Tauberbischofsheim (Galerie)

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    • Tauberbischofsheim (Galerie)

      Ab heute werde ich euch die Altstadt von Tauberbischofsheim de.wikipedia.org/wiki/Tauberbischofsheim im Nordosten von Baden-Württemberg ein wenig vorstellen, die ich im letzten Jahr ein paar Stunden besichtigt hatte, als ich bei der Durchreise dort vorbeigekommen war.

      Um die Erwartungen gleich zu dämpfen: Tauberbischofsheim ist leider kein architektonischer Geheimtipp, sondern trotz einiger ansehnlicher historischer Bauten eher BRD-Mittelmaß, finde ich.

      Die Stadt hat wohl auch vor dem Krieg nicht zur ersten Garde der deutschen Kleinstädte gehört und war sogar (soweit ich weiß) vom 2. WK weitgehend verschont geblieben.

      Leider hatte ich aber bei meinem kurzen Besuch dort manchmal den Eindruck, eine mangelnde Liebe der Nachkriegszeit zu diesem architektonischen Erbe zu erkennen: triste Nachkriegsbauten und mit sprossenlosen Fenstern und neuen Erdgeschossen verschandelte Fachwerkbauten.

      Aber seht selbst. Meine Bilder sind wie meist nicht unbedingt repräsentativ, sondern stellen vor allem die sehenswerte Architektur dar. Viele Anmerkungen kann ich zu meinen Bildern nicht machen, da weder die Internetseite der Stadt noch Wikipedia viel hergibt.

      Zuerst ein Blick von der Ferne auf die Altstadt mit der markanten Stadtkirche,...



      Quelle: commons.wikimedia.org/wiki/Fil…m_Altstadt.JPG?uselang=de
      Urheber: Schorle

      … ein gelungener neogotischer Bau mit barockem Turmhelm von 1910 bis 1914...








      ...hier eine Vorhalle mit historischen Grabplatten...







      ...Fortsetzung folgt
    • Hier noch ein Blick auf die Martinskirche:



      ...und nun einige (eher ungeordnete) Impressionen der Altstadt, die an manchen Stellen meine anfängliche Einschätzung der zum Teil mangelnden Pflege des historischen Erbes verdeutlichen:









      ….Fortsetzung folgt
    • Jetzt wird´s wieder besser ;-)

      hier rechts die kleine Maria-Hilf-Kapelle von 1700...





      … nun gelangen wir zum...



      Kurmainzisches Schloss (rechts im Bild), in dem seit 1970 das Tauberfränkische Landschaftsmuseum untergebracht ist, in der Mitte der Türmersturm, erbaut um 1280 und links die östlichen Wirtschaftsgebäude aus dem 15./16. Jahrhundert, Bestandteilen einer früheren Wasserburg:


      Quelle: commons.wikimedia.org/wiki/Fil…Crmersturm.jpg?uselang=de
      Urheber: Reinhard Kirchner

      … Fortsetzung folgt
    • Jetzt geht’s Richtung Marktplatz, im Hintergrund des folgenden Bildes der Turm der Martinskirche und in der Bildmitte auf der linken Straßenseite...



      … das Lieblerhaus, ein 1628 erbautes Renaissancefachwerkhaus:



      ...hier ein Blick um dessen Ecke in eine Seitengasse...



      … Fortsetzung folgt
    • Nun zum Marktplatz. Hier die Südseite...



      ...mit der barocken Liobakirche, die Klosterkirche des 1823 aufgelösten Franziskanerklosters:





      Rechts neben der Liobakirche geht es in den Klosterhof, in dem heute die Stadtverwaltung unterbracht ist...



      ...und links davon geht es in die Klostergasse:



      … Fortsetzung folgt
    • Das prächtige barocke Gebäude neben der Liobakirche an der südostlichen Ecke vom Marktplatz...



      ...und der Hauptstraße...



      ...ist das sogenannte Mackert-Haus, das 1744 als Barockpalais des Weinhändlers Bögner erbaut wurde:







      … Fortsetzung folgt
    • So das war´s von meinem Kurzbesuch in Tauberbischofsheim im letzten Jahr. Wie ich einleitend etwas überspitzt formuliert hatte, wäre die Stadt für mich sicherlich noch deutlich empfehlenswerter, wenn die Stadt ihren Glücksfall, von den alliierten Terrorbombern verschont geblieben zu sein (stimmt doch, oder weiß jemand gegenteiliges?), besser genutzt und ihre historische Bausubstanz besser geschützt und gepflegt hätte. So war ich etwas von Tauberbischofsheim enttäuscht, weil ich vor meinem Besuch nur die durchaus hübschen Ansichten der Hauptsehenswürdigkeiten gekannt und nicht mit der auf Schritt und Tritt erkennbaren Vernachlässigung gerechnet hatte, die es leider auch gibt und auf meinen Bildern zum Teil zu erkennen ist.

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    • Dein Eindruck wird von deinen Puitln weitgehend bestätigt. Man schwankt zwischen der Begeisterung für die Hajlajc- Bögnersches HAus, Marktecken, Churmeenzisches Schloss - und grauer Ernüchterung des BRD-Wirtschaftswunder-Alltags hin und her. Sicher - es war keine der großartigen, berühmten, allerschönsten Städte. Aber ein kleinwenig mehr hätte man daraus schon machen können.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Um meine eingehend geäußerte Ansicht, dass in der Nachkriegszeit in Tauberbischofsheim das bauliche Erbe zu wenig gepflegt und unnötig durch „moderne“ Einbauten beschädigt wurde, möchte ich euch ein paar Bildvergleiche meiner Photos mit alten Aufnahmen vom Bildindex präsentieren, die aus ähnlichen Blickwinkeln aufgenommen wurden:

      1.) Früher:

      Quelle: bildindex.de

      Heute:



      2.) Früher:

      Quelle: bildindex.de

      Heute:



      3.) Früher:

      Quelle: bildindex.de

      Heute:



      4.) Früher:

      Quelle: bildindex.de

      Heute (die Gebäude rechts):



      und zum Schluss noch eine Ansicht, die es heute sicherlich auch nicht mehr so gibt (oder doch?):

      Quelle: bildindex.de
    • In Tauberbischofsheim war ich noch nicht. Sieht auch insgesamt bis auf ein paar wenige Gebäude nicht wirklich allzu interessant aus (auch im Vergleich mit dem nahen Wertheim). Zu den beiden nach 1972 abgerissenen Gebäuden am Markt steht auf der offiziellen Seite der Stadt: "Die Stern-Apotheke und das de-la-Roche-Haus wurden genau nach den alten Bildern in Fachwerk wieder aufgebaut." So so, klingt ja wunderbar, die Realität sieht nur etwas anders aus... (Bildvergleich 2 und 4)
      Stoppt SEM Wahnsinn - Für Stadt, Land und Mensch
    • @Markus: Hier noch ein Link mit einem Bild, auf dem die beiden wiederaufgebauten Gebäude etwas besser zu erkennen sind. Trotz aller berechtigter Kritik im Detail ist der Wiederaufbau natürlich zu befürworten und zu loben, ansonsten hätten sicherlich modernistische Neubauten gedroht: belocal.de/tauberbischofsheim/…d-de-la-roche-haus/159724

      In Wertheim selbst war ich leider noch nie (nur damals im Stadtteil Bronnbach um das dortige Kloster zu besichtigen, dass ich evtl auch mal demnächst hier genauer vorstellen werde). Kannst du oder sonst jemand uns mit einer Bildserie über Wertheim beglücken ?
    • Der sicherlich nicht unbedingt notwendige Abbruch dieser wunderbaren Häusergruppe ist schon ziemlich übel, aber damals hat man zumindest noch Originalteile wieder verwendet und heutzutage wäre das Ergebnis mit Sicherheit noch viel übler.

      Zu Wertheim habe ich einige Dias, aber leider derzeit nach wie vor keinen gescheiten Scanner dafür (seinerzeit sind mir dort am Sonntagabend die Filme ausgegangen).
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    • Als gebürtiger "Büschemer" drängt es mich, auch eine Stellungnahme zu Tauberbischofsheim abzugeben. Zwar gibt es immer noch einige schöne Häuser, das kurmainzische Schloss, die Stadtkirche St. Martin, die Sebastianuskapelle, Peterskapelle und noch einige Kapellen, nicht zu vergessen Bildstöcke, aber das ehemals schöne Landstädtchen wurde ab 1958 (kann mich noch gut an den Abbruch des Riedernhofes und die alten Häuser nördlich der Stadtkirche erinnern) durch Abbrüche und hässliche Neubauten sehr entstellt. Was stattdessen gebaut wurde, war nach meinem Empfinden durchwegs hässlich. Ich habe einige alte Postkarten gefunden, die ich hier einstellen möchte. Möglich, dass ich noch mehr Bilder oder alte Fotos finde, die ich dann noch zusätzlich einstellen könnte.