Dresdner Hof- und Staatsbauten

  • Habe letztes Jahr mal etwas gefotoschoppt.

    Hoffen wir, dass es so im Marmorsaal dermaleinst wieder werden wird:


    © SLUB/Deutsche Fotohek Dresden. Montage: Resurrectus

    Wie schon an anderer Stelle gesagt, Träumen ist zur Zeit in diesem Land noch gestattet.

  • Du, Mattielli:

    Man arbeitet bereits mit Hochdruck an der Reko des Fehling-Gemäldes.

    Also der Traum ist sehr real.


    Warum bist du so dermaßen negativ? Hattest du eine so schlimme Kindheit gehabt???

    Also ich schon - aber so negativ wie du bin ich dann doch nicht.....

  • Ohje, was ist denn an dieser Stelle eines einzelnen schlimme Kindheit der Rede wert? Reißt euch zusammen, Leute! Wo ist Matiellis Träumen denn negativ? Wenn über Realitäten (hier: den Stand der Bildentwicklung am Fehling-Gemälde) eben wenig bekannt gemacht wird, wie soll man es dann statt Träumen nennen? Passender Mutmaßen... ? Hier ein konkretes Photoshopping meinerseits. Mich hat es auch interessiert, wie das aussehen müsste...

    Aber die Verantwortlichen haben Profis für solche Montagen. Und auch Profis für barocke Gemälderekonstruktionen, wie wir seit den Paradegemächern wissen. Die Einzelfotos sind in der SLUB/Deutsche Fotothek Dresden, die Montage ist copyright von mir: 3Hasenfenster

  • Absolut grandios!!

    Sag, hättest du das für mich noch in einer hohen Auflösung??

    Das würde mich sehr freuen.

    Gerne über PN


    Mattielli träumt nicht. Er kritisiert nur alles und macht alles grundlos schlecht - das behagt mir nicht.

    Am MS wird seit 2 Jahren gearbeitet, da geht es um ganz konkrete Sachen.

  • Ich weiß, was fehlt:

    Die eklige "Dynamo"-Schmiererei an der Kaimauer unterhalb des ehem. Hotel Bellevue.

    Passte von der Neustädter Seite aus ganz "großartig" zur Oper!

  • Jipp, stimmt. Aber war der Schriftzug nicht weiter rechts?

    Aber keine Sorge, ein neuer ist schon an den sanierten Brückengeländern der Augustusbrücke aufgetaucht. :(

  • Der Zwinger Hof ist mittlerweile zu 60 Prozent umgegraben. Ich dachte das erfolgt Abschnittsweise.

    Bald ist da nix mehr zum aufgraben aber auch nix zum betreten. Das Stück vorm wallpavillion ist nun auch schon frei.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Goldene Ergänzungen am Schauspielhaus in den letzten Wochen. Das SIB als Bauherr macht also wieder einen gestalterischen Schritt zurück zum alten Prunk des Königlichen Schauspielhauses...*


    März 2022:





    um 2016:



    vor 2006:

    Schauspielhaus_dresden.jpg


    2002:

    Schauspielhaus Dresden â•fi Revitalisierung und Ausbau der  Tragkonstruktionen des Bühnendaches



    nach 2016:


    Wenn das Dresdner Staatsschauspiel am Samstag die Premiere von „Othello“ feiert, dann ist vieles neu


    nach dem Wiederaufbau 1948:


    Wiederaufbau Schauspielhaus Dresden + neuer Saal 1947


    1945:

    Zeichnung 1946


    vor 1918:


    Alte Ansichtskarte: AK Dresden, Königl. Schauspielhaus in der Ostra-Allee, Straßenbahn



    * Und auch am Schauspielhaus - einer Immobilie im Besitz des Freistaates - finden wir wieder den für Dresden typischen Kulturhäuser-Kampf; vergleichbar mit der Residenzschloss-Immobilie.


    Während das SIB den alten monarchistischen Protz wieder auferstehen lässt, begegnen die woken Nutzer der Immobilie solch konservativ-verstocktem Gestaltungsgestus: am Schauspielhaus schon länger durch mutigen gestalterischen Widerspruch in zitronenfalter. Und als Steigerung zur Beschriftung aus 2006 seit ein paar Jahren auch als multiredundante Banner-Werbung.


    Sicher gelingt es auf diese Art und Weise, die Besucherzahlen zu steigern. Wenn´s nur einmal dran steht, übersieht der eine oder andere doch sonst, was der Schuppen bietet. Und gestalterische Shoppingcenter-Zitate vermitteln natürlich die unverbrüchliche Solidarität der die Bühne bespielenden Kulturschaffer*innen mit ALLEN Besuchenden. So bekundet man heute Egalité, Liberté und die Bereitschaft die Schwellenangst bildungsferner Schichten zu verringern.

    Danke dafür.

  • Falls hier jemand vom SIB mitliest:

    Vielen Dank für eure Mühen und euren Kampf zur Bewahrung und Wiederherstellung von historischen Bauwerken in Sachsen.

