München - öffentliche Architekturdebatte

  • Gibt es einen Verein/eine Initiative für die Münchner Stadtbaukultur?


    Die gibt es zum Glück- sind auch schon hier im Forum öfter erwähnt worden. Interessanterweise haben sich mehrere Bürgerinitiative zur Wählergruppe HUT zusammengeschlossen: http://www.hut-muc.org. Und Sonntag sind Stadtratwahlen, ich bin mal gespannt, wie viel Münchenern das Stadtbild am Herzen liegt.


    Dennoch glaube ich, dass nicht viel passieren wird. Die Stadt will zum einen nicht vermeiden, dass Investoren, die die Wohnungsknappheit abfedern können, abspringen, zum anderen steht ein Großteil der typischen Münchner Gartenstadtbauten nicht unter Denkmalschutz und nur wenige schätzen diese einfachen, kleinen Häuschen auf riesigen Grundstücken, teilweise mit weniger Wohnfläche als eine Schwabinger Mietwohnung.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Danke! Recht sympathisch, das Wortbild "Hut" für eine Initiative des Bürgerwillens. :thumbup:


    Zum Baugeschehen: Im Grunde ist es doch auch nicht völlig abwegig, die eher suburbanen Gartenstädte nachzuverdichten. Nur sollte es architektonisch und strukturell auch mit einigem Respekt gegenüber dem Bestand einhergehen. Wenn daraufhin gewirkt werden kann, ist doch schon einiges gewonnen. Münchens Vorkriegsbauerbe gehört geschützt, nicht bedingungslos, aber möglichst flächendeckend.


    Ansonsten sollte in München endlich begonnen werden, außerhalb der Einflussspähre der Altstadt neue Quartiere im Blockrand zu planen. Meinetwegen soll man auch wertige Wohnhochhäuser bauen. Das ist mir lieber, als wenn weiter in der Fläche gewütet wird und dadurch Altbauten weichen müssen.

  • Ansonsten sollte in München endlich begonnen werden, außerhalb der Einflussspähre der Altstadt neue Quartiere im Blockrand zu planen. Meinetwegen soll man auch wertige Wohnhochhäuser bauen. Das ist mir lieber, als wenn weiter in der Fläche gewütet wird und dadurch Altbauten weichen müssen.


    In ähnliche Richtung geht das Programm der AfD; Wohnbebauung in Rand - und Ödgebieten, und Wohnraumumgestaltung ungenutzer Gewerbeflächen - das klingt für mich durchaus vernünftig und Stadtschonend.

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.