Bilder vom alten Dresden

  • Vielleicht hier abgeschrieben? Es wird jedenfalls nicht erwähnt, wo das in Dresden gewesen sein soll. Weiß das jemand?


    Das ist das Panoramagebäude auf der Prager Straße gewesen, wie hier beschrieben ist. Hier gibt es weitere Bilder des Gebäudes. Auf dem Stadtplan von 1911 gibt es das Gebäude schon nicht mehr, hat also wohl nur kurz bestanden.

  • Zwar nicht vom alten "Alten Dresden", aber wahrscheinlich überwiegend unbekannt sollten die demnächst als Bildband erscheinenden Aufnahmen von Hans-Jürgen Freudenberger aus den späten 1980er Jahren sein, worüber die Sächsische Zeitung informiert und ein paar Fotos als Beispiele im Artikel zeigt:

  • Mit dem "Alten Dresden" haben diese Aufnahmen wirklich nichts zu tun.

    Man müsste wahrscheinlich einen neuen Bereich mit dem Titel "Bilder vom sozialistischen Dresden" erstellen.

    Schon das erste Foto spricht Bände. Unsere lieben "Freunde" vom Circus Alljoscha beim Eis essen. Selbstverständlich mit einem Offizier als Aufpasser, damit nach dem Eis nicht noch ein paar Wodkas folgen.

  • Zum ersten Foto: Fußgängertunnel am Neustädter Markt


    Der Uniformierte ganz links ist ein Leutnant (лейтенант), der mittlere Untersergeant (младший сержант). Das ist der unterste Dienstgrad der Unteroffiziere. Alle drei gehören zu einer Streife (Armbinde патруль) und essen Eis.


    Im Hintergrund dieses Fotos sieht man die Plattenbauten am Neustädter Markt. Die hatte ich irgendwie schöner in Erinnerung.


    Interessant auch das Bild Zwickauer Straße


    Da sieht man einen "Sabberosch". Manchmal sagte man auch "Sabberfrosch". Wohl das eigenartigste Automobil, das bei uns herumfuhr. Der offizielle Name war "Saporoshez", nach der Stadt Saporoschje in der Ukraine. Das hat man umgangssprachlich aber nie gesagt. Ich bin nie mit einem Sabberosch mitgefahren, weil es niemanden gab, der einen hatte. Ich hab als Kind überlegt, ob der sabbert. Es soll ein schlechtes Auto gewesen sein.


    Das Bild Hinterhof Görlitzer Straße finde ich sehr charakteristisch. So sieht für mich Heimat aus.


    Das Foto Plattenbaugebiet Gorbitz in Bau finde ich auch schön. Ein Skoda und im Hintergrund ein Turmdrehkran, wie er vielerorts zu sehen war. Man freut sich, dass man eine neue Wohnung kriegt, bald einziehen kann.


    Damals waren wir noch jung.


    Edit: Nach Korrekturhinweis von Reik habe ich den Anfang geändert.

  • Die hatte ich irgendwie schöner in Erinnerung.

    So ist das mit der eigenen Erinnerung. Das ist der Grund, warum viele aufgrund solcher sentimentalen Gefühle sinnvolle Veränderungen verhindern wollen.


    Ich habe an meine Kindheit und Jugend in Gorbitz nur gute Erinnerungen, aber mittlerweile sehe ich die Stadt in größeren Zusammenhängen als "fand ich früher gut, kann ruhig so bleiben". Wir waren als Familie selten "in der Stadt", weil es einfach nicht viel zu sehen gab. Einmal im Jahr Striezelmarkt reichte da. Goldener Reiter: Kenn ich, fahren wir immer auf dem Weg zur Oma vorbei. Das Drumherum bot keinen Grund, dort einfach mal spazieren zu gehen. Da hatten das Gymnasium und Rathaus in Cotta viel mehr sichtbare Geschichte zu bieten.


