Köln (Galerie)

  • Wie angekündigt, ein aktuelles Beispiel für eine moderne Bedachung eines historischen Gebäudes.


    Die Villa Gustav-Heinemann-Ufer 144 („Villa Oppenheim“, jetzt „Palais Du Rhin“) wurde revitalisiert, ein Architekturwettbewerb ist vorangegangen. Das Ergebnis passt zum diesjährigen Motto des Denkmaltages „Umbrüche in Kunst und Architektur“. Die Rückseite des Gebäudes liegt an der südlichen Rheinpromenade. Die Villa ist in einer (dem Sicherheitstrend gehobenem Wohnens folgend) abgeriegelten Wohnanlage integriert.


    Auch ich hätte mir ein historisches Dach vorstellen können, finde es aber „interessant“ ;) und weit gelungener, als das der „alten Bahndirektion“. Mal schauen, wie es illuminiert aussieht…



    Bilder vom mir, alle Angaben ohne Gewähr!

  • Bei der Bahndirektion ist die Dachstruktur weniger geöffnet und sind die Horizontallinien stärker betont. Kurz, etwas weniger Gestänge.


    Siehe hier und hier.

  • Find Lösung Bahndirektion nicht besonders und nicht besonders reizend. War 14 Tage her da vor den Türen, aber war etwas enttäuscht von dem Eindruck des Staffeldaches. Die Moderne Dachlösungen die fast überall praktiziert werden auf klassischen Gebäuden finde ich nicht passend oder schön. Reichstaggebäude gehört auch dazu und eigentlich auch nicht imponierend, noch abgesehen von leeren Innern das nicht mehr besteht. Und die fette etwas wenig kraftig augende Bundesadler im Innern vermittelt genau die heutige Situation D. mit der unkontrollierte Einwanderung, zugelassen Schmierereihen an Bauten (Grafitti).
    Abgesehen des Domes ist die Stadtmitte Kölns nicht besonders beeindruckend. Die Bauten sehr mittelmässig. Fast von ein Provinzstadt Nivo. Nirgendwo ein wirklich gut durch-entworfen Bau mit schönen Fassaden!! Schaut mal nach Den Haag wo in der Stadtmitte schön und "kräftig" gebaut wird.

  • Kleine Zugabe Köln-Ehrenfeld (Teil1 in den allemeinen Köln-Strang verschoben).


    Folgendes Denkmal aus (Neu-)Ehrenfeld diente in den 20ern als Verwaltungsgebäude („Haflag“), das Klingelbrett umfasst 80 Einheiten. Selten gezeigt, glaube ich…

    Hinteransicht…

    St. Anna, der Turm erinnert mich an St .Bonifatius in Nippes…


    Interessante Variationen der Eingänge in diesem Ensemble…

    Wohnviertel rund um Eichendorffstraße/Ehrenfeldgürtel…




    Interessante Dachgestaltung…



    Bilder von mir, Angaben ohne Gewähr.

  • Weiter geht es mit selten gezeigten Kölner Gebäuden, diesmal eine kleine Auswahl aus Lindenthal.
    Hier gibt es viele Einrichtungen der Universität und repräsentative Wohngebäude.


    Die alte Feuerwache an der Gleueler Straße…



    Die Zahnklinik der Uni an der Kerpener Straße...


    Beim folgenden, etwas skurrilen Gebäude lohnt ein zweiter Blick. Auf der anderen Straßenseite (nächstes Bild) geht es dann „klassisch“ weiter…






    Bilder von mir, alle Angaben ohne Gewähr.

  • Diese Farben sind echt beeindruckend. Auch die Moschee sieht aus wie ein Helm, der innerlich leuchtet.

    Besonders gefallen mir die veschiedenen Gelbvariationen.

  • Das Rheinufer mit diesen modernen Gebäuden, die für mich ein bißchen wie überdimensionale Kräne aussehen, steht heutzutage z. B. bei Fernsehserien und Filmen ikonographisch für Köln, und das im positiven Sinne gemeint. Irgendwie schon traurig, wie könnte man das eigentlich reizvolle Rheinufer schön-urban herrichten, man vergleiche es mal mit der Heidelberger Neckarwiese!

  • Aviller: Tolle Bilder, auch wenn ich Eduard Recht geben muss.

    Diese "Kranhäuser" haben an dem Ort, wo sie heute stehen, nichts zu suchen. Viele Leute sind ja der Meinung, das wäre ja weit ab der Altstadt, und da könne man ja modern bauen. Dem würde ich ja durchaus zustimmen, nur dass das Gebiet des heutigen Rheinauhafens seit der mittelalterlichen Stadtmauererweiterung, die im 13. Jahrhundert vollendet wurde, zwischen der mittelalterlichen Stadt und dem Rhein lag, also keineswegs weit weg von der Altstadt sondern viel mehr direkt davor.


    Auf der Karte von 1571 ist die heutige Halbinsel noch als vorgelagerte Insel zu erkennen:

    Köln 1571 Rheinauhafen klein


    Man sieht also, dass sich der Rheinauhafen im Bereich des Halbrunds der mittelalterlichen Stadt liegt. Für Jahrhunderte wurde die südliche Skyline von Köln durch den Bayenturm (auf Avillers vorletztem Bild links zu erkennen) und die Türme von St. Severin (zwischen den beiden linken Kranhäusern) dominiert. Ende des 19. Jahrhunderts kam dann noch der Turm des Hafenamtes dazu (Auf dem letzten Bild der linke Turm, rechts daneben St. Severin).


    Die Kranhäuser und die massiven Gebäude am Ufer haben jegliche Dimensionen der mittelalterlichen und gründerzeitlichen Stadt gesprengt und sind dort absolut fehl am Platz. Wenn man solche Gebäude tatsächlich errichten will, dann bitte wirklich weit ab von jeder Altstadt!

    Leider werden sie, wie Eduard schreibt, aber mittlerweile tatsächlich häufig als positives Merkmal von Köln gesehen, was eine baldige Korrektur der Situation mehr als unwahrscheinlich macht.