Bilder vom alten Dresden

  • Ich finde, man sollte das Centraltheater wieder aufbauen - so wie es war. Wenn man will, geht alles.


    Diese Fotomontage mit C-Theater und dem Kulka-Bau ist genial. Sie beweist, dass eine Reko einiger Gründerzeitbauten der richtige Schritt wäre.

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Von wann ist dieses Bild und wo ist der Zwingerteich hin :D

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Vor 1900. Es fehlt noch das staatliche Fernheiz- und Elektrizitätswerk. Ich würde das Bild auf 1890/95 schätzen.

  • Der Zwinger ist auf der Fotografie von Vulgow ja noch mit Pomeranzen bestanden. Soweit ich informiert bin, war er das bis 1880. Die Aufnahme muss also davor entstanden sein. Sofern das tatsächlich Pomeranzen sind. Man hat danach auch Bäumchen im Zwinger gepflanzt, aber hier erkennt man die typischen Blau-Weißen Kübel eigentlich ganz gut.

  • In Rom läuft bis zum 19. August die offenbar "grösste Canaletto-Schau aller Zeiten, die jemals in Italien zu sehen war".

    Quote

    Das Museo di Roma im Palazzo Braschi zeigt 42 Gemälde, sowie Zeichnungen und Dokumente. Viele davon sind Leihgaben von Museen in Deutschland, Österreich, Grossbritannien, Russland und Frankreich.

    https://www.bluewin.ch/de/news…u-aller-zeiten-86924.html (Link nur etwa zwei bis drei Monate gültig)


    http://www.museodiroma.it/it/m…vento/canaletto-1697-1768


    Ob auch Gemälde von Dresden zu sehen sind, steht leider nicht geschrieben. Nur die Leihgeber werden aufgelistet. Auch vom Inhalt des käuflichen Kataloges wird im Netz nichts verraten:
    http://ticket.museiincomuneroma.it/canaletto-1697-1768/

  • Grundriß von der Churfürstlichen Sächsischen Hauptstadt Dresden gefertigt im Jahre 1794, 1:13 000,

    Handzeichnung, 1794



    http://www.deutschefotothek.de…bj/70400079/df_ld_0004267




    Grundriß von Neustadt-Dresden mit dem neuen Anbaue und den Scheunen-Höfen, 1:4 000, Lithographie, 1833


    http://www.deutschefotothek.de…bj/70400012/df_dk_0000001



    Das Virtuelle Kartenforum 2.0 wurde 2014 im Rahmen des gleichnamigen DFG Projektes durch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und den Lehrstuhl für Geodäsie und Geoinformatik der Universität Rostock entwickelt. Es bietet einen Zugriff auf große Teile der historischen Kartensammlung der SLUB und ermöglicht den Nutzern die Georeferenzierung der Historischen Karten.


    https://kartenforum.slub-dresden.de/

  • Ich haus mal hier rein:


    Bilder des kürzlich in der Augustusbrücke gefundenen 800 Jahre alten Brückenbogens der ersten Brücke (noch vor der Pöppelmannbrücke), welche die damals viel breitere Elbe überspannte (das Elbbett war noch nicht ausgebaggert) und zwar auf einer Länge von über 500 m. Was für eine Leistung der damaligen Zeitgenossen.








    Quote

    Das Bauwerk wird dem Baumeister Matthaeus Focius zugeschrieben, für um 1230 ist die erste urkundliche Erwähnung unter den Burggrafen von Dohna nachweisbar.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Augustusbr%C3%BCcke



    Quote

    Wahrscheinlich handelt es sich um den vorletzten Bogen am Neustädter Ende der ersten steinernen Dresdner Elbebrücke. Sie soll zwischen 1173 und 1222 gebaut worden sein. Sie war eines der monumentalsten und zudem mit 561 Metern eines der längsten Brückenbauwerke des Mittelalters im damaligen deutschen Reichsgebiet. Damit übertraf die Dresdner Brücke den steinernen Bau von Regensburg, der 330 Meter lang war.

    https://www.sz-online.de/nachr…cke-entdeckt-4035439.html

  • Schade, dass diese Brücke heute nicht mehr existiert. Was wäre sie heute bedeutend.
    Man sollte diesen erhaltenen Teil der alten Brücke frei legen und zugänglich machen.

    Für mich hätte sie die dann vermutlich sogar die ähnliche Wertigkeit wie die Karlsbrücke des Peter Parler in Prag! Damit diese Brücke auch wieder Gleiches mit Gleichem verbindet ist es nun wesentlich, dass auch der Neustädter Markt zu einem 2. Neumarkt wird! Jetzt macht man ja in dem Moment kehrt, sobald man Tschernobyl 1986 glaubt vor sich zu haben...

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Im englischen Exeter hat man in einer ähnlichen Situation (im Boden liegende Reste der mittelalterlichen Brücke) genau eine solche Freilegung durchgeführt - das Ergebnis kann sich sehen lassen.



    Quelle: Wikipedia, Autor: Nilfanion


    In Dresden hätte eine Freilegung aufgrund der einerseits beträchtlichen ehemaligen Ausmaße und Bedeutung der Brücke, und andererseits aufgrund des weitgehenden Fehlens von Zeugnissen der mittelalterlichen Stadtgeschichte eine nochmals größere Bedeutung als bei diesem Beispiel.

  • Nur das die Dresdner Brücke nicht auf der grünen Wiese steht, somit vollkommen andere Situation.

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Ich kann es nur immer wiederholen, aber die beste Konservierung von im Boden liegenden archäologischen Fundstätten ist die Belassung im Erdreich. Eine Freilegung (hier selbstredend infolge der Lage mitten in der Strasse unmöglich) zieht dauernden Unterhalt nach, der immer mehr und mehr auch die originale Bausubstanz in Mitleidenschaft zieht. Läge der Brückenbogen neben der heutigen Strasse, müsste für die Sichtbarbelassung ein Loch offen gelassen werden, in welchem sich immer Laub und Abfälle ansammeln würden. Eine Möglichkeit wäre die Überdachung mit einer Glasabdeckung, die aber immer wieder mit Kondenswasser mit einem resultierenden Algenfilm beschlagen und demnach meist unansehnlich aussehen würde.


    Ich habe noch nie eine befriedigende archäologische Fundstätte in diesem kleinen Ausmass gesehen. Wenn in Grossstädten nicht mal die Parkanlagen ordentlich unterhalten werden können, wie soll das denn hier funktionieren? Das Beispiel aus Exeter ist etwas anderes, da um die Brücke herum ein Park angelegt wurde, und die Briten bekannt sind für die Pflege ihrer Grünanlagen. Der archäologische Garten in Frankfurt ist nun ja überbaut und im Innern des Stadthauses sichtbar geblieben. Vor der Überbauung hatte ich diesen zweimal gesehen, und immer machte er auf mich einen unansehnlichen Eindruck.

  • Gerade dort gewesen. Sehr beeindruckend und zu empfehlen. Wer schon immer mal mit der Kutsche durch die Wilsdruffer Vorstadt und den Zwinger anno 1719 fahren wollte, sollte sich das ansehen. Die Einleitung ist ein wenig langatmig aber die Fahrt in der Kutsche mit VR-Brille ist echt cool. Sicher auch aus kunsthistorischer Sicht interessant:


    https://timeride.de/dresden/


    Würde ich mir unbedingt für Dresden 1900 in der Straßenbahn auf dem 26er Ring wünschen. Habs dem Veranstalter schon geschrieben... :-)