Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Römhild (Galerie)

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    • Römhild (Galerie)

      Römhild fehlte noch als einzige Stadt des Landkreises Hildburghausen in der Galerie. Die Stadt hat knapp 2000 Einwohner und liegt 25km südöstlich von Meiningen und 40 km nordwestlich von Coburg.
      Zur Geschichte: 800 erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jh. Gründung einer neuen Marktsiedlung durch Heinrich II. von Henneberg-Hartenberg, das Ursprungsdorf lag in der nordöstlichen Vorstadt Altenrömhild. 1317 als Stadt genannt. Von 1680 bis 1710 war Römhild die Residenzstadt des nur 30 Jahre lang bestehenden Herzogtums Sachsen-Römhild, das durch Erbteilung von Sachsen-Gotha entstand. Nach dem Tod des kinderlosen Herzogs Heinrich von Sachsen-Römhild wurde das Herzogtum unter verschiedenen ernestinischen Herzogtümern aufgeteilt, seit 1826 gehörte die gesamte Fläche dann zu Sachsen-Meiningen. Größere Stadtbrände gab es in den Jahren 1609, 1891 und 1899.

      Die Stadt besteht nur aus einer in der Stadtmitte zum Markt erweiterten Hauptstraße und einigen Seitengassen. Meinen Rundgang beginne ich am Untertor an der Südwestecke der Altstadt. Die Stadtbefestigung wurde 1488 fertiggestellt, über die weitere Baugeschichte des Turms konnte ich nichts finden.




      Die Stadtmauer ist nur noch abschnittsweise erhalten.




      Westseite der Dr.-Ernst-Hönn-Straße




      Ostseite der Dr.-Ernst-Hönn-Straße




      Blick zum Rathaus




      Dr.-Ernst-Hönn-Straße 20, das Fachwerk nach dem Stadtbrand von 1891 neu errichtet.




      Das Portal stammt vom Vorgängerbau von 1626, die Inschrift lautet: "FURCHTE GOTT THUE RECHT UNT SCHEW NIEMANT"

    • Dr.-Ernst-Hönn-Straße

      Die Häuser stammen aus der Wiederaufbauzeit nach dem Stadtbrand von 1609.




      Dr.-Ernst-Hönn-Straße 15




      Dr.-Ernst-Hönn-Straße 17, hölzernes Kielbogenportal bez. 1611.




      Dr.-Ernst-Hönn-Straße 21, der einzige Neubau in der Altstadt der mir auffiel.




      Dr Ernst Hönn Straße Nr. 3, 5, 7 und




      Nr. 10 und 8 Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1891.




      Nochmal der Blick zurück durch die Dr.-Ernst-Hönn-Straße zum Untertor



      Fortsetzung folgt.
    • Nun zum Marktplatz.

      Ostseite des Marktes, als Bauzeit der Häuser würde ich das 17. Jh. annehmen, genaues weiß ich allerdings nicht, das Haus mit freigelegtem Fachwerk wurde später aufgestockt.




      Markt 11 erbaut 1614 mit Renaissance-Portal






      Westseite des Marktes




      Der Marktbrunnen stammt aus dem Jahr 1911.




      Das schlichte Rathaus stammt aus dem späten 17. Jh., es ist der dritte Rathausbau an dieser Stelle. Der Vorgängerbau aus dem Jahr 1605 brannte 1609 ab, 1614 Bau eines neuen Rathauses welches 1676 abbrennt und 1680 einstürzt.



    • Tobias Lindorfer wrote:

      Der Ort scheint ja zum Großteil aus gründerzeitlichen Häusern nach 1899 zu bestehen.

      Etwa ein Drittel der Stadt wurde bei den Stadtbränden von 1891 und 1899 zerstört. Das historistische Fachwerk gefällt mir auch sehr gut. Von einigen Häusern sollen noch Renaissanceportale existieren, die durch eine Erhöhung der Straße heute nicht mehr sichtbar sind, so steht es im Band über die Bau- und Kunstdenkmäler in Römhild von 1904.
    • Diese historistischen Fachwerkhäuser kommen mir gar nicht fremdartig vor, da es sie in vielen Orten Südthüringens gibt. Meiningen, Eisfeld, Sonneberg ...

      Ich möchte besonders danken für diese Galerie. Bin durch Römhild nur 1997 einmal durchgefahren und habe demzufolge natürlich keine brauchbare Vorstellung mehr gehabt, wie es in Römhild ausschaut. Schade, dass, wie so oft, von der Stadtbefestigung nicht mehr viel erhalten ist.

