Berliner Innenhöfe & Hinterhöfe (Galerie)

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    • Berliner Innenhöfe & Hinterhöfe (Galerie)

      Hallo,

      In diesem Blog möchte ich auf die Berliner Hinterhöfe aufmerksam machen, die beachtliche Ausmaße annehmen können. Die bekanntesten sind wohl die Hackeschen oder die gemütlichen Heckmann-Höfe im Stadtteil Mitte.

      Hier möchte ich die weniger bekannten und sehr ruhigen Hinterhöfen vom St. Hedwigs-Hospital vorstellen, ebenfalls in Berlin Mitte.

      Haupt- und Seiteneingang vom Spital.

      flickr.com/photos/92920882@N05…/in/photostream/lightbox/

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      1. Hinterhof
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      auf dem Parkplatz
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      andere Seite
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      2. Hinterhof
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      3. Hinterhof
      netter eingefügter Neubau auf der rechten
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      auf dem Weg zur Tiefgarage, Blick in den Nachbarhinterhof
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      und der Blick zurück zum Eingangsgebäude
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      Alle Bilder von mir. Gemeinfrei.
    • Hallo Gaube! Super Thema!

      Wirklich schön dieses St. Hedwigs-Spital!

      Hast Du auch Bilder von Riehmers Hofgarten? Sicherlich einer der Höhepunkte der Berliner Hinterhöfe:

      berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/riehmers-hofgarten/

      In Wien gibt es übrigens ein Pendant dazu - den Margarethenhof (von Helmer und Fellner)!:





      Quelle: margarethenhof.at
      "Man kann einen gesellschaftlichen Diskurs darüber haben, was Meinungsfreiheit darf. Oder man hat Meinungsfreiheit!"
    • Schöne Fotos, Exilwiener!

      Die Riehmers Hofgärten sind in der Tat großartig. Wäre toll, wenn jemand ein paar Fotos posten könnte. Ich werd sobald ich Zeit hab noch ein paar Fotos von den Heckmann-Höfen und einem weiteren Hinterhof in Mitte hochladen. Wie hast Du die Fotos unverlinked den Thread bekommen?

      Hinweis: Bei Flickr auf "Alle Größen" gehen und dann Bild URL (rechtslick auf Bild) >>>copy&paste ins Forum
    • Hallo Gaube,

      willkommen in Forum - bin gespannt auf weitere Bilder von dir.

      Zu den Gebäuden von Riehmers Hofgarten habe ich leider keine Hofbilder parat; vielleicht mache ich mal welche, wenn ich dort mal wieder vorbeikomme.

      Damit es überhaupt zunächst weitere Resonanz gibt, habe ich Bilder von den einheitlichen Gebäuden und (drei) Durchgangshöfen zwischen Alter Jakobstraße 85/86 und Neuer Grünstraße 17 in der Luisenstadt hinzufügen.





















      Ergänzende Informationen:
      Gewerbehöfe Neue Grünstraße - Wikimedia Commons
      Eintrag in der Berliner Denkmaldatenbank
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Riehmers Hofgarten

      Exilwiener schrieb:

      Hast Du auch Bilder von Riehmers Hofgarten? Sicherlich einer der Höhepunkte der Berliner Hinterhöfe:
      berlin.de/orte/sehenswuerdigk…mers-hofgarten/


      Bilder von Riehmers Hofgarten dürfen in diesem Forum eigentlich nicht fehlen. Ich hab' mal schnell 25 Aufnahmen gemacht...

      Straßenfassade zur Yorckstraße.

      Im Vorderhaus befindet sich ein Hotel.




      Leider stört der Ausbau des Yorck-Kinos auf der linken Seite das Gesamtbild von Riehmers Hofgarten.




      1. Hofbucht zur rechten.






      Gesamtblick zurück, rechts die benachbarte Bonifatiuskirche.


      Hier der Beginn des Hofs zur Großbeerenstraße.






      Die 2. Hofbucht.




      Ausgangstor zur Großbeerenstraße.


