Duisburg - Mercator-Quartier

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Wissen.de schrieb:

      (...) Erstens ist das Areal mega zentral, also um ehrlich zu sein ist es das Zentrum vom Zentrum, ... (...)

      Na ja. Das Zentrum vom Zentrum, würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Zumindest ist das eine Ansichtssache. Für mich ist das Zentrum die Königstraße, zwischen dem Theater und dem FORUM Einkaufszentrum. Der Bereich an der Salvatorkirche und dem Rathaus, ist, aus meiner Sicht, eher etwas abgelegen. Das liegt aber sicher auch an den überdimensionierten Straßenschneisen, die das Stadtzentrum zerschneiden. An der Staßensituation wird sich ja leider nichts ändern. Das neue Viertel liegt dann, wie eine Insel, in der Mitte. Was dort entsteht, ist auf jeden Fall besser als das, was vorher da war. Aber eine bessere Anbindung, ein Zusammenwachsen der Innenstadt, wird so nicht gelingen. Dazu hätte man einige Straßen verschmälern, oder zu Fußgängerbereichen umgestalten müssen.

      An der Architektur lässt sich wohl nichts mehr ändern. Da war die Meinung des gemeinen Bürgers auch scheinbar nicht gefragt. Zumindest blieb meine Anfrage damals unbeantwortet.

      Das Mercatorhaus ist später zwischen monotonen Fassaden mit Riesenfenstern eingeklemmt. Es wird eher wie ein Fremdkörper wirken und dem gesamten Bauprojekt nicht viel helfen. Aber ich lasse mich gern überraschen. Wenn es losgeht, werde ich gern Bilder vom Baufortschritt machen.
    • @ Neußer

      es ist immer eine Frage der Betrachtung. Ich würde das Areal um das Rathaus und die Salvatorkirche schon als das eigentliche Zentrum ansehen, nur ist es ob der städtebaulich schwierigen Lage etwas in die zweite Reihe gerückt. Gerade durch die Revitalisierung des Hafenarals wird der Bereich immer wichtiger, weil es das zentrale Bindeglied zwischen Königstraße und Hafen wird.
      Ich habe Duisburg auch umfassend dokumentiert. Auf Wunsch und bei bei zeitlicher Gelegenheit kann ich mal eine Fotostrecke einstellen. Denn so sehr NRW hier im Forum oft links liegen gelassen wird, umso beachtlicher ist das, was man real noch vorfindet, wenn man nach schönen Dingen sucht.
      So hat mir Duisburg deutlich besser gefallen wie vorher erwartet. Dies gilt auch für Teile von Düsseldorf. Auch Paderborn hat in Teilen wirklich überraschend schöne Ecken. Alles toppt aber Bonn, dass eine derarte Breite an Altbausubstanz aufweist, dass hier selbst Aachen nicht mithalten kann. Ich versuche ja seit Jahren, NRW hier im Forum etwas zu pushen, vielleicht gelingt es mir ja noch :biggrin:
      APH - am Puls der Zeit
    • Wissen.de schrieb:

      (...) Ich habe Duisburg auch umfassend dokumentiert. Auf Wunsch und bei bei zeitlicher Gelegenheit kann ich mal eine Fotostrecke einstellen. (...)
      Ja bitte. Auf jeden Fall.

      Mit NRW verbindet man ja leider meistens die großen Städte, wie Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum. Natürlich gibt es da noch viel mehr und auch viel schönere Ecken. Ich habe ja selber auch schon einige Galerien gestartet. Zum Beispiel Kevelaer, Kempen oder Warendorf. Die sind eher weniger bekannt.

      In Duisburg bin ich echt mal gespannt. Möglicherweise gelingt da doch ein ganz nettes Quartier. Laut der jetzt verfügbaren Visualisierungen, kann ich mir das nicht so recht vorstellen.
    • Ich finde, dass das Hafenquartier sehr ansprechend geworden ist und es sind dort auch noch viele Freiflächen, die zur weiteren Entwicklung genutzt werden können. Zugegeben, Duisburg ist nicht Hamburg, aber ich finde, dass man schon jetzt viel aus dem Hafenareal gemacht hat und dass hier auch noch einige historische Hafengebäude stehen, sorgt für bemerkenswerten Charme.

      Gerade die Ruhrgebietsstätte müssten einfach mal völlig neue Konzepte zur Stadtentwicklung gehen. Manchmal scheint es, dass man vor bestimmten Entwicklungen resigniert und bestimmte Areale schlicht aufgegeben hat. Dass dem nicht so sein muss, zeigt Siegen. Hier sind bemerkenswert positve Entwicklungen im Gange, die bis vor 5 Jahren undenkbar waren. Es bedarf dann aber auch des Mutes der entscheidenden Akteure, Neues zu wagen.

      Und man muss auch ehrlich sein, gerade das Ruhrgebeit braucht finanzielle Unterstützung von außerhalb. Aus eigener Kraft werden viele notwenige Maßnahmen, die nur die öffentliche Hand leisten kann, nicht zu stemmmen sein. Hier ist man zwingend auf Bundesmittel und europäische Unterstützung angewiesen. Die Infrastruktur und elementare Aufgabenfelder der öffentlichen Hand sind, und das muss man ehrlicherweise auch mal ansprechen, in Teilen des Ruhrgebiets derart unterfinanziert und in der Folge auch partiell aufgegeben, dass eines der reichsten Länder der Welt diesen Zustand nicht dauerhaft akzeptieren kann.
      APH - am Puls der Zeit
    • Würde mich auch mal interessieren, eine Galerie vom Ruhrgebiet.... auf einer Radtour in diesem Sommer habe ich viel Essen sowie etwas Mülheim und Duisburg gesehen, in der Summe schon hart vom Stadtbild, sogar aus Bremer Warte. Aber man hat den Eindruck, dass sie was machen wollen, aus dem, was sie haben. Und man darf nicht vergessen, diese Städte hat es so dermaßen hart erwischt im Krieg, dagegen sind Bremen und Hamburg noch richtig gut weggekommen. Dort war es weniger "der eine" große Bombenangriff als einfach permanente Bombardierung, schon früh im Krieg und bis zuletzt.

      Zeche Zollverein ist natürlich der Hammer für den Freund von industrieller Backsteinarchitektur, in der Innenstadt dann doch noch einiges (verstümmeltes) aus der Gründerzeit, mehr als ich dachte. Auch Mülheim scheint sich an der Ruhr ganz gut herausgeputzt zu haben mit einem funktionierenden, klassisch angehauchten neuen Viertel mit Marina und Promenade dort. Von Duisburg habe ich aber wirklich ausschließlich Gruusch gesehen, allein die Gegend um den Hauptbahnhof... irre, dass es so etwas in Deutschland noch gibt, in einer Stadt mit 500.000 Einwohnern. Wenn man aus dem verrotteten Hauptbahnhof kommt, steht rechterhand eine zweistöckige Reihe gedrungener Nachkriegsklinkerhäuser, die so in einer Bremer Vorstadt stehen könnten und links eine fürchterliche Hochgarage.

      Auch Essen insgesamt selbst im gelobten Süden irgendwie zerfranst, die "Szenemeile" Rüttenscheider Straße zwar lebendig und mit viel Gastronomie, aber doch nirgends richtig schön im Sinne von mal mehr als zwei oder drei alte Häuser am Stück, ganz viel üble Soße dazwischen. Auch die Dortmunder Nordstadt, die ja immer als eines der größten zusammenhängenden Gründerzeitviertel NRWs gilt in dem, was ich vom Bahnhof kommend gesehen habe, wahnsinnig runtergekommen und alles andere als geschlossen, kann aber sein, dass ich die guten Ecken nicht gesehen habe.

      Soll auch alles andere als repräsentativ sein, man kann auch in Bremen mit etwas Pech fast durchgehend in der Nachkriegssuppe bleiben, wenn man keine Ahnung hat.
    • Mercatorhaus soll 4,5 Millionen kosten

      Seinbar ist die Finanzierung zur Rekonstruktion des Mercatorhauses noch nicht in trockenen Tüchern.

      Rheinische Post schrieb:

      (...) Die angestrebte Nutzung spielt auch für die Finanzierung eine entscheidende Rolle. Die Bürgerstiftung alleine kann derzeit noch nicht genug Eigenkapital aufbringen, um ihr Vorhaben umzusetzen. „Wir sind auf Hilfe von Privatleuten, Stiftungen und Unternehmen sowie auf Fördergelder angewiesen“, sagt Becker. „So ist zum Beispiel die Beteiligung der Stiftung Mercator von einem Nutzungskonzept abhängig, das seinen Fokus auf dem Bereich Kulturelle Bildung hat.“ (...)
      Ob das "Ott-Vogel-Haus" (Hier vorne rechts) rekonstruiert wird, hängt wohl von der Großzügigkeit eines Inverstors ab. Ich dachte immer, die Reko sei sicher.

      Rheinische Post schrieb:

      (...) Was die Realisierung des Ott-Vogel-Hauses angeht, hoffen wir auf den Investor, der das neben dem Haus liegende Hotel realisiert.“ (...)
      Ich hoffe, daß wenigstens dieses kleine Ensemble von historischen Häusern realisiert wird. Wenn schon der Rest des Quartiers eher mittelmäßig zu werden scheint.
    • Veranstaltungshinweis:


      Stadtentwicklung im Dialog
      Vom Industriestandort zum Wohnstandort?
      - Entwurf des Regionalplans in der Diskussion

      am 4. Dezember 2018, 19:00 Uhr
      Konferenz- und Beratungszentrum Der Kleine Prinz
      Schwanenstraße 5 - 7
      Duisburg-Mitte

      Ein neuer Regionalplan für die Metropole Ruhr
      Für die Entwicklung der
      Stadt Duisburg weist der Plan wichtige Vorgaben zur Wohn- und
      Gewerbeflächenentwicklung aus. Wohnen und Arbeiten in der Stadt werden
      in den Fokus gerückt.
      Der Regionalplan Ruhr
      liegt im Entwurf zur Beteiligung der Öffentlichkeit aus. Er trifft
      Festlegungen in Form von Zielen und Grundsätzen zur Entwicklung, Ordnung
      und Sicherung der Metropole Ruhr. Eingeflossen sind hier die Planungen
      aus dem Projekt Duisburg 2027.

      Mit derStadtentwicklungsstrategie Duisburg 2027 wurde ein intensiver Prozess in
      der Stadt mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zur
      Zukunftsausrichtung Duisburgs auf den Weg gebracht. Die Frage nach der
      zukünftigen Lebensqualität in der Stadt zusammengefasst in der Strategie
      für Wohnen und Arbeiten und die darauf aufbauenden teilräumlichen
      Strategiekonzepte sind als Grundlage in den Regionalplan eingeflossen.
      Die Abwanderung besonders von besser verdienenden Bürgerinnen und
      Bürgern in den letzten Jahrzehnten ins Umfeld hat auch zum
      Einwohnerrückgang Duisburgs beigetragen. Die Entwicklung von attraktiven
      Wohnbauflächen in der Stadt konnte nicht die Nachfrage befriedigen.


      Geplante Flächenentwicklungen mit mehreren tausend Wohneinheiten, vom
      freistehenden Einfamilienhaus bis zum Geschosswohnungsbau, resultieren
      aus dem Planungsprozess und zeigen den wichtigen Stellenwert in der
      Stadtentwicklung und -planung. Verbunden damit ist auch die Frage nach
      der Weiterentwicklung nachhaltiger Lebensqualität. Die Fragen nach dem
      Stellenwert von Wohnraumentwicklung für Duisburg, die Qualität von
      Wohnungsbeständen, nachgefragte Standards und die Auswirkungen für die
      Gesamtentwicklung der Stadt sind Themen des Diskussionsforums.

