München - Kriegs- und Nachkriegsverluste (Galerie)

  • Frauenplatz 9

    Hab gerade mal im Buch Das Bürgerhaus in München von Karl Erdmannsdorfer geblättert, Frauenplatz 9 war ja das Wohnhaus von Johann Michael Fischer (1736 gekauft). In dem Buch steht auf Seite 85: "Im letzten Krieg wurde das mehrfach veränderte Haus bis auf die beiden unteren Geschosse zerstört."

  • Blick vom Rathausturm auf die Frauenkirche 1946.


    Vor dem Eingang der Frauenkirche das was von Frauenplatz 9 übrig war. Vom einstigen Reichen Almosenhaus rechts davon war noch ein wenig mehr da.


    Ein Link zur Historie des Nürnberger Bratwurst-Glöckl


    Zum Wiederaufbau 1948 findet sich dort folgendes:
    „Nach der Währungsreform im Oktober 1948 begannen Dr. Eduard und Käthe Staub mit dem Wiederaufbau, doch trotz größter finanzieller Anstrengungen ließ sich das Haus nicht in seiner vorherigen Größe errichten. Es wurde jetzt ein Stockwerk kleiner, dafür legten die Wirtsleute mehr Wert auf die Innenausstattung und konnten fast detailgenau den ursprünglichen Charakter der Gasträume rekonstruieren.“

  • Jenseits der Frauenkirche geht es weiter.


    Mal wieder ein Vergleich München 1887 – 1904 – 1940 und aktuell.



    Die Löwengrube nördlich der Frauenkirche:

    Löwengrube (1887)



    Löwengrube 15-20 (Aufnahme von 1904)



    Bildarchiv Foto Marburg


    Heute:




    Hätte wie so vieles andere einiges an Potential zur Aufhübschung. Aber wie fast immer, wenn dann wird es höchstens schlimmer...

  • Das ehem. Palais Morawitzky (Löwengrube 7), ein weiterer Kriegsverlust, den genauen Standort auf der Nordseite des Straßenzuges zwischen Frauenkirche und Maxburg konnte ich nicht heraus finden.



    Bildarchiv Foto Marburg


    Aus der nachfolgenden Aufnahme von 1911 wird ersichtlich, wo das Palais Morawitzky gestanden hat.


    Löwengrube 7, das Palais Morawitzky und die Nr. 6, Cafe Ceres, eines der ersten Vegetarischen Restaurants in München(bestand bis zur Zerstörung im 2. WK).
    Links am Eck die Karmeliterstr. 2, siehe München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    Im Vordergrund die Abbrucharbeiten am Augustinerstock. Anstatt der Klostergebäude entstand der weitläufige Komplex der neuen Polizeidirektion München, die von der Weinstraße hierher umzog.


    Löwengrube Ecke Karmeliterstraße heute.


    Dieses Bankgebäude wegreißen zu dürfen und stattdessen wieder ein wenig vom großartigen alten München auferstehen zu lassen, in diesem Fall Karmeliterstr. 2, Palais Morawitzky und die Karmeliten-Apotheke, würde mir allergrößte Freude bereiten. Wäre auch ein klein wenig Wiedergutmachung für die westlich benachbarten Verunstaltungen in Form der sich bis zum Lenbachplatz ausbreitenden Murxburg (Neue Maxburg) oder dem Karstadtbunker. Noch einige paar Dutzend solcher Projekte und die Münchner Altstadt würde ihrem Namen wieder ansatzweise gerecht werden. Alles selbstverständlich völlig illusorisch...

