Einige Impressionen aus dem urigen Hamburger Gängeviertel. Und bitte nicht wundern, dass ich plötzlich so viele historische Fotos „spamme“, aber ich hab einen großen Fundus zuhause noch aus meiner Zeit von „Buntes Deutschland“ und ich möchte sie auch mal in Schwarz/Weiß zeigen. Wär ja schade drum, wenn die Bilder im stillen Kämmerlein verrotteten.
Hamburg in alten Ansichten
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Das letzte Bild wieder einmal das Geburtshaus von Johannes Brahms!!!

Danke!!!
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Das Gängeviertel in Hamburg in colorierten Aufnahmen

Stadtplan des Gängeviertel

Kornträgergang Nr. 11

Hof Breitergang Nr. 11 Ruhestunde

Rademachergang, spielende Kinder im Hof

Breitergang Hof, Budenwohnungen in Ihrer ursprünglichen Form

Langer Gang Hof 32

Schulgang Hof Nr. 8

Kornträgergang 12 Treppenhaus

Barocktür im Rademachergang

Blick aus dem Ebräergang

Kornträgergang Ecke Rademachergang

Langer Gang Hof 32

Hof Schulgang

Langer Gang

Wo.?

Länger Gang 32 Hof

Hof im Breiten Gang

Altes Walmhaus Ecke Ebräergang und Kugelsort

Wird fortgesetzt, Dank an die übermittelnden Aufnahmen der Fotocomunity.
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Hof Schulgang, nur eine andere Perspektive.
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Es geht weiter Hamburger Gängeviertel
Foto-Zeitreise: Als Hamburgs Gängeviertel die größten Slums Europas waren…
Im 19. Jahrhundert wird Hamburg immer reicher und mächtiger. Dennoch müssen viele Hamburger in Armut leben. Sie hausen in winzigen Wohnungen und dunklen Kellern ohne Kanalisation und sauberes Trinkwasser. Im Sommer 1892 sterben in nur sechs Wochen 10.000 Menschen an einer Cholera-Epidemie, die vor allem in Hamburgs “Gängevierteln” wütet, den damals größten Slums Europas. Als Folge werden die Viertel dem Erdboden gleichgemacht. Doch bevor sie vollends verschwinden, werden sie von Fotografen aufgesucht. Mit Holzkameras dokumentieren sie die verwinkelten Labyrinthe für die Ewigkeit …
Wo ?

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Ecke Schul - und Ebräergang
Ausblick im Kornträgergang

Kornträgergang im Schatten

Blick auf Schul-, Ebräergang und Kugelshort

Schulgang 8, Rauch und Dunst fängt sich...

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Rademachergang 47

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Rademachergang

Kornträgergang, 1,20 m breit, sehr baufällig, daher abgestützt

Schulgang

Rückseite Kornträgergang 6- 9

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ich bin wirklich erstaunt wie urig Hamburg hier auf den Bildern erscheint.
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Urig oder verbaut, runtergekommen, hygienisch katastrophal - das ist halt Ansichtssache.
Ich glaube, über die Wohnverhältnissse in diesen engen Vierteln machen wir uns heute kaum noch realistische Vorstellungen .
Entkernt und modernisiert sieht das dann natürlich wieder anders aus.
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Quote
Entkernt und modernisiert sieht das dann natürlich wieder anders aus.
Ja, so wie Harald Glööckler wahrscheinlich oder ein 80 Jähriger mit Facelift, so wie eben fast alle unsere Fachwerkhäuser aussehen.
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Ich meine nicht eine Modernisierung der Fassaden, sondern eine im Inneren der Gebäude.
Oder würdest du lieber nachts über den Hof zum Plumpsklo gehen?
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Hakemann es war ebend eine andere Zeit, ich möchte auch weiterhin historische Aufnahmen zeigen aus Respekt an die damaligen Zeit.
Wen ein Volk nicht seine Geschichte ehrt, hat dieses Volk keine Zukunft.
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Hakemann es war ebend eine andere Zeit, ich möchte auch weiterhin historische Aufnahmen zeigen aus Respekt an die damaligen Zeit.
Wen ein Volk nicht seine Geschichte ehrt, hat dieses Volk keine Zukunft.
Das habe ich doch gar nicht in Abrede gestellt. Und du wirst kaum jemanden finden der die deutsche Geschichte mehr in Ehren hält als ich es tue.
Aber das heißt doch nicht, dass man verbesserungswürdige Aspekte eines vorliegenden Bebauungszustandes nicht erkennen und benennen darf. Es hatte ja Gründe, dass die Menschen um 1900 lieber in den neugebauten Gründerzeithäusern wohnen wollten und der Abriss gerade von einfachen Fachwerkbauten kaum Kritik hervorgerufen hat.
Zum Glück fand diesbezüglich dann auch bald ein Umdenken statt, weil man zunehmend den Wert alter Häuser für das historisch gewachsene "romantische" Stadtbild erkannte. Und aus heutiger Sicht, mit all den zwischenzeitlichen Verlusterfahrungen, ist ohnehin jeder Abriss , jede Entstuckung und dergleichen mehr doppelt zu bedauern.
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Es ist schon richtig, dass derartige Altstadtgebiete heute nur die Funktion einer "Nostalgie-Zone" hätten und ausschließlich touristisch nutzbar wären, und zwar vorzugsweise in Kleinstädten. Für eine Metropole würde eine derartige Fläche bzw Anhäufung von Gassen und Winkeln ein schwerwiegendes Problem darstellen. Dazu kommt, dass der architektonische Wert gemessen an niedersächsischen, hessischen, fränkischen Fachwerkbeständen sehr niedrig ist. Im heutigen Hamburg wären demnach solche Straßen und Gassen höchst selektiv erhalten worden. Das ist natürlich immer noch besser als die unselektive Zerstörung in rein feindlicher Absicht, aber unterm Strich hätte für Alt-Hamburg kaum so etwas wie eine realistische Überlebenschance als Ganzes bestanden (dh sogar lediglich im Sinne des ohnedies reduzierten Bestandes von 1940).
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Woran machst du denn fest, das der architektonische Wert niedrig ist? Wegen der fehlenden Fächerrosetten oder Schnitzereien? Der Vergleich hinkt ein bisschen. Du siehst doch (oder vielleicht auch nicht) wie malerisch es aussah mit all den verschobenen, verwinkelten Dächern und Gassen, alles heterogen über die Jahre gewachsen.
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Solche Gänge gab es auch in Kopenhagen. Sie wurden alle vor 1945 abgerissen.
Waren die Gänge in Lübeck auch so heruntergekommen?
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In Lübeck mag es sicher Gänge und Wohnungen gegeben haben mit bescheideneren Lebensumständen; aber so krass überzeichnet, wie sie von Breloer in den Buddenbrooks (2008) dargestellt werden (Stichwort: das plötzlich und unerwartet erfolgte Dahinscheiden des Torteessenden Senators Möllendorpf), will man sie sich denn doch nicht vorstellen.
Auf Immoscout stehen eigentlich immer mal wieder Ganghäuser zum Verkauf und bieten so einige interessante Einblicke.
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Historische Luftaufnahme des Hamburger Stadtzentrums:

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Wahnsinn, diese Nikolaifleetschleife muss ja wunderschön gewesen sein. Heute im Kontrastprogramm eine Stadtautobahn durchgezimmert mit fetter Brücke, andere Fleete zugeschüttet. Das hätte man so nicht machen müssen, Kriegszerstörung hin oder her.
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