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    • Griebelstraße

      Die Griebelstraße, benannt nach einem früheren Bürgermeister, ist die nordöstliche Fortsetzung des Marktes.

      Westseite der Griebelstraße




      Griebelstraße 7, die seit über 400 Jahren bestehende Mohren-Apotheke. Über der Tür links eine Bauinschrift von 1723, aber zumindest die rechte Hälfte des Erdgeschosses mit den Fensterrahmungen und einem Gewölbe im Inneren ist sicher älter.




      Interessant sind die beiden Figuren am Firmenschild.




      Hier schonmal ein Blick zur Stadtkirche zu der es später einen eigenen Beitrag gibt.

    • Griebelstraße

      Westseite




      Bis auf das neue Dach wurde an dem Haus wahrscheinlich seit 100 Jahren nichts mehr gemacht, aber der Laden ist in Betrieb und die Bausubstanz scheint auch noch einigermaßen in Ordnung zu sein.






      Ostseite der Griebelstraße





      Die Inschrift über der Tür: "JESUS NOBISCUM STATE Ao 1714, Joh. Conrad Rüger", am Haus links ein großes Jugenstil-Thermometer am 1898 gegründeten Juweliergeschäft Möhring.



    • Der Platz um die Stadtkirche ist nach dem bis 1555 bestehenden Kollegiatstift benannt.

      Am Stift 2 ein ehem. Stiftsherrenhaus heute Pfarrhaus




      Das Portal in der Mauer rechts vom Pfarrhaus stammt noch aus dem 15. Jh.




      Etwas höhere Bebauung hinter der Stadtkirche.




      Außerhalb der Stadtmauer steht die 1708-12 erbaute Gottesackerkirche.



      Innenansicht

      Hier stadt-roemhild.de/kultur-und-freizeit/friedhofskirche.html gibt es weitere Informationen zur Baugeschichte und Innenansichten.


    • Stadtkirche St. Marien und Johannes Baptist

      Die Stadtkirche St. Marien und Johannes Baptist wurde 1361 zum ersten Mal erwähnt. Ihre heutige Form erhielt die Kirche von 1450-70, als sie zur Stiftskirche des neugegründeten Kollegiatsstifts umgebaut und erweitert wurde. 1588 Anbau einer Gruftkapelle für Herzogin Anna von Coburg. Beim Stadtbrand von 1609 brennen der Turmhelm und ein Teil des Kirchendaches ab, die bis 1610 neu gebaut werden. Ab 1680 wird die Kirche barock umgestaltet. Bei der Restaurierung 1964-70 werden die Emporen entfernt und die 1867 eingebaute neugotische durch eine barocke Kanzel aus Calbe a. d. Saale ersetzt.

      Ansicht von Süden von Wikipedia


      Quelle: Wikimedia Commons, Urheber: Bbb-Commons

      Südportal




      Ostchor




      Westchor



      Hier gibt es einige Innenaufnahmen: museen-grabfeld.eu/museen/stiftskirche-r%C3%B6mhild/

      Besondere Bedeutung haben die von Peter Vischer d. Ä. gefertigten Bronzegrabmäler von 1488 und 1507-12, daneben gibt es noch weitere Grabplattender Grafen von Henneberg aus dem 15. und 16. Jh. in der Kirche. Der barocke Hochaltar von 1686stammt von Johann Adam Lux und Johann Gedeler und die 1680 eingebaute Orgel von Johann Moritz Weise aus Gotha.
    • An der Nordostecke der Altstadt von Römhild steht die Glücksburg. Der Ursprungsbau entstand in den Jahren 1465 bis 1491, als die Grafen von Henneberg-Aschach ihre Burg auf dem nahen Hartenberg wegen Wassermangels aufgaben und in die Stadt verlegten. Die Burg brannte schon 1539 nieder und wurde bis 1546 wiederaufgebaut. Von 1676 bis 1680 wird die Burg zum Residenzschloss ausgebaut. Heute wird das Schloss von der Stadtverwaltung, als Museum und Wohnungen genutzt. Die Renovierung findet seit vielen Jahren in kleinen Schritten statt.

      Westflügel zur Griebelstraße von 1676/80




      Hauptportal




      Erster Schlosshof, der Eckturm des Mittelschlosses, der auch gleichzeitig Turm der Stadtbefestigung war, stammt noch aus der ersten Bauphase im 15. Jh.




      Treppenturm des Mittelschlosses im 2. Schlosshof, hier befanden sich Fest- und Empfangsräume mit Stukkaturen und Fresken von 1703, die nicht erhalten sind.




      Südflügel im 2. Schlosshof, das Fachwerk stammt aus der Zeit um 1600, vor dem Brand befand sich hier offensichtlich ein Erker




      Das Hinterschloss mit dem sehr hohem Treppenturm hier sind noch ein Festsaal und weitere Räume mit Stuckdecken aus der Zeit um 1740 erhalten.




      Außenansicht des Hinterschlosses der Eingang wurde erst in den 1920er/30er Jahren eingefügt


      Quelle: Wikimedia Commons, Urheber: KD81

      Südgiebel des Mittelschlosses




      Nordgiebel des Mittelschlosses mit historistischem Zierfachwerk

    • Zum Abschluss noch ein Blick vom Standort des 1840 abgebrochenen Obertors in die Vorstadt: Viehmarkt und Heurichstraße, in der noch drei Kavaliershäuser aus den 1690er Jahren stehen, von denen ich aber keine Bilder habe.






      Dann möchte ich noch auf eine Besonderheit der Gegend hinweisen. Im ganzen Gebiet des ehem. Herzogtums Sachsen-Meiningen begegnen einem noch sehr viele solcher großen und auch kleineren um 1910 errichteten Wegweiser, es sind sicher noch einige Hundert erhalten.

    • @ Villa1895

      Was soll eigentlich dieses unzählige Einstellen von qualitativ schlechten Fotos, wenn es im selben Strang schon bessere Fotos hat? Die meisten Forumsteilnehmer geben sich doch Mühe, gute Fotos einzustellen, bei denen nicht der Boden oder eine Turmspitzte abgeschnitten sind, die Perspektive evtl. korrigiert ist, nicht schräg aufgenommen worden sind, und evtl. auch die Farben ein bisschen korrigiert sind. Ich möchte jetzt wirklich mal einen Vergleich machen:


      Michael wrote:

      Nochmal der Blick zurück durch die Dr.-Ernst-Hönn-Straße zum Untertor



      Villa1895 wrote:

      Der Marktplatz, im Hintergrund des Stadttor:


      Michael wrote:

      Ostchor



      Das Briefmarkenbildchen am Schluss des vorangehenden Beitrags lässt sich infolge falscher Einbettung zum Vergleich leider nicht zitieren! (Moderator "Riegel")

      Michael wrote:

      Das Hinterschloss mit dem sehr hohem Treppenturm hier sind noch ein Festsaal und weitere Räume mit Stuckdecken aus der Zeit um 1740 erhalten.



      Das Briefmarkenbildchen am Schluss des vorangehenden Beitrags lässt sich infolge falscher Einbettungzum Vergleich leider nicht zitieren! (Moderator "Riegel")
    • Hallo Riegel,

      Deine Kritik fühle ich mich öffentlich an den Pranger gestellt, deine persönliche Nachricht, z. B. in Form einer Email, hätte ich für taktvoller und für einen besseren Stil gehalten.

      Zu Deiner Kritik zu den drei von mir zu Römhild eingestellten Bildern nehme ich wie folgt Stellung:

      Du schreibst unter "Römhild", also zu den 3 eingestellten Fotos zu Römhild, ich hätte unzählie qualitativ schlechte Fotos eingestellt. Es waren aber zu Römhild ganze drei Bilder.

      Nun, wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Bei zwei von den drei Bildern ist mir ein Fehler unterlaufen, deshalb wurden sie klein angezeigt, dafür möchte ich mich entschuldigen. Allerdings werden diese kleineren Bilder deutlich größer, wenn man sie nur anklickt, dann ist zumindest die Turmspitze der Römhilder Burg vollständig zu sehen. Insofern sehe ich darin offen gestanden, kein großes Problem. Werde mich aber künftig bemühen, damit mir dies nicht mehr so schnell unterläuft.

      Auch bitte ich zu bedenken, dass diese nachträglich digitalisierten Fotos Dias zu Grunde liegen, die 1992, also vor 24 Jahren aufgenommen worden sind. Diese alten Dias haben selbstverständlich nicht die Qualität wie Fotos, die mit einer heutigen, modernen Kamera aufgenommen wurden und können diese Qualität auch gar nicht haben. Und wenn man ein Bild mal ein wenig schief aufgenommen ist, mein Gott, das ist doch nicht so tragisch. Ich finde, da sollte man nicht zu pingelig sein und großzügig darüber hinweg sehen.

      Selbst wenn die Motive der von mir eingestellten Bilder im Forum bereits durch neuere, gute Fotos in sehr guter Qualität vorhanden sind, so sind diese alten Dias doch auch als Zeitzeugen zu verstehen, in dem man, wenn man möchte, vergleichen kann, wie bestimmte Plätze oder Gebäude 1992, im Falle der neuen Bundesländer, also kurz nach der Wende damals ausgesehen haben oder was sich evtl. alles seit 1992 verändert hat.

      Außerdem haben diese alten Dias, obwohl sie qualitativ nicht an neue Fotos heranreichen können, doch oftmals eine ganz wunderbare Stimmung, weil die Farben häufig sehr weich wirken. Jedenfalls haben mir das Forumsmitglieder zu den digitalisierten Dias von 1992 z. B. zu Städten und Burgen des Harzes mitgeteilt. Auch sprechen die vielen "Gefällt mir", die ich bisher erhalten habe, wohl eindeutig dafür, dass die bisher von mir eingestellten Bildern sehr vielen Foristen gefallen haben dürften.

    • Villa1895 wrote:

      Deine Kritik fühle ich mich öffentlich an den Pranger gestellt, deine persönliche Nachricht, z. B. in Form einer Email, hätte ich für taktvoller und für einen besseren Stil gehalten.
      Entschuldigung, da gebe ich dir recht, es wäre vielleicht taktvoller gewesen. Ich hätte diese Kritik heute aber auch geschrieben, wenn ich jetzt nicht Moderator wäre, und sie ist auch ohne Absprache mit anderen Moderatoren erfolgt.

      Seit Monaten aber gibt es Kritik an der Gestaltung deiner Beiträge, und mir ist es ein Rätsel, weshalb sich das bis heute nicht gebessert hat! Es stimmt, zu Römhild hast du nur drei Bilder eingestellt. Wenn ich aber "unzählige Bilder" schreibe, so meine ich das innerhalb des ganzen Forums.

      Bei zwei von den drei Bildern ist mir ein Fehler unterlaufen [...] Allerdings werden diese kleineren Bilder deutlich größer, wenn man sie nur anklickt [...] Insofern sehe ich darin offen gestanden, kein großes Problem. Werde mich aber künftig bemühen, damit mir dies nicht mehr so schnell unterläuft.
      Ich hoffe wirklich nicht mehr!!

      Auch bitte ich zu bedenken, dass diese nachträglich digitalisierten Fotos Dias zu Grunde liegen [...] Und wenn man ein Bild mal ein wenig schief aufgenommen ist, mein Gott, das ist doch nicht so tragisch. Ich finde, da sollte man nicht zu pingelig sein und großzügig darüber hinweg sehen.
      Ich habe hier auch schon einige eingescannte Dias eingestellt, aber mit wenig Aufwand kann man den Gelbstich eliminieren, Staub entfernen, schräg aufgenommene Bilder leicht drehen... Die zweite Hälfte des Zitats übersehe ich jetzt einfach mal...

      [...] so sind diese alten Dias doch auch als Zeitzeugen zu verstehen, in dem man, wenn man möchte, vergleichen kann, wie bestimmte Plätze oder Gebäude 1992, im Falle der neuen Bundesländer, also kurz nach der Wende damals ausgesehen haben oder was sich evtl. alles seit 1992 verändert hat.
      In diesem Punkt gebe ich dir recht. Man könnte dies aber auch zum Thema machen...

      Außerdem haben diese alten Dias, obwohl sie qualitativ nicht an neue Fotos heranreichen können, doch oftmals eine ganz wunderbare Stimmung, weil die Farben häufig sehr weich wirken. [...]
      Ich sehe nur Gelbstich.
    • Hallo etinarcadiameo,

      ganz herzlichen Dank, dass Du auf meine wirklich vielen Danksagungen hinweist. Genau aus diesen mehr als 1600 Danksagungen in wenigen Monaten, schließe ich, das ich vielen Forumsmitgliedern mit meinen Bildern eine Freude gemacht habe.

      Die harsche Kritik , die Riegel an meinen Bildern heute vorgebracht hat, war übrigens die einzige Kritik, die ich zur Qualität meiner Bilder bisher erhalten habe. Deshalb kann es wohl gar so schlimm nicht gewesen sein. Aber wie sagte doch meine Großmutter dereinst: " Allen wohlgetan, ist eine Kunst, die niemand kann".

      The post was edited 1 time, last by Villa1895 ().