Aldersbach (Galerie)

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    • Aldersbach (Galerie)

      Das niederbayrische Aldersbach liegt im Tal der Vils, die wenige Kilometer unterhalb in Vilshofen in die Donau mündet. Der Ort hat etwa 4300 Einwohner und ist vor allem durch seine prächtige ehemalige Klosterkirche bekannt.

      Zuerst möchte ich aber den Ortsteil Kriestorfvorstellen. Die nachfolgenden Aufnahmen stammen von vorgestern.


      Im Ort finden sich noch einige gut erhaltene Häuser in Obergeschoss- oder Vollblockbauweise aus der Zeit um 1800.

      Einer der am besten erhaltenen Vierseithöfe im Unterbayrischen Hügelland ist der Goderhof aus dem 1. Drittel des 19. Jahrhunderts:



      Das Wohnhaus, die Giebelseite für die Region typisch mit Haupt- und Giebelschrot (mit Schrot, ausgesprochen in etwa „Schroud“, sind die Balkone gemeint).


      Süd- und Westflügel mit Stallungen und Traidkasten.



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    • Die Kirche Sankt Otmar zählt zu den wohl erhaltenen Landkirchen Niederbayerns aus spätgotischer Zeit:





      Der Flügelaltar eine wunderbar erhaltene Schöpfung aus der Zeit um 1515/20


      Im Schrein der hl. Otmar, flankiert von den hll. Wolfgang und Sebastian


      Die Flügelreliefs schildern die Martyrien der hll. Barbara und Katharina...


      ...sowie Margareta und Dorothea, letzteres mit dem abgeschlagenen Haupt der Heiligen und dem Knaben, der Theophilus einen Rosen und Äpfeln reicht, geschickt von Dorothea aus dem Paradiese.


      Glasgemälde mit kniendem Sifter vor dem hl. Otmar

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    • Walchsing ist ein weiteres Dorf im noch sehr ländlich geprägten Tal der Vils zwischen Kriestorf und Aldersbach mit 7 oder 8 noch erhaltenen Blockbauten, die unter Denkmalschutz stehen. 2 oder 3 wertvolle Blockbauten scheinen in den letzten 20 Jahren der Denkmalliste zufolge dort abgebrochen worden zu sein.

      Die Kriestorfer Straße mit einem verschindelten Obergeschossblockbau:



      Wenn die ältere Generation wegstirbt, verfällt das eine oder andere Haus, die jüngere Generation sitzt im schicken Landhaus-Neubau daneben.

      Ein stattliches Gebäude von 1809 in der Schönertinger Straße:







      Das Walchsinger Schloss mit charakteristischen Rauhputzrahmungen



      Fortsetzung folgt dann mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster in Aldersbach.
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    • Nach knapp 4 Jahren geht es hier weiter...

      Nun noch einige Aufnahmen der ehemaligen Zisterzienser-Klosterkirche und jetzigen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

      Der Westturm stammt von 1755


      Über dem Eingang eine Maria Immaculata, links und rechts die Heiligen Benedikt und Bernhard, darunter Reliefs mit Szenen aus dem Leben des Hl. Bernhard

      Überwältigend der Raumeindruck im Inneren:



      Die Ausstattung ein Hauptwerk der Gebrüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam

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    • Der Hochaltar stammt von 1723
      Über dem drehbaren Tabernakel eine Marienstatue des Weilheimers Johann Degler von 1620, seitlich die Hll. Petrus und Paulus, am Hochaltarbild von Matthias Kager 1619 der Hl. Bernhard knieend vor der Muttergottes, von der Milch der Weisheit genährt.


      Im Auszug eine von 88 Engeln umgebene Heiligste Dreifaltigkeit.


      Das Chorgestühl ein prächtiges Werk des Spätrokoko


      Marienaltar mit der Heimsuchung, seitlich Joachim und Anna




      Die schwungvoll gestaltete Orgelempore mit zwei Atlantenengeln, auf Egid Quirin Asam zurückgehend

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    • Danke für die schönen Bilder!
      Passend dazu noch das neue Geläut von 2013, dass das alte Gescheppere abgelöst hat. Wuchtig und warm, das letzte der traditionsreichen Glockengießer-Dynastie Perner aus Passau:

      ab 10:50 (vorher Einzelläuten)
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller