Lübeck - Neubauten im Gründerviertel

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Mündener wrote:

      Ich halte die Entwicklung in Lübeck sogar langfristig für bedeutender als die großen genannten Rekonstruktionsprojekte - sie zeigt nämlich, dass man mit entsprechend strengen Vorgaben, die über den Stadtgrundriss hinausgehen, auch heute noch in der Lage ist, ansprechende Architektur und vor allem ein städtebaulich gelungenes Gesamtbild herzustellen - und das weitestgehend ohne Rekonstruktionen, sondern einfach durch die Einhaltung lokaler Charakteristika.

      Der nächste wichtige Schritt wäre ein Viertel, wo man ebendies ohne einen Kontext wie die Lübecker Altstadt, die solche Vorgaben geradezu erzwingt, hinbekommt.
      Das sehe ich ganz ähnlich. Das Lübecker Gründerviertel ist ein Meilenstein. Nicht überall kann man rekonstruieren, insofern sind wir alle darauf angewiesen, dass auch Viertel entstehen, die ohne Rekonstruktion attraktive und urbane Stadträume schaffen.
      Und es braucht auch wahrlich nicht viel: Aufgreifen traditioneller Elemente und vor allem Kleinteiligkeit.
    • Mündener wrote:

      Der nächste wichtige Schritt wäre ein Viertel, wo man ebendies ohne einen Kontext wie die Lübecker Altstadt, die solche Vorgaben geradezu erzwingt, hinbekommt.
      Da wäre dann dieser Vorort vom schwedischen Mälmo ein ganz heißer Kandidat der zum Vorbild taugt, der sich sogar überwiegend an schlichten norddeutschen Giebelbauten der Hansezeit orientiert: Jakriborg!

      An dessen Stelle hätte ebenso gut auch die für solche suburbanen Räume typische Einfamilienhauswüste mit Supermärkten auf der grünen Wiese entstehen können. Stattdessen hat man sich bewusst für eine urban-kleinteilige, altstadtartige Struktur entschieden - hier kann man quasi von einer Stadtneugründung sprechen, die diesen Namen auch verdient hätte. Der Erfolg gibt dem Modell recht. Siehe auch Poundbury in England.
    • erbse wrote:

      Mündener wrote:

      Der nächste wichtige Schritt wäre ein Viertel, wo man ebendies ohne einen Kontext wie die Lübecker Altstadt, die solche Vorgaben geradezu erzwingt, hinbekommt.
      Da wäre dann dieser Vorort vom schwedischen Mälmo ein ganz heißer Kandidat der zum Vorbild taugt, der sich sogar überwiegend an schlichten norddeutschen Giebelbauten der Hansezeit orientiert: Jakriborg!
      - ja wie g... ist das denn?!?

      Danke für den wertvollen Hinweis.
    • Gut. Genug gelacht.
      Sofern man überhaupt dazu Lust hat.
      Mit solchem Mega-Kitsch erweist man dem Reko-Gedanken ungefähr eine Art von Dienst, die auszusprechen ich mich grundsätzlich weigere.
      Es erinnert ein wenig an ein HC Artmann-Zitat:
      Was der saure Regen für den Wald, ist der Moik für die Volksmusik.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Erst einmal vielen Dank an Erbse für den Hinweis auf Jakriborg.
      Von "Kitsch" kann im Falle von Jakriborg nun wirklich überhaupt keine Rede sein, auch wenn der Begriff dehnbar ist und stets natürlich subjektiv interpretiert wird. Die Häuser Jakriborgs greifen gekonnt und dennoch unaufdringlich die Formensprache dänischer und südschwedischer (Schonen) Bürgerhäuser auf. Das wirkt auf mich sehr gelungen und ist um so erstaunlicher, da es sich offenbar um ein vollkommen junges Stadtviertel handelt (Wikipedia).

      Jakriborg:

      By Väsk - Own work, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=180699

      Gleichwohl bestreite ich nicht dass man in Altstädten heutzutage auch kitschig bauen kann, indem man z.B. die Formensprache der Altstadt ins Groteske und Lächerliche zieht. Das beste Beispiel hierfür wäre das ehemalige Elbing in Polen:


      Bild Wikipedia, Autor Avi1111 dr. avishai teicher, pl.m.wikipedia.org/wiki/Plik:Elblag,_Poland.JPG
    • Ganz genau!

      Königsberg/Kaliningrad ist da teilweise auch so ein schwieriges Ding. Man zeigte guten Willen, aber...


      commons.wikimedia.org/wiki/Fil…img07_Fishery_Village.jpg


      commons.wikimedia.org/wiki/File:K%C3%B6nigsberg-Pregel02.jpg

      Wobei es noch deutlich schlimmer geht als beim Fischerdorf...


      Dagegen oder gegen die typischen Modernisten- und Einfamilienhaus-Einöden sind Projekte wie Jakriborg oder Poundbury doch der reinste Segen.

      Poundbury, England, schön idyllisch (auch wenn mir nicht jeder Bau gefällt, ist das Gesamtbild doch sehr angenehm und typisch englisch) - hier nochmal Bilder:

      Poundbury (England)


      Ähnlich geartet, gefällt mir sogar noch etwas besser von der Stimmigkeit:

      Coed Darcy, Wales, UK


      Jakriborg, würde in der Formensprache durchaus auch an den Stadtrand von Hansestädten wie Lübeck passen, statt dem üblichen Zersiedlungs-Einheitsbrei:

      Hier nochmal ein paar schöne Bilder

      Nun denn, genug mit dem kleinen thematischen Ausflug. :D

      The post was edited 1 time, last by erbse ().

    • Die Szenerie in Jakriborg sieht wirklich altstädtisch aus. Und das wurde mit einfachsten Mitteln erzielt. Traditionelle Materialien und alle Fenster haben Sprossen. Dazu ist die Umgebung mit Pflastersteinen und historisch anmutender Straßenbeleuchtung sehr stimmig gestaltet. Auf der schwedischen Wikipedia-Seite sind weitere Bilder:

      sv.wikipedia.org/wiki/Jakriborg

      In Deutschland wäre so ein komplett historisierend gestaltetes Stadtquartier sicher sofort als "verlogen" und "unehrlich" verschrien. Wie war das? - Man muss einem Haus das Alter ansehen können.
    • Exakt! Ich finde gerade diesen organischen, patinierten, eben altstädtisch-gewachsenen Eindruck so reizvoll. Es ist auch nicht "unecht", weil hier nicht künstlich vorpatiniert wurde - sondern man hat ganz einfach natürliche Baumaterialien verwendet die eben diesen Eindruck erzeugen. So sollte das sein. In Skandinavien nimmt man eh gerne Kalkmörtel/-putz und Kalkfarben, das macht sehr oft schon einen großen Teil des Charmes aus! Und ist auch viel gesünder für Mensch und Umwelt, zudem viel ästhetischer.
      Kann man sich in Deutschland echt mal abschauen diesen Trend - statt alles mit chemisch-giftigem Styropor und Dispersions-Alpina-Weiß vollzuklatschen, wo nach ein paar Monaten überall Schimmelsporen, Ruß und Algen dranhängen, weil kein Luft- und Feuchtigkeitsaustausch möglich ist, das Haus gar nicht "atmen" kann.

      PS: Als Bildquelle ist die Webseite flickr in diesem Fall deutlich ergiebiger, was Jakriborg betrifft (mehr Schönwetter und Qualität). :)
    • Ich würde nichtmal sagen, dass in Elbing die Altstadt ins Lächerliche gezogen wird. Es sind einfach postmoderne Varianten, die durch ihre vereinfachte, leicht ironische Gestaltung deutlich als Gegenwartsarchitektur erkennbar sind. Frei erfundene Gebäude, die uns durch ihre Detailtreue ganz ernsthaft vormachen sie hätten schon im 18. Jahrhundert existiert, finde ich dagegen fast fragwürdiger. Wobei ich das alles nicht so dogmatisch sehe.
      In dubio pro reko
    • Bostonian wrote:

      Mündener wrote:

      Der nächste wichtige Schritt wäre ein Viertel, wo man ebendies ohne einen Kontext wie die Lübecker Altstadt, die solche Vorgaben geradezu erzwingt, hinbekommt.
      Ganz genau!! Nur schade daß es nicht schon im Duisburger Merkatorviertel passiert...
      Ohne vom Thema ablenken zu wollen: Im Merkator-Viertel entstehen doch zumindest Häuserreihen jeweils mit Giebeldächern, und das Merkator-Haus wird rekonstruiert.
    • Um hier mal wieder zum Thema des Stranges zurückzukommen, nach längerer Zeit ein Foto-Update. Die Bilder sind von Sonntag (24.3.2019) und heute (28.3.2019).

      Teil 1: Braunstraße und Fischstraße


      Abb.1: Braunstraße 28. Die Verklinkerung der Straßenfassade wurde inzwischen fertiggestellt. Die sehr dunklen Steine wirken in der engen Straße sehr düster. Meines Erachtens keine gute Wahl. Immerhin sind die Fenster weiß.


      Abb.2: Braunstraße 28, Erdgeschoss im Detail



      Abb.3: Braunstraße 26. Bis auf den Putz fertig. Der lässt leider sehr lange auf sich warten. Evtl. wegen Trocknungszeit?



      Abb.4: Braunstraße 24. Auch hier wurde die Straßenfassade inzwischen bis auf die Schlämme fertiggestellt.



      Abb.5.: Braunstraße 24, EG im Detail



      Abb.6: Braunstraße 22-28, Rückseiten mit Seitenflügeln



      Abb.7: Fischstraße 5-9. Äußerlich seit den letzten Fotos kurz vor Weihnachten keine Veränderung. Auch hier lassen Putz bzw. Schlämme leider auf sich warten...



      Abb.8: Fischstraße 5-9, Rückseite.



      Abb.9: Die Fischstraße nimmt nun auch im mittleren Teil langsam Form an. Rechts Fischstraße 16 direkt neben dem Studentenwohnheim. Nach mehrmonatigem Stillstand wurde inzwischen der Keller fertiggestellt und das EG begonnen. Links Fischstraße 17. Man sieht jetzt, wie breit bzw. schmal die Straße hier wieder werden wird.



      Abb.10: Fischstraße 17, Schrägansicht. Hinten die neuen Häuser in der Braunstraße.



      Abb.11: Fischstraße 17 frontal. Ich hatte den Architekten eigentlich bei einem Vortrag so verstanden, dass man die Fassade mit klassischen Ziegeln mauern wollte, um der Rekonstruktion gerecht zu werden. Offenbar hat man sich dann doch für modernen Poroton entschieden, was ich etwas schade finde, da der Reko m.E. dadurch die Tiefe fehlt. Dann besteht sie ja eigentlich nur noch aus der dünnen Putzschicht (und den Fenstern) huh:) . Naja, Hauptsache es sieht am Ende aus wie die historische Fassade...



      Abb.12: Fischstraße 17, Rückseite mit Seitenflügel.

      Alle Fotos von mir
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

      The post was edited 1 time, last by frank1204 ().

    • Fotos vom 24./28.3.2019, Teil 2: Gerade Querstraße und Alfstraße



      Abb.1: Das Kleinhaus Gerade Querstraße 3 wurde begonnen und ist inzwischen schon an der EG-Oberkante angelangt. Die Bewohner werden eine unglaubliche und unverbaubare Aussicht auf St. Marien haben. Beneidenswert!



      Abb.2.: Gesamtsituation an der Geraden (ehemals Krummen) Querstraße. Gut zu sehen ist, dass diese neue Querstraße leider doch ein ganzes Stück breiter gehalten wird als die im Hintergrund zu sehende historische.



      Abb.3: Alfstraße 13. Hier ist in den letzten Monaten mal wieder rein gar nichts passiert. Die Klinkersteine liegen da vor der Tür schon so seit Ende Juli! :sad: Wenn das so weitergeht, ist das Haus abbezahlt, bevor es fertig ist. :wink:



      Abb.4: Alfstraße 15. Stockt im Moment auch, ist aber immerhin schon im 2. OG angelangt


      Abb.5.: Alfstraße 17 - hat von den vier in Bau befindlichen Häuser den größten Sprung gemacht. Das EG wird wohl in Kürze verklinkert, dann ist die Fassade fertig. Leider sehr steril geworden, entbehrt jeglicher Gestaltung.



      Abb.6: Alfstraße 19. Dieses neoklassizistische Haus gefällt mir gut. Das bisher beste der Neubauten in der Alfstraße. Es hat sich gelohnt, dass der Gestaltungsbeirat hier mehrere Überarbeitungen der ersten schlechten Entwürfe gefordert und konsequent die Richtung vorgegeben hat. :daumenoben:



      Abb.7: Alfstraße 17 und 19 aus dem Durchgang zur Mengstraße fotografiert.



      Abb.8: Alfstraße 13-19, Rückseiten.



      Abb.9: Gesamtansicht der Neubauten an der Alfstraße. Die Bauflucht schließt sich langsam. Das Erscheinungsbild wird sich allerdings noch ändern, da Nr. 15 und 19, wie bei Nr. 17 schon geschehen, verputzt und hell werden.



      Abb.10: Gesamtansicht von Westen mit Marienkirche. Das früher so präsente Studentenwohnheim ist hier zum Glück inzwischen kaum noch wahrnehmbar.

      Alle Fotos von mir
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • frank1204 wrote:

      Viel schlimmer ist nach wie vor, dass die prächtige Renaissance-Fassade Nr. 22 nicht rekonstruiert wird, um das Ensemble zu vervollständigen. Ausgerechnet hier kommt auch kein historisierender, sondern der wohl modernste Entwurf dieser Straßenseite.
      Sowieso werden bisher nur wenige verputzte (Barock-) Giebel rekonstruiert, nicht die vorher prächtigsten gotischen und Renaissance-Giebel, wie man sich wünschen würde. Vielleicht aus Kostengründen, weil diese aufwändiger und damit teurer sind? Oder ist es der Scheu vor der ehemaligen Pracht, da diese nach der Zerstörung immer noch nicht als ''ehrlich'' gilt?
      VBI DOLOR IBI VIGILES
    • Guten Tag,

      zunächst einmal möchte ich mich vorstellen: Ich bin (zusammen mit meiner Frau) der zukünftige Bauherr des Grundstücks Alfstraße 25. Einen Anhandgabevertrag haben wir unterschrieben.

