Tauberbischofsheim

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    • Der Gebäudeteil mit dem hohen Dach ist sehr viel älter als das übrige Klostergebäude des einstigen Franziskanerklosters. Der Giebel, der nach Osten, zur Klostergasse ging hatte wunderschönes Fachwerk, ein geschweiftes Andreaskreuz bündig am nächsten. Deshalb schätze ich, dass dieser Gebäudeteil im Wesentlichen wohl noch aus dem 16. Jahrhundert stammen dürfte. Die Westseite dieses Baues war verputzt, man sah aber etliche Deckenbalken (wohl abgesägt) einige Zentimeter nach außen ragen. Vermutlich ging der Bau weiter nach Westen und ist 1863 oder 64 bei dem großen Brand (der von der Manggasse ausging) zumindest im westlichen Teil zerstört worden. Dieser Gebäudeteil ist einer der höchsten Giebel der Altstadt. Würde dieser Giebel nicht erhalten bleiben, so bedeutete dies einen weiteren herben Verlust für "Büscheme". So wie mir aus glaubhaftem Munde berichtet wurde, ist der derzeitige Bürgermeister kein Freund alter Bauten und arbeitet dem Vernehmen nach auf eine ganz moderne Stadt hin. Und es ist ihm offenbar schon weitgehend gelungen, wenngleich seine Vorgänger ähnlich eingestellt waren und es damals auch schon viele Abrisse ganzer Viertel gab. Ja, ich glaube es, dass es diesem Bürgermeister recht wäre, wenn auch der Klosterhof abgeräumt und durch eine Flachdachkiste ersetzt würde. Nun will ich lieber still sein, denn es tut nur weh. Das war auch der Grund dafür, dass ich nach dem Eintritt in den Ruhestand nicht mehr zurück wollte. Lieber habe ich das Bild des lieben, alten Büscheme in meiner Erinnerung, so wie es noch in der Zeit um 1960 bis 1970 aussah.

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