• Quote from JoDaWeidner

    2014 wurden mehrere Gebäude im Brühl abgerissen. Darunter befand sich das älteste Wohnhaus der Stadt von 1525. (...)


    Ich werde wohl nie verstehen können, warum einige Städte ihre ältesten Häuser abreissen. Das ist ein unwiederbringlicher Verlust. Da hilft auch keine Rekonstruktion.

  • Brühl


    [...]


    Meiner Meinung nach, ist das mit Abstand das fatalste Bauprojekt in der Innenstadt, seit dem Bau von Plattenbauten im Gebiet der westlichen Altstadt. Die Architektur ist banal, abweisend und passt sich überhaupt nicht an die Innenstadtbebauung an. Die Gebäude sind zudem größtenteils viel höher als die Vorgängerbauten.

    Absolut unterirdisch. Da wünscht man sich ja fast angepasste Platten der späten 80er. Jahrhunderte alten Bestand abreißen und so einen Müll hinsetzten. Gotha lässt die 70er wieder aufleben.

  • Neubauprojekte in Gotha


    Alle Fotos selbst fotografiert


    Bürgeraue



    Helenenstraße/Friedrichstraße

    Meiner Meinung nach zwei einfallslose Bauprojekte in Plattenbau-Manier


    Gutenbergstraße

    Dieses moderne Projekt scheint etwas besser zu werden. Die Werbung verspricht ein "wenig" Dach und eine angenehme Farbgestaltung. Es bleibt abzuwarten, wie es nach der Fertigstellung aussehen wird.

  • Hauptmarkt


    Gutenbergstraße
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    Das Haus Neumarkt Nr. 9 "Zur Weintraube" von 1665 wurde vorbildlich saniert. Das anliegende Haus in der Gutenbergstraße wurde ebenfalls erneuert.

  • Siebleber Straße



    In der Siebleber Straße wurde das mittigen Gebäude fertig gestellt. Es enthält leider nur sehr wenig alte Bausubstanz, sieht aber dem Vorgänger sehr ähnlich. Ich finde es sehr gelungen.


    Zur Erinnerung:

  • Quote from Thüringer Allgemeine

    Friedenstein-Sanierung in Gotha lahmt – Baustart erst 2019
    60-Millionen-Euro-Großprojekt kommt nicht in die Gänge – Ein Internet-Blog soll Frager ruhigstellen.


    Gotha. Der Beginn der dringlichen Generalsanierung von Schloss Friedenstein Gotha ist abermals verschoben worden. Das teilte Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, jetzt mit. Nach aktuellen Planungen soll nun im Januar 2019 ein Gerüst am Westflügel der Barock-Anlage aufgestellt und ab März mit der Instandsetzung des Dachstuhls begonnen werden. Noch im Oktober vorigen Jahres hatte Fischer einen Baubeginn in diesem Herbst in Aussicht gestellt. Eine Finanzierungszusage des Bundes liegt bereits seit November 2015 vor.
    [...]

    https://www.thueringer-allgeme…tart-erst-2019-1934946640


    Seltsame Formulierung: "...soll Frager ruhigstellen" Das ist ein öffentliches Gebäude in dem 60 Millionen Steuergelder verbaut werden sollen. Wenn nicht hier, wo dann wäre es mehr angebracht die Öffentlichkeit regelmäßig darüber zu informieren?
    Generell finde ich es sehr nützlich, dass solche begleitende Angebote das Informationsbedürfnis etwas befriedigen. Es wird auch immer noch viel zu selten eine professionelle PR Arbeit bei solchen Großprojekten gemacht. Wie kommt welche Entscheidung zustande? Wer sind die Entscheider? Welche Prämissen, welche Prioritäten? Fortschritte und Rückschritte... Das kommt manchmal sehr beiläufig in Lokalzeitungen und oft auch überhaupt nicht an die Öffentlichkeit. Klar ist das lästig, es kostet Zeit sich hinzusetzen und noch ein paar Zeilen über Entscheidungen, Fortschritte etc zu schreiben, aber die Herrschaften sollten sich durchaus bewußt sein, wo das Geld letztlich herkommt - vom Himmel fällt es jedenfalls nicht.


    Hier jedenfalls das interessante Blog:
    https://www.friedensteinblog.de/

  • Die Ausstellungshalle in Gotha wird saniert



    Nachdem 1901 das Kulissenlager des Gothaer Theaters, das ehemalige Kornhaus (heutiger Standort der Kunsthalle), abgebrannt war, wurde es am 15. September 1907 als Herzogliche Kunsthalle wiedereröffnet. Die Kunsthalle diente im 2. Weltkrieg als Lazarett. Eine der letzten großen Ausstellungen fand 1949 hier statt: "Gotha in der Goethezeit". Ab 1963 bis in die Neunzigerjahre nutzte die Gothaer Fachschule für Finanzwirtschaft das Gebäude als Turnhalle. 1999 begannen im Auftrag der Stadtverwaltung Sicherungsarbeiten, und der beginnende Schwamm wurde beseitigt.


    Derzeit wurde schon ein beträchtlicher Teil abgerissen. Glücklicherweise bleiben wohl der Eingangsbereich und die Nordfassade erhalten.


    Historische und aktuelle Bilder sowie Infos auf der Facebookseite vom Verein für Stadtgeschichte

  • Lebenswerte Architektur in einer historischen Innenstadt

    Wie man der 'Thüringer Allgemeine' entnehmen konnte, plant die Gothaer Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) die Schließung der innenstädtischen Lücken in der Augustinerstraße. In den letzten Jahren wurden bereits zahlreiche solcher Lücken im Stadtzentrum geschlossen. Außerdem erstrahlen viele historische Häuser in neuem Glanz, wie am Hauptmarkt.

    Die WBG plant neben der Errichtung von Neubauten auch die Sanierung des bedeutenden „Amtshauses“. Auf den ersten Blick eine gute Sache für die Gothaer Altstadt - jedoch können die Entwürfe für die geplanten Neubauten nicht überzeugen.

    Diese passen sich wenig an die traditionelle Bebauung der historischen Altstadt und dem nah gelegenen Hauptmarkt an. Selbst die Plattenbauten in der Augustinerstraße aus der DDR-Zeit versuchen die traditionelle Formensprache der Altstadt z.B. mit ihrer Dachform wiederzugeben. Hier verzichteten die Architekten auf das typische Flachdach der Plattenbauten.

    Wie man dem anschließenden Link entnehmen kann, handelt es sich Investorenarchitektur, die europaweit durch ihre Banalität zunehmend in die Kritik gerät.

    https://www.projektscheune.de/aktuelles/aktuelles_a1.html

    Der Projektentwickler und Investor Tobias Bergelt wurde auf die Planungen aufmerksam, die zwischen Hauptmarkt und Augustinerkloster realisiert werden sollen. Er vertritt die Meinung, dass zu wenig auf die vorhandene Baustruktur eingegangen wurde und Gestaltungsprinzipien ignoriert wurden.

    Aus diesem Grund fertigte der Sachse, dessen familiäre Wurzeln in Gotha liegen, auf eigene Kosten einen Entwurf an. Er hat uns erlaubt seine Planungen der Öffentlichkeit vorzustellen. Bergelt will damit zeigen, dass: „[…] eine Symbiose aus traditioneller Formensprache und modernem Nutzungsanspruch am besten dazu in der Lage ist nachhaltige, lebendige und soziale Innenstädte zu gestalten.“ Der Entwurf verdeutlicht, wie man mit verhältnismäßig geringen Kostenaufwand eine traditionelle und menschenfreundliche Altstadt weiterbauen kann. Außerdem ergänzte er: „[...] sollte der Bauherr Interesse daran haben, stelle ich Ihm diesen Entwurf gern zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung.“

  • Die von Herrn Bergelt angefertigten Entwürfe sind, ohne Zweifel, viel harmonischer und passender für den Ort. Nur befürchte ich, daß die fehlenden Balkone zur Straße hin ein Grund sein könnten, diese Entwürfe abzulehnen. Leider gibt es keine Hofansicht, von der Rückseite. Dort sind Balkone sicher problemlos möglich.


    Wäre natürlich klasse, wenn der Bauherr sich für die besseren Entwürfe umentscheidet. Für das Stadtbild wäre das super.