Berlin-Schöneberg

  • Das Projekt Maison Ouest hatten wir in diesem Strang zwar schon z. B. unter #34, aber ich war gestern mal im Hof und war sehr erstaunt, dass dieser ein Durchgangshof ist und auf der Südseite Fenster der anschließenden Neubebauung zu sehen sind, statt der üblichen Berliner Brandmauer. Auch ist hier der Zugang zum KaDeWe-Parkhaus.


    Also sehr intim ist das gerade nicht. Mir schienen auch die wenigsten der teuren Wohnungen bewohnt.



    Hofseitige Fassade an der Ansbacher Straße






    Blick durch den Hof zur Ansbacher Straße






    Hofseitige Fassade an der Passauer Straße








    Balkongitter:


  • An der Ecke Berliner Straße / Babelsberger Straße wird eine Lücke geschlossen. Beim Haus Babelsberger Straße sind schon die Seitenfenster zugemauert. Wieder mal wird eine häßliche Lücke bzw. offene Ecke verschwinden, wovon es gerade in Schöneberg noch sehr viele gibt. Allerdings ist der Entwurf auch nicht ein großer, eher banale Investorensch....., wenn er denn so gebaut wird.

  • Damit wenigstens ein Bruchteil der baulichen Entwicklung in Berlin dargestellt werden kann, greife ich mal dieses beachtenswerte und wichtige Projekt aus der Nähe des Nollendorfplatzes heraus. Neben der Zwölf-Apostel-Kirche wird auf einer Brache an der Ecke Lasker-Schüler-Straße/Kurfürstenstraße ein großer Bau namens 'Carré Voltaire' mit über 120 Eigentumswohnungen entstehen. Architekten sind Klaus Theo Brenner und Dominik Krohm. Städtebaulich ein großer Gewinn, bleibt nur die Frage, wer dort tat$€chlich wird wohnen können.



    Bildquelle: Diamona & Harnisch Development GmbH/Klaus Theo Brenner Architekten


    Der Vogelschwarm hat stark beigedreht... smile:)

    Bildquelle: Diamona & Harnisch Development GmbH/Klaus Theo Brenner Architekten

    Projektseite: Carré Voltaire (mit seltenen Ansichten der damals dort befindlichen polnischen Gesandtschaft)

    Luxus-Wohnen am Straßenstrich - Berliner Woche

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Móchte gerne sehen dass die sogenannten "klassische" Neubauten sich mehr an die Baumerkmalen der Gründerzeit anpassen oder orientieren um so ein mehr harmonische Stadt zu bekommen.
    Heute besteht der Stadt aus eine Mischung von (abgestückte) Grunderzeit Bauten, billige Wiederaufbau und langweilige (masstäblich viel zu grosse) Neubauten die dann für 10% "halbherzige" klassische Elementen aufzeignen.


    Wenn dann doch gebaut wird, dann im Still des schönen Vorkrieg Berlin. Dass heisst: 5 Geschossen, Balkone, Logien, Bogen, Stuck, Schräges Mansarde Dach in der Mitte etwas Erhoben,zierlliche auffällende Giebel, Mittelrisalit, Gauben, Sprossenfenster und Ornamenten am Fassade(!!!). Immer wieder diese flachdach- betonklotzen, dass wird nach 500.000 davon sehr langweilig.
    In Berlin gibt es heute ungefähr 50% Gründerzeitler (aber ganz wenigen intakt) und 50% von diese halbherzige Klotzbauten. In den Niederlanden wird seit 20 Jahren schon viel historischer und historisch angepasst und sehr attraktiv gebaut. Backstein, historische Still-elementen: nahezu 80% gleich den alten Vorgänger. Auch sehr Abwechslungsreich mit schmallen Fassaden, schräge Dächer, Erker, Stuckelementen usw.
    Noch ein Riesenunterschied mit Altbauten sind die viel längere Baublöcks!!! Darum kommt mich das so langweilig vor.
    Patschke's Bauten sind weniger "Breit", etwas mehr klassisch und deswegen schon etwas mehr attraktiv. Aber die Deutschen verstehen es noch immer nicht im Still des (romantischen) Vorkriegs Berlin zu bauen. Zum Beispiel die Rüsselsheimer Platz!!
    Warum die Architekten dann nicht nach dieser Vorbilder schauen ist mich ein Rätsel.

  • Ich fand die Ecke im Original schöner:


    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Sieht ganz schick aus. Ähnelt einem etwas zeitgenössischerem Nöfer. Und Backstein ist auch immer ganz schick.

  • Es ist zwar Schöneberg, aber dazu wollte ich jetzt keinen neuen Thread aufmachen.


    Traurige Geschichte im rbb über einen Jugendstil-Bau in Friedenau, der seit Jahren leersteht und vor sich hinsiecht, weil die Eigentümerin weder verkauft noch saniert. Und hier das Video "Ein Haus stirbt"


    Habe es beim spazieren schon oft gesehen und mir gedacht "Wenn ich die Kohle hätte..." oder einfach "Was stimmt da nicht...?". Schon seltsame Geschichte, was die Eigentümerin betrifft. Soll sie es verkaufen und sich nen schönen Lebensabend machen.

  • Wittenbergplatz N°3 - nach Abriss des Altbaus ist dieser mäßige Hotel-Neubau entstanden. Der linke Nachbar (N°3a) durfte stehenbleiben und ist umgebaut und saniert worden; die Dachhaut scheint mir neu gemacht worden zu sein.



    Wittenbergplatz N°3a/Bayreuther Straße N°9

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    (Immanuel Kant)

    Edited once, last by Mantikor ().

  • Das Gebäude an der 12-Apostel-Kirche / Lützowstraße ist im Rohbau fertig, zum Teil auch schon weiter. Heute habe ich mal ein paar Fotos gemacht.


    Von der Else-Lasker-Schüler-Straße aus gesehen:







    An der Ecke zur Kurfürstenstraße:





    In der Kurfürstenstraße:






    "Nüscht Besonderes", wie der Berliner sagen würde, aber immerhin mehr als nur kahle Wände und mit den klassischen Berliner Balkonerkern und Loggien ausgestattet. Die Farbe ist an der Kurfürstenstraße ein etwas violettes Grau, an der Else-Lasker-Schüler-Straße ein eher grau-braun-beiger Farbton mit Weiß kombiniert, aber auf alle Fälle grau ^^ wozu natürlich auch das Novemberwetter beigetragen hat.

  • In der Kleiststraße, nahe dem Nollendorfplatz entsteht ein Hotelbau, der eine der zwei Lücken dort schließt. Es ging bei den geplanten und verworfenen Bauvorhaben immer um die Verschattung der kleinen Häuser in der Maienstraße. Hier hat man sich aber wohl mit den Anwohnern geeinigt.


    Letzte Lücke in der Kleiststraße, noch nicht bebaut:



    Bauschild:




    Blick vom Nollendorfplatz aus:





    Von der Rückseite, einem Hof an der Maienstraße:





    Das Haus zur Rechten des Hotelbaus, Nollendorfplatz Nr. 2:





    Ursprüngliches Aussehen:





    Nach Abstuckung für das Amerikahaus:





    Letzte Häuser in der Maienstraße des ehemaligen Kielganviertels:


    Maienstraße Nr. 4 (1869 von Otto Wuttke, 1933 von Adolf Plünnecke erweitert):






    Hier, Maienstraße Nr. 4 lebte einst der Theaterkritiker Friedrich Luft (1869 von Otto Wuttke, 1933 von Adolf Plünnecke erweitert):







    Maienstraße Nr. 3 (1869 von Otto Wuttke, 1897 von Johannes Lange):


    Direkt gegenüber wird den Mietern eines Hauses in der Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße ein Neubau vor die Fenster gesetzt:




  • Ein klarer Rekonstruktionskandidat. Mindestens in Richtung Amerikahaus, eigentlich aber besser hin zum ursprünglichen Aussehen. Das wäre eine enorme Aufwertung der Immobilie.

  • Der Neubau Crellestraße N°22a passte noch auf ein schmales Grundstück an der Langenscheidtbrücke.



    Auch ein Neubau, Hauptstraße N°3 am U-Bhf. Kleistpark.


    Gegenüber an der Grunewaldstraße das Medienhaus der UdK, erbaut als Königliche Kunstschule.


    Und zu guter Letzt das schöne Haus Hauptstraße/Kaiser-Wilhelm-Platz N°5, welches sich nicht mehr in weiß, sondern in einem kräftigen Beigeton zeigt.

    Der dekorative Dachknubbel ist neu.

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  • Der Neubau an Kurfürstenstraße neben der Zwölf-Apostel-Kirche dürfte bald fertig sein.


    Else-Lasker-Schüler-Straße


    Kurfürstenstraße

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  • Das Schöneberger Rathaus von 1911/14, nach dem Krieg vereinfacht wiederaufgebaut, soll für rund 32 Mio. € saniert werden. Ein schöner Nebeneffekt der Sanierung ist sicherlich folgendes:


    Quote

    Neben der Sicherheit muss jedoch auch der Denkmalschutz berücksichtigt werden. Das Rathaus hat mehrere Prachtsäle für politische und kulturelle Veranstaltungen. Der Brandenburgsaal im zweiten Stock erhält nach dem Umbau seine ursprüngliche Farbkombination zurück mit See- und Minzgrün und Amphoren im Stuck, zur Bauzeit orientierte man sich an römischen Villen.


    Das 100-Jahre-Rathaus wird saniert


    Schoeneberg rathaus 14.06.2012 12-26-38 [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], von Dirk Ingo Franke, vom Wikimedia Commons

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.