• Ein Fachwerkhaus abzureißen, um dann nicht neu zu bauen,...


    Dann wäre es schön, wenn man in die nun freie Brandwand einige Fenster einbaut und die Fassadengestaltung der Front anpasst. Sonst sieht man immer, daß da ein Haus fehlt.


    Wenn man bei Google "Stadthagen" eingibt, liest man nur immer "Feuer", "Großbrand" und "Abriss". Das ist auch wieder so eine Stadt, die sich, ohne Kriegseinwirkung, ihr historisches Stadtbild verscherzt. Dabei sieht der Ort (noch) echt hübsch aus:


    https://www.szlz.de/cms_media/…ort-vertreten-foto-rg.jpg


    Eine erfreuliche Meldung habe ich aber auch gefunden. Das alte Bahnhofshotel wurde saniert (entkernt) und neu vermietet.


    https://www.sn-online.de/Schau…-Sanierung-im-neuen-Glanz


    Allerdings gab es gleich nach der Vermietung schon einen Wasserschaden. :D


    https://www.sn-online.de/Schau…Stadthaeger-Bahnhofshotel

  • Für Seniorenwohnanlagen, Altenheime und KiTa‘s ist mittlerweile alles möglich. Hoffentlich findet sich noch jemand, der die Bauten rettet...

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Nicht nachvollziehbar ist, warum die Seniorenwohnanlage unbedingt im unmittelbaren Altstadtring liegen muss? Warum nicht außerhalb, was immer noch Zentrums-nah genug wäre? Auch sehe ich im Stadtzentrum bei google maps eine Menge Parkplätze. Wenn man dort eine Tiefgarage bauen würde, würden Bauflächen auch im Zentrum frei werden. Außerdem ist mir unverständlich, warum die bestehenden Häuser nicht in eine Seniorenwohnanlage integriert werden können.

  • Naja, für die Senioren ist ja eine Innenstadtlage schon attraktiv, da sie fussläufig alles erreichen können. Auto, Fahrrad etc. steht in dem Alter ja oft nicht mehr zur Verfügung. Und einen Altbau seniorengerecht umzubauen ist auch sehr aufwendig und sicherlich nicht im Sinne der Investoren.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Dennoch kann es nicht sein, dass dafür historische Bauten geopfert werden müssen, wie bereits in vielen Altstädten geschehen. Hier muss man andere Lösungen entwickeln.

  • Naja, für die Senioren ist ja eine Innenstadtlage schon attraktiv, da sie fussläufig alles erreichen können. (...)

    Nun, ich arbeite auch in einem Altenheim. Übrigens in einem der schönsten, die ich kenne. Die Innenstadtlage halte ich nicht für notwendig. Ein Altenheim, in dem die Bewohner noch selbständig sind und mit ihrem Rollator einen Stadtbummel machen, dürfte es so gut wie gar nicht mehr geben. Das war vielleicht vor 20 Jahren so.


    Die Bewohner ziehen meistens erst dann ein, wenn die Angehörigen zu Hause mit der Pflege überfordert sind und auch der ambulante Pflegedienst nicht mehr ausreicht. - Multimorbidität, diverse Wunden, Demenz,... Wer zieht schon freiwillig in ein Heim, wenn es nicht unbedingt notwendig ist?


    Da spielt sich das gesamte restliche Leben nur noch in der Einrichtung ab. Wir haben noch einen Gebäudeteil für betreutes Wohnen. Selbst diese, relativ mobilen Bewohner, verlassen kaum das Gelände der Pflegeeinrichtung. Obwohl die Innenstadt in der Nähe ist. Es gibt bei uns auch alles. Einen Friseur, ein Bistro/Restaurant, Kiosk, Podologie, Physio-/Ergotherapie, eine Kapelle und eine schöne Parkanlage im Innenhof. Das sollte beim Neubau von Pflegeheimen einfach mit berücksichtigt werden.


    In der Innenstadt wird es eher problematisch genügend Parkplätze zu schaffen. Für Mitarbeiter, Angehörige und Ärzte. Auch eine geeignete Zufahrt für den Krankenwagen, Müllwagen, Wäschelieferung,...


    Also, ich sehe da eher Vorteile für Pflegeeinrichtungen am Stadtrand.

  • Ok, bei Altenheimen stimme ich Dir zu (wobei es bei der Verwandtschaft vmtl. trotzdem zieht, wenn die Altstadtcafés bei Besuchen in erreichbarer Nähe mit dem Rollstuhl sind).
    Was jedoch auch immer mehr zunimmt sind Altenwohnanlagen im Sinne barrierefreier kleiner Wohnungen mit zubuchbaren Serviceleistungen - quasi die Stufe, die man wählt, wenn das Eigenheim zu groß geworden ist, man aber noch mobil ist. Hier wäre es wünschenswert, wenn es Fördergelder für den Umbau von Bestandsgebäuden in altengerechte Wohnungen gäbe.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Neues aus der Klosterstraße:

    https://www.sn-online.de/Schau…niorengerechten-Wohnungen

    Laut Steege erteilt die Kreiswohnbau zwei Architekten den Auftrag, Entwürfe inklusive Kostenplan zu erarbeiten. Dabei müsse sich herausstellen, ob und wie 50 Wohnungen auf der Fläche Platz finden. Ein springender Punkt ist eines der drei maroden Häuser. Zwei können abgerissen werden, doch das dritte, der Marktpassage am dichtesten gelegene Gebäude – das so genannte „Webersche Haus“ – steht unter Denkmalschutz.

    Dieses müsste also saniert und baulich in das Neubau-Projekt integriert werden. „Die spannende Frage ist, ob das gesamte Projekt sich dann für uns noch wirtschaftlich darstellen lässt“, erläutert Steege.

    Erfreulicheres lässt sich von der gegenüberliegenden Straßeneite vermelden:https://www.sn-online.de/Schau…en-entstehen-13-Wohnungen

    Es tut sich was in der historischen Altstadt Stadthagens: Drei vom Verfall bedrohte Gebäude an der Klosterstraße sollen saniert und dabei ihr Denkmal-Charakter erhalten werden.