Heldburg (Galerie)

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    • Heldburg liegt schon wirklich sehr abgelegen. Seßlach ist schon isoliert, aber Heldburg erscheint als geradezu winzige Landstadt in einem zivilisationsfernen ländlichen Raum. Wem es im großstädtischen Coburg zu hektisch ist, flieht nach Heldburg. Gegen Heldburg ist sogar Hildburghausen eine Großstadt.

      Markus schrieb:

      Ein paar Häuser stehen wie auch in Ummerstadt leer, aber mir erschien es nicht dramatisch.

      Allerdings erscheint mir das mächtige Mansarddachhaus an der Südseite des Marktes (zum Schuhmarkt) bedroht.

      In summa muss aber festgestellt werden, dass Heldburg von unglaublicher Geschlossenheit ist und damit das Bild einer fast reinen Fachwerkwerkaltstadt tradiert, die im übrigen unwesentlich durch Neubaugebiete berührt wird.

      Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Gemeindename wieder von "Bad Colberg - Heldburg" auf "Heldburg" verkürzt werden sollte, womit auch die Bedeutung der Stadt, die seit 1394 Stadtrecht besitzt, wieder besser betont würde.

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    • Heldburg - Untere Vorstadt

      Die restlichen Aufnahmen von Heldburg (mit etwas zeitlichem Verzug):


      Fränkisches Gehöft an der Reitbahn in der Unteren Vorstadt; Wohnhaus 2. H. 16. Jh. mit Rundbogenportal, Austragshaus und landwirtschaftliche Nebengebäuden












      Alte Schmiede (Huf- und Wagenschmiede) am ehem. äußeren Unteren Tor der Vorstadt, ehem. Zahlstelle für Weg- und Brückenzoll




      Untere Vorstadt


      Untere Vorstadt 94 (laut Dehio von 1604)
    • Die Metzgerei im historischen "Happach"-Haus hat 2017 endgültig zugemacht, ein Haus, das oben Schieferverkleidete in der Nähe des Pfarrhauses, Kirchgasse, gegenüber der ebenfalls aufgegebenen Kneipe "clos de Beze" (in der Bilderserie von Markus gut zu sehen), wurde ab 2016 Stück für Stück abgetragen und existiert inzwischen nicht mehr. Die derzeitigen Luftbilder in "google maps" zeigen es während der Abbrucharbeiten. Inzwischen (2018) ist von dem Haus nur noch ein Bauschutthaufen und der unter dem Haus gelegene Gewölbekeller übrig. Das direkt westlich an die ehemalige Kneipe "clos de Beze" anschliessende Haus ist seit Jahren zu verkaufen, Kaufpreis um die EUR 5000.- plus Maklerkosten, aber keiner will es haben. Es ist reichlich marode und das Haus füllt das Verkaufsgrundstück bis auf den letzten Millimeter komplett aus, kein Vorgarten, kein Hinterhof, so etwas will wohl heutzutage kein Mensch mehr haben.
    • Hallo "Zeno",

      Zeno schrieb:

      Allerdings erscheint mir das mächtige Mansarddachhaus an der Südseite des Marktes (zum Schuhmarkt) bedroht.
      Damit ist vermutlich der ehemalige Gasthof Schwan gemeint. Das ist allerdings ein trauriger Fall. Den hat ein "Investor" gekauft und hatte da Gedanken mit Wiederbelebung als Gasthof, Hotel, Jugendherberge oder so etwas und ist leider vor Umsetzung dieser Gedanken verstorben. Niemand von den Erben hat irgendein Interesse an der Sache und so verfällt das Haus eben nach und nach. Im Dach gibt es inzwischen an entscheidend wichtigen Stellen fehlende Ziegel und bei Regen läuft weiter oben am Dach gesammeltes Wasser sturzbachweise hinein ins Haus, es ist traurig. Im Rathaus ist man machtlos und ärgert sich ziemlich, dass das Ortsbild zunehmend von Verfallsruinen geprägt wird. Allein im direkten Umfeld des Rathauses drei grosse, leere, verfallende Häuser. 4km von Heldburg in Richtung Bad Rodach liegt das Dorf Holzhausen. Direkt am eisernen Vorhang gelegen (der ist 70 Meter hinter dem Haus von Freunden dort), durfte durch DDR-Beschluss seit 1965 niemand von ausserhalb mehr zuziehen, um es dann nach Heraussterben der letzten Greise 1990 komplett einzuebnen, das war alles fix beschlossen. So ist ja auch das Dorf Billmuthhausen, nicht weit davon entfernt, restlos verschwunden. Ausser dem Friedhof und einer Gedenktafel ist da nichts mehr. Tote aus den Gräbern stellen keine Fluchtgefahr mehr da. Holzhausen wurde sozusagen durch die Wiedervereinigung im allerletzten Moment gerettet.