  • Wie schon mal einige Beiträge zurück angedeutet, würden mich diese beiden Aufnahmen aus dem Bildindex interessieren. Welche Gebäude sind hier zu sehen, erkennt sie jemand?


    http://www.bildindex.de/bilder/mi02286d13a.jpg


    http://www.bildindex.de/bilder/mi02286e02a.jpg

    Servus Markus, ein bissl kann ich dir helfen :-)


    Das erste Foto, ich erlaube es mir mal hier einzubetten -



    (Bildarchiv Marburg)


    zeigt das Haus Theatinerstraße 31 auf der Ostseite, das 3. Haus hinter der Viscardigasse. Diese Aufnahme kannte ich noch gar nicht, das ist eine ältere Aufnahme, auf der das schlichte Haus links neben Nr. 31 noch steht, es wurde später durch ein Gründerzeitkaufhaus mit großen Glasvitrinen ersetzt. Ich hätte noch 2 andere Fotos von der Nr. 31, nur leider darf ich die hier nicht einstellen aufgrund von Copyright...
    Die Theatinerstraße war eine, wenn nicht die schönste Straße in München, vor allem die Westseite. Es reihte sich eine wundervolle Rokokofassade an die andere (z.B. Mielichhaus, Palais Piosasque de Non, Innenministerium etc.) und auch die wenigen gründerzeitlichen Bauten waren beeindruckend (der gigantische neubarocke Palast der Hypobank mit dem riesigen Atlanten auf dem Dach!). Es gab sogar ein Jugendstilhaus, welches wundersamerweise auch heute noch steht (auf der Ostseite).


    Das Haus auf dem anderen Foto (mi02286e02a.jpg) kann ich im Moment nicht genau lokalisieren, doch nehme ich stark an, dass es in der Kaufingerstraße sein muss; die Porzellanmanufaktur Nymphenburg, deren Schild man auf dem Foto erkennen kann, hatte lange Zeit in der Kaufingerstraße 9 (das Haus östlich vom Palais Lamberg mit dem schönen Stiegenhaus mit den Putten, von dem es einige schöne Fotos von Pettendorfer gibt) eine Verkaufsniederlassung. Allerdings kann man auf dem Foto neben dem Portal (sogar zweimal) die Nummer 21 lesen... von daher bin ich mir natürlich nicht sicher. Aber ich werd's herausfinden :-)


    Vielen Dank für die eingestellten Fotos von der Löwengrube! Sind die ersten zwei aus den Büchern vom Pettendorfer oder aus dem von Grässl? Ich bin grad nicht zuhause und kann nicht nachschauen, aber ich bin neugierig :-)

  • Servus, Leonhard


    Danke für die Theatinerstr. 31. Bei der anderen Aufnahme bin ich ebenso gespannt, dachte auch an die Kaufingerstraße, bin aber nicht fündig geworden. Sollte jedenfalls herauszufinden sein.


    Pettendorfer und Grässl habe ich bisher wie einige andere Bücher noch überhaupt nicht berücksichtigt, letzteres sagt mir erst mal gar nichts.


    Die Aufnahme von 1887 von der Löwengrube findet sich in München im 19. Jahrhundert, die von 1904 ist aus dem Buch Die Münchner Straßennamen.

  • Theatinerstraße 11


    Der im letzten Beitrag von Leonhard angesprochene "neubarocke Palast der Hypobank mit dem riesigen Atlanten auf dem Dach" soll als nächstes hier vorgestellt werden.


    Theatinerstraße 11
    1896-98 vom Berliner Architekten Emil Schmidt erbaut (wie auch das westlich zur Kardinal-Faulhaber-Straße gelegene, erhaltene Bankgebäude) für die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank an stelle von 4 geschichtsträchtigen Bürgerhäusern (u.a. Cotta- und Künstlerhaus). Im Innenhof gab es einen von Palmen umrahmten Springbrunnen.


    1944/45 wurde das Gebäude insbesondere bei 3 Luftangriffen(wie auch das Palais Piosasque de Non zwei Häuser weiter nördlich) weitgehend dem Erdboden gleichgemacht (unbeschädigt blieben nur die Tresorräume...).


    Heute:Der Neubau erfolgte 1949-51.



    Der Vor-Vorgänger, das sog. Cottahaus, welches 1896 für den Hypobank-Neubau weggerissen wurde (links angeschnitten das Mielich-Haus). Im sog. Künstlerhaus am rechten Bildrand wohnten u.a. Hans Krumper, Johann Ulrich Loth sowie Johann Karl Loth.

