Sanierungsbedürftige Schlösser und Gutshäuser auf dem Gebiet der ehem. DDR


  • Aus den Berichten des MDR ist mir noch nicht ganz klar, wie die Stiftung aufgebaut sein soll und welche Schlösser dazugehören werden. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass die Kulturverwaltungsstrukturen in beiden Ländern unterschiedlich sind. Von Thüringer Seite wurde vorgeschlagen, die neue Stiftung als Holding auf die bestehenden Strukturen draufzusetzen.

    Wie das am Ende aussehen soll, wissen wir auch selber noch nicht so richtig. In Thüringen selbst ist die Situation ja hochkomplex. Das Altenburger Residenzschloss ist zum Beispiel im alleinigen Besitz der Stadt.

  • Es macht richtig Spaß über die Jahre zuzusehen, wie die "Gutshausretter" ein Herrenhaus nach dem anderen retten und dazu auch noch immer mehr Nachahmer finden! Wenn es noch mehr solcher Leute gäbe, müssten wir uns um unsere Kulturlandschaften zukünftig weniger den Kopf zerberchen müssen:





    :applaus: und :blumen:

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Passt sehr gut dazu (wenn auch glaublich nicht auf dem gebiet der ehemaligen DDR mehr), aber es einfach wunderschön zu sehen, wenn Menschen sich um das Kulturgut unserer Vorfahren kümmern und es wiederbeleben!


    Unbedingt zuerst ansehen I. Teil:



    II. Teil und ein Jahr später:


    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Die Stadt Golßen plant in den kommenden Jahren das sanierungsbedürftige Herrenhaus zu einem Seniorenzentrum umzubauen.

    Besonders erfreulich ist, dass auch der dazugehörige Park in die Planungen einbezogen wird.

    Es bleibt zu hoffen, dass das Gebäude nicht mit einem modernistischen Anbau entstellt wird...

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  • Ein weiteres Anwesen soll in den kommenden Jahren aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.

    Es handelt sich um das Schloss Pfaffroda im Erzgebirgskreis ca. 45 km südöstlich von Chemnitz.


    Die Nachfahren der Alteigentümer haben das Anwesen bereits vor einiger Zeit gekauft und mittlerweile einen

    umfangreichen Entwicklungsplan erarbeitet.

    Bis 2022 sollen 8,5 Millionen Euro investiert werden. Neben der Nutzung für private Zwecke soll auch die Bereits gegründete

    Forstakademie Pfaffroda für private Waldbesitzer ins Schloss einziehen.

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  • Für das verfallene Schloss Pötenitz in Nordwest-Mecklenburg (unweit der Lübecker Bucht) gibt es mal wieder große Pläne eines Investors.

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    Mann kann nur hoffen, dass die einige Jahre alten Pläne für ein Hotel- und Kongresszentrum nicht wieder aus der Schublade geholt werden.

    In diesem Entwurf sieht das Schloss aus wie Fremdkörper.

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    Die Aussage des Projektentwicklers klingt für´s Erste vielversprechend:


    Erklärtes Ziel der Geschäftsführer Fred Muhsal und Tom Martens: „ein denkmalverträglicher Städtebau, der sich näher an den historischen Gegebenheiten orientiert als die Planungen bisheriger Vorhabenträger am Standort Pötenitz.“

    Auf der Website des Projektentwicklers sind einige aktuelle und bereits umgesetzte Projekte vorgestellt.

    Bei den bisherigen Projekten gibt es eine relativ breite Streuung.

    Von gruselig (Hafenresidenz Waren, Schwedenschanze Stralsund - würden sich beide sehr gut in die Promenade von Lloret de Mar einfügen) bis sehr gelungen (Weinbergschloss Waren) ist alles dabei.