Duisburg - Mercator-Quartier

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Wissen.de schrieb:

      (...) Erstens ist das Areal mega zentral, also um ehrlich zu sein ist es das Zentrum vom Zentrum, ... (...)

      Na ja. Das Zentrum vom Zentrum, würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Zumindest ist das eine Ansichtssache. Für mich ist das Zentrum die Königstraße, zwischen dem Theater und dem FORUM Einkaufszentrum. Der Bereich an der Salvatorkirche und dem Rathaus, ist, aus meiner Sicht, eher etwas abgelegen. Das liegt aber sicher auch an den überdimensionierten Straßenschneisen, die das Stadtzentrum zerschneiden. An der Staßensituation wird sich ja leider nichts ändern. Das neue Viertel liegt dann, wie eine Insel, in der Mitte. Was dort entsteht, ist auf jeden Fall besser als das, was vorher da war. Aber eine bessere Anbindung, ein Zusammenwachsen der Innenstadt, wird so nicht gelingen. Dazu hätte man einige Straßen verschmälern, oder zu Fußgängerbereichen umgestalten müssen.

      An der Architektur lässt sich wohl nichts mehr ändern. Da war die Meinung des gemeinen Bürgers auch scheinbar nicht gefragt. Zumindest blieb meine Anfrage damals unbeantwortet.

      Das Mercatorhaus ist später zwischen monotonen Fassaden mit Riesenfenstern eingeklemmt. Es wird eher wie ein Fremdkörper wirken und dem gesamten Bauprojekt nicht viel helfen. Aber ich lasse mich gern überraschen. Wenn es losgeht, werde ich gern Bilder vom Baufortschritt machen.
    • @ Neußer

      es ist immer eine Frage der Betrachtung. Ich würde das Areal um das Rathaus und die Salvatorkirche schon als das eigentliche Zentrum ansehen, nur ist es ob der städtebaulich schwierigen Lage etwas in die zweite Reihe gerückt. Gerade durch die Revitalisierung des Hafenarals wird der Bereich immer wichtiger, weil es das zentrale Bindeglied zwischen Königstraße und Hafen wird.
      Ich habe Duisburg auch umfassend dokumentiert. Auf Wunsch und bei bei zeitlicher Gelegenheit kann ich mal eine Fotostrecke einstellen. Denn so sehr NRW hier im Forum oft links liegen gelassen wird, umso beachtlicher ist das, was man real noch vorfindet, wenn man nach schönen Dingen sucht.
      So hat mir Duisburg deutlich besser gefallen wie vorher erwartet. Dies gilt auch für Teile von Düsseldorf. Auch Paderborn hat in Teilen wirklich überraschend schöne Ecken. Alles toppt aber Bonn, dass eine derarte Breite an Altbausubstanz aufweist, dass hier selbst Aachen nicht mithalten kann. Ich versuche ja seit Jahren, NRW hier im Forum etwas zu pushen, vielleicht gelingt es mir ja noch :biggrin:
      APH - am Puls der Zeit
    • Wissen.de schrieb:

      (...) Ich habe Duisburg auch umfassend dokumentiert. Auf Wunsch und bei bei zeitlicher Gelegenheit kann ich mal eine Fotostrecke einstellen. (...)
      Ja bitte. Auf jeden Fall.

      Mit NRW verbindet man ja leider meistens die großen Städte, wie Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum. Natürlich gibt es da noch viel mehr und auch viel schönere Ecken. Ich habe ja selber auch schon einige Galerien gestartet. Zum Beispiel Kevelaer, Kempen oder Warendorf. Die sind eher weniger bekannt.

      In Duisburg bin ich echt mal gespannt. Möglicherweise gelingt da doch ein ganz nettes Quartier. Laut der jetzt verfügbaren Visualisierungen, kann ich mir das nicht so recht vorstellen.
    • Ich finde, dass das Hafenquartier sehr ansprechend geworden ist und es sind dort auch noch viele Freiflächen, die zur weiteren Entwicklung genutzt werden können. Zugegeben, Duisburg ist nicht Hamburg, aber ich finde, dass man schon jetzt viel aus dem Hafenareal gemacht hat und dass hier auch noch einige historische Hafengebäude stehen, sorgt für bemerkenswerten Charme.