      Fassade an der Großbeerenstraße.






      Kommando zurück.




      Es folgt der letzte Abschnitt; rechts die 4. Hofbucht.



      Ausgang zur Hagelberger Straße.


      Die beiden straßenseitigen Eingangsbauten.




      Gesamtbild an der Hagelberger Straße.

      .
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Danke, Palantir, für diese herrlichen Aufnahmen! Riehmers Hofgarten war selbst in der Nachkriegszeit, in der Berlin großflächig entstuckt wurde, immer geschützter Bereich und wirkte als ein Fanal und glanzvolles Dokument der Berliner Neurenaissance. Erstaunlich vor allem, dass der Maurermeister Riehmer solches zuwege brachte ohne Zuhilfenahme namhafter Architekten, gestützt auf das kollektive Vermögen, sich durch einen etablierten, ausgereiften Baustil und ein sicher beherrschtes Formenvokabular die gestaltende Hand führen zu lassen (da wird einem drastisch vor Augen geführt, was uns verloren gegangen ist, und was Heerscharen von Architekten nicht zu ersetzen vermögen!). Zu bedenken ist auch, dass Wilhelm Riehmer diese Lösung, einen Berliner Häuserblock von üblicher enormer Tiefe auf solche Weise zu erschließen, gegen den erklärten Widerstand der Berliner Baubehörde erkämpfen musste.
    • 1.000 Dank, Palantir!

      Riehmers Hofgarten ist dem Wiener Margaretenhof noch ähnlicher als ich dachte!

      "Berlins Stadtplanung hat keinen Plan"...wozu das Rad also neu entwerfen?! Die tragisch-traurig-verlüscherten Berliner Stadtplaner brauchen sich doch nur an solchen Gebäuden orientieren und Berlin könnte in weiten Teilen der Stadt wieder lebenswert werden. Einfach einmal die ideologisch-dogmatischen Betonschucherl ausziehenund wegwerfen...dann plant es sich gleich wieder einfacher und menschengerechter.

      Andererseits machen genau das bereits wieder ein paar Berliner Architekten - und zum Glück recht erfolgreich, wie man in den Bausituationssträngen beobachten kann. Die Politik ist - wie immer - hinten nach und stolpert weiter über ihre eigenen plumpen Füße.
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    • Berlin - Genthiner Privatstraße

      Sehr gut zu diesem Thema passt auch die Genthiner Privatstraße, die sich hinter der Nummer 30 verbirgt. Auf dem ersten Foto das 4. Haus von links.

      Das Haus Genthiner Straße selbst ist ein scheußlicher Bau aus den 70er Jahren und wird als Pflegeheim genutzt, man grault sich fast, durch die dustere Einfahrt in den Hof und somit zur kleinen Genthiner Privatstraße 30a - 30k zu gelangen.



      Dann aber staunt man doch, trotz der div. "Entstuckungen" und einiger schmucklosen Neubauten.

      Die mit spätklassizistischen Villen bebaute Straße entstand 1871 auf einem der französischen Emigrantenfamilie Nicolas gehörenden Gärtnergrundstück.
      Der von den Brüdern Carl und Paul Nicolas parzellierte, „Aaskuten-Enden", genannte Teil der Lützower Feldmark kam um 1870 durch Verkauf an wohlhabende Bürger, die sich hier - in der Nähe des verkehrsgünstig gelegenen Potsdamer Platzes - repräsentative Wohnhäuser erbauen ließen.

      „Begas-Winkel" nennt der Eingeweihte die schmale, in einem Halbrund endende Straße, nach einem ihrer prominentesten Bewohner, dem Maler Adalbert Begas, der in der Villa 30 i residierte. Auch sein noch berühmterer Bruder Reinhold, der zeitweise Am Karlsbad wohnte, hat das Atelier oft benutzt. Carl Joseph Begasse (1794 -1854), der Papa, hatte 1832 das Atelier Am Karlsbad gegründet.