    Gorbitz hat sich nach der Wende sehr verändert, teils zum Guten, teils zum Schlechten. Jedenfalls gab es dort keine Geschichte, die in Trümmern lag und für das Wohngebiet abgeräumt wurde, daher sehe ich die Entwicklung dort gelassen, auch wenn die Orte meiner Kindheit und Jugend weg sind. Das ist ein natürlicher Prozess des Werdens.


    Am Neustädter Markt ist es anders, dort wurde jahrhundertelange Geschichte und das Werden eines Ortes mit einem Mal weggeräumt, ignoriert, hinter Beton verbannt. Warum das so war, ist klar und dass es damals keine Komplettrekonstruktion geben konnte, auch. Heute ist vieles möglich und angesichts dieses halben Jahrhunderts der Unzulänglichkeiten geboten.


    Ich sehe mir Fotos aus der späten DDR sehr gerne an, aber im Gegensatz zu Bildern vom alten Dresden vor 1945 lösen sie bei mir völlig andere Gefühle aus. Ich weine dem überwiegenden Teil Dresdens der 80er und frühen 90er keine Träne nach, und das obwohl es das erste Dresden war, das ich kennenlernte. Ich bin im Gegenteil oft geschockt, wo wir damals lebten und was wir als normal, ja gar als schön und "von Weltrang" bezeichneten. Ich wäre froh, wenn mehr Menschen ihre eigene Geschichte und Erfahrungen von den objektiven Unzulänglichkeiten und Fehlern der Vergangenheit trennen könnten.


    Ich habe mir letztens ein paar Canaletto-Drucke aufgehängt, die ein ganz anderes Dresden zeigen, aber bei denen erkennbar ist, was bis heute geblieben ist und wie wichtig diese historischen Bezüge sind. Sie erinnern mich immer daran, dass Veränderungen ganz von alleine kommen, dass aber die Bewahrung oder Wiederherstellung von Geschichte in Städten eine separate Aufgabe ist.

  • du musst genau hinsehen. Der Uniformierte ganz links ist einer von uns, NVA.

    Dein Selbstbewusstsein ist und bleibt unüberbietbar...


    Wenn Du schon den alten Zeiten hinterhertrauerst, solltest Du die SCHATTENSEITEN nicht völlig vergessen.


    HIER sieht man zwei Offiziere, die in Rastrellies Truppe gedient haben, umgeben von Offizieren der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in DEUTSCHLAND. Man vergleiche die Kragenspiegel der deutschen Offiziere mit den Kragenspiegeln der Besatzungstruppen-Offiziere.


    Auf dem Foto sind ein Offizier (Leutnant) zwei Manschaftsdienstgrade der GSSD zu sehen, die als Streife unterwegs sind.

  • Wieder so eine sinnlose Sprengung. Vermutlich sollte dort die Schäferstraße auf beiden Seiten mit Plattenbauten bebaut werden.

    Dann war kein Geld mehr da oder die Wende kam. Es blieb der "Koreanische Platz". Wäre schöne, wenn das Gebäude heute noch stehen würde und saniert worden wäre. Aber vermutlich wäre es inzwischen so marode wie die teils heute noch erhaltenen Gebäudereste dahinter.

  • Ich zitiere dazu aus (Hervorhebung durch mich):

    als Teil des "größten Modernisierungsgebiet[s] Dresdens". In der Vorschau des Buches von Jürgen Richter (ISBN: 978-3943444421) sieht man auf Seite 6 ein Foto der Ecke Schäferstraße/Weißeritzstraße, bevor die Gebäude gesprengt wurden.