      Gerade die Ruhrgebietsstätte müssten einfach mal völlig neue Konzepte zur Stadtentwicklung gehen. Manchmal scheint es, dass man vor bestimmten Entwicklungen resigniert und bestimmte Areale schlicht aufgegeben hat. Dass dem nicht so sein muss, zeigt Siegen. Hier sind bemerkenswert positve Entwicklungen im Gange, die bis vor 5 Jahren undenkbar waren. Es bedarf dann aber auch des Mutes der entscheidenden Akteure, Neues zu wagen.

      Und man muss auch ehrlich sein, gerade das Ruhrgebeit braucht finanzielle Unterstützung von außerhalb. Aus eigener Kraft werden viele notwenige Maßnahmen, die nur die öffentliche Hand leisten kann, nicht zu stemmmen sein. Hier ist man zwingend auf Bundesmittel und europäische Unterstützung angewiesen. Die Infrastruktur und elementare Aufgabenfelder der öffentlichen Hand sind, und das muss man ehrlicherweise auch mal ansprechen, in Teilen des Ruhrgebiets derart unterfinanziert und in der Folge auch partiell aufgegeben, dass eines der reichsten Länder der Welt diesen Zustand nicht dauerhaft akzeptieren kann.
      APH - am Puls der Zeit
    • Würde mich auch mal interessieren, eine Galerie vom Ruhrgebiet.... auf einer Radtour in diesem Sommer habe ich viel Essen sowie etwas Mülheim und Duisburg gesehen, in der Summe schon hart vom Stadtbild, sogar aus Bremer Warte. Aber man hat den Eindruck, dass sie was machen wollen, aus dem, was sie haben. Und man darf nicht vergessen, diese Städte hat es so dermaßen hart erwischt im Krieg, dagegen sind Bremen und Hamburg noch richtig gut weggekommen. Dort war es weniger "der eine" große Bombenangriff als einfach permanente Bombardierung, schon früh im Krieg und bis zuletzt.

      Zeche Zollverein ist natürlich der Hammer für den Freund von industrieller Backsteinarchitektur, in der Innenstadt dann doch noch einiges (verstümmeltes) aus der Gründerzeit, mehr als ich dachte. Auch Mülheim scheint sich an der Ruhr ganz gut herausgeputzt zu haben mit einem funktionierenden, klassisch angehauchten neuen Viertel mit Marina und Promenade dort. Von Duisburg habe ich aber wirklich ausschließlich Gruusch gesehen, allein die Gegend um den Hauptbahnhof... irre, dass es so etwas in Deutschland noch gibt, in einer Stadt mit 500.000 Einwohnern. Wenn man aus dem verrotteten Hauptbahnhof kommt, steht rechterhand eine zweistöckige Reihe gedrungener Nachkriegsklinkerhäuser, die so in einer Bremer Vorstadt stehen könnten und links eine fürchterliche Hochgarage.

      Auch Essen insgesamt selbst im gelobten Süden irgendwie zerfranst, die "Szenemeile" Rüttenscheider Straße zwar lebendig und mit viel Gastronomie, aber doch nirgends richtig schön im Sinne von mal mehr als zwei oder drei alte Häuser am Stück, ganz viel üble Soße dazwischen. Auch die Dortmunder Nordstadt, die ja immer als eines der größten zusammenhängenden Gründerzeitviertel NRWs gilt in dem, was ich vom Bahnhof kommend gesehen habe, wahnsinnig runtergekommen und alles andere als geschlossen, kann aber sein, dass ich die guten Ecken nicht gesehen habe.

      Soll auch alles andere als repräsentativ sein, man kann auch in Bremen mit etwas Pech fast durchgehend in der Nachkriegssuppe bleiben, wenn man keine Ahnung hat.