      Luise von Parmentier wurde am 15. April 1850 in Wien geboren. Im Alter von 27 Jahren heiratete die Malerin ihren Berufskollegen Adalbert Begas, der damals 42 Jahre alt war. Begas gehörte einer Berliner Künstlerfamilie an, sein Bruder war der berühmte Bildhauer Reinhold Begas. Adalbert, ein seither fast vergessener Maler, war ebenso wie seine Frau ein Verehrer Italiens; er malte Genreszenen und andere Bilder mit romantischen Inhalten.
      Das Ehepaar bezog ein Haus mit Atelier im heute so genannten „Begas-Winkel“ in Berlin.




      In diesem Milieu der Abgeschiedenheit konnten Dinge reifen, wurden Gespräche geführt von Persönlichkeiten, unter denen Rudolf Alexander Schröder, der Lyriker, feinsinnige Essayist und Übersetzer vieler Meisterwerke der Weltliteratur, die wohl profilierteste war.



      Schröder wohnte hier von 1905 bis 1908. In seinem 1954 erschienenen Bändchen „Berlin einst und jetzt" schreibt er über diese Zeit: „Die drei Jahre, wo ich Berliner unter Berli­nern sein durfte, zähle ich zu den glücklichsten meines Lebens. Sie stehen unter dem Zeichen des gemeinsamen Haushalts, den ich mit dem mir schon von Paris her befreundeten Ehepaar Meier-Graefe führte. Wir hatten das Parterre inne, im Oberstock wohnte die Besitzerin, Louise Begas-Parmentier, eine alte Malerin, die allmonatlich zu Spaghetti und Würstchen einen Kreis erlauchter Geister um sich versammelte, darunter, neben angehenden Klaviervirtuosen, Bühnenstars, überalterten Sangesgrößen und literarischem Fußvolk aller Art, auch Isidora Duncan und Alfred Kerr, damals noch in voller Lockenpracht."

      Schröder erwähnt Besuche des Ehepaars Rilke und Gerhart Hauptmanns. Auch Hugo von Hofmannsthal, Richard Dehmel und der junge Max Beckmann fanden sich „in unserem Genthiner Winkel" ein.

      Etwa fünfzig Jahre zuvor lebte in diesem Hause im Erdgeschoss Louise Marell, die unverheiratet gebliebene Tochter eines französischen Diplomaten, die eng mit Prinzessin Hermine von Reuß, der späteren zweiten Gemahlin des letzten deutschen Kaisers, befreundet war.
      Oft sah man beide Damen hinter schweren Samtportieren bei einem Tässchen Tee plaudernd vor dem großen Kamin.
    • Danke für die Vorstellung des 'Begaswinkels', Spreetunnel.
      Ich kannte diesen schönen Hofbereich bislang gar nicht. Den städtebaulich abschreckenden Bereich Kurfürstenstraße, Genthiner Straße - sprich südlich rund um den Magdeburger Platz - durchfährt man wohl im Allgemeinen achtlos oder meidet ihn sogar ganz; zu Recht nicht zuletzt auch deshalb, wenn man den gewerblichen Schwerpunkt dieser Gegend berücksichtigt.
      Dass sich dort noch ein bedeutsamer Restbestand des einst reichen bürgerlichen Baubestands zwischen Lützowplatz und Potsdamer Straße erhalten hat, ist überraschend und erfreulich - und das ausgerechnet hinter einem der wohl fürchterlichsten Vorderhäuser der Straße! (EDIT: Muss mich korrigieren, es gibt leider noch sehr viel mehr schlimmere sad:) ).

