Lübeck - Neubauten im Gründerviertel

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    • Klar, mache ich gerne (genau genommen sind es mit den Querstraßen sogar 6 Straßenzüge). Hier also die von mir zusammengestellte aktuelle Gesamtübersicht aller Entwürfe:




      Dazu ist aber zu sagen, dass es eine gewisse Fluktuation gibt und doch immer mal wieder der eine oder andere Bauherr abspringt. Aktuell stehen beispielsweise die Grundstücke Alfstraße 25 und Fischstraße 26 wieder zum Verkauf. Auch bei Fischstraße 28a ist die Situation nach meinem Kenntnisstand momentan ungewiss. Alfstraße 25 habe ich noch dringelassen, weil mir der Entwurf so gut gefällt und er sehr gut in die Straßenabwicklung passt. Ich hoffe, dass der neue Bauherr ihn übernehmen wird.

      Zu 100% sicher sind wohl nur die Entwürfe, die bereits fertig sind (Alfstraße 27 und Braunstraße 22) und in Bau befindlich (Alfstraße 13, 15, 17, 19, Braunstraße 24, 26, 28 und Fischstraße 5, 7-9, 16, 17). Zudem scheint es beim Investorengrundstück Braunstraße 30a-32/Einhäuschen Querstraße/Fischstraße 25-27) bald loszugehen, da der Bauzaun an der Querstraße diese Woche deutlich nach außen gerückt wurde und das Baufeld langsam beräumt wird. Generell ist davon auszugehen, dass wohl vielen Entwürfe in Details noch überarbeitet wurden, so dass die obigen Visualisierungen nicht zu 100% die fertigen Ergebnisse zeigen.
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Das ist doch wirklich ein tolles Projekt. Wenn man alle Straßenzüge auf einen Blick sieht (Dank an frank1204!), wird das erst richtig deutlich. Ich jedenfalls freue mich sehr darüber. Nach der kompletten Fertigstellung, werde ich sicher nach Lübeck reisen, um das Ergebnis und die Atmosphäre in der Realität auf mich wirken zu lassen.

      Mit den richtigen Vorgaben und Satzungen der Stadt, kann viel erreicht werden. Das sollte im deutschen Städebau der Normalfall sein. Hoffen wir mal, daß sich andere Städte daran orientieren. - In Duisburg wurde diese Chance, beim Mercator-Quartier, ja leider vergeigt.
    • @ Frank

      nochmals vielen Dank für deine Mühen. Dein vorbildlicher Einsatz zur Dokumentation dieses Projekts ist wirklich Gold wert, denn gerade diese Fassadenabläufe für den gesamten Straßenverlauf zeigen die gesamten Stärken und Schwächen des Projekts exemplarisch.

      Kritik an diesem Projekt ist immer Kritik auf hohem Niveau, denn fast jede andere deutsche Stadt könnte sich eine dicke Scheibe von den Planungen abschneiden. Trotzdem ist es etwas schade, wenn man sieht, welche Fortschritte es in Lübeck während der Genese des Projekts gab und wie viel abwechslungsreicher das Projekt zusätzlich noch geworden wäre, wenn man direkt mit dem Mut begonnen hätte, den man zuletzt bei der Nordseite der Fischstraße gezeigt hat. Mehr Variation in den Gibelformen und mehr Plastizität bei der Fassadenkonzeption auch in den anderen Straßenabschnitten hätten das Projekt nochmals um eine ganze Stufe nach oben gehoben.

      Und ja, trotz des gelungenen Ergebnisses glaube ich, dass 3-4 Rekos dem Quartier nicht geschadet hätten. Aber vielleicht setzt dieses Quartier ja Maßstäbe für weitere Aufwertungen des Stadtbildes in Lübeck. Ich habe ja die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass man in der Mengstraße im heute etwas unattraktiven Mittelteil doch noch zu der Überzeugung kommt, dass man die vielleicht schönste Straße der Stadt doch rekonstruieren sollte. :D
      APH - am Puls der Zeit
    • Fischstraße 13 wird vermutlich in der nächsten Beiratssitzung erscheinen, Fischstraße 26 ist gerade wieder im Bieterverfahren gewesen, nachdem der erste Bauherr abgesprungen war und von Fischstraße 15 habe ich bisher überhaupt noch nichts gehört.

