Herzogenaurach (Galerie)

  • Herzogenaurach ist eine mittelfränkische Stadt etwa 10 km westlich von Erlangen. Die Siedlung ging aus einem im 8. Jh. genannten fränkischen Königshof hervor und gehörte längere Zeit zum Hochstift Bamberg. Heute hat die Stadt etwa 22500 Einwohner.
    Bekannt ist Herzogenaurach vor allem als Sitz einiger namhafter Wirtschaftsunternehmen (v.a. Sportartikel).


    Nachfolgend möchte ich das Stadtzentrum von Herzogenaurach näher vorstellen. Die eigenen Aufnahmen stammen vom diesjährigen Frühjahr.



    Die Bahnverbindung nach Erlangen ist im übrigen seit 1984 stillgelegt, so dass die Stadt wie etliche andere mit öffentlichen Verkehrsmitteln heutzutage praktisch nicht mehr erreichbar ist (dafür wird derzeit - nicht nur - in Erlangen exzessiver Lärmschutz mit Mauern, Mauern und nochmals Mauern eingerichtet; das Geld hätte man deutlich sinnvoller für eine Reaktivierung der Strecke Erlangen-Herzogenaurach einsetzen können).


  • Die Hauptstraße zwischen den beiden erhaltenen Tortürmen, eine west-östliche Straßenmarktanlage, Blickrichtung Ost zum Fehnturm.



    Hauptstraße mit Türmersturm, Torturm des ehem. Oberen Tors, Kern von 1386. Wie der Fehnturm ein Rest der ersten, inneren Stadtbefestigung.





    Steggasse 15, Anfang 19. Jh.



    Hauptstr. 55, im Kern 16. Jh.



    Türmersturm



  • Südseite der Hauptstraße, rechts die Nr. 39



    Nordseite Hauptstraße mit den Nr. 28 und 26




    Hauptstraße Blickrichtung W zum Türmersturm



    ....und Gegenrichtung zum Fehnturm



    Der Fehnturm, Torturm des ehem. Unteren Tors, im Kern 13. Jh.



    Zwischen Hauptstraße und Marktplatz das Alte Rathaus, 1781 über spätmittelalterlicher Grundlage von 1407(d) aufgestockt, 1939/41 zum fachwerksichtigen Satteldachbau verändert (davor Walmdach).




  • Am Fehnturm ein relativ gut erhaltener Ackerbürgerhof aus dem 16. und 17. Jh. (Hauptstr. 21)





    Hauptstraße mit Fehnturm, rechts Nr. 23 aus dem 18. Jh.



    Bebauung am Kiliansplatz zwischen Fehnturm und Pfarrkirche



    Kiliansplatz mit kath. Pfarrkirche, rechts angeschnitten Hauptstr. 10





    Fortsetzung folgt...


  • Südseite der Hauptstraße vom Fehnturm nach Osten gesehen, rechts Nr. 15



    Gegenrichtung



    rechts Hauptstr. 4




    Hauptstr. 3 aus dem 17 Jh., Rest einer Ladenfront mit Gusseisen spätes 19. Jh.



    Ehem. Spital von 1509 und Pfarrhaus (bez. 1843), dahinter die Pfarrkirche

  • Marienkapelle am Kirchenplatz nordöstlich der Pfarrkirche, jetziger Bau weitgehend um 1400 mit romanischen Resten, Doppelkapelle, ehem. Karner, jetzt Kriegergedächtnisstätte



    Obere Kapelle



    Untergeschoss


  • Kirchenplatz, Nordseite:



    Engelgasse 10 / Kirchenplatz 9, ehem. Seelhaus, wohl das älteste Haus im Städtchen, dendro. dat. 1457/58 (früher hieß es: um 1500).




    Südlich der Kirche das ehem. Pfründehaus oder Spital, bez. 1509:


  • Eine recht ungewöhnliche gotische Pfarrkirche mit einschiffigem breitem Langhaus und älterem Chor, Holztonne und Dachreiterturm.
    Chor 1311(d), Langhaus 1341 (d)











    Die Pfarrkirche lag außerhalb des ersten Mauerrings, hatte dafür aber ihre eigene Kirchhofbefestigung. Erst im Zuge einer erweiterten Stadtbefestigung wurde die Kirche, wie das ebenfalls nördlich von Hauptstraße und Marktplatz liegende Schloss, Mitte des 15. Jh. in die Ummauerung einbezogen.


    Fortsetzung folgt...

  • Danke Markus fur diese schönen Bilder.


    Ich war in Herzogenaurach in 2002. Eigentlich wollten wir Wanderschuhe kaufen. Die Stadt war ein wunderbarer Bonus dazu. Kennen überhaupt Leute diese kleine Perle? :blumen:

  • Hübsche Orte gibt es im Fränkischen doch noch erfreulich viele, auch weniger bekannte wie Ebern oder Mürsbach etc. Sind Iphofen und Dettelbach bereits von der Lkr. Kitzingen-Liste gestrichen?


    Die Erweiterung des Schlosses um zwei Flügel auf 4 folgt sogleich.



    Hl. Nepomuk vor und ein besetztes Storchennest auf dem eher unscheinbaren barocken Schloss



    Marktplatz mit Schloss. Das barocke Schloss, das den Amtmännern des Bamberger Fürstbistums als Residenz diente, wurde 1720 als Zweiflügelanlage errichtet. Der Südflügel im Kern noch mittelalterlich, dendro. dat. 1417/29.



    1967 wurde nordwestlich das Herzogenauracher Rathaus angebaut, so dass ehem. Schloss und Rathaus jetzt eine Vierflügelanlage um einen Innenhof bilden.



    links Marktplatz 7 von 1907



    und zum Ausklang die Südseite des Marktplatzes mit dem Alten Rathaus:



    Soweit einige Eindrücke aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach. Das Zentrum fand ich im Anbetracht der doch auch schon beträchtlich angewachsenen Stadt recht gemütlich und ruhig. Hauptstraße, Marktplatz, die beiden Tortürme, Fachwerkgebäude und die Kirche sind auf jeden Fall einen Besuch in Herzogenaurach wert.

  • Danke, "Zeno".
    Die Stadt macht einen für Franken ziemlich gepflegten und aufgeräumten Eindruck. Auch die Neubauten passen sich recht gut in das Stadtbild ein. Einige strukturelle Probleme scheint die Stadt dennoch zu haben (partielle Leerstände von Läden). Auch scheint es dort sehr ruhig zu sein. Menschen sehe ich kaum auf den Bildern. Aber womöglich sind diese auch um 6 Uhr morgens geschossen worden.