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Recklinghausen

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    • Über die Projekte wird in der Leserdiskussion ja heftig gestritten. Wobei zu bemerken ist, dass sich die Moderne-Anhänger kulturell weit überlegen dünken, ihre "Argumente" aber auf ganz dünnem Eis stehen.

      Zitate der Moderne-Freunde:
      Es war schon immer des Germanen Innerstes, dass man Angst hat vor Neuem.

      (Tolles, fast schon "rassistisch" zu nennendes Vorurteil.)

      Ich fände es sogar sehr toll, wenn dieses Gebäude weiter in die Höhe gezogen wird.


      Bei dem Museumsneubau handelt es sich nicht um einen durchschnittlichen Entwurf, sondern um konsequent umgesetzten Stil.(...) In meinem Wohnumfeld wäre es mir lieber gewesen, wenn für die neuen Einfamilienhäuser in meiner privaten Nachbarschaft nicht alle schwarze Keramikdachpfannen und rot-münsteraner Fassadenklinker ausgewählt hätten. Mir wäre in meinem privaten Wohngebiet eine mediterrane ockerfarbene Wand mit freundlichen naturroten Dachziegeln auch lieber gewesen oder gar eine Bauhausarchitektur wie im Viertel nahe der Sternwarte. Über Geschmack lässt sich streiten. Ich bin mir sicher, dass dieses architektonische Meisterwerk (in meinen Augen) mehr Leute in die Altstadt ziehen wird als ein angepasstes beliebiges Fachwerkhaus!


      Es ist völlig egal, welches Projekt. Viele Recklinghäuser haben (so habe ich den Eindruck) einfach grundsätzlich etwas dagegen, wenn hier etwas neues gebaut werden soll. (...) Das Palais Vest ist - zumindest - architektonisch eines der Besten, wenn nicht sogar das Beste Gebäude im gesamten Kreis Recklinghausen! Es ist groß, es ist schön, es ist stilvoll, es ist niveauvoll, es ist geschmackvoll und verleiht der Stadt einen leichten Großstadt-Flair!


      Höher, Bauhaus, Großstadtflair... Und das offenbar mitten in der halbwegs erhaltenen Altstadt. Da scheint jede Sensibilität für harmonische Ensemble in der Kernzelle der Stadt abhanden gekommen zu sein. :kopfschuetteln:
    • Recklinghausen hat schon so viel an historischer Bausubstanz verloren, ich erinnere noch gern an die Gegend des Löhrhofes, dass allmählich ein Aufwachen angesagt wäre, aber wohl leider vergeblich. Mir blutet das Herz beim Anblick dieses Bunkers, der mich sehr an die Bischofsburg eines Tebartz van Elst erinnert (der selbe Architekt??), zumal dieses Ecke meinen täglichen Schulweg zum Freiher-vom-Stein-Gymnasium säumte. Natürlich habe ich damals davon noch nicht so sehr bewusst Notiz genommen :cool:
    • Neubau Museum für polnische Kunst / Ende für Karstadt

      Ravensberger wrote:

      (...) So soll der Neubau, der ausgerechnet in einem bislang noch weitgehend unberührten Altstadtbereich gebaut werden soll, aussehen:

      recklinghaeuser-zeitung.de/sta…rgestellt;art1000,1378903


      Das Museum ist mittlerweile eröffnet und sieht genauso schrecklich aus wie auf der Visualisierung.

      Hier ein Bild: derwesten.de/img/incoming/crop…96-w552-h740/99526065.jpg

      Und der dazugehörige Bericht: derwesten.de/kultur/museum-fue…eroeffnet-id11775007.html

      Zur Wahl des Fassadenmaterials, kommt der Bauherr mit dieser seltendämlichen Begründung um die Ecke:



      Ruhr Nachrichten wrote:

      (...) Warum blau? "Weil ich Schalke-Fan bin", sagt Kunstliebhaber Werner Jerke.(...)


      Ein weiteres Thema, ist das Ende des Karstadt-Kaufhauses in Recklinghausen. Am Samstag wird der Laden für immer geschlossen.




      radio vest wrote:

      (...) Was mit dem Gebäude passiert, ist noch unklar.

      Laut einem Wikipedia-Artikel steht das Haus wohl unter Denkmalschutz. Was aber bekanntlich rein gar nichts zu bedeuten hat. Es wird sicher nicht leicht, für ein solch großes Gebäude eine neue Nutzung zu finden. In der Nachbarschaft wurde ja kürzlich das Einkaufzentrum "Palais Vest" eröffnet. Daher wird sicher kein neues Kaufhaus in der Immobilie eröffnet. - Man darf gespannt sein.
    • Das seit 2016 leer stehende alte Karstadt-Gebäude im Zentrum der Recklinghäuser Innenstadt wird bald umfassend umgebaut und revitalisiert. Dabei soll der historische Kernbau (Baujahr 1930, historisches Foto) wieder deutlicher zur Geltung kommen und die hässlichen Anbauten aus den 70ern teilweise abgerissen bzw. mit gefälligeren Fassaden ausgestattet werden.
      Weitere Infos hier und hier.

      Zudem ein kleiner Bildervergleich:
      Perspektive Marktplatz heute 1, heute 2 versus zukünftig 1, zukünftig 2
      Perspektive Schaumburgstraße heute versus zukünftig

      Außerdem noch ein Video:


      Mir gefallen die Umbaupläne insgesamt sehr gut, die architektonische Qualität des Marktplatzes wird sich deutlich verbessern. Zudem wird der historische Kernbau wieder deutlicher zur Geltung kommen. :applaus:
      .
    • Und wieder verschwindet ein Stück Altbausubstanz in der Recklinghäuser Innenstadt. Vier angeblich völlig marode und nicht mehr sanierungsfähige Häuser am Holzmarkt (Bild) sollen abgerissen und an ihrer Stelle ein oder mehrere Neubauten entstehen, angeblich in altstadttauglicher Hülle. Ich bleibe skeptisch.

