Dresden - die Verkehrsdiskussion

  • Hallo,


    im Rahmen einer Hausarbeit benötige ich einige Informationen über die Verkehrsbrücken über die Elbe.
    Momentan klemmt es etwas bei der Augustusbrücke, die ich, da ihr Standort der älteste Brückenstandort in Dresden ist, als Ausgangspunkt für die Entwicklung der Verkehrswege über die Elbe heranziehen und daher deren Geschichte so genau wie möglich wiedergeben möchte. Ich habe recht viele allgemeine Infos im Netz gefunden, kann aber viele Hinweise nicht genauer verfolgen zumal alleine schon z.B. über die Länge und Breite der Brücke so viele verschiedene Angaben herumschwirren, das ich etwas verwirrt bin. Vielleicht sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht...


    Momentan versuche ich Bilder von der Augustusbrücke zu bekommen, die sie im gesprengten Zustand 1945/46 zeigen. Ich habe in den verschiedenen Bilddatenbanken , die hier im Laufe mancher Diskussionen bereits erwähnt wurden, nachgeschaut, aber nichts finden können.


    Zudem suche ich noch nach einer Quelle, in der ich die Baupläne der verschiedenen Brückenkonstruktionen finden kann, also die Pläne der Brücke von vor 1910 (Pöppelmann) und die der Brücke ab 1910. Muss ich da ins Archiv (und wenn, welches?) oder gibts auch eine Möglichkeit, online da heranzukommen?
    Vielleicht hat ja jemand hier im Formum eine Idee oder einen Hinweis.


    Würde mich über jede Information sehr freuen.


    Danke schonmal und viele Grüße


    murksburger

  • Hast Du geschaut unter
    Orte / D / Dresden / Öffentlicher Profanbau / Verkehrsbau / Brücken, alph. / Augustusbrücke?


    Betreffs Bauplänen und Maßen wüßte ich nichts, das online verfügbar wäre.
    Vielleicht unter http://www.tu-dresden.de/slub/?

  • hallo miwori,


    danke für den erneuten hinweis.
    da hab ich echt den wald vor lauter bäumen nicht gesehen. Soviel in der bilddatenbank herumgesurft und volle lotte dran vorbei.
    Mit bildern bin ich jetzt gut versorgt. Wenn ich jetzt noch die Pläne finde hab ich eigentlich alles zusammen.


    Danke nochmal und viele grüße


    murksburger


    ist übrigens echt ein klasse forum, wenn ich zeit habe werde ich hier mal tiefer einsteigen

  • Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1717578

  • Wie geil, das ganze Viertel wird abgerissen? Damit verschwindet eines der übelsten Plattengehege in Dresdens innerstädtischen Bereichen!

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Außerdem stand heute in der SZ ein kleiner Artikel welcher große Wirkung haben könnte: Der Ortsbeirat Neustadt hat mit 10:4 Stimmen beschlossen die Augustusbrücke generell für den Autoverkehr zu sperren und eine Art Karlsbrücke Prag daraus zu machen. Außerdem soll die Großer Meißner Str. im Bereich des Blockhauses verengt werden, die Abbiegespur zur Augustbrücke soll wegfallen und damit zur Verkehrsberuhigung beitragen. Inwieweit das jetzt realisiert wird,weiß ich nicht. Zumindest scheint rund um den Neustädter Markt in nächster Zeit Bewegung reinzukommen (Abriß Plattenbauten und eben dieses Thema).

  • Im Zuge der Vorbereitungen für die Eröffnung der Waldschlösschenbrücke, werden gegenwärtig viele Straßen Striesens und Blasewitz' den Anforderungen des "modernen Stadtverkehrs" angepasst. So werden, den Denkmalschutz weitgehend ignorierend, nach einem Verkehrskonzept von 1994, Asphalt und Betonpflaster großzügig verbaut. Hauptärgernis der Anwohner scheint allerdings die Beseitigung der alten Straßenlaternen zu sein, die nunmehr durch feuerverzinkte meterhohe Masten ersetzt werden. Dies sollte übrigens schon in der alten DDR geschehen. Damals wehrten sich die Anwohner gegen diese Art der Devisenbeschaffung und errangen in Zeiten der Diktatur einen kleinen Sieg über das Regime. Heute scheinen Ignoranz, ein blinder Fortschrittsglaube und bürokratische Selbstherrlichkeit ähnliches zu verhindern.


    In Dresden-Blasewitz tobt ein Streit über die ''richtige'' Straßenbeleuchtung - DRESDEN FERNSEHEN - Alle Videonachrichten für Dresden! > <b>Dresden</b>

  • Was Diktaturen nicht zu zerstören vermochten, erledigt eine fehlbesetzte und ignorante Stadtplanung Hand in Hand mit der freien Marktwirtschaft. Pfui!

  • Auch wenn ich mich nur höchst selten zur Dresdner Verkehrsplanung äußere, muss ich in Anbetracht der gestrigen Stadtratsentscheidung kurz über die geplante Sanierung der Albertbrücke berichten.


    Die gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wiederaufgebaute Sandsteinbogenbrücke befindet sich in einem bedauernswerten Zustand und hat also nicht umsonst die Zustands-Note 4 erhalten. Das sie überhaupt noch für den Verkehr freigegeben ist, hängt mit der bisher ab September dieses Jahres startenden Komplettsanierung zusammen.
    Da diese jedoch eine 8-monatige Sperrung für den MIV beinhaltete, wurde sie anfänglich vor allem von der FDP abgelehnt. Unterstützung erfuhr die Stadtrats-Truppe von ihrem Kollegen aus dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium, dem "Eierschecken-Sveni". Er bot, ganz Wirtschaftsexperte und verantwortungsvoller Politiker, eine 90-Prozent-Förderung des Vorhabens und damit sagenhafte 4 Millionen Euro mehr als die bisher vom Freistaat zugesagten Gelder an.
    Als nun aber der Stadtrat in seiner letzten Sitzung für die bisherige Sanierungsplanung und damit die 8-monatige Vollsperrung votierte, legte unsere wackere CDU-OBin Widerspruch ein. Gestern nun wurde noch einmal abgestimmt. Der Stadtrat entschied sich für 4 Millionen Euro mehr Fördermittel, mindestens 3,3 Millionen Euro höhere Baukosten, Verzögerungen von mindestens einem Jahr und unkalkuliererbaren Mehrkosten für den ÖPNV. Dieser kann ja leider nicht auf die tolle WSB ausweichen. :kopfwand:


    http://www.sz-online.de/nachri…lbertbruecke-2615559.html

  • Derzeit wird die prognostizierte Belegung der Waldschlösschenbrücke von 45.000 Querungen pro Tag noch lange nicht erreicht. So hat sich nach einer Woche des Betriebs die durchschnittliche Belegung auf 25.000 Querungen am Tag eingependelt.
    Obgleich selbst ich als Brückengegner diesen Zahlen noch keine größere Bedeutung zumessen möchte, darf man auf die weitere Entwicklung, inbesondere die versprochenen Entlastungswirkungen, durchaus gespannt sein.


    http://www.dnn-online.de/dresd…er-700-Mal-aus-3420249055

  • Also eine spürbare Entlastung ist morgens auf der Königsbrücker Straße gen Norden festzustellen. Dafür staut es sich auf der Stauffenbergallee bis zum Horizont. Insofern beweist sich die Georg-Milbradt-Gedächtnisbrücke tatsächlich als unnötige Stadtautobahn.

  • Naja, dass die Königsbrücker entlastet wird, empfinde ich als sehr großen Vorteil! Und da an der Stauffenbergallee, zumindest der westliche Teil, nicht wirklich was rumsteht, wo Leute wohnen, sondern nur ein Museum und eine Kaserne sowie ein Kirche, finde ich dort den Verkehr „besser“ aufgehoben.

  • Es ist auch in der Neustadt ruhiger geworden, da weniger Schleichverkehr. Scheint so als ob diejenigen am meisten von der Brücke profitieren, welche sie weniger wollten und umgekehrt. Das nenne ich mal Ironie der Geschichte. :lachentuerkis:

  • Ich frage mich aber, wie es mit dem westlichen Teil der Stauffenbergalle steht. Der kommt ja von der Autobahnzufahrt. Nur gibts dort noch Kopfsteinpflaster (laut) und die alten Kasernen dort werden ja zu Wohnquartieren umgebaut …

  • Ich gehe davon aus, dass der Westteil der Stauffenbergallee in nicht allzuferner Zukunft erneuert wird. So kann es ja auf Dauer nicht bleiben. Die Kreuzung Königsbrücker ist natürlich problematisch.

  • Was den Kreuzungsbereich anbelangt, schwebt unseren aus der Zeit gefallenen Planern eine stadtverträgliche Zwei-Ebenen-Lösung vor. Eine solche kann, ganz im Geiste der 60'er-Jahre, noch anderen Knotenpunkten drohen. Geld spielt ja bei Neubauvorhaben im Straßenbau keine Rolle.

  • ^ Ehrlich? Das wäre eine Schnapsidee und würde wieder einen Heidengeld kosten, dass woanders besser aufgehoben wäre. Die Kreuzung dort ist mir eigentlich als recht angenehm in Erinnerung, weil dort genug Spuren eh vorhanden sind.