Moderne Holzhäuser

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    • Moderne Holzhäuser

      Die taz bringt einen recht interessanten Artikel über moderne Holzhäuser in Norwegen und Schweden. Aufhänger des Artikels sind zwei achtgeschossige Häuser aus Massivholz, die letztes Jahr im norwegischen Ås fertiggestellt wurden. Weitere, teils noch größere Holzbauten sollen folgen. Die taz stellt die Einsparung von CO2 als Hauptvorteil von Holzbauten in den Vordergrund, doch die Häuser seien auch billiger als vergleichbare Bauten aus Beton. Bemerkenswert fand ich auch folgende Tatsache: "Holzhäuser sind ja aus brennbarem Material, woran die NorwegerInnen erst im Januar wieder eindringlich erinnert worden waren. Gleich zweimal brannte es da. Erst in Lærdal, wo 30 Holzhäuser abbrannten und alle 300 BewohnerInnen des betroffenen Ortsteils evakuiert werden mussten. Eine gute Woche später fielen in Flatanger an der norwegischen Westküste gleich 139 Häuser den Flammen zum Opfer." Stadtbrände diesen Formats hat man in Deutschland lange nicht mehr gesehen.
    • ... in ästhetischer Hinsicht steht das gezeigte Beispiel einer WBS 70 Platte in nichts nach :D

      ...aber grundsätzlich finde ich die Idee der Holzhäuser definitiv gut, mit der traditionellste Baustoff...
      ...und wer weiß (etwas off topic) vielleicht dürfen wir ja noch ein Revival der Fachwerkhäuser erleben...
      Holzhäuser sind mir (egal ob Fachwerk oder Massivholz) jedenfalls wesentlich lieber als Betonbunker mit angeklebtem Styropor
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Hm, also was Fachwerkbautensanierung anbetrifft, haben die in Quedlinburg ziemlich sicher viel Ahnung, aber ob die das zu Literatur verarbeitet haben, ist eher fraglich... jedenfalls habe ich dort letztes Jahr an einem Haus ein Schild gesehen von so einem Junghandwerker-Nachwuchsförderungs-Projekt, an den Namen erinnere ich mich aber nicht.
      Es sind dort viele Häuser fachgerecht saniert, Handwerker, die es können, muß es dort also geben. Und es gibt dort ein Fachwerkmuseumshaus, das allerdings kaum je offen hat. Vielleicht das Fachwerkmuseum dort anschreiben, oder dort anrufen?
    • Oststaatler schrieb:

      Ich suche eine Literatur über Fachwerk, Tischlerei und Holzbearbeitung im Allgemeinen. Ich weiß, dass viel Wissen verloren gegangen ist, und viele Dinge mussten beim Wiederaufbau von zerstörten Fachwerkgebäuden wieder erlernt werden. Hat jemand alte Techniken studiert? Kann mich jemand in die richtige Richtung schicken?

      Vielen Dank im Voraus!
      Da gibts einige Bücher unter anderem aus dem Reprint Verlag , der alte Bücher nachgedruckt hat:

      Die Holzkonstruktion
      "Eine der profundesten Dokumentationen über den Holzbau und die Holzkonstruktion, die zur Instandhaltung, Modernisierung und Rekonstruktion von historischer Bausubstanz als Handbuch und Nachschlagewerk eine fast unerschöpfliche Fülle an Fachinformationen bietet. "Der Stade" umfaßt die Gebiete: einfache Holzverbindungen, Balkenlagen, Holzwände, Zwischendecken, Fußböden, verschiedene Dächer, Treppen, Türen, Fenster und vieles andere."


      Der Holzbau, von Constantin Uhde


      selber Titel, anderer Autor:

      Der Holzbau, von Hans Issel
      "Dieses Standardwerk des Architekten Hans Issel ist eines der interessantesten und umfassendsten an der Praxis orientierten Lehrbücher zum Fachwerk-, Block-, Ständer- und Stabbau. Besonders anschaulich werden durch 400 Textabbildungen und 12 Tafeln die sich aus der jeweiligen Konstruktion und ihren spezifischen Holzverbindungen ableitenden Kunstformen dargestellt, wobei hauptsächlich der deutsche Fachwerkbau berücksichtigt wird und abschließend zur Vervollständigung der schweizerische Ständer- und Riegelbau sowie der norwegische Stabbau behandelt wird."


      Das Fachwerkhaus in Deutschland, Frankreich und England
      "Das Buch informiert über: - die historische Entwicklung des Fachwerkhauses - die architektonische Anlage und Gruppierung von Fachwerkbauten - den konstruktiven Aufbau und die Ornamentik sowie die Anwendung der Farbe - die geografische Verbreitung des Fachwerkhauses Für den heutigen Leser ist Fiedlers Werk eine instruktive Einführung in Grundlagen und Systematik des Fachwerkbaus und zugleich ein architekturhistorischer Reiseführer, der auf die Standorte beispielgebender Fachwerkbauten in Deutschland, Frankreich und England aufmerksam macht. Darüber hinaus dokumentiert das Werk vieles, was im Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich verloren ging."


      Das Zimmermannsbuch: Die Bau-und Kunstzimmerei mit besonderer Berücksichtigung der äusseren Form
      "Ein profundes für die Praxis im Bauhandwerk konzipiertes Lehrbuch, das das gesamte Wissen der Zeit zusammenfasst. Erklärt reich illustriert Material und Werkzeug, Holzverbindungen, Konstruktionen und künstlerische Auszier. Das Werk ist unentbehrlich für Praktiker im Handwerk, Bauhistoriker, Architekten, Restauratoren und alle, die Bauwerke besser verstehen wollen."

      etc.

      Also zum einlesen in die alten Techniken sicher hilfreich.
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller