Braunau am Inn

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    • Noch steht das Haus ja. Warten wir mal ab zu welchem Ergebnis die "Expertenkommission" kommt. Ich denke, dass dort ein Museum hineinkommt oder eine Art Versöhnungszentrum. Vielleicht wird das Haus auch architektonisch etwas verändert, ähnlich wie in Nürnberg die Kongresshalle mit dem Speer im Eingangsbereich.
      Kulturzeit auf 3sat hat sich heute auch mit Hitlers Geburtshaus beschäftigt. Und wie sollte es anders sein auch deren Redaktion fordert unterschwellig den Abriss. Allerdings wird in dem Beitrag die Geschichte des Hauses recht schön beleuchtet weshalb hier der Link ist.
      Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
    • Die Sache ist doch ganz einfach zu beantworten, warum der Innenminister gerade jetzt mit so einer vertrottelten Idee eines Abrisses daherkommt...

      ...jetzt ist die Fußball EM vorbei und das ist für "unsere" Politiker wirklich denkbar ungünstig. Man muss von den echten Problemen im Lande ablenken. Ich habe seit dem EM Finale 0 Berichterstattung über die enorm steigenden Flüchtlings- bzw. Migrantenzahlen gelesen oder gehört! Jetzt kennen wir wenigstens die tatsächlichen Themen, die den Innenminister beschäftigen...das Asylantenthema ist es offensichtlich nicht! Die ÖVP ist nicht ganz unverschuldet zur Zwergerlpartei verkommen, die halt bekanntlich laaange Schatten wirft (aber mehr auch nicht).

      Zum Haus selbst sei gesagt, dass es unter Denkmalschutz (sic!) steht und auch die gesamte Regierungsmannschaft die "Idee" (so löst man das Thema imaginäre Wiederbetätigung an schlechtesten) des Innenministers für enghorizontisch betrachtet.

      Warum abreissen? Als AH noch ein Baby war, wird er wohl noch nicht böse gewesen sein. Was passiert ist, das lässt sich nicht rückgänig machen und die Enteignung des Privateigentums (im Verfassungsrang...naja, auch nur Papier) einer alten Dame...das dachte ich, dass Enteignung nur in pösen Diktaturen möglich sei...wie erkläre ich das nun meinen Kindern nur. Wie definiert sich noch einmal ein Rechtsstaat...Herrr Innenminister?!. Abreissen und Hundezone machen....nö, geht auch nicht. Hitler liebte ja Hunde. Wahrscheinlich würde es sich sogar darüber freuen, wenn man für die Vierbeiner da Platz schaffen würde. War eh nur kalt da drinnen und er wurde kränklich wegen dem dicken Gemäuer. Mmhhh...warum nicht auch den Geschichteunterricht abschaffen? Dann ist alles gut! Kein Hitler, keine bösen andere Nazitutu Geschichten mehr. Augen zu und Bussi, Bussi. Naja, Hauptsache es funktioniert sonst alles wie geschmiert in Ösistan! Zum Beispiel Bundespräsidentenwahlen, wo nicht schlampig und gesetzeswidrig ausgezählt wird...Herr Innenminister, wir wissen, warum Sie gerade jetzt dieses Thema aus dem Hut zaubern...bis zur Olympiade wird ihnen auch noch sicherlich ein weiterer Zeitschlagtotzaubertrick einfallen und nach der nächsten Wahl zaubern die verärgerten und verarschten Bürger Sie und ihre Partei aus dem Parlament!
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Moment mal!! Habe ich das in dem obrigen bericht richtig gehört die machen seit Jahrzenten ein Geschiss um das Haus (das übrigens wunderschön ist)ABER GRIGEN ES NICHT HIN HITLER DIE EHRENBÜRGERSCHAFT VOR 2011 WEG ZU NEHMEN??!! Entschuldigt bitte die Großbuchstaben aber so viel geballte Inkompetenz, macht mich sauer. Weil so ernst kann es mit dem Hitler huduwudu ja nicht sein und jetzt wohlen sie das Haus abreisen das nicht von Herr h, sondern weit früher gebaut wurde und ein bedeutendes Kultur Gebäude darstellt in einem ansample mit den anderen.So macht man sich unseriös als Politiker führt bei mir zum nicht wählen, dieser Partei wer nur versucht abzulenken von
      echten Problemen nein!Allerdings könnte ich mir auch gut vorstellen das, die Abris Forderung aus der echten Nazi Paraneuer hervor ging so Draurig das wäre aber dennoch sind solche Dinge lächerlich das Haus hat mit Hitler nichts zu tun es ist völlig normal für seine Umgebung wäre es von Hitler gebaut worden und so eine Art Reichskanzlei II könnte ich es ja mit einem Minimum an Verständnis nachvollziehen.Aber endeignung und wenn ich diesen mist mit "nazi imobilie verkauft sich nicht" würde es soetwas bei mir geben würde ich das haus nehmen aber momentmal das haus wurde gestollen da würde ich mich nicht wohl fülen.Und wenn die es echt bringen ein enteignetes Haus abzureisen (haben die Nazis mit den Synagogen nicht anders gemacht) Dann hat Braunau ab diesem zeitpungt endlich seinen, ab Dann ewig in Beton von einem hässlichen Hochbunker, den sich der Bürgermeister dort wünscht, gegossenen Nazi Stadt ruff für mich.Das ist bodenlos dreist einer Familie der das Haus schon seit Generationen gehört das Haus weg zu nehmen mit der Begründung "gehörte Hitler ist böse! Dann kann man auch bleich Göbels Geburt Haus platt machen mit nen bissel Glück ist es "sachlich modern" :thumbsup: Sry aber mehr als Sarkasmus bleibt mir bei so etwas nicht mehr.
    • Maxitown schrieb:

      Moment mal!! Habe ich das in dem obrigen bericht richtig gehört die machen seit Jahrzenten ein Geschiss um das Haus (das übrigens wunderschön ist)ABER GRIGEN ES NICHT HIN HITLER DIE EHRENBÜRGERSCHAFT VOR 2011 WEG ZU NEHMEN??!! Entschuldigt bitte die Großbuchstaben aber so viel geballte Inkompetenz, macht mich sauer. Weil so ernst kann es mit dem Hitler huduwudu ja nicht sein und jetzt wohlen sie das Haus abreisen das nicht von Herr h, sondern weit früher gebaut wurde und ein bedeutendes Kultur Gebäude darstellt in einem ansample mit den anderen.So macht man sich unseriös als Politiker führt bei mir zum nicht wählen, dieser Partei wer nur versucht abzulenken von
      Ich weiß nicht wie es in Österreich ist, aber in Deutschland enden Ehrenbürgerschaften mit dem Tod einer Person, was bei Hitler, so er nicht doch als Vorarbeiter bei VW in Mexiko arbeitet und seinen 127 Geburtstag feiert, der Fall sein dürfte. Solche posthumen Aberkennungen gibt es auch hier und haben damit rein symbolischen Charakter. Ich finde es im ganzen jedoch eher peinlich, weil sonst kein Mensch bemerkt hätte, daß Herr H. je Ehrenbürger in dieser und jener Stadt war.
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Ja das Haus regt sie auf aber das er Ehrenbürger war stört keinen, aber beim Haus so pingelig zu sein ist traurig in meinen Augen.Es geht mir nicht mal um die Ehrenbürgerschaft an sich das ist ja nur bürokrati kram sogesehen, sondern einfach um die Glaubwürdigkeit bei dem ganzen und die ist nicht gegeben für mich.Wenn ich sehe wie mit den besitzern des hauses umgegangen wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maxitown ()

    • Auch, wenn ich damit nichts wirklich Neues sage, möchte ich trotzdem meine Meinung kundgeben. Verbergen, vertuschen, abreißen - genau das Gegenteil von dem, was man tun sollte, nämlich auf die Geschichte aufmerksam machen, Bewusstsein bilden. Ein Dokumentationszentrum, eine Kunstinstallation, vielleicht ein moderner Anbau... das wäre doch in jeder Hinsicht am vorteilhaftesten!
      Anderswo in Österreich gehts doch auch.
    • Ehe man jetzt irgendwelchen "antifaschistischen" Pädagogen und "Künstlern" ein weiteres subventioniertes Jobangebot und Betätigungsfeld gibt (oder - im von "Steinbloß" verlinkten Fall - eine weitere Druckgrafik des KPD-Mitglieds Heartfield im öffentlichen Raum ausstellt), mit dem sie den Leuten auf den Wecker fallen, bin ich eher für Abreißen. Braunau braucht auch kein a la Nürnberger Kongresshalle oder Militärhistorisches Museum Dresden entstelltes Haus, an dem sich ein "Stararchitekt" durch allerlei "Keile" ausleben durfte. Nein, dann lasst lieber den Ikonoklasmus walten und das Haus a la Ulbricht sprengen.
    • Ich denke ein Museum zu Adolf Hitler und seinem Wirken wäre dann doch besser. Bitte kein pseudoantifaschistisches Gedöns. Allein das der Herr Künstler Pickelhaube und Eiche (Eichel) mit den Machenschaften der Nazis zusammenmengt, zeigt seine Unfähigkeit bzw seine krude Gedankenwelt. Das gleiche gilt für ein modernistisches Gedöns am Gebäude. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte geht nur mit dem Ort wie er ist und war. Braunau hat die "Ehre" sich in seiner Stadtgeschichte mit einem der größten Verbrecher der Weltgeschichte auseinander zu setzen. Das geht nicht durch Verunstaltung oder Zerstörung. Allein die Reaktionen auf das Haus zeigen, dass ich da recht habe. Alles andere wäre wieder nur der Versuch wegzulaufen und auszublenden. :daumenunten:
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Fusajiro schrieb:

      Ich denke ein Museum zu Adolf Hitler und seinem Wirken wäre dann doch besser.
      Na aber bitte nicht, als wärs ein x-beliebiger Schriftsteller oder Komponist.

      Nein, man sollte das Haus als ganz normales Haus nutzen, natürlich drauf achten daß sich dort keine Nazis einrichten und eine dezente aber deutliche Gedenktafel den Opfern des Faschismus. Mehr braucht es einfach nicht. Normalität spielen ist oft das beste bei sowas.
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Kaoru schrieb:

      Nein, man sollte das Haus als ganz normales Haus nutzen, ... Mehr braucht es einfach nicht. Normalität spielen ist oft das beste bei sowas.
      Wäre es, aber dafür muss sich ja erstmal wer finden...
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Fusajiro schrieb:

      Kaoru schrieb:

      Nein, man sollte das Haus als ganz normales Haus nutzen, ... Mehr braucht es einfach nicht. Normalität spielen ist oft das beste bei sowas.
      Wäre es, aber dafür muss sich ja erstmal wer finden...
      Eben, das hatte man ja die ganzen letzten Jahrzehnte. Ein ganz normales Haus. Da aber das Klima immer hysterischer wird (was natürlich eine Ablenkung von den heraufziehenden gesellschaftlichen Gewitterwolken ist), ist das offenbar offiziell nicht mehr gewünscht. Insofern wären wohl zwei Möglichkeiten: 1. Man reißt das Haus ab, und es ist Ruhe. So entsteht immerhin kein weiterer Anlaufpunkt für Vergangenheitsbewältiger. 2. Man sitzt die Sache aus, hofft, dass sich angesichts kommender Krisen das heutige Politik- und Kultur-Personal möglichst rasch erledigt hat. Dann könnte das Haus wieder ein ganz normales Wohnhaus werden.
      P.S.: Übrigens war Hitler kein Faschist. Er stand dem Faschismus Mussolinis teils reserviert gegenüber. Deshalb ist die Rede von den "Opfern des Faschismus" eher typische kommunistische Rhetorik, die sich nach der undifferenzierten Dimitroff-These ausrichtet.
    • Faschismus -fascis: Liktorenbündel/Bund- kann gewissermaßen alles heißen und deswegen muß man ihn nicht auschließlich auf den italienischen Faschismus angewendet werden. National-sozialistisch im eigentlichen Wortsinne (wie es heute vielleicht Nordkorea ist oder die posttrotzkistische Sowjetunion war) waren die Nazis auch nie, trotzdem hat sich die Eigenbezeichnung der Nazis etabliert.
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaoru ()

    • Ich halte einen Abriss auch für keine Lösung.
      Zum einen wäre es ein Verlust und Schaden für das Altstadt-Ensemble und das Stadtbild , zum anderen ein hilfloser Ausdruck der Ohnmacht unserer Gegenwart im Umgang mit einem unbequemen Kulturdenkmal. Die Vorstellung des Braunauer Bürgermeisters nach Entledigen des Gebäudes an selber Stelle einen Supermarkt zu errichten (Quelle: diepresse.com/home/zeitgeschic…iss-von-HitlerGeburtshaus) spricht aus meiner Sicht von kommerziellen Interessen, in deren Absicht jede Form von Geschichte unberücksichtigt bleibt und ohnehin stört. Vielleicht kann der konzeptionelle Umgang mit dem Hotel Silber in Stuttgart als Leitidee für das Gebäude in Braunau hilfreich sein (geschichtsort-hotel-silber.de/das-projekt/baugeschichte/).


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Kaoru schrieb:

      National-sozialistisch im eigentlichen Wortsinne (wie es heute vielleicht Nordkorea ist oder die posttrotzkistische Sowjetunion war) waren die Nazis auch nie,...
      Wie? Was sollen sie denn sonst gewesen sein? Die Politik der Nazis war eindeutig sozial. Nur nicht allgemein wie es im übergreifenden Sozialismus der Fall ist, sondern auf nationaler Ebene verbleibend in Kombi mit chauvinistischer Rassenideologie. Für die (meisten) Deutschen war die kurze Zeit vor dem Krieg wohl wie das Paradies, für den Rest natürlich nicht.


      zeitlos schrieb:

      Die Vorstellung des Braunauer Bürgermeisters nach Entledigen des Gebäudes an selber Stelle einen Supermarkt zu errichten (Quelle: diepresse.com/home/zeitgeschic…iss-von-HitlerGeburtshaus)...
      Damit will er wohl zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Oder er ist einfach nur ein einfallsloser Feigling.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Fusajiro schrieb:

      Wie? Was sollen sie denn sonst gewesen sein? Die Politik der Nazis war eindeutig sozial. Nur nicht allgemein wie es im übergreifenden Sozialismus der Fall ist, sondern auf nationaler Ebene verbleibend in Kombi mit chauvinistischer Rassenideologie. Für die (meisten) Deutschen war die kurze Zeit vor dem Krieg wohl wie das Paradies, für den Rest natürlich nicht.
      Die Arisierung war keine Umverteilung, keine "Diktatur des Proleteriats", kein garnichts, aber die deutschen ließen sich halt lieber von "ihresgleichen" ausbeuten,Sozialistisch ist da nix dran (wenngleich man sich streiten kann inwiefern überhaupt je ein real existierende Staat wirklich sozialistisch war, ich selbst benutze die Doppelbeutung für das utopische Ideal des Sozialismus als auch für die die real entstandenen Gewaltsysteme die sich das auf die Fahne geschrieben haben um Mord und Gewaltherrschaft zu legitimieren)
      "Schönheit wird die Welt retten" - Dostojewski
    • Wie schon unter "Was ist links?" ausführlich erörtert, sind "Faschismus" und "Nationalsozialismus" effektiv nicht deckungsgleich, und die Verwendung des Begriffs "Faschismus" für das NS-System hat wohl eher mit dem letztlich erfolgreichen Versuch zu tun, das Wort "Sozialismus" nicht zu diskreditieren.

      Vor dem Anschluß Österreichs gab es dort ja bekannterweise ein faschistisches System (siehe Austrofaschismus), in dem übrigens die Nationalsozialisten verboten waren.
      "O meu amor tem um jeito manso que é só seu Que rouba os meus sentidos, viola os meus ouvidos Com tantos segredos lindos e indecentes" (C. Buarque)
    • Alle Ideologien sind nur Pläne und Gedankenkonstrukte, basierend auf den weltlichen Grundbedürfnissen des Menschen. Die 3 großen heben sich gegenseitig auf und können deshalb niemals 100% durchgesetzt werden. Sie sind nur Wege, keine Ziele. Das gilt logischerweise auch für ihre Abwandlungen und Erweiterungen wie Kommunismus, Nationalsozialismus, Wirtschaftsliberalismus u.s.w. Deswegen ist der größte Fehler der Menschen, zu glauben, es geht immer nur in eine Richtung.

      Die Art wie man diese Wege beschreitet bestimmt den Ist-Zustand. Und Adolf Hitler gehörte zu den vielen Menschen, die diesen Weg nicht mit Blick auf die Menschen gegangen sind. Damit sollte sich Braunau beschäftigen, sofern wirklich kein Wohnhaus mehr daraus wird.

      Den Begriff Faschismus müsste man wirklich mal genauer definieren. Er taugt wirklich nicht im Zusammenhang mit einer Gedenktafel. Für mich heißt dieser Begriff, sich in einem Bund zusammen zu raufen, um nur den einen Gegner zu bekämpfen und zu vernichten. Keine Ahnung inwiefern das was taugt. Ansonsten steht er für mich nur für Propaganda und Stigmatisierung. Einen Begriff ohne konkrete Definition kann man hervorragend mit allem möglichen beladen.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • So unpräzise würde ich den Begriff nicht definieren, wenn wir die faschistischen Staaten in Europa oder auch Südamerika betrachten (Italien, Spanien, vielleicht auch Portugal, kurzzeitig: diverse Verbündete Deutschland im 2. Weltkrieg, insbesondere die Slowakei, ggf. Chile, Argentinien):

      Er steht effektiv für einen autoritären Staat mit Führerprinzip, aber einer übergeordneten Verfassung, in dem die alten Eliten (Adel, Königshaus) ihre Privilegien behalten und in dem der Kirche eine bedeutende Stellung zukommt (vgl. Klerikalfaschismus in der Slowakei).

      Außenpolitisch ist er expansiv (z. B. Wiederherstellung der Grenzen des Römischen Reichs bei Italien, Gewinnung oder zumindest Bewahrung von Kolonien, z. B. Kolonialkriege unter Salazar), aber vergleichsweise maßvoll in seinen Zielen, er zeichnet sich durch einen gewissen Rassismus, aber nicht per se durch Antisemitismus aus.

      Damit ergeben sich schon eine ganze Reihe von Unterschieden zum Nationalsozialismus (kirchenfeindlich, eigene Eliten, zentralistische Wirtschaftsplanung, antisemitisch, extrem expansive und aggressive Außenpolitik, Verfassung komplett außer Kraft gesetzt usw.).

      Übrigens wurde an der Universität Perugia ab 1928 ein Lehrstuhl für Faschismustheorie eingeführt, Professor war Robert Michels.
      "O meu amor tem um jeito manso que é só seu Que rouba os meus sentidos, viola os meus ouvidos Com tantos segredos lindos e indecentes" (C. Buarque)
    • Hitlers Geburtshaus soll einen neuen Mieter bekommen

      Welt Online schrieb:

      Die offizielle Expertenkommission hat sich auf Eckpunkte geeinigt, was aus Hitlers Geburtshaus in Braunau werden soll.

      Anders als Wiens Innenminister wollen die Experten keinen Abriss des Gebäudes. Es soll sich aber äußerlich verändern.

      Es soll auch eine neue Nutzung des Gebäudes geben: "Oberste Priorität muss haben, dass der Neonazi-Tourismus aufhört."

      Gab es denn diesen "Nazi-Tourismus"? Ich meinte hier im Forum stand, dass sich das doch arg in Grenzen hielt? Aber sonst gut für das Haus und das Ensemble, sofern die "äußerliche Veränderung" nicht zu stark wird.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.