  • Die Gemäldegalerie Alte Meister ist um ein weiteres Bild reicher. Das Gemälde "Ein Alter umarmt die Magd im Stall" aus dem Jahr 1649 stammt von David Teniers dem Jüngeren. Es war 1945 gestohlen worden und tauchte bei einem Kunsthändler in Neapel wieder auf. Da der Händler wusste, dass es sich um Diebesgut handelte, konnte die Kulturgutschutzabteilung der italienischen Polizei tätig werden und das Bild nach Dresden zurückbringen. Gestern wurde es feierlich in Anwesenheit des italienischen Botschafters der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Dresdner Sammlung verfügt nun wieder über 25 von ursprünglich 30 Werken des flämischen Meisters. Der wiedergewonnene Teniers soll zunächst für drei Monate in der Gemäldegalerie zu sehen sein und dann in die Restaurierungswerkstatt kommen.


    Fernsehbericht im "MDR Sachsenspiegel" vom 17. März 2022 (wohl nur eine Woche verfügbar)


    Pressemitteilung der SKD


    Als Zugabe noch eine Entdeckung, die ich en passant in der flämischen Abteilung der Gemäldegalerie Alte Meister gemacht habe.


    Anthonis van Dyck, Trunkener Silen, um 1619/20, Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister


    Das Bild ist derzeit ausgestellt. Ein herrliches Frühwerk van Dycks, gemalt im Alter von etwa 20 Jahren!

  • Dresden: Zwingerhof-Sanierung: Überraschende Funde am Kronentor | Sächsische.de (saechsische.de)


    Hat evtl. jemand hier Zugriff und kann etwas zur Wegeführung vermelden?
    Schon Danke im Voraus.

    Ich zitiere:


    "Die Archäologen hatten zuerst vor der Bogengalerie J mit dem Porzellanpavillon gegraben. Dort hatten sie Fundamente des alten Reithauses und Reste der Zwingergrotte aus dem 17. Jahrhundert freigelegt. Nachdem diese Grabungen abgeschlossen waren, hatten sie vor der Bogengalerie K, die sich bis zum Wallpavillon erstreckt, verschiedene Pflanzgruben gefunden, die zwischen 1709 und 1718 entstanden sind. "Damit haben wir weitere Teile von Pöppelmanns Garten nachweisen können", sagte Grabungsleiter Hartmut Olbrich."


    "In dem Zuge wurden im Untergrund unter dem Kronentor auch gut erhaltene Reste der alten Festungsmauer aus der Mitte des 16. Jahrhundert freigelegt, auf denen das Kronentor teilweise steht. Allerdings gab es daneben auch über 300 Jahre alte Fundamente, die abgerutscht waren."


    "Bei den Arbeiten stießen die Bauleute auch auf drei alte Sandstein-Bodenplatten aus der Bauzeit des Kronentors zwischen 1713 und 1715. "Das war eine große Überraschung", sagt Zwingerbaumeister Beger. Sie liegen 40 Zentimeter tiefer als der bisherige Durchgang.


    Nach dem historischen Vorbild soll der neue Durchgang – auch mit diesen drei alten Pöppelmann-Steinen – angelegt werden. Das würde der Ebene des Zwingerhofs entsprechen. Die Treppen zu den benachbarten Langgalerien werden um jeweils zwei untere Stufen ergänzt. Der neue Durchgang kann aber erst in einem Jahr geöffnet werden."


    "Der Hof soll eine dunkelbraune wassergebundene Decke erhalten. Der bisherige rötliche Farbton stammt von der letzten großen Hofsanierung unter Zwingerbaumeister Hubert Ermisch zwischen 1924 und 1936. Der genaue Farbton wird derzeit noch mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Geändert wurde der bisherige Plan für die Hauptwege. Aufgrund der starken Belastung im Zwinger mit bis zu drei Millionen Besuchern im Jahr waren Platten aus Sandstein geplant. "Doch der hat die Eigenschaft nachzudunkeln und würde sich so zu stark von den anderen Flächen abheben", erklärt Thäle. Also ist jetzt ein Belag aus beschichtetem Asphalt geplant. In englischen Gartenanlagen oder auch vor der Freitreppe des Potsdamer Schlosses Sanssouci wurde dieser Wegebelag schon eingesetzt, verweist er auf einige Beispiele. Direkt vor der Gemäldegalerie sind bereits Musterflächen angelegt."

  • Nach dem historischen Vorbild soll der neue Durchgang – auch mit diesen drei alten Pöppelmann-Steinen – angelegt werden. Das würde der Ebene des Zwingerhofs entsprechen. Die Treppen zu den benachbarten Langgalerien werden um jeweils zwei untere Stufen ergänzt. Der neue Durchgang kann aber erst in einem Jahr geöffnet werden."

    Weiß jemand, ob das Design/Muster der zentralen Grünflächen geändert wird? Wird ein komplexeres Design als in diesen Plänen entwickelt?

    https://www.wga.hu/support/plans/p/poppelma/zwinger.html

  • Eine dunkelbraune Decke...und nun doch Asphaltwege? Es wurden Beispiele genannt, aber weiß jemand ein genaues Beispiel? Der Verweis auf englische Gärten hilft mir nicht und ich erinnere mich nicht wo Asphalt an der Treppenanlage von Sanssouci Verwendung findet.