  • Theatinerstraße



    Palais Piosasque de Non


    Palais Piosasque de Non in der Theatinerstraße 16, erbaut im Jahre 1726 von François de Cuvilliés (es wurde hier zwar schon erwähnt, aber noch nicht gezeigt). Zerstört im 2. Weltkrieg.




    Anstelle des prachtvollen Palais findet sich heute dies:





    Theatinerstraße um 1925


    Links der Nachfolger des ehem. Palais Tattenbach oder Arco, welches 1908/10 einem Geschäftshausneubau weichen musste. Wie man sieht, sind da die Baulinien zurückgenommen worden (dafür durfte ein Stockwerk drauf gesetzt werden)



    Das Palais Tattenbach, später Arco, um 1905 (Ecke Theatiner-, Maffeistraße)



    Bisher keine Aufnahme konnte ich zum Palais Berchem mit dem Kühbogen finden. Muss auch eine sehr reizvolle Ecke gewesen sein mit dem Durchschlupf in die Salvatorstraße.



    Die Theatinerstraße war sicherlich eine Zeit lang der schönste Straßenzug Münchens. Von den prächtigen Palais blieb mit Ausnahme des Palais Preysing kein einziges erhalten. Rekonstruiert / wiederaufgebaut wurde von den einstmals wertvollsten Gebäuden wie auch anderenorts im Altstadtbereich Münchens nichts, wieso auch...



    Abschließend noch eine Luftaufnahme von 1898:


    Vorne rechts hebt sich der Neubau der Hypobank ab, sich durchziehend bis zur Kardinal-Faulhaber-Straße. Vorne mittig das ein paar Jährchen zuvor fertig gestellte Hotel Englischer Hof, zwei Häuser weiter nach rechts wohl das Palais Wahl. Links vorne wird noch eifrig am Rathausneubau gewerkelt.

  • Nachdem hier ein Inhaltsverzeichnis eigentlich zwingend nötig wäre, sinnvollerweise im 1. Beitrag, nach über 200 Beiträgen mal wieder der Versuch zumindest ein wenig den Überblick zu behalten.


    Eine Übersicht über die ersten etwa 100 Beiträge in diesem Strang findet sich hier:
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    Die letzten etwa 100 Beiträge:


    104
    Oberanger, Lodererbräu
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    105
    Unterer Anger 20
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    106
    Oberanger 53
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    110
    Oberanger 3
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    112
    Herzog-Max-Burg
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    113
    Josephspitalstraße 8, Herzog-Wilhelm-Straße 11, Josephspital
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    114
    Rosenstraße, Roseneck
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    122
    Rosenapotheke (kein Kriegsverlust)
    Marienplatz, Südseite
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    124
    Marienplatz, Südseite
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    126
    Roseneck
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    128
    Färbergraben, Ecke Altheimer Eck, Hirschhaus
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    129
    Altheimer Eck 4
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    130
    Altheimer Eck 3-9 (kein Kriegsverlust)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    133
    Sendlinger Straße 7, Sterneck, Ecke Dultstraße
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    134
    Sendliner Straße 18, ehem. 70/71
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    135
    Sendlinger Straße 36-40, ehem. 37
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    136 / 137
    Tal, Ecke Maderbräustraße, Meteck (kein Kriegsverlust, 1939 abgebrochen)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    138
    Dienerstraße, Hotel Englischer Hof
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    139
    Weinstraße, Alte Polizeidirektion
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    140
    Alter Hof, Nordflügel
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    141
    Platzl, Am Kosttor
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    142
    Arcostraße, Ecke Barer Straße
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    143
    Friedrichstraße 9 und 11
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    144
    Augustenstraße 47
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    145
    Römerstraße 30
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    146
    Zieblandstraße 16
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    147
    Stiglmaierplatz
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    148 / 149
    Türkenstraße 5, Kaimsaal / Tonhalle
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    151
    Lenbachplatz, Synagoge (1938 zerstört) und Künstlerhaus (kein Kriegsverlust)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    155
    Sankt Bonifaz
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    158
    Stadtmauer mit dem Herzog-Maxburg-Brunnhaus und dem Karlstor-Brunnhaus sowie Synagoge (kein Kriegsverlust)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    160 / 161
    Residenzstraße 2, Palais Törring-Jettenbach
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    165
    Schellingstraße 83-93, Fürstenhäuser
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    167
    Brienner Str. 34 (ehem. 45), Palais Barlow (Braunes Haus)
    Königsplatz mit Führerbau und Braunem Haus
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    168
    Brienner Straße 15, ehem. Palais Degenfeld, Päpstliche Nuntiatur
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    169
    Karolinenplatz 3, Palais Asbeck-Lotzbeck, jetzt Amerika-Haus
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    170
    Brienner Straße 29, ehem. 13, Wohnhaus von Ziebland
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    171
    Rumfordstraße, Ecke Reichenbachstraße
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    173
    Theresienstraße 34, Ebenböck-Haus
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    174
    Theatinerstraße 16, Palais Piosasque de Non
    Theatinerstraße 19, Palais Kuen-Belassy
    Weinstraße 10 (kein Kriegsverlust, abgebrochen 1910)
    Kaufingerstraße 15, Kaffeehaus Schimon (kein Kriegsverlust, abgebrochen 1898)
    Ledererstraße 2 (kein Kriegsverlust, abgebrochen 1897)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    175
    Residenzstraße 21, Palais Lerchenfeld
    Marienplatz 4 (kein Kriegsverlust, abgebrochen 1899)
    Salvatorstraße 20, Palais Waldkirch
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    176
    Theatinerstraße 6, Palais Tattenbach (kein Kriegsverlust, abgebrochen 1899 oder um 1908?)
    Residenzstraße 2, Palais Törring-Jettenbach, Treppenhaus
    Rindermarkt 20, heute 16, 17
    Kaufingerstraße 10, Palais Lamberg
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    177
    Kardinal-Faulhaber-Straße, Palais Porcia, Kleiner Saal
    Marienplatz, Cafe Perzel (heute Kaufhaus Beck)
    Rosental 15, Höchl-Haus (kein Kriegsverlust, abgebrochen 1909)
    Sendlinger Straße 33
    Herzogspitalstraße, Nordseite
    Marienplatz nach Südosten
    Altes Rathaus, südlicher Anbau
    Marienplatz, Luftbild
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    184
    Marienplatz, Südseite
    Marienplatz, Hotel Peterhof
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    186
    Burgstraße
    Burgstraße 12, heute 6, Kreittmayr-Haus (kein Kriegsverlust, 1909 abgebrochen)
    Burgstraße 8, Cuvillieshaus (kein Kriegsverlust)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    187
    Hauptbahnhof
    Armeemuseum (jetzt Staatskanzlei)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    196
    Frauenplatz 9, Bratwurst-Glöckl
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    198
    Frauenplatz 10, ehem. Reiches Almosenhaus
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    199
    Salvatorstraße 20, Palais Waldkirch
    Salvatorstraße 5, Gasthaus zum Kühbogen
    Salvatorstraße und Salvatorkirche (kein Kriegsverlust)
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    203
    Blick vom Rathausturm auf die Frauenkirche 1946
    Frauenplatz 9, Bratwurst-Glöckl
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    204
    Löwengrube
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    205
    Löwengrube 6, Palais Morawitzky
    Löwengrube 7, Cafe Ceres
    Karmeliterstraße 2
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    206
    Theatinerstraße 31
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    208
    Theatinerstraße 11, Bayr. Hypotheken- und Wechsel-Bank
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste


    209
    Theatinerstraße 16, Palais Piosasque de Non
    Theatinerstraße
    Theatinerstraße, Palais Tattenbach (kein Kriegsverlust, abgebrochen um 1908)
    Luftaufnahme Kreuzviertel
    München - Kriegs- und Nachkriegsverluste



    Habe vor, demnächst daraus mal ein Inhaltsverzeichnis, getrennt nach Altstadt und außerhalb und alphabetisch nach Straßen zu erstellen...

  • Lieber Markus, erstmal herzlichen Dank für die vielen Bilder, Erläuterungen und das Inhaltsverzeichnis, das ist eine große Mühe, die du dir da machst!