      Ich freue mich über dieses Forum und die anregende Diskussion, der ich gerne folge. Eine sehr bewundernswerte Arbeit - insbesondere von Frank.

      Trotzdem muss ich hier mal dazwischen grätschen - auch wenn es mein erster Beitrag ist:

      frank1204 wrote:

      Abb.2.: Gesamtsituation an der Geraden (ehemals Krummen) Querstraße. Gut zu sehen ist, dass diese neue Querstraße leider doch ein ganzes Stück breiter gehalten wird als die im Hintergrund zu sehende historische.

      Ich verstehe die viele der Ansätze von Euch zu Fragen der Rekonstruktion. Trotzdem müssen wir uns klar machen, wo Grenzen sind, wenn wir heute an ein solches Projekt herangehen. Denn eines ist ja klar, egal wieviel Mühe man sich gibt, man legt ja keine Originalsituation wieder frei, sondern baut neu. Insofern finde ich es rechtmäßig und legitim, dass die wesentlichen Aspekte von heutigem Wohnen, wie zum Bespiel Brandschutz, Wärmeschutz, Belichtung beachtet werden. Insofern halte ich es auch für richtig Straßen zu bauen, die den heutigen (Mindest-)breiten entsprechen. Denn das heute deutlich weniger Menschen bei Bränden sterben und sich Brände nicht ausbreiten ist nun mal den aktuellen Bauweisen zu verdanken. Insofern kommt für Gebäude der Gebäudeklassen 4 und 5 (oberstes Geschoss mit Aufenthaltsräumen höher als 7m) eine historische Straßenbreite schlicht nicht in Frage, weil die Feuerwehr dort nicht retten kann. Auch sollten die Gebäude im Sinne der Erderwärmung energetisch effizient sein, was leider ebenfalls manche Baudetails ausschließt.

      Ich habe eine ganze Menge in diesem Forum gelesen und ich hatte den Eindruck, dass hier inzwischen nur noch vermeintliche (!) Rekonstruktionen abgefeiert werden. Daher hier meine Frage: Ist eine möglichst strenge Rekonstruktion erstrebenswert, wenn Detaillösungen (Bautenschutz, Wärmeschutz) immer zu schlechteren Detaillösungen führen als im Original? Oder sollte man sich dann nicht lieber für einen neuen Entwurf entscheiden?

      Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde es total super, wie einige Entwürfe hier "auf die Nuss" bekommen. Völlig zurecht. Ich würde aber mal die These aufstellen, dass Frank zum Rekonstruktionsbefürworter geworden ist, weil einige Architekten hier keine erstklassigen Arbeiten abliefern (oder von ihren Bauherren zu einfacheren Entwürfen überredet werden).

      Viele Grüße,
      Tobias.
    • Daher hier meine Frage: Ist eine möglichst strenge Rekonstruktion erstrebenswert, wenn Detaillösungen (Bautenschutz, Wärmeschutz) immer zu schlechteren Detaillösungen führen als im Original? Oder sollte man sich dann nicht lieber für einen neuen Entwurf entscheiden?
      Hallo Tobias, willkommen im Forum.

      Zu deiner Kernfrage möchte ich Dir antworten: Es gibt Beispiele von Rekonstruktionen, die zeigen, dass die Detaillösungen bedingt durch die heutigen Anforderungen am Bau nicht "immer", also automatisch, zu schlechteren Lösungen führen. Die Frage ist, wie es im Einzelnen gelöst wird oder wurde. Da gibt es bessere und schlechtere Beispiele.
      Was verstehst Du unter einem "neuen Entwurf"? Einen modernistischen, abstrahierenden, funktionalistischen oder modischen? Wenn diese Eigenschaften einen neuen Entwurf auszeichnen, sage ich, ist diese Lösung für das Ensemble die augenscheinlich schlechtere Wahl.


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Hallo Tobias, schön dass du dich hier in die Diskussion einklinkst. Ich glaube die meisten Forumer hier sind mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden, auch wenn ein paar Rekonstruktionen (im Sinne eines Leitbautenkonzepts) sicherlich wünschenswert gewesen wären.
      Du schreibst dass du das Grundstück Alfstr. 25 erworben hast. Frank hat in seinen Visualisierungen (siehe unten) verdeutlicht, dass der bisher vorgesehene Entwurf sehr gelungen war, aber durch den Eigentümerwechsel natürlich nun zur Disposition steht. Daher frage ich mal ganz direkt: Willst du den bisherigen Entwurf übernehmen oder planst du eine andere Fassade??


      (C) Frank1204