Garmisch-Partenkirchen (Galerie)

  • Zu Garmisch-Partenkirchen stelle ich nachfolgend sukzessive und ungeordnet mal eigene Aufnahmen ein. Der mit knapp 26000 Einwohnern größte Ort im bayrischen Alpenraum ist ja bis heute Markt geblieben und noch nicht zur Stadt erhoben worden.


    In Oberbayern rangiert Garmisch-Partenkirchen nach der Einwohnerzahl an 12. Stelle (nach München, Ingolstadt, Rosenheim, Freising, Dachau, Germering, Erding, Fürstenfeldbruck, Neuburg an der Donau, Landsberg am Lech und Unterschleißheim).

  • Zuerst ein paar Aufnahmen von der Bergwirtschaft Sankt Martin (1028m, gute 300m oberhalb des Ortes) aus.



    Sankt Martin hoch über Garmisch-Partenkirchen mit großartiger Aussicht



    Garmisch-Partenkirchen, im Hintergrund Karwendel (links) und Wettersteingebirge



    links und mittig Partenkirchen, vorne und rechts Garmisch, im Hintergrund das Karwendel



    Um die alte Garmischer Sankt-Martinskirche



    Um die neue Martinskirche



    Die Züge aus München, Innsbruck und Reutte fahren im Bahnhof ein...



    Für jeden eine...


  • Aufnahmen von 1987 aus dem Ortsteil Garmisch



    Frühlingstraße, links die Nr. 23 (2. Hälfte 18. Jh.)



    Haus zum Husaren und Turm der alten Pfarrkirche Sankt Martin.



    Alte Apotheke von 1798 und Turm der Neuen Pfarrkirche Sankt Martin.



    Neue Pfarrkirche Sankt Martin



    Einhof „Beim Polzenkaspar“ von 1595, Neue Pfarrkirche und Kramer

  • Garmisch (Juni 2007)



    Husar und Alte Pfarrkirche Sankt Martin



    Haus zum Husaren (Restaurant), Fürstenstraße 25
    Preisdachbau, bez. 1611, Giebelzier bez. 1735, klassizistische Malereien um 1801; das Wohnhaus rechts von 1909/10




    Gemaltes Scheinfenster mit zwei Offizieren, links ein pfeiferauchender Husar in roter Uniform und Tschako, rechts ein Dragoner mit weißem Mantel und Dreispitz.



  • Die Alte Pfarrkirche eine zweischiffige Saalkirche, um 1280, nach Westen erweitert 1446, Chor um 1460



    Bedeutend und in Oberbayern ziemlich einzigartig die Ausmalung des Innenraumes aus dem 14.-16. Jh..



    Der Christophorus bartlos und in Brokantgewand gehüllt, eine seltene Darstellung, um 1300



    Fresken auf der Langhausnordseite, an manch eine Kirche in Tirol erinnernd. Passionszyklus, Kreuzigungsgruppe und verschiedene Heilige aus der Zeit um 1400 bzw. 1430 stammend.







    Chorbogenwand

  • Mai 2011



    Hausbemalungen sind in den letzten Jahren in Garmisch in Mode und einige dazugekommen.




    Blühende Kastanien und die Alpspitze



    Am Kurpark 18, sog. Jocherhaus
    Ende 18. Jh., Fassadenmalereien von Heinrich Bickel 1926 (u.a. die Heilige Familie, Bischof Benno und der hl. Leonhard).




    Mohrenplatz, Neue Pfarrkirche St. Martin und Kramer


  • Einhof „Beim Polzenkaspar“ von 1595 mit legschindelgedecktem Preisdach und umlaufender Laube im Blockbau-Obergeschoss




    ein Bauerngarten vor dem Haus



    Das Kramermassiv im Hintergrund



    Die stark befahrene Hauptstraße mit Blick auf die Höllentalspitzen und die Waxensteine



    Marienplatz 10, die Alte Apotheke von 1798



    Neue Pfarrkirche Sankt Martin mit frisch renoviertem Turm vom Marienplatz aus


  • Griesstraße 4, Gasthaus zur Schranne





    Blühender Flieder und Kramer



    Loisach und Daniel, das „Außerferner Matterhorn“




    Loisachstraße 35 (2. Hälfte 17. Jh.)



    Loisachstraße 37 und 39 (2. Hälfte 18. Jh.)



    Loisachstraße 39, Detail


  • Auch einige Eingangstüren wurden in jüngster Zeit mit Malerei umschmückt, so wie der Schnegg´n Seppl



    Frühlingstraße 21 (18. Jh., Haustür bez. 1821) mit sog. Preisdach, 23 (2. Hälfte 18. Jh.) etc




    Frühlingstraße, rechts Nr. 27 und 27a, mit Alpspitze, Höllentalspitzen und Waxenstein



    Frühlingstraße, rechts die Nr. 25 und 25a




    Almhuette mit Alpspitze, Höllentalspitzen, Waxenstein und Zugspitze



    Klammstraße 13, ein weiteres Haus mit ortstypischem Preisdach und neuerem Lüftlmalereifresko von den im Ort viel beschäftigten Vater und Sohn Pfeffer, die die Tradition bekannter Lüftlmaler wie Franz Anton Zeiller, Johann Jakob Zeiller, Franz Karner oder auch Franz Seraphin Zwinck in jüngster Zeit fortsetzen.


  • Danke für die schönen Bilder Markus, da hast Du aber wirklich Kaiserwetter für dei Aufnahmen erwischt, ja, das ist Garmisch - Patenkirchen wie ich es mag.
    Und nun stelle ich fest, man lernt nie aus, ich habe Garmisch - Patenkirchen immer für eine Stadt gehalten :peinlich:
    Ein Ausflug in diese bayrische Idylle lohnt sich allerdings immer, da scheint irgendwie noch die Zeit stehen geblieben zu sein :thumbup:

    Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

  • Schöne Bilder, Markus. Da ich schon viele Jahre nicht mehr in Garmisch-Partenkirchen war, ist mir gar nicht bewußt gewesen, dass die historische Lüftlmalerei dort so sehr wiederbelegt wird. Dieses Wiederaufleben traditioneller Baukunst nicht nur in stark abstrahierender modernistischer Form, sondern voll und ganz im historischen Stil, ist doch etwas, was wir uns immer wünschen. Das ist doch ganz hervorragend!

  • So erfreulich der Zuwachs an Fassadenbemalungen in den vergangenen 30 Jahren ist, das Erscheinungsbild von Garmisch hat sich doch auch merklich negativ verändert. Neben den Modernisierungen um den Marienplatz ist vor allem der massive Rückgang von das Ortsbild prägenden Häusern mit Legschindeldächern bis hin zum heute weitgehenden Fehlen besonders auffällig.


    Folgende vergleichende Ansichten sind typisch für Garmisch:


    Häuser mit Legschindeldächern, Klammstraße Westseite



    2x Bildarchiv Foto Marburg


    zum Vergleich November 2013:


    Auch die weit auf die Straße führenden Dachrinnen gibt es nur noch wenig.

  • In diesem Bereich nicht weit vom heutigen Bahnhof liegt der älteste Siedlungskern von Garmisch (wohl schon im 7./8. Jh., 802 erstmals als Germareskavve bezeugt).



    der knapp 2000m hohen Kramer im Hintergrund


    noch ein Vergleich



    um 1920 (Bildquelle: Haustafel in der Klammstraße)


    Durch die heutige Klammstraße floss früher die Laine. Ein Unwetter im August 1932 und der zunehmende Verkehr führten dazu, dass die Laine 1936 kanalisiert wurde.



    Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Ostseite teilweise in den späten 70ern oder Anfang 80ern durch maßstabslose Neubauten stark gestört.



    Klammstraße, Westseite



    Klammstraße 12, modernisiert, Zierbund- und Blockbauteile noch 18. Jh., warum auch immer nach 1986 aus dem Denkmalschutz genommen



    Lüftlmalerei Klammstraße 4


  • Klammstraße 1, ein ehemaliges Bauernhaus aus dem 18. Jh. mit barocken Lüftungsluken im Giebel und neuerer Lüftlmalerei; benachbart die Fußgängerzone Am Kurpark




    Klammstraße 11 mit ortstypischem Zierbundgiebel, 2. Hälfte 18. Jh.



    Klammstraße 17 und 17a mit giebelseitiger Mittertenne und prächtigem Zierbundwerk


  • rechts die Nr. 6, Mitte 18. Jh.



    Höllentalstr. 5, eines der besser erhaltenen Bauernhäuser, ein weiterer Mittertennbau mit Zierbundgiebel und Preisdach, in den 80erJahren offenbar noch legschindelgedeckt (2. Hälfte 18. Jh.)




    im Hintergrund Klammstraße 17 und der eingewölkte Wank




  • Schmiedstraße 10, das Wohnhaus ein Blockbau, traufseitige Mittertenne, eines der ältesten Häuser in Garmisch, 1. Hälfte 17. Jh. laut Denkmalliste



    links Nr. 6 (17./18. Jh.), im Hintergrund der Turm der Neuen Pfarrkirche Sankt Martin sowie wieder mal und nicht zuletzt der Kramer



    Schmiedstr. 7, Haus zum Wurzer, Zierbundgiebel von 1797, die Lüftlmalerei mit den Hll. Martin, Sebastian und Florian wohl aus derselben Zeit.




    Schmiedstraße 2, ehem. Weinhaus, die Lüftlmalerei mit den in das Land Kanaan mit großer Weintraube zurückkehrenden Kundschaftern Josua und Kaleb.


  • Weiter geht es unweit südlich vom Marienplatz in der Bankgasse.




    Bankgasse 9, „Zum Stones“, um 1600, mit erhaltener Renaissancestube im Obergeschoss. Das Gebäude steht seit über 400 Jahren im Familienbesitz der Erbauer und wurde zuletzt 2008/09 saniert.






    Bankgasse 5, Gasthaus goldener Engel, bez. 1736, mit neueren Fassadenmalereien.



    Auch Haus „Zum Winterholler Isi“ genannt (Isi von Isidor), nach dem in Garmisch tätigen Maler aus dem Raum Landsberg/Lech, der das Gebäude 1939 erwarb.




  • Sieht ganz neu aus...




    Alpspitzstraße 1 mit altem Preisdach und neuerer Bemalung




    Kreuzstraße 3, ein weiteres Gebäude mit giebelseitiger Mittertenne, Ende 18. Jh.



    Kreuzstraße 19 (steht z.B. wie einige weitere derartige Häuser in Garmisch nicht unter Denkmalschutz) mit Wank im Hintergrund



  • Kreuzstraße 21, Gästehaus Neuner (nach 1986 wie manch anderes Haus im Zentrum von Garmisch aus dem Denkmalschutz genommen).



    Kreuzstraße nach Osten mit Wank




    Zugspitzstr. 19, Haus zum „Veitlschmied“ (1796 vom Hufschmied Veit Neuner erworben), die Schmiede samt Nebengebäude aus der Mitte des 19. Jh., die Betreiberfamilie setzt unverändert eine etwa 500-jährige Tradition fort. Im Hintergrund mal wieder die Kramerspitz.



    Kreuzstraße nach SW mit Alp- und Zugspitze.