      Verkauft werden die Grundstücke nach Zuschlag an die Meistbietenden Bewerber ohnehin nicht sofort. Es wird erst ein Anhandgabevertrag - von ich glaube - mindestens einem halben Jahr geschlossen, innerhalb dessen die "Anwärter" ein Haus entwickeln können. Wenn ich die Quote der Fälle richtig deutet, bei denen die Anhandgabe dann nicht in einem Kaufvertrag mündet, gehe ich davon aus, dass die Kosten der Häuser offenbar doch deutlich höher liegen als einige zunächst vermuten.
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Nein, da ist mir nichts bekannt. Und ja, mit einer Bebauung auf den historischen Parzellen in der mittleren Mengstraße und vor allem auch an der Nordseite der Alfstraße, die noch viel mehr aufgeweitet und räumlich noch weniger gefasst ist als erstere, könnte man dem Viertel seine ehemalige großartige Geschlossenheit wiedergeben. Leider stehen dort momentan voll belegte Wohnblöcke, die bei der aktuellen Wohnungsnot wohl nicht weichen werden und die auch unlängst erst neue Dächer bekommen haben. So nötig hier eine Stadtreparatur auch wäre - ich denke, dass hier in den nächsten Jahrzehnten wohl nichts passieren wird - leider. :(
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Was hätten einige Rekonstruktionen dem Stadtbild gebracht?

      Wissen.de wrote:

      trotz des gelungenen Ergebnisses glaube ich, dass 3-4 Rekos dem Quartier nicht geschadet hätten

      So ist es. Es hätte niemandem wehgetan, aber das Straßenbild noch ungemein aufgewertet. Um das zu verdeutlichen, hier einmal ein paar Reko-Spielereien meinerseits. Zunächst einmal die Gegenüberstellung des aktuellen Projektstands mit der historischen Ansicht:

      Gegenüberstellungen

      Abb.1: Fischstraße, Nordseite. Parzellengenaue Gegenüberstellung des aktuellen, bzw. geplanten Zustands (oben) mit dem letzten historischen von vor 1942. Mit vertikalen Linien habe ich folgende Abschnitte eingezeichnet (von links nach rechts): Neue Lage der Geraden Querstraße auf der historischen Parzelle Fischstraße 34, historische Lage der ehemaligen Krummen Querstraße auf der neuen Parzelle Fischstraße 28a, das Studentenwohnheim auf den Parzellen Fischstraße 10, 12 und 14, die "Neue Querstraße" auf Teilen der historischen Parzellen Fischstraße 6 und 8.
      Es mag nun jeder selber entscheiden, welche Ansicht die schönere und eindrucksvollere ist. Ich für meinen Teil wähle eindeutig die untere!



      Abb.2.: Fischstraße, Südseite. Ebenfalls parzellengenaue Gegenüberstellung des aktuellen, bzw. geplanten Zustands (oben) mit dem letzten historischen von vor 1942. Hier habe ich mit den vertikalen Linien im rechten Teil die durch die Westverschiebung der Einhäuschen Querstraße verursachten Veränderungen der Parzellen Nr. 25 und 27 eingezeichnet.
      Auch hier erfreut mich die untere Ansicht deutlich mehr als die obere.
      Der oben rechts der Querstraße zu sehende Bedué-Komplex steht höchstwahrscheinlich in absehbarer Zeit zur Disposition. Es wäre schön, wenn man dann hier mit dem giebelständigen Parzellenkonzept (Nr. 29, 31, 33 etc.) weiterbauen würde!


