Annapolis, Maryland (Galerie)

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    • Annapolis, Maryland (Galerie)

      Teil I
      1 Annapolis wurde 1649 von britischen Siedlern als Arundel Town gegründet und erhielt 1704 zu Ehren der damaligen englischen Königin Anne seine heutige Benennung. Annapolis war von 26. November 1783 – 19. August 1784 Tagungsort des Zweiten Kontinentalkongresses und somit Hauptstadt der USA. Heute hat Annapolis knapp 40.000 Einwohner und ist Hauptstadt des Bundesstaats Maryland, nicht etwa das weit größere Baltimore. Annapolis gilt als vorbildlich erhaltene US-Kleinstadt aus der Zeit um 1800 und somit der Gegenentwurf zu den nahegelegen Metropolen Baltimore, Philadelphia oder „D.C.“.

      Wir beginnen mit einer Karte. Unten habe ich den Hafen markiert, in der Mitte das Maryland State House, links darüber den Church Circle mit der St. Anne’s Church. Darunter führt die Main Street zum Hafen. Rechts sehen wir die im Stadtbild sehr auffällige Kuppel der Navy Academy Church.



      2 Diese Aufnahme ist in Wikipedia explizit als gemeinfrei gekennzeichnet und zeigt eine Sicht auf die Stadt. Meine einzige Markierung umkreist das Maryland State House.



      3 Jetzt sehen wir vom Hafen aus die Main Street hoch ..



      4 ... und schwenken leicht nach rechts zum Maryland State House.



      5 (gemeinfreie Wikipedia-Aufnahme)



      6 Hier sehen wir die Cornhill Street hoch zum State House ...



      7 ... und stehen in unmittelbarer Nähe in der Pinkey Street vor dem Shiplap House von ca. 1715, einem der ältesten Häuser der Stadt.



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      9 Die US-Fahne links mit den deutlich weniger Sternen als üblich erinnert uns daran, dass Maryland einer der 13 amerkanischen Gründerstaaten war.



      10 Endlich schauen wir auf das bis 1779 gebaute Maryland State House, 1783-84 war es für ein Jahr Capitol der USA. Laut Wikipedia wurde die Kuppel nach dem Vorbild des Karlsruher Schlossturmes gebaut.

      de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Karlsruhe



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    • Teil II
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      13 Dies ist der House of Delegates Chamber mit 141 Sitzen, beachtlich groß aus einem Anbau von 1906.



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      15 Jetzt haben wir das State House in östlicher Richtung verlassen und schauen in die Maryland Avenue.



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      18 Dies ist der einzige Stilbruch, den ich im Bereich um Main Street und Staate House gesehen habe, aber Art Deco verzeihe ich immer.



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      20 Das Hammond-Harwood House von 1774 wieder in der Maryland Avenue,



      21 Jetzt schauen wir auf die Naval Academy Chapel von 1904 als Teil der US Naval Academy. Gebaut hat die Kirche‚ (und weitere Teile der Anlage) der New Yorker Architekt Ernest Flagg, der seine Heimatstadt 1906-1908 mit dem Singer Tower in unmittelbarer Nähe des späteren World-Trade-Center-Areals bereicherte. Die Stadt hat es ihm nicht gedankt, der 187 m hohe Singer Tower wurde 1968 als bisher höchster Abriss der Geschichte abgebrochen.

      de.wikipedia.org/wiki/Singer_Building



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    • Teil III
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      25 Jetzt ist an der Zeit (off-Topic), ein Loblied auf die aktuelle amerikanische Bierkultur anzustimmen. Galten doch die USA vor wenigen Jahren als das Land, in dem es außer Budweiser, Miller’s, Coors und bestenfalls noch Rolling Rock nicht viel gab, hat sich das in den letzten Jahren dramatisch geändert. Es gibt in jeder halbwegs größeren Stadt Kneipen oder Biermärkte mit einer Auswahl, wie wir sie im Land des Reinheitsgebotes nicht finden. Überall existieren kleine Brauereien, wie die in Annapolis ansässige, die das hier gezeigte Produkt braut. Vor 10 Jahren hat man sich in den USA über deutsches Bier noch gefreut (gerade Beck’s gab es sehr oft) heute dominieren lokale Brauereien gerade die Kneipenszene, allenfalls belgische Biere a’la Hoegaarden und ab und an Carlsberg gibt es noch. In St. Louis gab es in einer Pizzeria drei hervorragende lokale Biere vom Fass zur Auswahl, an anderer Stelle in St. Louis konnten wir lokal gebrautes Kölsch (!) erstehen, das absolut klasse schmeckte.



      26 Jetzt schauen wir die Main Street hinunter zum Hafen ...



      27... und vom Church Circle zum State House.



      28 Am Church Circle steht das Flatiron-artige Maryland Inn.



      29 Abschließend sind wir noch durch das Wohngebiet südlich des Church Circle gelaufen, hier sehen wir das Jonathan Green House aus den 1740ern. Ein nettes Wohngebiet, wie mir überhaupt Annapolis, Maryland tadellos gefallen hat. Das war’s.



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    • Jetzt ist an der Zeit (off-Topic), ein Loblied auf die aktuelle amerikanische Bierkultur anzustimmen. Galten doch die USA vor wenigen Jahren als das Land, in dem es außer Budweiser, Miller’s, Coors und bestenfalls noch Rolling Rock nicht viel gab, hat sich das in den letzten Jahren dramatisch geändert. Es gibt in jeder halbwegs größeren Stadt Kneipen oder Biermärkte mit einer Auswahl, wie wir sie im Land des Reinheitsgebotes nicht finden.
      Auch wenn es wirklich nicht zum Thema "Architektur" gehört (aber Bier ist ja irgendwo auch eine Kulturleistung :smile: :( Einfach mal nach "Craft Beer" mit Google suchen oder sich informieren - inzwischen gibt es auch in Deutschland ganz herausragendes Craft Beer von einheimischen Brauereien (IPA, Imperial Stout und ähnliche Sorten). Oder man kauft eines der importierten Biere, per Versandhandel oder auch in großen Einkaufszentren... lohnt sich drink:)

    • Tobias Lindorfer wrote:

      Auch von mir vielen Dank, Erpel! Sehr schöner Ort.

      In Annapolis gibt es ja noch einige für amerikanische Verhältnisse sehr alte Gebäude; weißt du vielleicht wo die ältesten Gebäude in den USA stehen, und wie alt sie sind? Das würde mich sehr interessieren...

      Lg

      Tobias


      Die englische Wikipedia ist dein Freund:

      en.wikipedia.org/wiki/List_of_…ings_in_the_United_States

      Übrigens eine sehr interesssante Liste, an der man schön die Herausbildung eines nationalen Baustils erst im Laufe des 18. Jahrhunderts beobachten kann. Unten im Artikel gibt es noch spezifische Listen für die einzelnen Bundesstaaten (aus historischen Gründen dort natürlich vor allem die Ostküste, insbesondere New York von Interesse), wer hätte z. B. gedacht, dass auf Manhattan noch ein Holzhaus von 1795 überlebt hat? Leider wurde es durch Hurrikan Sandy schwer beschädigt...
    • Ein sehr schönes und gut erhaltenes Städtchen, so wie man sich "Good, old America" vorstellt und es die Amis gerne sehen.
      In Neuengland scheint es in der Tat hunderte solcher Perlen und Perlchen zu geben. Was mich immer wieder erstaunt ist die primitive Verkabelung, wie bei uns noch nicht mal vor dem Krieg und wieso die Amis das nicht als ähnlich störend empfinden. Mit Erdbeben wie in Japan kann man an der Ostküste wohl kaum argumentieren-
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.