• Schlechte Nachrichten aus Bad Tölz. Zwei historische Gebäude in der Wilhelmstraße werden abgerissen und durch fünf Neubauten ersetzt. Die Entscheidung im Bauausschuss endete 7:6 pro Neubauten.


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    Das wird das Gesicht des Badeteils ändern. Darum ging es aber eher am Rande. Denn: Baurecht ist gegeben, wie Stadtbaumeister Hannes Strunz, Bauamtsleiter Christian Fürstberger und allen voran Bürgermeister Josef Janker betonten. Es handelt sich um ein Mischgebiet mit vielerlei Nutzungen.


    Warum sollte die Bellvita GmbH, hinter der die Hoefter-Familie steht, also nicht Wohngebäude errichten? Zumal die Gebäude von der Baumasse nicht über den Bestand hinausgehen würden. Strunz kann sich sogar vorstellen, dass sich die städtebauliche Situation verbessert, weil es an der Wilhelmstraße „keinen durchgehenden Riegel“ mehr gibt, sondern „Durchblicke ins Grüne“, sprich das Parkgelände des Alpamares.


    Strunz erläuterte auch, dass das - ziemlich verbaute - Haus Otto seit zehn Jahren leer stehe und die Bausubstanz schlecht sei. Das gelte auch für die Villa Fiori (ehemals Hotel Hiedl).


    http://www.merkur-online.de/lo…n-abgerissen-3023916.html

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

    Edited once, last by Löbenichter ().

  • Eine bemerkenswerte Meldung gibt es aus Bad Tölz: Dort soll das 1901 vom bekannten historistischen Architekten Gabriel von Seidl (u.a. Bayerisches Nationalmuseum & Künstlerhaus am Lenbachplatz in München) errichtete Landhaus Roeckl rekonstruiert werden, welches 1960 abgerissen wurde. :applaus:


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    In dem Haus wohnte die Familie Roeckl. Nach dem Krieg, so berichtet der heutige Hausherr, war es mit Flüchtlingen voll belegt. Um 1960 war es „verwohnt“ und vom Zustand her so marode, dass es abgerissen wurde. Ein Denkmalschutzgesetz, so beantwortete Stadtbaumeister Hannes Strunz eine Frage im jüngsten Bauausschuss, gab es damals noch nicht. 55 Jahre später will Franz Roeckl das Landhaus nach alten Skizzen und Plänen, die im Stadtarchiv liegen, wieder „originalgetreu aufbauen“.
    Wenn alle Genehmigungen vorliegen, soll im nächsten Jahr gebaut werden, sagt Bauherr Franz Roeckl. Im Bauausschuss am Dienstag wurde der Vorbescheid unisono begrüßt und befürwortet. Nun liegt der Antrag im Landratsamt, das über das Vorhaben im Außenbereich befinden muss.


    http://www.merkur.de/lokales/b…er-aufgebaut-5534308.html

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


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    Das denkmalgeschützte Kursanatorium Dr. Fruth ist ein Beispiel für Tourismus-Architektur der 1920er Jahre. Der Eigentümer will es abreißen. Das Gebäude an der Höckhstraße könnte abgerissen werden, wenn der Neubau historisierend wird.

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/mue…us-alt-mach-alt-1.3216950


    Auch das gibt es, ja. Dieses Beispiel kann und soll meinerseits jedoch keinesfalls als Kritik an historisierendem Bauen und Rekonstruktionen verstanden werden, sondern grundsätzlich an der leichtfertigen Zerstörung unzähliger, traditionalistischer denkmalgeschützter oder stadtbildprägender Gebäude wie sie vor allem für moderne und modernistischer Bauten fielen und fallen.

  • Sehe ich das richtig, dass wenn man die halbrunden Balkone rechts und links im ersten OG betreten möchte,
    man durch das Fenster klettern muss?


    Hat da etwa bei der Sanierung jemand aus Türen Fenster gemacht?

  • http://www.merkur.de/bilder/20…7512062-hoekhstr-PMMG.jpg



    Auf mich wirkt es nicht wie Fensterbrüstungen, sondern geschlossenen Türelemente auf Brüstungshöhe, was mit Abstand zum Gebäude wie Fenster wirken soll (!) - ein Gestaltungselement. Die Austritte mit Geländer machen bei einem Sanatorium ja durchaus Sinn und wären im Falle einer Beseitigung der Türen im Zuge einer früheren Sanierung (?) unlängst beseitigt worden.

  • Gut, auf dieser Perspektive kann man ungefähr erkennen, dass das Fenster (die Tür) im Gegensatz zur restlichen Wand etwas nach innen versetzt ist.
    Problematisch ist nur, dass sowohl die Wand als auch die vermeintliche Tür weiß gestrichen sind.


    Allerdings sieht man auf diesem Bild auch noch besser die Halterung des Balkons.
    Sieht gefährlich aus. Vielleicht hat der TÜV bei der Sanierung doch gemeckert?
    Auch das Geländer sieht für mich durch die Dünne eher instabil als fest aus.
    (Ich glaube, dass wer in einem Sanatorium wohnt, nicht gerade wieder ein schmerzliches Ereignis haben möchte.)


    Vielleicht wurden nach den Beschwerden des TÜV die Türen zu Fenstern umgebaut und die Balkone als Gestaltungselement erhalten, damit die Wand nicht so trostlos aussieht.


    Dennoch ist eine Tür wahrscheinlicher.

  • Für das unter Ensembleschutz stehende Altstadtviertel "Im Gries" sind Aufwertungsmassnahmen wie bspw. bessere Beleuchtung, neuer Belag etc. geplant.


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    Die Neugestaltung im Gries findet Ernst zufolge im Zuge des "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes" (ISEK) für Bad Tölz statt, das im Februar im Stadtrat vorgestellt wird. Der künftige Stadtbaumeister nannte als Verbesserungsmaßnahmen unter anderem ein barrierearmes Pflaster, eine klar definierte Ableitung von Niederschlagswasser wie Regen und Schnee, neu angeordnete Parkplätze, moderne Stadtmöbel wie etwa Fahrradständer oder Ruhebänke, eine bessere Beleuchtung, optimierte Straßenübergänge. Auch ein Tempolimit soll geprüft werden. Das Planungsgebiet umfasst die Zone zwischen Fischergasse, Am Bach, Krankenhausstraße, Konradgasse, Am Graben, Botengasse und Frauenfreithof.


    Neuer Glanz für ein altes Viertel



    Mit der Rekonstruktion des Landhauses Roeckl wurde 2016 begonnen, im unteren Link sieht man Fotos der Baufortschritte. Inzwischen müsste die Reko beendet sein, jedoch findet man seither keine Medienberichte mehr oder Fotos des Baus. Weiss jemand wie es inzwischen dort aussieht?


    Landhausvilla Roeckl - Gut Oberhof

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.