. Das heißt alerdings nicht, dass die Kritik an diesem Neubau nicht berechtigt war.