Tauberbischofsheim (Galerie)

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Zeno, du hast es ganz richtig erkannt. Diese alten Häuser standen rechts, wo auf dem neueren Bild jetzt Autos parken. Das Fachwerkhaus, das es noch gibt, ist das Café Conrad. Dem Cafe´ am nächsten , aber schon über der Brücke, die über den Mühlkanal führte (die sog. "alte Boch") befand sich eine Scheune. Man kann auf dem alten Bild das Scheunentor erkennen. Die Scheune wurde schon sehr, sehr lange abgerissen, der Abriss der anderen Häuser folgte nach langer Zeit des Leerstands. So in der Art wie diese alten, romantischen Häuser muss man sich die "Büschemer Dörgei" vorstellen. Die alte Aufnahme entstand vom Fischplatz aus,wo es auch kein altes Haus mehr gibt. Einige der Häuser wiesen in Stein gehauen, z. B. an vorspringenden Kragsteinen Jahreszahlen auf, soweit ich mich erinnere, aus dem 16. Jh.

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    • Tauberbischofsheim, I. Weltkrieg , Einmarsch der russischen Kriegsgefangenen. Hauptstraße, von der Tauberbrücke her kommend, links das Gasthaus "Hammel" damals noch mit Brauerei und mit dem Biergarten mit kunstvollem schmiedeeisernen Gartenzaun. Erbaut 1853, nachdem das Taubertor abgebrochen worden war. Das Gasthaus Hammel war ein charaktervolles Haus mit einem beliebten Biergarten, bis die Autos so zunahmen, dass es im Biergarten nicht mehr schön war zu sitzen. Dieser musste dann weichen, dafür wurde an dessen Stelle in modernen Formen eine "Bundeskegelbahn" angebaut. Es blieb dann noch eine kleine dreieckige Grünfläche übrig. Das alte Gasthaus dürfte erst in den 1980 er oder 1990 Jahren, vielleicht sogar noch später, abgebrochen worden sein. Rechts sieht man die Mauer und den Zaun des Badgartens, der einst unser Kinder-Spielparadies war:


      1916: Soldaten im Heimaturlaub bewundern den neuen Hochaltar der Stadtkirche St. Martin zu Tauberbischofsheim. Die Kreuzigungsgruppe im Gesprenge des Altars stammt allerdings noch aus der Spätgotik:

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    • Hier ein Bild vom Herbst 1909, Kaisermanöver, die Soldaten marschieren über die Tauberbrücke. Freilich sind auf der Brücke auch sehr viele Einwohner des Städtchens als "Schaulustige" zu sehen. Das Foto ist gerahmt, ich wollte es nicht aus dem Rahmen nehmen, da es ansonsten nicht mehr richtig vor Staub geschützt wäre. Auf der Ostseite der Tauber standen damals nur ganz wenige Häuser. Oben auf dem Hamberg (offiziell Heimbergsflur) beobachtete der Deutsche Kaiser das Manöver von der bisher "Värtelisspitze" genannten Fläche. Ab dem Kaisermanöver nannte man diesen Aussichtspunkt "Kaiserspitze". Man erkennt jenen Punkt mittig bis links im Bild, wo am Horizont nach rechts abfallend der etwas dunklere Wald ausläuft.

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    • @ Zeno,

      das alte Haus Hauptstr. 62 (?) steht tatsächlich noch. Es ist aber nicht mehr verschiefert, sondern anstelle von Schieferplatten mit irgendeinem künstlichen Plattenmaterial von sehr dunkler Farbe verkleidet. Auf dem neuen Bild ist es das Haus auf der Linken Seite im Hintergrund mit der roten Aufschrift S. Oliver. Zu meiner Kindheit befand sich in dem Haus die Metzgerei Hörner. Es hatte damals schöne, altertümliche schmale und hohe Schaufenster, welche oben mit einem Segmentbogen abschlossen. Ja, es muss dereinst eine kurmainzische Einrichtung in dem Haus gewesen sein. Welche habe ich vergessen. Später war dann die Bäckerei Holler in dem Haus. Die Haustüre ist leider sehr renovierungsbedürftig, aber reich geschnitzt und stammt aus dem Frühklassizismus. Es sind in der Hauptstraße in der Oberstadt leider sehr viele wertvolle und schöne Häuser abgerissen worden. Zum Beispiel alle Häuser von jenem Hauptstraße 62 bis zum Sonnenplatz, allesamt 17. Jh. bis ganz frühes 19. Jh.

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    • Bild 6692 von Zeno hier bitte musste auch erst suchen. Ein wenig in die Jahre gekommen aber wohl nicht baufällig, wehre schön hinter den putz sehen zu können das ist ganz klar auch ein Fachwerkbau.Bei der Größe könnte es, freigelegt plus anbau und gute Fenster ein Schmuckstück sein, definitiv nicht Abris tauglich meines Erachtens.

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    • Danke Maxitown für das Heraussuchen des Bildes. Ich hatte es schon auch gefunden; meine Bemerkung zielte aber eher darauf ab, deinem Vorschreiber klar zu machen, dass er einen Hinweis auf ein Bild, das 20(!) Beiträge vorher gepostet worden ist, geben sollte, oder das Bild zitiert.

      Badgasse 14 (das Haus im Bild des vorangehenden Beitrages) dürfte ein Fachwerkhaus mit überdurchschnittlich reichem Zierfachwerk sein und aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammen. Die reich, aber trotzdem fein profilierten Rähme und Schwellen weisen darauf hin, weil man bei einfacheren Fachwerkbauten des Ortes diese so nicht antrifft. Vergleichbar sind:

      Beim Schloss:

      MunichFrank schrieb:


      MunichFrank schrieb:

      … das Lieblerhaus, ein 1628 erbautes Renaissancefachwerkhaus:


      Zeno schrieb:

      ...die Ostseite des Marktplatzes:

      Bild 6681

    • Tauberbischofsheim Fischplatz (Büschemer Dörgei) um 1910:


      Tauberbischofsheim, Armengasse (heute Frauenstraße) um 1910:



      Tauberbischofsheim, Armengasse (heute Frauenstraße) um 1910:




      Tauberbischofsheim, Peterskirchhof (letzte Bestattung 1852), mit der alten Peterskapelle:

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    • Noch einige Bilder aus Tauberbischofsheim. Das erste Bild zeigt eine Postkarte, die 1896 gelaufen ist. Im Rhombus in der Mitte der Karte sieht man etwa 2/3 der Fassade des 1890 errichteten Reinigungsbades zur Hebung der Hygiene. Es war eine Stiftung wohlhabender Bürger für die Allgemeinheit. Es gab in der Mitte vor dem Gebäude, das ich als Kind nur als verschlossenes "Märchenschlösschen" kannte, ein kreisrundes, tiefes Bassin mit Goldfischen. In der Mitte des Beckens befand sich ein Kegel, der aus Tuffstein errichtet, und gänzlich mit Moos bewachsen war und einzelnen roten Blümlein. Oben aus dem Tuffsteinkegel sprühte eine feine Fontäne ihr Wasser empor. Im Umkreis um das Becken herum waren vier ovale Beete mit stark duftenden gelben "Teerosen" angeordnet, an den Schmalseiten der Ovale befanden sich 4 Weißtannen. Welche Erinnerungen seliger Kinderzeit. 1960, damals war ich 7 Jahre alt war, wurde das Bad abgerissen, das herrliche Fliesen aufwies. Während des Abbrisses konnte ich endlich erstmals rein schauen. 1965 wurde dann auch noch der Badgarten durch einen neuen Stadtgärtner so total verändert, ich muss sagen zerstört, dass viele, vor allem alte Leute, ihn gar nicht mehr betreten wollten. Es waren fast alle alten Bäume gefällt, die einstigen Kieswege mit Waschbetonplatten belegt, die Sonne brannte nun gnadenos herunter, Die Romantik war gänzlich "dahin".













      Hauptstraße. Dieses Haus war, wie am Türsturz vermerkt, 1787 errichtet worden. Es sah in meiner Kinderzeit, um 1960 noch fast genauso aus, nur die Treppen mussten ins Gebäude hinein verlegt werden, da es wegen der vielen Autos und Lastwägen zu gefährlich geworden war, wegen der Treppen die Fahrbahn zu betreten. In meiner Kindheit stand über dem Ladengeschäft rechte: Rosa Rückert, Bürsten, Pinsel, Besen..." Frl. Rückert war die Tochter des alten Hern Rückert, der ein alter, feiner Herr war. Er war damals (um 1960) um die 90 Jahre alt und trug einen langen, weißen Bart, an Sonn- u. Feiertagen ging er mit mit Gehrock, Zylinder und Silberstock aus. Man hatte 1914 sein Reitpferd eingezogen, es kam nie mehr wieder zurück. Das Haus besaß ein seitliches Hintergebäude und einen wunderschönen, zwar nicht sehr großen, aber sehr romantischen Garten mit einem riesigen Birnbaum. Ein hohes, schmiedeeisernes Tor und ein solcher Zaun, zwischen Sandsteinpfosten, grenzten es zur rückwärtigen Gasse ab. Die Belle Etage war "hochherrschaftlich" möbliert. Wenn ich mir dazu im Vergleich zum Haus aus dem 18. Jh. den heutigen Renditeneubau ansehe, welch ein Verlust. Es ist ein Stück wertvoller Bau- und Wohnkultur verloren gegangen. Man gewahrt auf dem Foto links neben der großen Eingangstreppe noch das ehemalige Kellertor, das aber schon zur Hälfte in der Straße steckt. Das uralte Haus ganz rechts auf dem Foto ist in den 1920 er Jahren eingestürzt. nach meiner Schätzung dürfte dieses Haus wohl noch weit vor 1500 errichtet worden sein:






      Bahnübergang mit der 1898 gegründeten Vereinigten Schulmöbelfabrik, rechts etwas erhöht die ev. Christuskirche, weiter zurück, über dem Stellwerkhäuschen das Dach der Villa Derr, ganz links von den Gleisen das Fürstlich Leiningische Forstamt. Die Schulmöbelfabrik brannte in den 1920 er Jahren ab und wurde viel weiter außerhalb, Richtung Hochhausen zu, neu errichtet.





      Badisches Landesfeuerwehrfest 1900, Aufnahme auf dem Martplatz:



      Feuerwehrfest 1912 (zum 50-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr), aufgenommen auf dem Marktplatz:




      Das Gasthaus "Badischer Hof" in den 1920 er jahren. Man sieht rechts noch das große Kellertor für die großen Weinfässer. das Haus war um 1732 als Weinhändlershaus erbaut worden.

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    • Die alte Tauberbrücke mit vielen Steinbögen ging im Hochwasser von 1845 zu Grunde. Die neue Brücke, die in der Aufnahme zu sehen ist, wurde 1847 auf Fundamenten der alten Brücke errichtet:



      Aufnahme von der Brücke her kommend, am Beginn der Hauptstr. der Unterstadt. Die Haustüre des zweiten Hauses, das man rechts sieht, lag gut einen Meter unter dem Straßenniveau der Hauptstraße. Eine Treppe führte zu Haustüre hinunter. Das Haus war vermutlich uralt, vielleicht 15. Jh. Es wurde erst vor wenigen Jahren abgerissen:





      Hauptstraße in der Unterstadt. Linkes Foto zeigt das Gasthaus zum weißen Ross. Es waren eigentlich zwei Häuser, eines aus dem 18. Jh. (links) und eines in rotem Buntsandstein rechts (Gründerzeit), die zusammen gefasst waren. Foto rechts oben: Altes Schloss mit Kapellenerker, Foto rechts unten: Blick vom vom Gässlein Zwinger zum Schloss, das große dunkle Fenster im Obergeschoss ist der erhaltene Pranger. Das Schloss als Dienstsitz des Mainzischen Amtmanns war einst auch Gerichtsort:





      Blick vom Marktplatz in die Hauptstraße der Unterstadt Blickrichtung gegen Osten. Links das Gasthaus zum Goldenen Stern:







      Blick von der Hauptstraße der Unterstadt auf zum Marktplatz. Links die Freitreppe des einstigen Bögner-Palais:





      Die Schmiederstraße hieß früher Grabenweg und lag außerhalb des Fröschgrabens und des Schneckengrabens. Das Eckhaus links war das Haus der Frankonia, hier wurde die zeitung gedruckt. Das übernächste Haus war das Kaiserliche Postamt von 1906, ein sehr schönes Haus, ganz im roten Buntsandstein erbaut, von außen Neoreniassance, innen jedoch schon Jugendstil. Im Giebel prangte ein riesiger Kaiseradler samt Krone in Bronze. 1972 wurde das Gebäude mit der fadenscheinigen Ausrede abgerissen, dass es Einsturz gefährdet sei, nachdem man zuvor, vermutlich mit Absicht, alle Innenwände herausgerissen hatte. Dass es dann Risse gab, war ja vorauszusehen und wohl auch so gewollt. Das Nachfolgegebäude ist ganz unscheinbar, Fassade glatt, es stand ewig leer, jetzt wird es als Asylantenheim genutzt:





      Bahnhofstr. Blickrichtung zum Sonnenplatz, rechts vorne das 1890 erbaute Fürstlich Leiningische Forstamt. Das am Ende der Straße weit vorspringende Haus ist das Gasthaus zum Ritter:





      Obere Schmiderstraße , rechts das kath. Pfarrhaus, erbaut kurz nach 1880 dann das Spital mit dem Glockenstuhl (errichtet 1861), ganz am Horizont erkennt man den Kirchturm der ev. Christuskirche (erbaut 1895):





      Das Schulhaus der Volksschule, 1909 in roten Buntsandstein errichtet:



      Sonnenplatz mit Blick in die Bahnhofstraße. Das Eckhaus rechts wurde 1888 als Kaiserliches Postamt errichtet, war aber schon um 1900 viel zu klein geworden. An der Ecke oben ein Relief des Kaiseradlers und ganz oben auf dem Bogen vollplastisch die Kaiserkrone. Ganz links die Apotheke am Sonnenplatz und rechts davon die "Wirtschaft zum Ritter":





      Sonnenplatz in den 1920 er Jahren. In der Ecke geht nach rechts die Bahnhofstraße ab. Das Haus mit dem Balkon war das Gasthaus zur Sonne, die als Poststation erster Klasse dem Sonnenplatz seinen Namen gab:





      Postkarte gelaufen 1909, verschiedene Ansichten von Tauberbischofsheim:





      Kurmainzisches Schloss, im Volksmund "Altes Schloss" genannt):





      Im Vordergrund der einst zum Schloss gehörende Gutshofteil, der von Kurmainz etwa 1787 an den damaligen Pächter verkauft worden war. In dem Haus mit dem Rundturm befand sich später das "Gasthaus zum Türmle":





      Einstiges Vortor des oberen Stadttores, errichtet unter Amtmann Caspar Lerch von Dirmstein kurz nach 1600. Nach Abbruch des Stadttores wurde das einstige Vortor an einen Müller verkauft, der es 1812 als Hoftor seiner Mühle aufstellte:





      Obere Hauptstraße beim Sonnenplatz. Links, wo man die hohe Mauer sieht, das mächtige Einfahrtstor zu erahnen ist und das links angeschnittene große Haus von 1805 waren in den einstigen Stadtgraben errichtet, offenbar mit den Steinen des abgebrochenen Tores, denn auf der Rückseite des Hauses gab es mehrere eingemauerte Schießscharten. Das stattliche Anwesen mit Mansard-Dach, Scheune, Ställen, Gesindehaus und großem Garten wurde 1973 abgerissen und dort das Monster der Sparkasse erbaut. Einzig ein Stein mit Inschrift von 1597 wurde aufbewahrt. Rechts die Maria-Hilf-Kapelle von 1700:





      Das einstige Erzbischöfliche Confikt an der Königheimer Straße, erbaut 1890, heute Hotel St. Michael. In diesem Confikt hatten Schüler aus den umliegenden Dörfern die Möglichkeit zu wohnen, um das Gymnasium in der Stadt zu besuchen und wurden auch schulisch gefördert. Das Badische Frankanland, auch Madonnenländchen genannt, war einst das "geistliche Mistbeet" der Erzdiözese Freiburg. Viele geistliche Berufungen kamen von hier. Man erkennt direkt an der Straße gelegen, den Rundbau der einstigen Ölbergkapelle von 1796. Nach der Ostseite war die Kapelle offen und besaß dort einige Rundsäulen. Um 1970 wurde die Kapelle abgerissen und die gotischen Sandsteinfiguren in der Grünanlage bei der Stadtkirche ohne Schutz aufgestellt. Inzwischen sind diese Figuren unter einem Schutzdach am Kirchturm der Stadtkirche St. Martin:





      Blick vom Höhberg auf das alte Büscheme. Links der Bismarckturm mit der Feuerschale, errichtet von den Tuberanen, wie nicht nur die Studentenverbindung hieß, sondern auch schon die Gymnasiasten wurden als Tuberanen bezeichnet. Tubera ist das lateinisierte Wort für Tauber, das aus dem Keltischen stammt:





      Das Württembergische Kriegerdenkmal für die im deutschen Bruderkrieg in der Schlacht von Tauberbischofsheim am 24. Juli 1866 beim Kampf gegen die Preußen gefallenen Württemberger. König Karl I. von Württemberg nahm 1867 höchstpersönlich an der Einweihung des Kriegerdenkmals teil. Die Büschemer nannten das Denkmal kurz und bündig "Monument":

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