      Noch zum Thema:
      Es gibt eine schöne Internetpräsenz mit dem Titel Berliner Höfe, welche zumindest 8 weitere Höfe (Riehmers Hofgarten haben wir hier ja schon) fotografisch dokumentiert und weitere Informationen bereithält. Vielleicht bekommen wir einige davon auch mal mit 'eigenen' Fotos vorgestellt...
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Mitte, Chausseestraße 123

      Berliner Höfe - Chausseestraße 123

      stadtentwicklung.berlin.de schrieb:

      Das Wohn- und Geschäftshaus Chausseestraße 123 ließ der Zimmermeister Carl Galluschki 1896 errichten. Für die Fassadengestaltung des Vorderhauses sind in eigenwilliger Weise Elemente der Neogotik, der Neorenaissance und des Jugendstils zusammengefügt. Von überdurchschnittlicher baukünstlerischer Qualität sind die Behandlung des roten Sandsteins und die feinen dekorativen Details wie z.B. die schmiedeeiserne Rahmung des unteren Erkergeschosses und die Balkongitter. Der Fassadenaufbau mit einem Mittelerker über die drei Hauptetagen und den seitlichen Achsen mit Balkonen und Loggien spiegelt die großzügige Grundrisslösung im Innern wider.
      Bereits die Vorderhausdurchfahrt mit den farbig glasierten Verblendern deutet auf die andersartige Gestaltung der Hofgebäude. Hier ist in gutem Zustand die originelle farbige Innenhofgestaltung mit Ornamentbändern überliefert, für die der Zimmermeister Galluschki bekannt war. Weitere Werke dieser Art von Galluschki sind im Wedding zu finden.


      Der Durchgang zum 1. Hof.


      Der 1. Hof ist zum linken Nachbarhaus mangels Hinterbebauung offen und mit dem Hof von N°124 vereinigt.




      Durchgang zum 2. Hof.


      Hier ist die linke Seite durch ein Grenzmauer verschlossen. Dahinter liegt der rückwärtige Bereich des Brecht-Hauses (N°125) und dann der Dorotheenstädtische Friedhof.






      Blick zurück Richtung 1. Hof.


      Und zum Vorderhaus an der Chausseestraße.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Die pittoreskesten Hinterhöfe in großer Zahl unter den Großstädten hat mE Lübeck. In der Innenstadt die tollsten, metropolischsten hat Leipzig. Und Berlin hat auf jeden Fall eine herausragende Vielfalt, Gesamtzahl und auch ein wahnsinniges Repertoire an Hinterhofleben.
    • Berlins vielleicht schönste Gründerzeitanlage, Riemers Hofgarten (siehe Beitrag 8) soll jetzt teilweise für eine dort einzurichtende Flüchtlingsunterkunft zwangs-beschlagnahmt werden. :kopfschuetteln: Von rechtsstaatlichen Grundsätzen scheint die rot-rot-grün dominierte Stadtverordnetenversammlung nicht viel zu halten. Um es mit der Mutter aller Flüchtlinge zu sagen: Dies ist nicht mehr mein Land! :kotz:
      Quelle: Focus und Morgenpost
      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von -Bismarck- ()

    • Kralle schrieb:

      Von rechtsstaatlichen Grundsätzen scheint die rot-rot-grün dominierte Stadtverordnetenversammlung nicht viel zu halten.



      1. Die Stadtverordnetenversammlung von Berlin heißt Abgeordnetenhaus.

      2. Dieses ist nicht rot-rot-grün dominiert, sondern rot-schwarz.

      3. Das spielt aber vorliegend auch keine Rolle, da die Flüchtlingsunterbringung Sache der Bezirke ist.

      4. Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain--Kreuzberg ist allerdings grün-rot dominiert.

      5. Die Durchführung die Unterbringung von Flüchtlingen obliegt dem Bezirksamt. Dieses muss irgendwie Raum für die Unterbringung beschaffen.

      6. Die Beschlagnahme von leerstehendem Wohnraum ist nicht rechtswidrig, wenn anderweitig dieser nicht beschafft werden kann.

      Das mag man gut finden oder nicht. Irgendjemand in Verwaltung oder Kommunalparlamenten rechtsstaatswidriges Verhalten vorzuwerfen, ist jedoch verfehlt. Das nicht zu tun kann man zumindest von einem Berufspreussen erwarten.

      Eine etwaige Diskussion hierüber mag vom Hinterhof in den Keller getragen werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreas ()