Braunau am Inn

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    • Meiner ganz persönlichen Meinung nach, würde ich das Haus auf keinen Fall abreissen. Klar ist Hitler nicht gerade eine Person, mit der sich eine Stadt schmücken könnte. Und die damalige Kriegsgeneration, also die Leute, die direkt unter ihm leiden mussten, lebt ja teilweise noch. Wartet man weitere 50 Jahre, ist der Abriss bestimmt kein Thema mehr. Das ist ein wirklich geschichtlich wichtiger Ort. - Ich ärgere mich immer darüber, daß es in Berlin keinen erhaltenen großen Flakbunker mehr gibt. In Wien gibt es sie noch.
    • @Neußer

      In Berlin gibt es meines Wissen noch einen sehr großen Bunker, in welchem Herr Boros seine Kunstsammlung untergebracht hat. ich glaube auf den Bunker selbst hat er auch noch sein Penthaus daraufgestellt. Flakbunker war das vermutlich aber auch keiner - zumindest sieht er anders aus als die in Wien.

      In einen der Flaktürme im 6. Bezirk kann man auch auf die umläufige Terrasse hinausgehen. Die Aussicht auf die Stadt ist einfach fantastisch.






      ad AH Haus: Das Haus steht unter Denkmalschutz...wenn also ein Denkmaleigentümer sein Denkmal vorsätzlich zerstört, müsste er es nach dem geltenden Gesetz wieder rekonstruieren...

      Ansonsten ist der Herr aber gerne eingeladen auch gleich die in Wien befestigte Stalingedenktafel in der Wiener Schönbrunner Schlossstraße mit nach Russland zu nehmen.
      "Lieber Gott, schütze uns vor Dreck und Schmutz,
      vor Feuer, Krieg und Denkmalschutz!"
    • Salzburger Vorstadt 15

      Bild 2945

      Salzburger Vorstadt 11, 13, 15

      Bild 2946

      Schmiedgasse, Salzburger Vorstadt 15

      Das auf seiner Vorderseite gelbe Haus zeigt vor allem an seiner rückwärtigen Seite seinen architektonisch-städtebaulichen Wert. Zu dem Gebäude gehört auch der mehrgeschossige Anbau mit den Arkaden am rechten Bildrand.

      Es dürfte keine Frage sein, dass das Haus erhaltenswert ist. Ob in diesem Haus ein gewisser Adolf Hitler geboren ist, ist für die Beurteilung des städtebaulichen Wertes des Gebäudes völlig irrelevant.

      AleXXw's Tools - toolserver.org - Denkmalliste
    • Da bin ich der selben Meinung! Außerdem hat die Familie des größten Verbrechers aller Zeiten dort nur kurze Zeit zur Miete gewohnt. Würde man das Haus abreissen, so wäre es halt "der Platz an dem das Hitler-Haus stand", was kein großer Unterschied wäre.
      Architektur ist immer subjektiv, da sie wie jede andere Kunstform vom Auge des Betrachters abhängt.
    • Der Abbruch des Hauses war übrigens schon vor Jahren mal in der Diskussion. Schon damals hat sich herausgestellt, dass das nur eine einfallslose und wirkungslose Idee ist, den braunen Schleier, der (nur für Fremde) über der Stadt hängt, loszuwerden.

      Die NS-Herrschaft hat überall in Deutschland und Österreich gewütet und niemand kommt auf die Idee, ganz Deutschland und ganz Österreich plattzumachen.
    • und niemand kommt auf die Idee, ganz Deutschland plattzumachen.

      schon was von einem gewissen Winston Churchill gehört?

      Abgesehen davon, dass für gewisse Zeitgenossen nichts, aber wirklich nichts denkunmöglich ist, verdient dieser Vorschlag nicht jenen Hauch von Sympathie und Verständnis, der in den Kommentaren immerhin noch mitschwingt. Auch der zitierte Zeitungsartikel ist eine glatte Zumutung (wobei von unserer Presselandschaft nichts Besseres zu erwarten ist). Aus diesem nicht ernstzunehmenden "Vorschlag" (insoweit ist der Strangtitel etwas übertrieben) spricht nichts anderes als der blanke Hass gegen uns und unsere Kultur. So gesehen wundert es mich, dass unsere Grünen noch nicht begeistert zugestimmt haben. Eigentlich wundert es mich, dass diese "Idee" aus Russland kommt. Wahrscheinlich hat dieser sonderbare Franz ohnehin österreichische Wurzeln.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Das hört sich doch schon entspannender an; das Haus sei nicht zu verkaufen:

      frauenzimmer.de/cms/stars-news…9b4b-9f8b-66-1352424.html

      Wie kann man nur um ein Haus so einen Firlefanz machen, nur weil Hitler darin geboren ist? Na und! Manche tun ja gerade so, als ob die Steine, aus denen das Haus besteht, am Naziterror schuld wären.

      Ein Abbruch wäre ein ganz schlechte Lösung. Dann wäre nicht nur ein Denkmal weniger, sondern ein sinnloser, leerer Platz, der das ganze Straßenbild zerreißt. So ein leerer Platz würde noch viel mehr das unsinnige Negativ-Image Braunaus verfestigen. Es wäre, wie wenn der Finger nicht mehr aus der Wunde genommen wird, sondern ständig darum rumgewühlt wird. Und auch deswegen muss das Haus stehenbleiben. Lasst endlich Gras drüber wachsen. Nazi-Gedankengut muss man anders bekämpfen als mit der Zerstörung eines jahrhundertealten Hauses, das mit dem Leben Hitlers nur wenig zu tun hat.
    • Ein Abriss wäre ein echter Skandal. Ohne politsche Wertungen wer jetzt böser, gemeiner, menschenverachtender war, kann doch ein altes Haus nichts für seine Bewohner! Würde man alles wegreißen wo mal ein "böser Mensch" gelebt oder sich aufgehalten hat, wäre alles voller Brachen. Ganz Braunschweig müsste zur Strafe verschwinden, denn die haben Hitler immerhin eingebürgert. Oder was ist mit Nürnberg, München? Eine solche politisch korrekte Gutmenschelei würde auch den Abriss dieses Hauses fordern, denn da hat er ja gewohnt.
      muenchen-fuehrungen.de/fuehrungen1/reich/r55.JPG

      Die Nazizeit gehört zu unserer und der österreichischen Geschichte, man kann sie nicht vergessen oder wieder gut machen, indem man ihre Zeugnisse wegreißt. Eine Demokratie muss auch mit solchen potenziellen Wallfahrtsorten leben können.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Ein 29-jähriger Zeithistoriker durfte im "Spiegel" einen braven Artikel zum "Hitler-Haus" veröffentlichen. Offenbar hat der Staat solche Angst davor, die Kontrolle über den "gelben Klotz", diese scheinbare Bruthöhle des Bösen, zu verlieren, dass er die Eigentümerin enteignen will.

      Kommt das durch (und ich wage es nicht zu bezweifeln), stehen zwei Optionen zur Auswahl: Abriss oder eine weitere volkspädagogisch mit vielen Stellwandtexten begleitete Vergangenheitsbewältigungs-Stätte. Die Texte könnten z.B. junge Zeithistoriker aus der "Spiegel"-Autorenschaft verfassen.

      Eine lustige Idee, aber so lustig sind die Behörden halt nicht, wäre, aus dem "Hitler-Haus" eine Refugee-Begegnungsstätte zu machen. Die Beamten und Politiker denken dann, dass das Haus in dem die arische Rasse zur Auferstehung geführt werden sollte, nun seinen Sühne-Beitrag zum "großen Austausch" leisten könne. Die Refugees werden hingegen Fotos posten und stolz nach hause schicken, dass sie im Haus des größten Gegners ihrer Feinde hausen dürfen. Na ja, alles Gedankenspielchen... :zwinkern:


      Streit um Hitlers Geburtshaus
      Gelber Kasten, braune Lasten

      spiegel.de/einestages/geburtsh…in-braunau-a-1070544.html
    • Heimdall schrieb:

      Ein 29-jähriger Zeithistoriker durfte im "Spiegel" einen braven Artikel zum "Hitler-Haus" veröffentlichen.
      Den Artikel finde ich gar nicht so schlecht, sondern für "Spiegelverhältnisse" sogar recht informativ. Auch sollte das Alter des Autors kein Maßstab für die Qualität eines Beitrages sein. Sollen über Themen die das "Dritte Reich" betreffen, nur noch solche Menschen schrieben, die dies noch selber mitbekommen haben - Opfer oder Täter?
      Dass die Immobilie problematisch ist, sehe ich im übrigen auch. heimdall: Wie soll denn aus Deiner Sicht die Nutzung sein?

      Ein Abriss ist doch sicher keine Lösung. Auch eine Vermietung als Wohnungen ist doch kaum möglich. Es wird nicht viele Menschen geben, die in der Wohnung leben wollen in der Hitler geboren wurde, sei es auch nur weil sich vor dem Haus ständig Menschen aufhalten werden, um den Geburtsort zu sehen. Und einfach totschweigen ist auch nicht sinnvoll, da ja schon das Interesse besteht, das Geburtshaus Hitlers zu sehen, ich würde es mir auch anschauen wollen wenn ich Braunau besuchen würde. Die von Dir - ironisch- aufgezeigten Nutzungsmöglichkeiten halte ich aber auch für nicht adäquat. Da bleibt dann in der Tat nur noch eine Art Museum oder Dokumentationszentrum, mit dem von Dir kritisierten aus meiner Sicht jedoch einzig möglichen, Inhalt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreas ()

    • Ich wäre für eine schlichte Vermietung, denn für eine weitere Dokumentationsstätte, durch die Schulklassen geschleust werden, und bei der ich schon am Eingang weiß, was ich am Ausgang erfahren haben werde, brauche ich nicht. Man soll die Sache einfach nicht so hoch hängen. Touristen fotografieren auch alle möglichen anderen Häuser, in denen Menschen leben. Und Braunau ist ja nicht Paris, also kein Touristen-Hauptanziehungspunkt.
    • Heimdall schrieb:

      Man soll die Sache einfach nicht so hoch hängen. Touristen fotografieren auch alle möglichen anderen Häuser, in denen Menschen leben.
      Das wird (zu Recht) nicht so nicht gehen. Hitler war eben nicht nur irgendein Bürgermeister aus dem 18 Jahrhundert oder Gründer des örtlichen Gesangvereines, für den eine Gedenktafel am Geburtshaus angebracht wird und das war`s.

      Jeder Besucher Braunaus wird sich das Haus ansehen wollen und dessen bekanntester Bewohner ist nun einmal niemand, der in irgendeiner Weise mit etwas positivem in Verbindung zu bringen wäre. Ob in einem solchen Haus irgendjemand, der sich nur im geringsten für Geschichte oder Politik interessiert wohnen möchte - ich weiß nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Andreas ()

    • Heimdall schrieb:

      Ich wäre für eine schlichte Vermietung
      Das ist auch meine Meinung. Vor etlichen Jahren war ich in Braunau und ich habe mir bei der Gelegenheit das Haus angeschaut. Außer mir und meinen zwei Begleitern war da sonst niemand. Ein Touristenmagnet oder gar eine "Pilgerstätte" scheint mir Braunau wirklich nicht zu sein. Ein Museum oder dergleichen würde vermutlich mehr Leute anziehen als das Haus in seinem jetzigen Zustand. Ob das so sinnvoll wäre?
    • .

      Es wird nicht viele Menschen geben, die in der Wohnung leben wollen in der Hitler geboren wurde, sei es auch nur weil sich vor dem Haus ständig Menschen aufhalten werden, um den Geburtsort zu sehen

      So ein Stuss mit Verlaub.

      lassts doch endlich die Kirche im Dorf. Braunau ist doch kein Touristenmagnet, ganz im Gegenteil. Keinen Menschen habe ich sagen gehört, er fahre nach Braunau in den Urlaub ober auf Besichtigungsfahrt (allenfalls nach B. in Böhmen, wo ich wirklich gern hinfahre). Jeder Mensch geht auf innere Distanz zu Braunau. Die Vorstellung, dass allfällige Bewohner vor lauter photographierender Touris keine Ruhe hätten, ist absolut realitätsfern, ja lächerlich. Man nähert sich dem Haus eher verschämt, wie auch die Stadt nicht anders mit sich umgeht und mE kaum Werbung für sich macht. Ich selbst war von dem schönen Stadtbild sehr überrascht, hätte das gar nicht erwartet. Schon mal was von Salzburg, Getreidegasse gehört, Mozarts Geburtshaus? Oder Wien, Linke Wienzeile 38, eine zeitlang auch das 100wasserhaus in der Kegelgasse? Das sind touristische Hämmer, und dort wohnen wirklich viele Menschen.
      Sicherlich würden sich viele Mieter finden lassen, nicht bloß Hitlerbewunderer, die es sicher auch gibt, aber auch Leute mit Sinn fürs Makabre, und letztlich auch solche, denen es schlicht wurscht ist.
      Es ist letztlich ein gewöhnliches Haus, das in der Geschichte - über einen zufälligen Geburtsvorgang hinaus - nicht die geringste Rolle gespielt hat, und dem wirklich überhaupt keine besondere Aura anhaftet (anders als zB Brechts Geburtshaus in Augsburg), und das Getue drumherum ist langsam nervtötend.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • ursus carpaticus schrieb:

      Jeder Mensch geht auf innere Distanz zu Braunau. Die Vorstellung, dass allfällige Bewohner vor lauter photographierender Touris keine Ruhe hätten, ist absolut realitätsfern, ja lächerlich. Man nähert sich dem Haus eher verschämt, wie auch die Stadt nicht anders mit sich umgeht und mE kaum Werbung für sich macht.
      Das wäre vielleicht anders, wenn die Stadt damit, dass in ihr Hitler geboren wurde, offensiver umgehen würde.

      Deine Argumentation, dass jeder auf innere Distanz zu Braunau gehe (hier muss ich schon sagen; warum eigentlich?) und die Stad "verschämt" mit dem Haus (oder sogar mit er Stadt?) umgehe, spricht allerdings schon dafür, dass es sich eben nicht um irgendein Wohnhaus unter vielen handelt. Wer da wohnen möchte (und hier spielt doch die Tatsache, dass vor dem haus Touristen stehen könnte, die aller geringste Rolle - von mir angedeutet mit den Worte "und sei es auch nur ") muss zumindest einen besonderen Sinn für das Makabre haben oder sehr "wurstig" sein.

      Ich meine jedenfalls, eine andere Meinung mag auch legitim sein, das eine Nutzung als gewöhnliches Wohnhaus nicht adäquat ist.
    • s.o. schrieb:

      , dass jeder auf innere Distanz zu Braunau gehe (hier muss ich schon sagen; warum eigentlich?)
      ist's ein Wunder, bei unserer "Kunst"szene?

      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • :kopfschuetteln:

      Das stammt wohl aus einer Zeit, als es noch gewagt war und es im Kabarett noch als notwendig angesehen wurde überhaupt einmal Worte zu benutzen die eine Assoziationen zum "Dritte Reich" wecken. Dass mag damals (vielleicht auch zu der Zeit als die Sendung lief, nicht mehr) sicher sinnvoll gewesen sein, um überhaupt eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Gang zu setzten, heute ist dies in dieser Weise sicher weder nötig noch lustig.
    • Das problem ist, dass mit Braunau nix anderes assoziiert wird. Die bloße Nennung des Namens, mehr kommt ja nicht in diem "Lied" vor, genügt, um OÖ lächerlich zu machen. Das Lied war antiOö, nicht Anti-BR, denn bei BR gibts eh nix zu diskutieren. Allein dass dieses Lied "funktioniert", spricht Bände.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)