Tausenden Kirchen droht der Abriss

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • lange Liste.
      Zweifellos ein Teil der Entfremdung von etwas, das einst europäischen Menschen "Heimat" war.
      Der Lebensraum wird dadurch weit anonymer und austauschbarer.
      Wahrscheinlich sind die Windparks ebenfalls in diesem Zusammenhang zu sehen.
      de.wikipedia.org/wiki/St._Jose…osef_Essen-Kupferdreh.jpg


      wiki schrieb:

      Am 1. Mai 2014 wurden der Altar, das Taufbecken und insgesamt 18 Bänke aus der entweihten Kirche abtransportiert. Die jeweiligen Gegenstände waren für die Pfarrei St. Katharina in Polen für eine neugebaute Kirche in Kośmidry vorgesehen.
      Zweifellos hätte man diese Sachen auch im kiregszerstörten Lande zur optischen Aufpäppelung man steriler Wiederaufbauräume ganz gut gebrauchen können...
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ursus carpaticus ()

    • Denkmalgeschützte Immerather Mühle bei Erkelenz abgerissen

      Neu

      Den Denkmalschutz mal wieder mit Füßen getreten...
      Leider bekommt die Baukultur nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient.


      • RWE kündigte Abriss des Denkmals nicht an
      • Wahrzeichen von Immerath aus dem 17. Jahrhundert
      • Initiativen hatten bis zuletzt für Erhalt gekämpft


      Quelle: www1.wdr.de/nachrichten/rheinl…GpP_gbo5Lsf3zXiSJg0bG140Y


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Neu

      Bedauerlich. Allerdings geht es nicht nur um "ein bisschen Kohle". Die Ressourcen sind begrenzt, und wir dürfen gespannt sein, was erst los ist, wenn das Erdöl knapper wird. Alle wollen täglich ihre Smartphones aufladen, die Waschmaschine befüllen, das Haus beleuchten, die Pizza im Backofen zubereiten, den Fernseher oder Computer laufen lassen und mit dem Auto herumfahren. Und dreimal im Jahr in Urlaub fliegen. Nur der Strom dazu kommt irgendwie aus der Steckdose. Zudem sind noch bislang keine Windräder durch Windenergie gebaut worden. Ein riesiges Problem.
      Gleichwohl, wie gesagt, bedauere ich diesen Abriss ungemein.

      P.S.: Die Meldung sollte allerdings im Strang "Abrisse" gepostet werden. Es handelt sich ja um keine Kirche.
    • Neu

      Ich finde es immer wieder amüsant, welche wirren Vorstellung von Kirche und Christentum kursieren. Wie @Wangener schon andeutete: kaum jemand nahm im Mittelalter an, die Erde sei eine Scheibe, und schon gar nicht war das ein Dogma. Beispielsweise wird die Erde an den Portalen gotischer Kirchen im Rahmen der Schöpfungsgeschichte als Kugel dargestellt. Und dann hat die Frage, ob Kugel oder nicht, auch nichts mit der koperkanischen Lehre zu tun. Kopernikus - übrigens katholischer Kleriker - ging von der Vorstellung aus, dass die Sonne und nicht die Erde Mittelpunkt des Universums sei (Heliozentrik versus Geozentrik).
      Die Hexenverbrennung war ein vor allem im protestantischen Bereich verbreitetes Phänomen, was aber auch nichts mit der Lehre der Reformatoren zu tun hatte, sondern mit in den Nordeuropa virulenteren Relikten germanischen Aberglaubens. Träger der Hexenverfolgung waren übrigens die Stadtgesellschaften, also das Bürgertum.
      Wissenschaft = Gotteslästerung? Das ist der größte Unfug, den ich je gehört habe. Die katholische Kirche war seit dem Zusammenbruch der antiken Gesellschaft Trägerin von Kultur und Wissenschaft schlechthin; sie hat das Universitätswesen samt Magister-, Promotions-, und Disputationsverfahren, hat das logische Denken in der Wissenschaft etabliert (Thomas von Aquin, Neo-Aristotelismus), hat das dekonstruktivistische Denken entwickelt (Nominalismus), das Völkerrecht, das Naturrecht; die Jesuiten waren bis weit ins 18. Jh. hinein in vielen Disziplinen, gerade auch in naturwissenschaftlichen, führend. Im 15. und 16. Jh. war der Vatikan neben Florenz - und in Konkurrenz zu Florenz - das Zentrum des Humanismus schlechthin.
      Die römische Inquisition, nächstes Thema, war weitaus besser als ihr Ruf; sie hat die moderne Prozessordung entwickelt - inklusive Unschuldsvermutung, Umkehr der Beweislast zugunsten des Angeklagten, Recht auf juristischen Beistand, Protokollierung von Verhören usf.
      Und dann darf es durchaus erlaubt sein, zu fragen - ohne die vielen Errungenschaften der Aufklärung per se in Frage zu stellen - , wie im Vergleich zur Religion sogenannte aufgeklärte oder atheistische Systeme vorgegangen sind: wie verhält es sich mit den Massenhinrichtungen in der Französischen Revolution, im Kommunismus, im Nationalsozialismus, also all jenen Ideologien, die der Wahnidee erlagen, der Mensch könne sich selbst erlösen, sich das eigene Paradies auf Erden errichten? Welches Verständnis von Toleranz und Recht hatten sie? Und dann müssen wir uns doch bloß ansehen, wie heutzutage im Namen der Aufklärung neue Dogmen blühen: Feminismus, Genderismus, Multikulti, und mit welchen Zensurmaßnahmen die heutigen Eliten ihre zum Teil sehr pseudowissenschaftlichen Ideen durchsetzen - inklusive Zensur, sozialer Ausgrenzung, beruflicher Verfolgung, Diffamierung und Denunziation...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seinsheim ()