      Podiumsteilnehmer:
      - Carsten Tum, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt
      - Martin Tönnes, Beigeordneter RVR Bereich Planung
      - Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer GEBAG
      - Axel Quester, Geschäftsführer Armin Quester Immobilien
      - Andrea Bestgen-Schneebeck, Leiterin des Amtes für Soziales und Wohnen

      Moderation: Willi Mohrs, WAZ

      Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an dem Diskussionsforum teilzunehmen!

      Weitere Veranstaltung geplant
      Am Dienstag, 22. Januar
      2019, wird ein weiteres Diskussionsforum zum Regionalplan Ruhr
      stattfinden. Das Thema der Veranstaltung lautet "Flächenentwicklungen
      für Gewerbe und Industrie". Weitere Informationen folgen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Im Auftrag

      Georg Puhe
    • Neußer schrieb:

      Wissen.de schrieb:

      (...) Erstens ist das Areal mega zentral, also um ehrlich zu sein ist es das Zentrum vom Zentrum, ... (...)
      Na ja. Das Zentrum vom Zentrum, würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Zumindest ist das eine Ansichtssache. Für mich ist das Zentrum die Königstraße, zwischen dem Theater und dem FORUM Einkaufszentrum. Der Bereich an der Salvatorkirche und dem Rathaus, ist, aus meiner Sicht, eher etwas abgelegen. Das liegt aber sicher auch an den überdimensionierten Straßenschneisen, die das Stadtzentrum zerschneiden.

      Apollo schrieb:

      @ Neußer

      es ist immer eine Frage der Betrachtung. Ich würde das Areal um das Rathaus und die Salvatorkirche schon als das eigentliche Zentrum ansehen, nur ist es ob der städtebaulich schwierigen Lage etwas in die zweite Reihe gerückt.

      Soweit alles Richtig erkannt!
      Der ursprüngliche Kern von Duisburg, also die Altstadt, wird durch die Straßen: Springwall, Kuhlenwall, Sonnenwall, Steinische Gasse eingegrenzt. Weitestgehend existiert noch die Stadtmauer und einige Wehrtürme, die den ursprünglichen Kern sichtbar eingrenzen. Die Beekstraße in der Altstadt war einst eine lebendige Einkaufsmeile, heute herrscht in diesem Bereich, Leerstand.
      img.oldthing.net/8867/24311451…-Brunnen-Kat-Duisburg.jpg

      Die Königstraße befindet sich im Dellviertel, das es erst seit der Mitte des 19 Jahrhunderts gibt.
      Die Schwanenstraße bildet, eine faktische Barriere. Von der Beekstraße über die Königsstraße bis zum Hauptbahnhof dehnt sich die Einkaufsmeile aus. Hinzukommen Seitenstraßen wie die Düsseldorfer und Sonnenwall.
      Durch die Umgestaltung der Königsstraße zur Fußgängerzone, hat sich entsprechend auch vieles ins Dellviertel zentriert. Mit den üblichen Problemen, mit den der Einzelhandel, zu kämpfen hat und der Eröffnung des ,,FORUM" konzentriert sich das Städtische Leben faktisch auf dem König-Heinrich-Platz.

      Königsstraße vom Hauptbahnhof aus gesehen, 1970er Jahre
      img.oldthing.net/8867/23602678…g-Duisburg-Stadtkreis.jpg

      Königsstraße vom Hauptbahnhof aus gesehen, 1980er Jahre
      tram-duisburg.de/8Achser/09-N_Wagen.JPG

      Königsstraße in den 2010er Jahren
      view.stern.de/de/picture/37133…smarkt-duisburger-940.jpg
      Eine Stadt braucht architektonische Vielfalt, aus jeder Epoche.