Mülheim an der Ruhr

  • In Mülheim an der Ruhr gibt es die Stiftung Petrikirchenhaus, die sich für die Rekonstruktion des historischen Ensembles auf dem Kirchenhügel um die St. Petri Kirche einsetzt.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenh%C3%BCgel


    Stiftung Petrikirchenhaus

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Mülheim gehört ja in Sachen Sozialstruktur, glaube ich, zu den besser gestellten Städten des Ruhrgebiets. Kann mich da an diverse Statistiken erinnern. ;) Das Ruhrufer gefällt mir sehr und ich hoffe, dass das Neubauprojekt es konstruktiv ergänzt. Der Fluss ist ein landschaftliches Plus und in Richtung Menden gibt es wohl auch ein paar nette Stadtviertel: mülheim - Google Maps

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ein für Ruhrgebietsverhältnisse durchaus ansprechendes Projekt wird in Mülheim an der Ruhr realisiert, das Projekt "Ruhrpromenade":


    STANDORT - Ruhrpromenade Mülheim an der Ruhr


    Für die Mülheimer Innenstadt sicherlich eine deutliche Aufwertung.

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Tja, aber ich hätte es für wünschenswert gefunden, wenn die Architektur das klassizistische Mülheimer Rundbogenmotiv aufgenommen hätte. Zumindest in der Erdgeschosszone. Dadurch wäre mehr Ortsspezifität gewahrt worden, das bestehende Ruhrufer weiterentwickelt worden. So ist es denn doch eher Allerweltsarchitektur - wenngleich solche der besseren Sorte. Nun, vielleicht kann noch etwas nachgebessert werden?

  • Die Bilder zeigen das fertiggestellte "Ruhrbania" Projekt in Mülheim an der Ruhr.


    Quote

    Ruhrbania ist das zentrale Stadtentwicklungsprojekt von Mülheim an der Ruhr. Es bündelt unter dem Motto "Wohnen, Arbeiten und Erleben am Wasser"
    verschiedene Teilprojekte mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, die
    Innenstadt an der Ruhr attraktiver zu gestalten sowie Gäste und
    Neubürger nach Mülheim zu holen. (...)

    http://www.ruhrbania.de/cms/ruhrbania.html



    Meiner persönlichen Meinung nach, hat dieses Bauprojekt die Stadt Mülheim kein Stück attraktiver gemacht, da es die eigentliche Innenstadt nur am Rande berührt. Außerdem hält das Ergebnis nicht die Versprechungen der Visualisierung.

  • Quote

    (...) ...das moderne Forum als Einkaufs- und Verkehrsmittelpunkt, ... die Einkaufszone selber weiter zum Forum hin beschränkt werden, da man stark mit dem Leerstand zukämpfen hat. (...)

    Dann würde ich mir noch ein weiteres Einkaufszentrum an die Fußgängerzone bauen. Vielleicht hat der Leerstand so ein Ende.


    Vor wenigen Wochen war ich erst in Mülheim. Die Innenstadt hat auf mich einen ziemlich traurigen Eindruck gemacht und ich war froh, als ich die Stadt wieder verlassen habe. Das lag teilweise aber auch an der schrägen Bevölkerung. Wenn man die richtigen Weichen stellt, könnte man jedoch durchaus etwas aus der Stadt machen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • Habe mich erst vor kurzen mit einer Kommunalpolitikerin unterhalten, viel lässt sich da halt eben nicht machen bezüglich von Fassadenaufwertung etc. da die meisten Häuser sich in der Innenstadt irgendwelchen Investoren etc. gehören die zum Teil sogar in Australien ihr sitzt haben (und wohl möglich nicht mal wissen wo die Stadt liegt, wie ich es aus dem Gespräch entnehmen durfte).


    Hier wird eines der Kernprobleme auf dem Weg zu einer ästhetischeren und regionaltypischeren Stadt genannt. Die Globalisierung bedingt auch international strukturierte Eigentumsverhältnisse, die Veränderungen zum Positiven untergraben, da allein die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Ganze Straßenzüge werden von Immobiliengesellschaften betreut, hinter denen anonyme Großinvestoren stehen, die in irgendeiner Villa in Dubai oder L.A. leben, aber noch nie am Ort ihres Investments waren bzw. sich dafür jenseits rein ökonomischer Interessen auch kaum interessieren.

  • Hier ist ein relativ aktueller Bericht zum Bau des Petrikirchenhauses. Darin enthalten ist auch ein Bild von einem Fassadenausschnitt.


    http://www.lokalkompass.de/mue…bezugsfertig-d570485.html


    Ich kann nur hoffen, daß es sich bei den lila Fensterrahmen und Sprossen nur um eine Art Schutzfolie handelt, die noch entfernt wird. Auf dieser Zeichnung gibt es an der oberen Fensterreihe auch Fensterläden. Auf dieser Visualisierung gibt es die Läden auch unten. Bin gespannt, was am Ende kommt.

  • Das Petrikirchenhaus in Mülheim an der Ruhr, findet hier im Forum kaum Beachtung. - Im Februar 2016 soll es nun eröffnet werden.


    http://www.derwesten.de/staedt…vollendet-id11390062.html


    http://www.kirche-muelheim.de/ (Zum Artikel herunterscrollen)


    Quote

    (...) Auch einstige Kritiker des Vorhabens finden nun, da das Haus fertig ist,
    anerkennende Worte und freuen sich, dass mit dem Petrikirchenhaus ein
    Teil der historischen Ringbebauung an der Petrikirche, die im Zweiten
    Weltkrieg bei einem Bombenangriff zerstört worden war, wieder aufgebaut
    worden ist. (...)


    Hier ist ein aktuelles Bild: http://www.ekir.de/kk-an-der-r…nhaus2a_rdax_800x1067.jpg


    Die Fensterläden sind etwas spärlich ausgefallen. Das sah auf der Visualisierung noch anders aus.

  • Danke Dir Neußer für die Informationen. Da ist tatsächlich ein schönes Rekonstruktionsprojekt hier im Forum mehr oder weniger untergegangen. Das wäre tatsächlich noch ein guter Kandidat für das Bauwerk des Jahres gewesen.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Das sog. Woolworth-Gebäude in der Schloßstraße wurde 1928 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut und diente jahrzehntelang der Kette als Warenhaus. Das heutige Erscheinungsbild trägt jedoch den Charakter eines 60er/70er Jahre Baus verkleidet mit hässlichen Platten. Derzeit wird es saniert und bekommt wieder sein ursprüngliches Aussehen.


    Quote

    Das heutige Nutzungskonzept des Bauherren Christian Schweckhorst und der Firma Linge-Boom Architects sieht aktuell vor, dass eine Systemgastronomie ins Erdgeschoss mit Galerie-Ebene einziehen soll. Im mittleren Gebäudebereich sollen Büroräume entstehen. Im vierten Obergeschoss wird die Privatwohnung des einstigen Besitzers und Bauherren Hugo von Othegraven weitestgehend rekonstruiert. Hier entsteht ein privates Schmuckstück mit Dachterrasse über den Dächern Mülheims.


    Woolworth hat im Laufe der Zeit einige Veränderungen durchgeführt.“ Spannendes kam zum Vorschein — wie die hinter Platten versteckte, gut erhaltene, historische Fassade oder auch ein Stuckprofil in der früheren Privatwohnung von Hugo von Othegraven. Nun geht es darum, in den kommenden Monaten Neues zu schaffen und Altes zu restaurieren, um den ursprünglichen Charakter des Hauses wieder herzustellen. Bis dahin müssen sich die Mülheimer in Geduld üben. Vielleicht klappt es ja mit der Enthüllung zum 90. Geburtstag am 20. Oktober 2018.


    Verhülltes Woolworth-Haus weckt Neugier


    Alte Ansicht


    Prospekt mit umfassenden Informationen

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Mal ein Beispiel für die seelische Verwahrlosung, die sich an (gefälliger) Kunst ihr Mütchen kühlen muss. Ein Beispiel für viele.


    Die Figur der "Flora" im Rosengarten verlor schon vor einigen Jahren durch Zerstörungswut eine Hand. Ein Teil des Arms konnte wieder aufgefunden werden. Die Finger wurden neu modelliert. Im Februar 2017 wurde die komplett rekonstruierte Figur wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Und zwar aus Kunststoff, damit Metalldiebe keine Freude haben. Die Freude bei den Kunstfreunden dauerte aber nicht lange. Zwei Monate später, im April 2017 wurde die Figur komplett an den Füßen vom Sockel gerissen und in einen Teich geworfen. Nun wird sie dort nicht mehr aufgestellt. Nur die Fußstümpfe sollen als Mahnmal stehen bleiben. Über die Täter kann man sich seine Gedanken machen.


    Flora-Skulptur steht wieder im Mülheimer Rosengarten
    https://www.waz.de/staedte/mue…engarten-id209494943.html


    Unbekannte zerstörten Skulptur “Flora” im Rosengarten an der Dimbeck
    https://www.lokalklick.eu/2017…sengarten-an-der-dimbeck/


    Die Nachbildung der Skulptur "Flora" im Rosengarten an der Dimbeck wird nicht wieder aufgestellt - nur die Füße bleiben.
    https://www.radiomuelheim.de/m…/article/-a6cf0a4e2b.html

  • Ich bin gerade etwas fassungslos. Dieser Metalldiebstahl an Kunstwerken, war mir bisher nicht bewusst. Das ist einfach nur schlimm. Was manch menschlicher Abschaum für ein paar Euros alles macht. :kopfschuetteln:


    Besser ist es wohl, wenn nur noch Kunstwerke und Skulpturen aus Stein im öffentlichen Raum aufgestellt werden. Das schützt zwar nicht vor Vandalismus, aber bestimmt vor Diebstahl.


    Die Flora würde ich wieder aufstellen und mich nachts auf die Lauer legen. Die Täter würden sicher erneut zuschlagen. Zu gerne würde ich diese Verbrecher vor Gericht wissen.