      Rekonstruktionen - Variante 1

      Und im folgenden habe ich mal als Alternative zu obiger Entweder-oder-Geschichte zwei Mischformen erstellt, wie es aussehen könnte, wenn man ein paar wenige (Variante 1) oder ein paar mehr (Variante 2) Rekonstruktionen der wichtigsten/herausragendsten Fassaden vorgeschrieben hätte:



      Abb.3: Fischstraße, Nordseite mit Reko Nr.22. Die wohl wichtigste historische Fassade im neu zu bebauenden Bereich ist die Fassade des Stolterfothschen Hauses Nr. 22 mit prächtigem Sandsteinportal und reicher Giebelgliederung. Man sieht, wie alleine durch diese eine Reko die gesamte Seite enorm an Ausstrahlung gewinnt und gleich viel mehr nach Lübeck aussieht.



      Abb.4: Fischstraße, Südseite mit Rekos Nr.19 und 25. Die Herausragendsten Fassaden auf der Südseite waren die gotische Monumentalfassade Nr. 19 und die Renaissancefassade Nr. 25. Eigentlich auch Nr. 27, aber hier ist eine Reko wegen der veränderten Parzellenbreite leider nicht möglich (siehe Abb.2). Ich habe Nr.25 einfach mal "hart" über den bestehenden Entwurf, der die alten Parzellen leider ignoriert, geblendet. Nr. 17 habe ich als Reko mit eingezeichnet, weil diese ja sowieso kommt; sie wäre aber nicht meine erste Wahl zur Rekonstruktion gewesen, was aber keinesfalls abwertend gemeint ist! Und Nr. 19 ist ja immerhin als Erinnerungsbau in ähnlicher Form geplant. Auch hier sieht man schon, wie die Seite durch nur zwei zusätzliche Rekos deutlich aufgewertet wird.

      Ich finde es im Ergebnis ganz erstaunlich, was man mit nur 3 Rekonstruktionen (Nr. 19, 22 und 25) schon an enormer Verbesserung erreicht hätte. Meine Meinung: Man hätte da doch mal über seinen Schatten springen können; drei von 20 Fassaden in diesem Abschnitt wären doch nun machbar gewesen - oder will ich da wirklich zuviel?



      Rekonstruktionen - Variante 2

      Als zweite Variante stelle ich noch kurz dar, wie stark es gewirkt hätte, wenn man noch ein paar weitere Fassadenrekos hinzugenommen hätte:


      Abb.5: Fischstraße, Nordseite mit zusätzlichen Rekos von Nr. 18, 24 und 26. Das erhabene Ensemble Nr. 22-26 wiederzubekommen wäre schon eine großartige Sache gewesen. Nr. 24 soll ja immerhin als ähnlicher Erinnerungsbau kommen. Viel fehlt da ja eigentlich nicht mehr zur Vollreko - vielleicht kann man sich hier doch noch einen Ruck geben? In meinen Augen sieht das die obige Ansicht wie aus einem Guss aus. Rekos und moderne Fassaden harmonieren wunderbar - ein sehr ausgeglichenes Verhältnis wie ich finde. Keiner übertrumpft den anderen.



      Abb.6: Fischstraße, Südseite - hier habe ich für ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Reko und modern noch die gotische Nr. 23 mit hinzugenommen.

      Bildmontagen von mir, moderne Ansichten aus meinen Fotos, Quelle der historischen Ansichten: Stadtplanungsamt Lübeck.
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Wissen.de wrote:


      Und ja, trotz des gelungenen Ergebnisses glaube ich, dass 3-4 Rekos dem Quartier nicht geschadet hätten.
      Da kann auch ich dir und Frank nur Recht geben. Leider ist dieser Zug aber abgefahren, dafür hätte es gleich zu Beginn aller Planungen eines Leitbautenkonzepts bedurft, das die lokalen "Barberinis" zur Rekonstruktion vorgeschrieben hätte.
      Gleichwohl wird das Endergebnis in der Gesamtschau überaus positiv wirken, da (nahezu) alle Neubauten durch Formensprache und Materialwahl eindeutig den Geist eines hanseatischen Bürgerhauses verströmen und sich daher im Typus ideal in die restliche, meist kriegsunversehrte Altstadt einfügen.
      Zudem wirken die Neubauten im Gründungsviertel auch authentisch, ähnlich wie nachempfundenen Bürgerhäuser am Münsteraner Prinzipalmarkt. (Teils scheußliche) Experimente wie im polnischen Elbing wurden im Gründungsviertel hingegen gottseidank unterlassen.
    • Super Arbeit frank1204 - Besten Dank! Man könnte in der Fassadenabfolge der Neubauten vielleicht mal einen blauen Himmel und eine graue Straße einfügen. Dann käme es der historischen Ansicht des Stadtplanungsamtes noch etwas näher. Damit wäre auch die Gegenüberstellung gleichwertiger.

      Das Konzept mit den angepassten Neubauten, sollte die Stadt Lübeck auf jeden Fall beibehalten. Denn damit könnte man in Zukunft noch so einiges verbessern. Wenn ich mir allein den Markt ansehe,...

      Wissen.de wrote:









      Und hier ist eine historische Ansicht: upload.wikimedia.org/wikipedia…800px-L%C3%BCbeck_RRD.jpg

      Gerade der Markt hat bessere Architektur verdient. Vielleicht geht da noch was.
    • Beim Markt wäre das Schwierige die Frage, welchen Zustand man rekonstruieren wollte, denn die Marktbauten waren allesamt keine wirklichen Prachtbauten, vor allem nicht in ihrem letzten "entschandelten" Zustand. Und auch vor den "Altstadtverbesserungen" in den 30ern waren die meisten Bauten bereits durch Gründerzeitler und die wilhelminische Post ersetzt worden, zumal der Nordriegel, der zwischen Rathaus und dem neuen Motel One steht, inzwischen schon unter Denkmalschutz steht und richtiges Fünfziger-Jahre-Flair ausstrahlt (inklusive Fenstern und Türen mit Aluminiumrahmen).
    • @Neußer:

      Das Thema "Markt" gehört zwar nicht in diesen Strang, dennoch auch eine Antwort dazu von mir:

      Das gerade fertiggestellte Motel One (auf dem mittleren Foto Deines Beitrags in der Bildmitte zu sehen) ist die erste Baumaßnahme am Markt seit dem Krieg, die sich an die historische Kubatur zumindest anlehnt und mir als Lichtblick erscheint.

      Alle anderen Bauten sind hier mehr oder weniger große Katastrophen:

      - Der P&C-Bau (auf dem untern Bild rechts) an der Markt-Westseite spottet jeder Beschreibung und wird uns sicher noch Jahrzehnte erhalten bleiben, da kaum 15 Jahre alt. :kopfschuetteln:

      - Der zu niedrige Südriegel (auf dem unteren Bild hinten) wurde gerade erst saniert und wird daher ebenfalls bleiben. Dieser Riegel wurde nach dem Krieg um mehr als die volle Gebäudetiefe in den Markt hineingerückt, um den dahinterliegenden Kohlmarkt, der zuvor nur ein paar Meter breit war, verkehrsgerecht ausbauen zu können. Dadurch wurde die ohnehin sehr kleine Marktfläche noch weiter komprimiert. Zudem wurde der unbeschädigt durch den Krieg gekommene gotische Kaak für diese Verschiebung abgerissen, da er dem jetzigen Südriegel im Weg stand. Er wurde in den 1980ern nach Nordosten transloziert wieder errichtet, allerdings im EG nur aus Betonstützen bestehend (unteres Foto links).
      Die Stadt wollte die Südriegel-Verschiebung gerne zumindest teilweise rückgängig machen und ihn etwas weiter südlich zum Kohlmarkt hin neu errichten, aber da spielten die Eigentümer leider nicht mit. Also wird uns auch dieser unpassende Riegel noch lange begleiten. :kopfschuetteln:

      - Der Rathaushof auf der Nordseite (auf dem mittleren Bild rechts) steht - insbesondere der Flügel am Markt - seit längerem unter Denkmalschutz - als herausragendes Beispiel der Wiederaufbauarchitektur. :kopfschuetteln: Auch hier wird sich also nichts ändern. Kürzlich wurden alle Fenster erneuert. Ich hätte mir wenigstens geteilte gewünscht, aber das geht natürlich wegen des Denkmalschutzes nicht.

      - Bleibt die Ostseite neben dem Rathaus-Kriegsstubenbau (auf dem ersten Bild rechts). Diese Zeile ist immerhin noch halbwegs zu ertragen, auch wenn die Traufständigkeit natürlich unpassend ist. Geteilte Fenster würde hier schon einen Fortschritt bringen. Aktuell ist mir aber auch nicht bekannt, dass hier in absehbarer Zeit irgendetwas passieren wird.

      Alles in allem wird der Markt leider auf lange Sicht eine dem Herzen der Alstadt der Königin der Hanse, zudem Unesco-Welterbestätte, unwürdige Katastrophe bleiben. Der bestehende Architekturmix von ärmlicher Wiederaufbauarchitektur und modernistischem Glas-/Beton-/Lamellen-Müll, umrahmt von Rathaus, St. Marien und St. Petri, die zu den Hauptwerken der Backsteingotik gehören, ist einfach nur grotesk. Chancen, das auf West- und Südseite zu korrigieren, waren in den letzten 20 Jahren da, wurden aber leider mit P&C-Neubau und Sanierungen der bestehenden Gebäude vertan. Einfach nur schlimm! :kopfwand:
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Auf den ersten Blick würde ich meinen, dass ein Auswechseln der primitiven Glotzfenster gegen Sprossenfenster am Marktplatz sehr viel retten könnte. Der P&C wird in ein paar Jahrzehnten ohnedies sicher abgerissen und ersetzt werden, dann kann man hier sicher einen "marktgerechte" und verträgliche Architektur für diesen Platz finden. Bis dahin wird sich sicher auch in Lübeck durchgesetzt haben, dass "Brüche" von Vorgestern sind ;)
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








    • Fotos vom 03.10.2018 - Teil 1: Braunstraße

      Und wieder ist mehr als ein Monat seit meinen letzten Fotos vom 26.8. vergangen. Am gestrigen Feiertag habe ich mal wieder ein paar Fotos geschossen, um den Fortgang des Viertels zu dokumentieren. Bei einigen Häusern hat sich erfreulich viel getan, bei anderen leider wenig bis gar nichts.



      Abb.1: Häuser Braunstraße 22-28. Bei Nr. 28 (ganz links) beginnt man gerade mit dem 2. OG. Zudem steht die erste Ladung Klinkersteine für die Fassade hinter dem Bauzaun. Eine Anmerkung "off-topic": Falls der Inhaber der Gaststätte "Altstadt-Bierhaus" hier mitliest: Bitte bei Gelegenheit mal die Bundesländerfahnen richtig herum aufhängen! So ist´s ziemlich peinlich... :kopfschuetteln:



      Abb.2: Die Straße etwas höher hinauf. Auf die "neoklassizistische" Nr. 26 (Bildmitte) bin ich schon sehr gespannt! Sieht auf der Visualisierung - im Gegensatz zu Nr. 24 - sehr vielversprechend aus.



      Abb.3: Nr. 22 jetzt mit geschlämmter Fassade und ohne Gerüst. Das zweite fertige Haus des Viertels.



      Abb.4: Braunstraße 22 in Frontalansicht. Warum man die Tür in "Eiche rustikal" genommen hat, ist mir ein Rätsel. Ich hätte stattdessen die gleiche Farbe wie die Fenster gewählt. Das hätte einheitlicher ausgesehen und auch einen besseren Kontrast zur hellen Fassade gegeben. Oder wird die noch gestrichen? Die überstehenden Bleche am unteren Giebelende müssen wohl noch nachgearbeitet werden, wenn die Nachbarhäuser die entsprechende Höhe erreichen.




      Abb.5: Die beiden ersten fertigen Häuser Braunstraße 22 und Alfstraße 27 (rechts) auf einen Blick. Aus dieser Perspektive hat Braunstraße 22 sogar ganz schöne Proportionen. Dieser Blick ist aber natürlich nicht von Dauer.



      Abb.6: Die Braunstraße vom Schüsselbuden hinunter gesehen. Rechts die vier historischen Häuser Nrn. 6-12, dahinter das Neubaugebiet und wiederum dahinter die Nachkriegsbebauung im unteren Bereich.



      Abb.7: Rückseiten der Braunstraßen-Neubauten. Die Seitenflügel der Nummern 26 und 28 haben bereits ihre endgültige Höhe erreicht. Links im Vordergrund der Keller von Fischstraße 17.



      Abb.8: Rückseite von Braunstraße 22 ohne Gerüste. Die große Fensterfläche bietet innen sicher ein beeindruckendes Raumerlebnis.

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    • Fotos vom 03.10.2018 - Teil 2: Fischstraße

      Von der Fischstraße diesmal nur wenige Fotos - das wird sich aber sicher bald ändern.


      Abb.1: Fischstraße 5 und 7-9. Bei Nr. 5 wurde inzwischen mit der Fassadenverblendung begonnen, bei Nr. 7-9 sind die ersten Fenster drin.



      Abb.2: Das EG von Nr. 5 ist verklinkert. Seit zwei Wochen wurde hier allerdings nicht weitergemacht - man hat danach wohl erst die Rückseite verklinkert - wie ich auf Abb.5 zu erkennen meine. Über die Klinker kommt noch eine Schicht Schlämme in wohl ähnlicher, aber etwas hellerer Farbe.



      Abb.3: Fassadendetail mit eingebauten Fenstern. Glücklicherweise erwiesen sich meine Befürchtungen von neulich als unnötig, und die Fensteröffnungen wurden in der Zwischenzeit mit Stein-Versatzstücken alle auf die gleiche Größe gebracht.



      Abb.4.: Westliche Brandwand von Nr. 7-9. Das Dach ist bereist geschlossen. Rechts über der Bildmitte drängt sich einer der Bögen des schrecklichen P&C-Baus am Markt bzw. Schüsselbuden ins Bild. :thumbdown:



      Abb.5: Rückseite der beiden Häuser von der Braunstraße aus gesehen. Auch hier sind erste Fenster eingebaut. Die Gestaltung des Rückgiebels von Nr. 5 (rechts) finde ich mit den überstehenden "Ohren" an den Traufen ganz interessant. Der Hinterflügel von Nr. 7-9 macht auch einen guten Eindruck.

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    • Fotos vom 03.10.2018 - Teil 3: Alfstraße

      In der Alfstraße sind momentan vier Häuser nebeneinander im Bau: Die Nummern 13, 15, 17 und 19. Hier geht es allerdings mit ganz unterschiedlichem Tempo voran.



      Abb.1: Rückseite der Neubauten an der Alfstraße von der Braunstraße aus gesehen: Rechts direkt am Studentenwohnheim Nr. 13, zwei Grundstücke links daneben Nr. 17 und ganz links Nr. 27. Durch eine optische Täuschung sieht es so aus, als hätte Nr. 17 bereits ein Dach.



      Abb.2: Die Rückseiten der Nummern 13 und 17 noch einmal etwas näher - von der Fischstraße aus gesehen. Im Vordergrund der Keller des gerade begonnenen Hauses Fischstraße 16 - wie Alfstraße 13 ebenfalls direkt an das Wohnheim (rechts) angrenzend.



      Abb.3: Alfstraße 13, Straßenfassade. An diesem Haus wurde leider schon seit Ende Juli, also gut 2 Monate, nicht mehr gearbeitet. Es wird da doch wohl nicht jemand pleitegegangen sein? ?(



      Abb.4: Alfstraße 17, Straßenfassade. Links sieht man durch das EG von Nr. 15 St. Petri und die Rückseite von Braunstraße 22. An Nr. 15 wurde nach Fertigstellung des Kellers fast ebenso lange nicht mehr gearbeitet wie an Nr. 13. In den letzten Tagen sind jedoch immerhin wieder Fortschritte an den EG-Wänden festzustellen.



      Abb.5: Alfstraße 17 noch einmal in der Frontalansicht. Während die Nummern 13 und 15 nicht mehr vorankamen, wurde dieser Rohbau fast "rasend" schnell innerhalb weniger Wochen bis zum Dachgeschoss hochgezogen.



      Abb.6: Alfstraße nach Südwesten. Langsam lässt sich die Straße erahnen. Ein wenig Wirkung entfaltet sich jetzt schon.



      Abb.7: Blick in die entgegensetzte Richtung. Rechts im Vordergrund ist die erste EG-Wand von Nr. 19 zu sehen. Auch hier geht es - wie bei Nr. 17 - momentan schnell voran.



      Abb.8: Ähnlicher Blick etwas weiter oben mit Erfassung der nördlichen Straßenseite links. Ein Straßenraum entsteht neu! :thumbup: Je weiter die rechte Seite voranschreitet, desto deutlicher werden allerdings die Schwächen der linken Seite sichtbar. Hier wird über kurz oder lang unbedingt etwas geschehen müssen!



      Abb.9: Zum Schluss der Vollständigkeit halber noch einmal Alfstraße 27: Hier wurde kürzlich der Putz im Erdgeschoss noch einmal neu ausgeführt. Offenbar gab es bei der ersten Version Mängel. Jetzt sieht alles sauber und fehlstellenlos aus. :thumbup:

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    • Elbląg / Polen , ehemals Elbing in Westpreußen


      Titelfoto > Urheber : Lukaszkot / Lizenz : l.facebook.com/l.php?u=https%3…RMD9rY_ONXVrLY6Lq2o7vO6eI

      Am linken Bildrand ist das Haus Wilhelmstraße 56 zu sehen , das als Fassadenreko in diesem größtenteils Postmodern gestalteten bereich mit kleinteiliger Bebauung eingebracht , und meiner Meinung nach sehr gut gemacht wurde : 1. steht das Haus in Baustil und Materialität im Zusammenhang zur benachbarten Kirche 2. wird Elbing Historisch verständlicher wenn eine Historische Nachschöpfung geschaffen wird als Bindeglied zwischen dem Früher und Heute. Bis zur Zerstörung 1945 galt das aus der Zeit um 1390 stammende Haus Wilhelmstraße 56 als das älteste ganz aus Stein gebaute und erhalten gebliebene Bürgerhaus. Darin befand sich die weit über Elbing hinaus bekannte Orgelbauanstalt E. Wittek. Vor einiger Zeit wurde der Wiederaufbau mit der alten schmucken Fassade abgeschlossen und im Frühsommer 2017 von einem Gesundheitsbetrieb bezogen.

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      …………………………………………………………………………………………………………..

      Für mich unverständlich warum die Architekten so " Allergisch " gegen Rekonstruktionen im Gründungsviertel von Lübeck Reagieren , hier sieht man eindeutig den Positiven Effekt einer gut " Nachgeschöpften " Fassade. Wahrscheinlich haben die Herren Angst das die Altvorderen doch die Besseren waren ... was den Architekturstil betrifft und das es dann sonst Offenbar wird ... auch wenn viel gutes entsteht zur Zeit in Lübecks Gründungsviertel.