Hildburghausen

  • besonders bitter:

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    Einen Wermutstropfen gibt es allerdings für die Stadt: Ihr Bestreben, das Meier-Haus - beziehungsweise das Haus des Kaufmanns Thein - in der Marktstraße 48 zu erhalten oder zumindest teilweise in den Neubau zu integrieren, hatte keinen Erfolg. Die Denkmalbehörde stimmte dem Abriss zu.


    Da will die Stadt, die ja in solchen Fällen oft auf Seiten der Banken und des Gewerbes steht das Haus erhalten und dann bekommt sie vom Denkmalschutz [sic!] einen Strich durch die Rechnung. :kopfschuetteln:

  • Noch etwas anderes. Das Stadttheater Hildburghausen wurde in den letzten Jahren saniert, was auch dringend nötig war. Der Umbau und die Vergrößerung bei der die alte Fassade weitgehend zerstört wurde war für das kleine Theater aber sicher nicht notwendig.


    Bilder vom Umbau


    Das alte Theater war zwar keine besondere Schönheit (der Brunnen wurde wieder wie ursprünglich auf den Marktplatz versetzt),



    Quelle: Bildindex Marburg


    aber wie es heute aussieht.



    Quelle: Wikipedia, Urheber: Störfix

  • ^
    Hat die Bahn 25 oder 50 Meter? Und ich frage mich, ob sie auch einen 3-Meter-Sprungturm und Whirlpools eingebaut haben? :lachen:


    Zum Abriss und Neubau der VR Bank Südthüringen: Unter dem verlinkten Artikel findet sich folgender Leserkommentar eines Ansässigen...

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    Wenn ich schon gecleante Fassade lese.
    Kaufmann Hans Meier bekam in den 90er Jahren die Auflage, die Fassade und Dach nach Vorgaben der Denkmalschutzbehörde kostenintensiv zu sanieren. Wer ihn gekannt hat weiß, dass er dies niemals freiwillig gemacht hätte. Also sanierte er notgedrungen mit staatlicher Förderung. Nun werden diese Steuergelder mit dem Abriss genauso vernichtet wie das Gebäude selbst. Warum? Hat diese Frau Heß auch neue Gesetze mit ins Amt gebracht? Oder warum ist ein Abriss auf einmal möglich.
    Zum Glück braucht Hans Meier das alles nichtmehr miterleben. Mussten doch in den letzten Jahrzehnten schon sein Elternhaus in der Unteren Braugasse und sein altes Geschäftshaus in der Apothekergasse dem neuen Baustil weichen. Wunderlich ist, erst nach dem Abriss des Elternhauses hat man festgestellt, dass es sich hierbei um mit das älteste Gebäude von Hildbughausen handelte. Mich würde nicht wundern, wenn es diesmal genauso ist.


    Das ist schon irre. Da wurde das Haus vor nicht allzu langer Zeit mit Steuergeldern und unter Denkmalschutz-Auflagen kostenintensiv saniert. Und nun soll es einfach abgerissen werden, weil die Bank sich was moderneres vorstellt. :gehtsnoch: Hier sollten die Bürger wirklich lautstark protestieren.

  • Laut Wikipedia gehört es zu den ältesten bespielten Theatern in Deutschland. Da hätte man eine behutsamere Sanierung erwartet...

  • Meine Güte, ist das hässlich!
    Und das soll wirklich dasselbe Theater sein?

    Edited once, last by GloZwiFa ().

  • Michael, ich dachte zuerst, dass du dir mit uns einen verspäteten Aprilscherz erlaubt hast. Aber diese grässliche Verstümmelung scheint ja wirklich realisiert worden zu sein. Eine Schande...

  • Das Schlosscenter in Hildburghausen wurde vor kurzem eröffnet. Ein billiger Bau, aber wenigstens mit rotem Ziegeldach, das ein klein wenig an das Schloss erinnert. Der gut erhaltene und früher als Gaststätte genutzte Schlosskeller blieb leider nicht erhalten.


    Das Schlosscenter ist eingeweiht


    Ein gutes Bild nach Fertigstellung konnte ich noch nicht finden, deshalb nochmal der Link des Investors mit dem Entwurf:


    http://www.dr-lickert.de/98646…hausen_schlosscenter.html


    Das von 1685 bis 1707 erbaute Schloss war bis 1826 Residenz des kleinen Herzogtums Sachsen-Hildburghausen. Das Gebäude war sehr schlicht und durch die spätere Nutzung als Kaserne dürfte kaum mehr Innenausstattung vorhanden gewesen sein. Am 7. April 1945 wurde das Schloss durch Artilleriebeschuss zerstört und die Ruine bis 1950 abgetragen.




  • Knappengasse 18, um 1760 errichtet mit Rokokostuckdecken von Bernhard Hellmuth. Das Haus wurde von der Stadt notgesichert und soll gerettet werden.


    Hier zwei Aufnahmen der Rokoko-Innenausstattung:
    Supraporte
    Historischer Saal mit Stuckdecke
    Artikel zu den Bildern - Thüringer Wochenspiegel


    Und gute Nachrichten:
    140.000 € Fördermittel für Palais Feuchtersleben - Thüringer Wochenspiegel

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)