Garmisch-Partenkirchen (Galerie)


  • Einhof „Zum Schnellreich“, bez. 1687, eines der größten und prächtigsten erhaltenen Häuser von Garmisch; ein ehem. Doppelbauernhaus mit Blockbau-Obergeschoss, umlaufender Laube, weit hinauslaufenden Dachrinnen und reichem Bundwerk.




    Der prächtige Zierbund im Giebel



    Derzeit verschwindet die Sonne in Garmisch bereits gegen 15 Uhr hinter Alp- und Zugspitze.


    Zum Vergleich:

    Bildarchiv Foto Marburg


    Seinerzeit noch am Ortsrand, heute mittendrin...


  • Zugspitzstraße 3 mit sehr reichem Zierbund.



    Im Buch „Bundwerk in Bayern“ steht dazu: „Gitterbundwerk in steiler Rautenform mit sehr reich gestalteten Luftgespärren unter drachenköpfig ausgeformten Pfettenkopfaufdoppelungen.“ Die Datierung wird in diesem Buch mit „um 1690“ angegeben (vgl. Zugspitzstr. 21/21a im vorigen Beitrag).





    Zugspitzstr. 4, Forstamt, bez. 1742


  • Nordwestlich vom Marienplatz. In Garmisch kann man ein munteres Spielchen machen, welches Gebäude unter Denkmalschutz steht, welches nicht, welches in den letzten 2 Jahrzehnten in die Denkmalliste kam und welche herausgenommen worden sind (erscheint teilweise etwas willkürlich...). Die nachfolgenden 3 Häuser in der Griesstraße sind da gute Beispiele.



    Griesstraße 8



    Die Nr. 16, bez. 1861 mit neuerer Fassadenmalerei



    Nr. 24, ein weiterer altertümlicher Blockbau (vgl. Schmiedstr. 10)


  • Noch zwei Vergleiche einst und heute


    Schmiedstraße 2



    Bildarchiv Foto Marburg



    Schmiedstraße 7



    Bildarchiv Foto Marburg




    Bildarchiv Foto Marburg
    Ob es dieses Gebäude noch gibt? Ich erkenne es jedenfalls nicht...

  • Ob es dieses Gebäude noch gibt? Ich erkenne es jedenfalls nicht...


    Hier wird es als 'Marienplatz 12' aufgeführt:
    http://bavarikon.de/de/image/kpbO-BSB-BAR-0000000000150105#


    Das würde bedeuten, dass dieses Gasthaus zur Traube dasselbe Haus benutzte wie das heutige Posthotel (Clausing) in Garmisch und das Haus demgemäß schon vor längerer Zeit erheblich umgebaut wurde.


    Im übrigen vielen Dank für die sehr sehenswerten oberbajuwarischen Bilder, Markus!


    Bemerkenswert ist insbesondere auch der abgelichtete Neubau in traditioneller und ortsbezogener Bauweise. Sieht sehr gelungen aus.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Besten Dank für die informativen Ergänzungen. Ich hatte ja vorstehend schon erwähnt mich in Garmisch-P nicht gut auszukennen. Nach dem, was ich hier sehe, muss ich unbedingt mal wieder hin, so weit ist Garmisch ja bekanntermaßen von München nicht entfernt. Schön ist neben der Weiterführung und Reaktivierung der historischen Lüftelmalerei, dass sich auch die von dir gezeigten neuren Bauten gut einfügen, wie z.B. das wohl neuere Gebäude links in deinem folgenden Bildvergleich:


    Schmiedstraße 7



    Bildarchiv Foto Marburg

  • In Garmisch kann man ein munteres Spielchen machen, welches Gebäude unter Denkmalschutz steht, welches nicht, welches in den letzten 2 Jahrzehnten in die Denkmalliste kam und welche herausgenommen worden sind (erscheint teilweise etwas willkürlich...).


    Das gilt wohl in ganz Bayern. Wenn man die Begründungen der Denkmalschutzbehörden liest, mit denen Objekte in die Denkmalliste aufgenommen werden oder mit denen die Denkmaleigenschaft negiert wird, dann weiß man, wie extrem subjektiv da gehandelt wird. Der Durchschnittsmensch kann das nur noch als Willkür interpretieren. Da wird ganz plötzlich festgestellt, wie unverzichtbar ein Gebäude ist, aber jahrzehntelang hat sich der Denkmalschutz nicht dafür interessiert, obwohl man beim Vorbeigehen auf den ersten Blick gesehen hat, wie wertvoll das Haus ist. Oder der Fall (sic!) eines Hauses aus dem 14. Jh., für das sich der Denkmalschutz partout nicht interessieren wollte, so dass der Eigentümer, der es eigentlich sanieren wollte, das Haus schließlich abgebrochen hat, weil er mit seinem Willen, das Haus zu erhalten, beim Denkmalschutz auf völlige Gleichgültigkeit gestoßen ist. Und jegliche argumentative, beratende oder finanzielle Unterstützung wurde ihm versagt, so dass er schließlich angesichts des Unwillens des staatlichen Denkmalschutzes, ihn bei der Erhaltung des Hauses zu unterstützen, aufgegeben hat. Mir ist schon klar, warum die Masse der Menschen den Denkmalschutz mittlerweile hasst.

  • Danke Palantir für die Nachforschungen zur Traube. Aus dem "Spaziergang durch Garmisch" geht auch hervor, daß es sich dabei um den Vorgänger des jetzigen Atlas Posthotel handelt. In der Denkmalliste von 1986 steht u.a. " Giebelfassade 1776" (?), zwischenzeitlich wurde das Gebäude wie einige andere in Garmisch aus dem Denkmalschutz genommen.


    @Frank: Vorige Woche war ich das erste Mal so richtig in Garmisch. Ansonsten bisher auch nur kurzzeitig und oberflächlich.


    @ Zeno: Für Garmisch gilt es finde ich besonders. Nebenbei, überrascht war ich letztens, daß in Eichstätt seit 1986 kaum Gebäude herausgenommen wurden und sogar etliche Jurahäuser neu in die Liste gekommen sind.





  • Sonnenstraße 19



    links Sonnenstraße 17, 2. Viertel 18. Jh.


    Die Sonnenstraße ähnlich der Frühlingstraße mit einer geschlossenen Häuserzeile auf der Nordseite:


  • links angeschnitten die Nr. 18, bei der Nr. 17 ist der Vergleich mit unten recht interessant.



    Bildarchiv Foto Marburg




    2x Bildarchiv Foto Marburg
    Der Balkon links gehört zur Nr. 18




    links die Nr. 13



    rechts Sonnenstraße 12



    Sonnenstraße 12






  • Griesgartenstraße 14
    3. Viertel 18. Jh. Teilweise Blockbau, mit Mittertenne und Zierbund, das noch in der Denkmalliste von 1986 erwähnte Legschindeldach offenbar auch hier nicht mehr erhalten.



    Griesgartenstraße 1
    17./18. Jh., teilweise Blockbau, mit Außentreppe




    Weiter geht es dann demnächst voraussichtlich mit Partenkirchen.

  • Passend zur Jahreszeit, Fortsetzung in der Ballen- und Ludwigstraße (Aufnahmen vom Winter 2005/06)






    Altes Haus (Ludwigstr. 8) von 1772, Bemalung durch Heinrich Bickel 1922



    Altes Haus seitlich