    Auf diesen Bildern von 1985 sieht man die Ecke auch, allerdings wurde wohl schon teilweise mit Rückbauarbeiten begonnen:

    Dresden_1985_Sch%C3%A4fer-Wei%C3%9Feritz-008.jpg

    Bybbisch94, Christian Gebhardt/ CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)


    Dresden_1985_Sch%C3%A4fer-Wei%C3%9Feritz-00.jpg

    Bybbisch94, Christian Gebhardt/ CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)


    Dresden_1985_Sch%C3%A4fer-Wei%C3%9Feritz-001.jpg

    Bybbisch94, Christian Gebhardt / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)


    Dresden_1985_Sch%C3%A4fer-Wei%C3%9Feritz-003.jpg

    Bybbisch94, Christian Gebhardt / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)


    Es wurde im Zuge dieses Modernisierungsprogramms übrigens ab 1975 auch damit begonnen, ca. 600 Wohnungen in Altbauten zu sanieren. Allerdings sollten 1700 Wohnungen des Altbaubestandes abgerissen und durch 2400 Neubauwohnungen ersetzt werden.


    Da ist ein ziemlicher Kelch an der Friedrichstadt vorübergegangen, würde ich sagen.

  • Das schon.


    Für mich allerdings schon ein großer Schock was dort noch stand an der Schäferstraße. Wäre die Wende doch 5 Jahre eher gekommen.

    Bleibt nur zu hoffen das der Blockrand dort bebaut wird wie an anderen Stellen der Friedrichstadt. Den "Koreanischen Platz" braucht kein Mensch.

  • Am 24.09. wurde in München ein Canaletto mit Neumarkt und Frauenkirche Ansicht versteigert (Ausrufungspreis zwischen 500.000 € und 700.000 €):


    https://www.hampel-auctions.co…595&g=Gemaelde-16-18-Jhdt


    Den Zuschlagspreis habe ich noch nicht ausfindig machen können, aber ich recherechiere einmal weiter.


    Sehr interessant, dass auch einer unser ehemaligen Mitglieder im Beschreinungstext erwähnt wird. Sicherlich einer, wenn nicht der größte Verlust für unser Forum!


    Quote from Auktionshaus Hampel

    ...

    Von der bekannteren, auch im Stich verbreiteten Version nimmt die Forschung an, dass Bellotto zum Zweck der würdigen Präsentation des prunkvollen Kutscheneinzuges des Auftraggebers den Platzraum größer dargestellt hat, als er wirklich ist. Diese Vorgehensweise einer künstlerischen Freiheit findet sich im 18. Jahrhundert nicht selten. Jüngere kunsthistorische Forschung durch Stefan Herzig hat den Sachverhalt geklärt (siehe Montage): Bellotto hat das Gebäude rechts im Bild, den Giebelbau des alten „Gewandhauses“, weiter nach rechts gerückt, sodass die nach hinten aus dem Platz ziehende Pirnaische Gasse sichtbar wird, was perspektivisch eigentlich nicht möglich wäre, dies jedoch, um dem Kutschengespann weiteren Raum zu geben. Doch damit ist auch im vorliegenden Bild eine gesamtheitliche Vedute ermöglicht worden.

    ...

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)




  • Man nehme es mir bitte nicht übel, dass ich ausnahmsweise den Text aus der Architektonischen Rundschau 1908 wiedergebe.

    Die Baugruppe ist derartig harmonisch und schön und knüpft an den Dresdner Barochstil an. Hut ab/Chapeau, da könnten sich heutige Architekten eine Scheibe davon abschneiden. Außerdem hat man den festsaal aus dem Brühlschen Palais für den Festsaal der Kgl. Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseum übernommen, samt dem Deckengemälde des Louis Silvestre. Allerdings fürchte ich, dass im Flammeninferno von 1945 alles zugrunde gekangen und hin ist. Hier nun der Text:


    Kgl. Kunstgewerbeschule und Kunstgewerbemuseum. Für die vielgliedrige Baugruppe, die auf einem rings von Straßen begrenzten Bauplatz von 15500 qm 7100 qm bebaute Fläche einnimmt, wurde der Entwurf des Grundrisses und die bautechnische Ausführung des Ganzen, sowie die künstlerische Durchbildung der Innenräume durch die vom Kgl. Finanzministerium bestellte Bauleitung unter Oberleitung des Oberbaurates K. Schmidt ausgeführt, während die Aufrißgestaltung und die innere Ausbildung der Museums- und Haupttreppenbauten auf Grund eines voraufgegangenen Wettbewerbs den Architekten Lossow &Viehweger übertragen war. An das von Osten nach Westen gerichtete, 100 m lange fünfstöckige Hauptgebäude schließt sich nach Osten als selbständiger Flügelbau die Vorschule, nach Westen die Schülerinnenabteilung und Bibliothek an. Nach Süden ist das Lehrgebäude für den plastischen Unterricht und der Abendschule, nach Norden sind die meist eingeschossigen Bauten des Kunstgewerbemuseums vorgelagert. Der so erzielte stufenweise Aufbau der Gebäudegruppen wirkt besonders durch
    die Mannigfaltigkeit in der Durchbildung der Dachkörper. Die Formen des Äußern knüpfen besonders bei dem am reichsten behandelten Bauteil des Museums, bei dem auch Werkstein verwendet ist, an den alten Dresdener Barockstil an. Zwischen den Gebäuden sind reizvolle Höfe und Schmuckgärten mit Kreuzgang und Arkaden angelegt, in denen alte Bauteile und Bildwerke wirkungsvoll aufgestellt sind.


    In den Hauptbau ist der Festsaal des abgebrochenen Brühlschen Palais mit dem großen Deckengemälde von Louis Sylvestre als Repräsentationsraum eingebaut worden.


    Im Schulgebäude ist die durchlaufende, 1 m starke Mittelmauer in Pfeiler und Bögen aufgelöst und so Räume für den zweckmäßigen Einbau von Schränken für Reißbretter, Lehrmittel und Kleider gewonnen. Die Baukosten betragen für 1 cbm etwa 17,80 Mk. für das Hauptgebäude und 21,50 Mk. für das Museumsgebäude; die Einrichtung ist auf 185 000 Mk. veranschlagt; insgesamt waren 2203 533 Mk. bewilligt.

  • Ein Bild von dem Saal gibt es hier - ob das allerdings eines vom Originalstandort oder schon im Museum ist weiß ich leider nicht:


    https://www.johannstadt.de/wp-…um_Rokoko_verkleinert.jpg


    "In den Bau integriert waren Teile des ehemaligen Palais Brühl, das für die Errichtung des Sächsischen Ständehauses auf der Brühlschen Terrasse im Jahr 1900 abgerissen worden war. Hierzu zählte auch der Brühlsche Saal mit seinem Rokoko-Deckengemälde."


    War das wie im Schloss auch auf Leinwand oder wie wurde das Deckengemälde da rüber transportier?


    Ansonsten ist der von dir vorgestellte Gebäudekomplex ja recht vollständig erhalten wie es aussieht - und ja ich finde auch er passt sehr gut zu Dresden mit diesen Mansarddächern. Es bedindet sich an der Kreuzung Gerokstraße und Güntzstraße


    82_big.jpg


  • Da musste ich mich doch glatt registrieren, um zu erwidern:


    Vollständig erhalten? Mitnichten - es ist bei weitem nicht alles wieder aufgebaut, was es dort mal gegeben hat. Das Gebäudeensemble war ein Klein- naja, eigentlich schon fast ein Großod, das heute kaum noch jemand in den ursprünglichen Ausmaßen und architektonischen Details kennt. Leider ist es bei den Bombenangriffen arg getroffen worden und ja, der Festsaal des Brühlschen Palais ist seitdem für immer dahin; einzig erhalten ist das Eingangsportal des Palais, das ebenfalls dahin verpflanzt wurde. Der nach dem Krieg erfolgte Wiederaufbau der vorhandenen Gebäudeteile ist - natürlich der Situation der damaligen Zeit geschuldet - bestenfalls als schmalspurig zu bezeichnen. Da Teile der ursprünglichen Anlage inzwischen anderweitig überbaut sind, ist eine Wiederherstellung kaum zu erwarten.


    Bilder liefere ich gern nach, wenn ich mich mit der Forumssoftware vertraut gemacht habe. Für diejenigen, die nicht so lange warten wollen, bleibt natürlich die Suche nach "Kunstgewerbeschule und Kunstgewerbemuseum Dresden".


    Grüße zum Einstieg

    JayDD

  • Schade auch um die modernen Dachausbauten.

    Aber Denkmalpfleger in 100 Jahren wollen ja auch noch was rekonstruieren ;-)

  • Quote from Kaiserpalast

    "In den Bau integriert waren Teile des ehemaligen Palais Brühl, das für die Errichtung des Sächsischen Ständehauses auf der Brühlschen Terrasse im Jahr 1900 abgerissen worden war. Hierzu zählte auch der Brühlsche Saal mit seinem Rokoko-Deckengemälde."


    War das wie im Schloss auch auf Leinwand oder wie wurde das Deckengemälde da rüber transportier?

    Quote from wikipedia

    Das 1742 von Louis de Silvestre für den Premierminister Graf Heinrich von Brühl geschaffene Deckengemälde im Festsaal des Brühlschen Palais in Dresden besteht nicht mehr, da es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Gemälde in Öl auf Gipsgrund stellte den Sieg des Bellerophon über die Chimäre dar.

    […]

    Als im Jahre 1899 das Palais abgebrochen wurde, konnte das Deckenbild dadurch gerettet werden, dass man einzelne Teile sorgfältig abnahm. Es wurde zusammen mit den übrigen Dekorationen in die Aula der 1901/1909 erbauten Kunstgewerbeschule in der Güntzstraße übertragen. Die Details der Rettung des Deckenbildes schildert Paul Schumann im „Dresdner Anzeiger“ vom 24. September 1900. Ursprünglich hatte sich das Sächsische Finanzministerium gegen eine Bergung ausgesprochen, da die mit 45.000 Mark berechneten Kosten als zu hoch erschienen. Hofrat Professor Ermenegildo Antonio Donadini (1847–1936) schlug dann eine andere Methode der Bergung vor, die nur 5000 bis 7000 Mark kosten sollte. So konnte „buchstäblich in letzter Minute“, als bereits mit dem Abbruch begonnen wurde, das Bild abgenommen werden. Das „17,77 m lange und 12,92 breite Deckengemälde wurde auf der Bildseite mit Leinwand verklebt und – ohne die Figurengruppen zu berühren – in 51 große Blöcke zersägt, von denen jeder 18 - 24 Zentner wog“. Professor Donadini vollzog dann auch die Wiederherstellung des Deckengemäldes in der Kunstgewerbeschule.

    Dieser Herr Donadini wirkte viele Jahre als Professur für figürliche Malerei und Leiter des Ateliers für Theaterdekoration an der Dresdner Akademie für Kunstgewerbe mit Sitz am Antonsplatz. Er schuf zahlreiche monumentale Wand- und Deckengemälde mit mythologischen und historischen Themen, von denen die meisten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Am bekanntesten dürfte den heutigen Zeitgenossen die Ende des 19. Jahrhunderts geschaffene Neuausstattung des so genannten Wettinzimmers im Westflügel des Residenzschlosses sein (heute südliche der beiden Retiraden).

    Wettinzimmer


    Als Kunstmaler ist Donadini heutzutage kaum noch bekannt, zumal der größte Teil seiner Werke beim Bombenangriff 1945 zerstört wurde. Der Mann hatte aber noch eine weitere Leidenschaft: die Fotografie. Und so verdankten wir ihm viele fotografische Zeugnisse des alten Dresdens. Donadini hatte sehr gute Beziehungen zum sächsischen Königspaar (König Albert und Gemahlin Karola), er war auch Zeichenlehrer der Königin. Das war wohl der Grund, dass er Zutritt zu den königlichen Privatgemächern im Georgenbau besaß und hier Fotos aufnehmen durfte.

  • Hier ein Video was ich gerade auf Youtube gefunden habe. Scheint relativ frisch hinzugefügt zu sein. Der Schnitt ist etwas hektisch. Aber es gibt Filmaufnahmen vom Albertplatz die ich so noch nicht kannte.


    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.