    Das Buch "Die Münchner Straßennamen" von Dollinger ist eines der wenigen, die ich noch nicht hab, muss ich mir mal zulegen :-)


    Georg Pettendorfer war der wichtigste Stadtfotograf Münchens des ausgehenden 19. und anfangenden 20. Jahrhunderts, die meisten Fotos von München aus der Zeit stammen von ihm. Auch die historische Fotosammlung des Stadtarchivs München besteht zu einem großen Teil aus seinen Fotos. Es gibt meines Wissens 3 Bücher mit Fotos von ihm, "Der Stadtfotograf" mit Fotos aus der Altstadt, "Stadt und Vorstadt" mit Bildern hauptsächlich aus der Maxvorstadt und "Links und rechts der Isar. Bilder aus dem groß- und kleinbürgerlichen München". Sehr schöne Bücher und meiner Meinung nach viel repräsentativer als das bekanntere Buch von Karl Valentin.


    Hans Grässel (ich hab vorher das "e" vergessen) war Architekt und Stadtbaumeister in München um die Jahrhundertwende. Damals wurden ja leider schon viele alte Häuser abgerissen und durch neue Historismusbauten ersetzt. Grässel ließ die abzureißenden Häuser dokumentieren und von innen und außen fotografieren, hauptsächlich um danach beim Neubau einzelne Elemente und Ornamente wiederzuverwenden. Es gibt ein sehr schönes Buch mit Fotos aus dieser Sammlung namens "Ansichten und Einsichten", Herausgeber Bauer und Bode und erschienen im Hugendubel-Verlag. Sehr empfehlenswert!

  • Und noch ein weiterer Verlust in der Innenstadt (ich weiß leider nicht, ob ausschließlich im Krieg oder teilweise schon vorher):


    Die Südseite des Rindermarktes, heute befindet sich dort eine breite Straße zum Rosental und Oberanger, d.h. von den auf dem Foto zu sehenden Häusern steht nichts mehr. Das 2. Haus links ist das Gasthaus "Drei Rosen".


  • Nachdem hier ein Inhaltsverzeichnis eigentlich zwingend nötig wäre, sinnvollerweise im 1. Beitrag

    Ich sage auch immer bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass man den 1. Beitrag eines Stranges für Inhaltsverzeichnisse und ähnliches reserveren sollte. Wird aber nicht gemacht. Stattdessen gleich im ersten Beitrag die ersten Bilder etc., als ob man es nicht erwarten könnte.


    Solche Inhaltsverzeichnisse macht man daher am besten außerhalb des jeweiligen Stranges.

  • Habe ich auch schon unzählige Male gemacht. Geht aber nur mit aufwendiger Rücksprache mit dem Beitragsersteller und funktioniert nicht einwandfrei.

  • Bisher keine Aufnahme konnte ich zum Palais Berchem mit dem Kühbogen finden. Muss auch eine sehr reizvolle Ecke gewesen sein mit dem Durchschlupf in die Salvatorstraße.

    Hier sind zwei Aufnahmen (leider nicht direkt von vorne):



    Blick von Norden auf das Palais Berchem (mit kleinem Turm) und Kühbogen ganz links, dann Theatinerkloster (1911).


    Hier ein Blick aus der Salvatorstraße (also von hinten) auf den Kühbogen und das Palais Berchem rechts daneben mit Turm (1912). Palais Berchem und Kühbogen wurden im 2. Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Am Bildrand links angeschnitten das Palais Vacchiery/Waldkirch, was hier schon vorgestellt wurde (ebenfalls Kriegsverlust).


  • Hier noch 2 Kriegs- bzw. Nachkriegsverluste:


    Das Bayerische Verkehrsministerium an der Arnulfstraße (1913) mit der gewaltigen Kuppel, welche im Krieg zwar beschädigt aber nicht zerstört wurde; dafür wurde sie dann 1959 abgetragen... ein sehr herber Verlust! Es war eines der Wahrzeichen Münchens, wenn man sich mit dem Zug dem Hauptbahnhof näherte.



    Und noch die alte Hofstatt (Sendlinger Straße) in einer Aufnahme von 1910: