Dresdner Hof- und Staatsbauten - Zwinger

  • Umfasst dies auch die Deckenmalerei?

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Muss es eigentlich.

    Man ist in Dresden ja jetzt wahrlich eingeübt.


    Und da es im Marmorsaal nur Fehling war, müsste man das erst recht gut schaffen......:thumbup:

  • Ich habe auch mal ein wenig durch die Ausschreibung gestöbert.


    Die Deckengestaltung ist ausdrücklich erwähnt. Zwar nicht Teil der Planungsausschreibung, sondern wie ich es lese, eine eigenenständige Rekonstruktionsleistung.


    Auch die Wiederherstellung des Fußbodens ist erwähnt. Die Findung der richtigen Materialien wird als Herausforderung beschrieben.


    Am schönsten ist folgende Passage:


    Heutige gestalterische Vorstellungen haben sich dem Finden der originalen Gliederungen, Profile und Maßlichkeiten und der Ausstattung des Raumes mit den ursprünglichen Materilien, Vergoldungen und Malereien unterzuordnen.


    Das man dass überhaupt erwähnen muss. :augenrollen:


    Als Gesamtfertigstellung wird das 3. Quartal 2024 angegeben. Ich hoffe das umfasst auch den Bau!?


    Wenn das mal keine schöne Nachricht ist. Hoffen wir das in den kommenden Jahren auch die Prioritäten hier so bleiben.


    Und nochmal ganz vielen Dank an BautzenFan für die tollen Einsichten und Erläuterungen in den verschiedenen Strängen hier.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Der SIB hat eine Ausschreibung für Objektplanungsleistungen veröffentlicht

    Ach, wärst Du so lieb und könntest Du bitte mal den Link einstellen, damit man den vollständigen Text lesen kann?

    Würde mich sehr interessieren.


    Danke!

    Gruß R.

  • Resurrectus


    Hier ist der Link:

    Klick


    PS: Der Link führt zur Download-Seite. Die interessanten Informationen findet man in der Anlage Projektbeschreibung (unter der Download-Gruppe: "Unterlagen, die beim Bieter bleiben".

  • Vielen Dank!

    Ach schade die beigefügten Bilder, Pläne und der Stand zur Bauforschung usw. war nicht frei downzuloaden.

    Der hätte mal interessiert.


    Spannend!

  • Wieder mal ein Artikel zur Sanierung des Zwingerhofes.

    Das ganze soll demnach 2021 bis 2023 über die Bühne gehen.


    Vorher archäologische Grabungen.

    Der Text erläutert, dass man viele unterschiedliche Gestaltungsvarianten archäologisch nachweisen konnte und kann.

    Allerdings scheint mir nach wie vor die bis heute bestehende 1920-er Gestaltungs-Variante (umgesetzt nach Kupferstich aus der Pöppelmannschen Zwinger-"Präsentationsmappe") vorher nicht bestanden zu haben.

    Die früheren barocken und späteren andersartigen Gestaltungen entsprachen meines Wissens (entsprechend einer Info des Arch. Landesamtes vom vorletzten Jahr) NIE dem Kupferstich Pöppelmanns.


    https://www.sueddeutsche.de/ku…20090101-200727-99-934667

  • Kanzleihaus. 1999 rekonstruiert mit Mitteln überwiegend vom Freistaat und der Kath. Kirche.

    Heute einmal alles neu bitte.


    Beim Bau hieß es:

    " Die äußere Gestalt des Neubaus soll sich streng am Vorbild orientieren, auch im Innern sollen die ursprünglichen Raumstrukturen wiederentstehen. Schließlich ginge es nicht nur um die Wiederherstellung eines äußeren Bildes, sondern um ein Maximum an historischer Authentizität, so Landeskonservator Dr. Gerhard Glaser."


    Heute muss man offensichtlich komplett umstrukturieren, weil es so nicht nutzbar war.


    DNN schreibt:



    Nachhaltiges Bauen sieht für mich anders aus.

  • Ich bin gerade total entsetzt über die Vernichtung des großartigen Renaissance-Saales.


    Auch wenn er materialiter nicht historisch war: Musste das sein?

  • Vermutlich nicht. Aber so kann man besser sehen... Von jedem Platz.


    Und war doch eh nur Reko-Retro-Kitsch.

    Katholische Kirche ist modern!

  • Vielleicht sollte mal jemand in dieser Sache mal bei der Landesdenkmalpflege nachhaken?


    Das lässt das Schlimmste für die NM-Rekos befürchten......


    Ich bin entsetzt.

  • Weiß eigentlich irgendjemand was aus den Bestrebungen, den Wettinobelisken zu rekonstruieren, geworden ist? Vor Jahren wollte sich ja mal eine Ärztin dafür einsetzen. Erfolgreich war sie ja offenbar leider nicht, aber woran lag das?

    Es wäre wirklich sehr schade, wenn diese Narbe niemals verheilen wird.

  • Weiß eigentlich irgendjemand was aus den Bestrebungen, den Wettinobelisken zu rekonstruieren, geworden ist? Vor Jahren wollte sich ja mal eine Ärztin dafür einsetzen. Erfolgreich war sie ja offenbar leider nicht, aber woran lag das?

    Es wäre wirklich sehr schade, wenn diese Narbe niemals verheilen wird.

    Ich denke, die Frage erübrigt sich in der gegenwärtigen politischen Lage.

    In dieser Zeit ist es viel wichtiger, z.B. auf dem Neumarkt gegen den Willen der Mehrheit der "Bevölkerung" 3 alte Busse hochkant aufzustellen und das Ganze dann als "Kunst" zu bezeichnen.

  • Mattielli

    Das Ärgerliche an dem Unsinn, den du hier verbreitest, ist, dass Leute, die Sachsen und Dresden nicht kennen, den Quatsch glauben. Also muss ich mal aufzählen: Es gibt in Dresden einen Wettiner Platz, außerdem Marienbrücke, Augustusbrücke, Carolabrücke, Albertbrücke, Johannstadt, Antonstadt, Albertinum, Johanneum und und und. Neustädter Markt, Theaterplatz, Schlossplatz und Neumarkt werden von Denkmälern wettinischer Herrscher geziert. Es gibt den Fürstenzug an der Augustusstraße. Es gibt eine Fürstengalerie im Residenzschloss und unzählige Erinnerungsstücke an die sächsischen Herrscher in etlichen Museen. Man wird kaum ein Land in Europa finden, dass ein entspannteres Verhältnis zur Geschichte seiner Dynastie hat als Sachsen.


    2018 gab es im Schloss Pillnitz eine liebevoll gemachte Ausstellung zur Abdankung des letzten sächsischen Königs. Markgraf Otto der Reiche steht auf dem Freiberger Obermarkt. Der Augustusplatz in Leipzig ist nach Friedrich August dem Gerechten benannt. Ein Teil des Neubaus der Leipziger Universität wurde wieder nach ihm benannt (Neues Augusteum). Das Hauptgebäude der Leipziger Universitätsbibliothek ist die Albertina. Den Hotelneubau auf dem Burgplatz ziert eine Skulptur Georgs des Bärtigen von 2018/19 usw.


    Die drei alten Busse waren eine temporäre Kunstaktion, die zu einer Zeit stattfand, als ein Teil des Neumarktes noch von einer Baustelleneinrichtung belegt war. Seit der Platz vollkommen baustellenfrei ist, stehen auf dem Neumarkt nur noch Luther, Friedrich August II. und ein Zugang zur Tiefgarage.


    Eine Rekonstruktion des Wettin-Obelisken würde dem Stadtbild kaum Nutzen bringen. Ich finde die Lösung mit dem markierten Standort in der Sophienstraße gut.

  • Hmmm.... Also ich finde den Wettinobelisken auch toll und man sollte aus städtebaulichen und Stadtreparatur-Gründen vielleicht echt mal drüber nachdenken (das im Krieg eingeschmolzene Richter-Denkmal auf der Terrasse wurde vor Jahren ja auch rekonstruiert....).


    Im Gegensatz zu dem sonst üblichen Gründerzeit-Denkmal-Gerümpel war der Obelisk sehr schön, prägnant und qualitätvoll (mit barockem Touch) gearbeitet... Findet übrigens auch niemand Geringeres als Prof. Heinrich Magirius im 3. Band der Schloss-Monographie.....


    Fragt doch mal bei der GHND an. Das Gebiet gehört zur Altstadt ... :biggrin: