Dresdner Hof- und Staatsbauten - Zwinger

  • Servus,

    erbse - hm - um die Bilder machen zu können, braucht es eine Fotogenehmigung und da bin ich ganz froh, wie gut das in Sachsen gelaufen ist. In Potsdam hat dies erstmal nicht geklappt. In Frauenstein lief es hingegen auch sehr unkompliziert. Die Idee mit dem verkaufen ist erstmal nicht schlecht, funktioniert aber in diesem Falle nicht, da dieses Rechteproblem der Eigentümer da ist. Panoramafreiheit gilt da nicht. Man muss aber auch sehen, dass die Einrichtungen von der Sache her erstmal ihre Euros für ihre Zwecke brauchen. Wo ich ganz gern verkauft hätte, wäre in Potsdam gewesen, aber da hat keiner in irgendeiner Weise angebissen - weder die virtuellen noch die fotografierten - obwohl - doch - einer wollte für nen Stadtplan ein hochauflösendes Bild der Stadt von oben um 1850 für - ja - ah - ich hab es wieder! = 200-300 €... pffffff???!!! Schwamm drüber!


    Was natürlich so ein Ding ist: Wikipedia.... da wird ein Zeugs verlinkt...pfff Wo wir beim alten Markt in Potsdam verlinken wollten, hieß es wir sind zu kommerziell...??? Und was sind die Seiten, die da genannt werden? - z.B. beim Dresdner Neumarkt - die sind sehr wohl kommerziell und die Inhalte völlig veraltet und mehr als Schnee von vorgestern: Neumarkt aktuelle Panoramaansichten in Virtualcity Dresden; Virtuelles Stadtmodell Neumarkt (Dresden). Beim alten Markt in Potsdam sind es zwar wirklich keine kommerziellen Seiten, aber die verlinkten Panos sind völlig veraltet und eine Vorstellung des Marktes um 1850 gibt es auch nirgendwo.
    Beim Zwinger wäre ja nun so ein Link zu Arstempano nicht schlecht.... ebenso wie am Neumarkt oder der Burgruine Frauenstein. Wie kommt man den in diese Linklisten bei Wikipedia, ohne als kommerziell gleich wieder rauszufliegen? Weder die Schlösser und Gärten, noch das Silbermannmuseum Frauenstein oder Foto Marburg schätzten Arstempano als vordergründig "kommerziell" ein. Da verlinkt zu sein, würde schon helfen, das Hochladen von interessanten Inhalten zu beschleunigen! Vom Zwinger liegen noch so einige Fotos auf der Platte, die dann in Fotohotspots oder Infokarten eingebunden werden müssen. Da ich das derzeit alles in meiner knappen Freizeit mache, dauert es alles.

    So, zum Schluss noch ein Bild vom Zwinger, weil es so schön ist:



    Blick von der Langgalerie auf Kronentor und Zwingergraben

  • erbse
    Ich glaub dh hab wo gelesen, dass es weniger die reinen Materialien als die nunmehr viel reinere Luft ist, die das Aufkommen von Kupferpatinierung verhindert.
    Mich stört es jedenfalls schon etwas, dass viele grüne Turmzwiebel meiner Kindheit so öde bräunlich daherkömmen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • gut, da hat man auch mit Öfen geheizt, aber die Bevölkerungsdichten waren ja noch gering.


    Wobei die Bevölkerrungsdichte in den Städten doch um einiges höher war als heute...die Städte waren ja in vorindustriellen Zeiten kaum größer als 1-2 km².
    Wo heute vielleicht noch 2.000 Menschen lebten lebten damals auf der gleichen Fläche 20.000 (jetzt mal als fiktives Beispiel)
    In toto wird die lokale Luftverschmutzung aber doch deutlich geringer gewesen sein, geringer als heute und geringer als um die Jahrhundertwende ohnehin...und ja da hat Erbse recht, grüne Kuperdächer gabs damals auch schon.

  • ür den neuen Bauticker von Oktober mit Bildern der wichtigsten Innenstadtbaustellen auf Arstempano entstanden auch einige schöne Aufnahmen, die nicht immer zwingend etwas mit Baumaßnahmen zu tun haben, die aber einfach schön sind und die ich hier nicht vorenthalten möchte.


    Gruß Andreas



    Schlossturm mit Brücke zur Hofkirche



    Fassade der Hofkirche in der Abendsonne



    Verfugungsarbeiten am Zwinger



    Ostfügel Sempergalerie vor dem Abschluss der Arbeiten

  • Der erste Abschnitt der Sanierung der Sempergalerie konnte nunmehr abgeschlossen werden. Damit steht der Osttrakt des Bauwerks zeitnah wieder für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung. Die weiteren Sanierungsmaßnahmen sollen bis 2017 abgeschlossen werden. Das Baubudget beträgt insgesamt rund 47 Millionen Euro.


    Die DNN berichten:


    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…mpergalerie-abgeschlossen

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Die Sanierung des Wallpavillons scheint in einem Maße vorangeschritten zu sein, dass man nun das Obergeschoss von seinen Gerüsten befreien konnte. Dennoch bleibt viel zu tun.



    Blick vom Glockenspiel- zum Wallpavillon.



    Am Erdgeschoss wird noch immer gearbeitet.



    Insbesondere die Attikafiguren wurden gesichert und Reparaturen an der Dachhaut vorgenommen.



    Der Giebel zeigt sich in seiner ganzen Pracht.



    Am Sockel des Bauwerks finden hingegen noch Entkernungsarbeiten statt.


    Bilder sind von mir.

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Sehr informative Fotos, vielen Dank.
    Auch auf die Gefahr hin, als Klugscheißer zu gelten, möchte ich trotzdem darauf hinweisen, dass sich Attika ohne "c" schreibt.

  • :peinlich: Uups!


    Keine Sorge; ich bin es gewohnt, auf vergessene I-, Ü-, Ä- und Ö-Punkte hingewiesen zu werden. :biggrin:

    Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe

  • Ab morgen öffnet die Galerie Alte Meister den sanierten Flügel für die Öffentlichkeit.


    Dem aufmerksamen Besucher und all jene, die den Vorzustand kennen, wird auffallen, dass sich einiges geändert hat - ob zum Guten oder schlechten bleibt jedem selbst überlassen, zu urteilen. Meine Meinung dazu ist: wir sind in Dresden, wenn was gut werden soll, dann muss man die Stadt wechseln. *Achtung: ZYNISMUS-Alarm


    Link zur Homepage SKD: Interrimsausstellung im neuen Flügel


    Punkt 1: ab sofort gibts ie erste U-Bahn Station in Dresden - wir nennen sie "Alte Meister" - der Verbindungsgang zwischen Altkassenbereich und Südostflügel ist meiner Meinung zu klein geraten, zu dunkel, zu grau und für Menschen die an die 2m Größe ranreichen kanns gefährlich für die Kopfpartie werden. Und da wir in Dresden sind, muss unbedingt der Fußboden aus Sandstein bestehen - jeder kann sich im kleinen Schlosshof ansehen, wie das bei Besucherverkehr später aussehen wird.


    Punkt 2: da bespannt man alle Wände aufwändig (haha) mit neuen grauen (!!!) Stoffbahnen und noch vor der Öffnung hat die schöne neue graue Welt rotbraune Flecken DNN-Artikel


    Punkt 3: im restaurierten Flügel wurde ein (neues !!!) Treppenhaus eingebaut - markant daran: unhistorisch bis zur Farbgestaltung der Geländer (helles Holz). Quadratisch, praktisch, gut war auch hier die Devise - mich würd nicht wundern, wenns auf Kulka zurückgehen würde - Architekt ist mir aber nicht bekannt. Nicht zu erwähnen ist die Breite, oder vielmehr "Schmäle" dieses Kunstwerks moderner Architekten - ich schätze es auf 1,50m - jedenfalls sehr gut geeignet als einziger Zugang/Abgang zu den Stockwerken, wenn die Bude voller Touristen ist - und das wird sie sein.


    Punkt 4: um barrierefreien Zugang zu gewärleisten, wurde natürlich begrüßenswerterweise ein Aufzug eingebaut. Naja, wenn man bei der Nutzung schnell noch abnimmt oder Rollstuhl oder Rollator umbaut, ist er sehr gut. Die Fahrstuhlöffnung nach aussen ist nähmlich knappe 10cm breiter, als die Öffnung zum Galerieinneren.


    Punkt 5: die große Halle der (ehemaligen) Rüstkammer musste natürlich vorerst an die Gemälde angepasst werden und wurde gestrichen - mein Vermieter hätte dazu gesagt: die Kaution behalt ich... Die vorhandenen Aufhängungen stehen unter Denkmalschutz und wurden aufwändig behalten und gleich mit gestrichen, schade nur, dass sie abknickten, als die Bilder ran sollten - jetzt hat man Stahlrohre dafür eingetauscht. Und da ja so glatter Boden bei Lichteinfall reflektiert und die Besucher ja potenzielle Kläger sind, falls sie ausrutschen sollten, hat man den gesamten Fußboden in der Halle gefräst und aufgeraut.


    Punkt 6: aus gleichem Grund hat man das mit dem Parkett in den Ausstellungsräumen der oberen Stockwerke gemacht - vielleicht auch um den Besucher an Ort und Stelle zu fesseln - man "klebt" förmlich drauf fest


    Punkt 7: aussen isses echt schön geworden - erneuerte Rustika, Schadstellenbeseitigung, neue Kupferbeschläge und frisch gepflastert - derzeit ist der Anblick der Theaterplatzseite noch ohne Laternen und Beleuchtungsmasten zu genießen - ein, wie ich finde, sehr angenehmer Anblick


    Auf der Homepage und dem angegeben Link weiter oben, kann man einige aufgeführte Punkte schon ansehen oder erahnen. Ab morgen darf sich natürlich jeder selber einen Überblick verschaffen. Seid herzlich eingeladen.

  • Bilderbuch berichtete in einem sehr interessanten Beitrag vom 28.05.2014 über das Vorhaben, im Zwingerhof entsprechend der historischen Gestaltung (diese bis etwa 1879/80 existent) wieder Orangenbäume aufzustellen. Zur gedanklichen Anbindung hier noch einmal der Link zum betreffenden Post von Bilderbuch: Klick


    Zwischenzeitlich wurde das Vorhaben als offizielles Spendenprojekt des Freundeskreises Schlösserland-Sachsen auserkoren, hier vorgestellt in einem kurzen Video des Freundeskreises (ab etwa 0:20 sieht man eine anschauliche Visualisierung der geplanten Aufstellung): Klick


    Der nachfolgende Link zeigt eine historische Aufnahme des Zwingerhofes, aufgenommen um 1863 (aus der Sammlung Hermann Krone): Klick


    Weitere (und vor allem aktuelle) Informationen zum Projekt finden sich auf der HP des Freundeskreises):


    Quote from Freundeskreis

    Im Rahmen des Patentreffens wurde der 19. Mai 2017 offiziell als Einzugstermin für die Orangenbäume in den Dresdner Zwinger bekannt gegeben. [Anm.: gemäß Stand von 2014 – siehe gepostete Zitate von bilderbuch – war noch von 2016 als Beginn der Aufstellung die Rede]. […]


    Abgesehen von Pflege und Bewirtschaftung bedarf es der Anfertigung spezieller Kübel für die Orangenbäume. Diese werden nach historischem Vorbild (runde Kübel in derFarbgebung weiß-blau) gestaltet und sind somit von entsprechend hochwertiger Qualität gekennzeichnet.

    Hier der Link zur HP (etwas nach unten scrollen erscheint erscheint ein Lage-Schema der bereits an Paten vergebenen Bäumchen): Klick

  • Ja, alles schön und gut mit diesem an sich gut gemeintem Projekt (was - äh - war nochmal das Gegenteil von gut?...)


    Aber irgendwie hat noch keiner mal bemerkt, dass diese "Bäumchen" mit ca. 3,5 m Höhe definitiv viel zu hoch sind.
    Ergo von der Gesamtarchitektur des Zwingerhofes dürfte ab nächstem Jahr während der Sommermonate rein gar nichts mehr zu sehen sein. Find ich 'n bissel schade.....


    Edited once, last by Oktavian ().

  • Dafür gibt es ganz neue Perspektiven.
    Die meisten Fotos entstehen eh von den oberen Terassen aus und da stören die Bäume nicht.
    Außerdem werden die Bäume nur im Sommer dort sein. Also hat man letzendlich auch noch die Möglichkeit Bilder ohne Bäume zu machen.


    Ich finds gut.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Ne... versteh mich bitte nicht falsch: Es ist im Prinzip eine supertolle Idee, weil sie dem Zwinger eine wichtige geschichtliche Dimension wieder zurückgibt... Man hätte sich die Umsetzung halt nur etwas besser überlegen müssen... Na mal sehn wie's wird....

  • Ich frage mich schon lange, warum die Fensterrahmen des Zwingers grün lackiert sind. Erinnert mich an Alufenster der 90er :P
    Gibt's irgendwelche historische Befunde, die das erklären können?

    Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. - Friedrich Schiller -

  • Hm, sieht für mich eher nach einer Mischung von Blau und Grau aus

    Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens. - Friedrich Schiller -