      Dazu: Bericht der Recklinghäuser Zeitung (mit Zahlschranke, gleichwohl wenig Erhellendes in dem Artikel)
    • Wow... was ist nur los momentan? Vor einigen Jahren wäre sowas noch undenkbar gewesen, jetzt sind wir wieder mitten in den 60ern - und wundern uns in 20 Jahren wieder über uns selber. Traurig das Ganze.
      Ist der Beschluss schon endgültig? Der Artikel steckt hinter einer Bezahlschranke.
      Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
      Karl Kraus (1874-1936)
    • Ja, das ist leider endgültig, im Rathaus hat man den Abriss durchgewunken. Wie gesagt, solche Abrisse haben in Recklinghausen leider Tradition. So wurde 2011 dieses wunderschöne Bürgerhaus (Baujahr 1782!) in der Breiten Straße abgerissen und durch diesen Neubau in einfallsloser Investoren-Architektur ersetzt. Nur die als "rechtspopulistisch" verschriene lokale Partei UBP hat damals massiven Widerstand gegen den Abriss geleistet, leider aussichtslos gegen das Kartell in Rathaus. Auch die lokale Presse setzte die Legende in die Welt, dass das alte Bürgerhaus nicht mehr sanierbar sei.
      Jetzt wiederholt sich das ganze Drama am Holzmarkt, und die dortigen vier Neubauten werden wohl ähnliche "Juwelen" werden. :kopfwand:
    • Booni wrote:

      jetzt sind wir wieder mitten in den 60ern - und wundern uns in 20 Jahren wieder über uns selber.
      Nein, wir wundern uns über uns selber keinesfalls. Jedenfalls fühle ich mich nicht davon angesprochen. Das ist die Logik eines auf Wachstum und Profitmaximierung ausgerichteten Wirtschaftssystems (zu viel Politik? Dann Beitrag löschen), dem von der Politik mal mehr oder mal weniger Barrieren in den Weg gelegt werden. Sind die politischen Entscheider eher progressiv, global, ökonomisch ausgerichtet, winken sie solche Abrisse durch, sind sie eher geschichtsbewusst, heimatverbunden, idealistisch, dann werden sie versuchen, solche zu verhindern. Es sind Entscheidungen, die danach fallen, in welche Richtung das geistige Pendel schwingt. Mit "uns" hat das allenfalls als Kollektiv "aller hier lebenden" zu tun, die deswegen keinen Volksaufstand machen, weil sie sich mehr für die Urlaubsplanung oder die Fußball-WM interessieren. Mit "wir" im Sinne einer bewussten Bürgerschaft hat das aber nichts zu tun. Somit fühle ich mich gegenüber diesem Vorwurf/dieser Prognose nicht angesprochen.
    • Nachdem in den Beiträgen zuvor über die geplanten Abrisse an der Nordseite des Holzmarkes berichtet wurde, möchte ich nun kurz auf die Geschichte der Südseite hinweisen:

      1.
      Ursprünglicher Zustand: Bild
      2.
      Die Bebauung der Südseite weicht in den 70ern weitgehend einem zeittypischen Kaufhausklotz, in diesem Falle C&A. Das schöne Eckhaus bleibt noch einige Jahre aufgrund eines "renitenten" Buchhändlers erhalten. Es entsteht eine skurrile Raumsituation: Bild
      3.
      Das Eckhaus musste inzwischen weichen, der C&A-Klotz dominiert nun breitschultrig den Holzmarkt: Bild
      4.
      Heutiger Zustand: C&A ist inzwischen umgezogen, es erfolgte ein Umbau für Büros und die Stadtbücherei. Ein erdrückender und scheußlicher Klotz ist das Gebäude aber immer noch: Bild

      Ein Paradebeispiel für Altstadt-Ruinierung in Vergangenheit und Gegenwart. :daumenunten:
    • Da kann man wirklich verzweifeln. Gerade Recklinghausen hat noch einiges zu bieten und könnte mit den richtigen Maßnahmen viel attraktiver werden. Zumindest habe ich das immer gehofft. Wie es aussieht, arbeitet man aber eher daran, die Stadt immer belangloser zu machen. - Während man in anderen Städten, besonders im "Osten", saniert und rekonstruiert, wird in den "alten Ländern" weiter munter abgerissen und die Fehler der Vergangenheit wiederholt. - VIER Häuser werden durch EINEN Neubau ersetzt. Das kann doch nie im Leben altstadtgerecht werden.
    • Zwischenstand: Die Altstadthäuser am Holzmarkt (siehe Beiträge oben) sind weiterhin akut vom Abriss bedroht, nur die als "rechtspopulistisch" verschriene Lokalpartei UBP kämpft vehement für den Erhalt der Häuser.
      >> Bericht der Recklinghäuser Zeitung (mit Zahlschranke)

      Die Geschichte wiederholt sich. Vor ein paar Jahren hat der Stadtrat den Abriss dieses schönen Barockhauses beschlossen, auch damals war die UBP die einzige Partei, die sich für dessen Erhalt einsetzte. Der Nachfolgebau ist eine banale Kiste, eine unerträgliche Altstadtbeleidigung. :kopfwand: