Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Hildesheim

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    • Ich muss jetzt mal von einer kleinen Kuriosität berichten...

      Mittlerweile bin ich ja auch in Besitz des sehr interessanten Buches "Ein immerhin merkwürdiges Haus", das die gesamte Geschichte um die Reko von Knochenhaueramtshaus und Marktplatz sehr ausführlich erzählt.

      In diesem Buch steht auch, dass es in Chile, genauer gesagt in Zapallar, eine (deutlich) verkleinerte Nachbildung des Knochenhaueramtshauses gibt. Deutsch-Chilenen hatten es in den Jahren 1920-22 gebaut, also zu einem Zeitpunkt, als das Original in Hildesheim noch existierte.

      Die Knochenhaueramteshaus-Kopie in Zapallar wurde übrigens im Jahre 1975 unter Denkmalschutz gestellt. :zwinkern:
      In dem Buch gibt es auch ein Foto von diesem Gebäude.

      Interessanterweise hat man mittlerweile noch von einer zweiten Kopie erfahren, nämlich ebenfalls in Chile, genauer: in Calera bei La Serena.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • "Heimdall" wrote:

      "RMA" wrote:

      Das mit dem Denkmalschutz ist (v. a. historisch betrachtet) einfach nur noch krank. Beantragt man demnächst für die Innenstadt von Schweinfurt den Weltkulturerbestatus?


      Weltkulturerbe mag etwas übertrieben sein, aber allzu schlecht sollte man Schweinfurth nun auch nicht machen. Schließlich verfügt die Stadt über eine doch recht intakte Altstadt und ein hübsches Renaissancerathaus.

      Hier eine Auflistung von Sehenswürdigkeiten:

      http://www.schweinfurtserver.de/Sehenswuerdigkeiten-in-der-Stadt-Schweinfurt_537_0_0.html\r
      www.schweinfurtserver.de/Sehensw ... 7_0_0.html

      Hier einige Fotos:

      http://www.lycos.de/1001stadt/sehenswuerdigkeiten.html,,s_185/schweinfurt.html\r
      www.lycos.de/1001stadt/sehenswue ... nfurt.html


      Du hast Recht, anbetrachts des Zerstörungsgrades ist Schweinfurt wirklich eine grandiose Wiederaufbauleistung - wie so oft in Bayern, und leider so selten im restlichen Deutschland.
    • Hier gibt's was von der Website der Hildesheimer FDP... es ist etwas älter (16.12.2006), also wohl nicht mehr ganz aktuell, man kann's auch nur im google cache sehen und nicht mehr auf der Seite selbst:

      Klarheit: „Zuckerhut“ soll nicht an den Andreasplatz


      Stadt: „Unzumutbare Zerstörung“ / Stiftung: „Überrumpelt“

      (rek) Eine eindeutige Absage hat gestern die Stadt den Wiederaufbauplänen „Umgestülpter Zuckerhut“ erteilt. Zumindest was die Rekonstruktion am Andreasplatz betrifft. Ein alternativer Standort wird noch diskutiert.
      Erstmals hat sich gestern Stadtbaurat Thomas Kulenkampff in Sachen „Zuckerhut“ eindeutig positioniert. In einer Presseerklärung beruft er sich auf die Ergebnisse der Denkmalschutzbehörde in Hannover. Begründet wird die Absage mit „nicht unerheblichen“ Eingriffen in das derzeitige denkmalgeschützte Gebäude-Ensemble. Gemäß Paragraf sieben des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes sei das „nicht statthaft“.
      Auch gegen die Idee, lediglich den „Umgestülpten Zuckerhut“ zu rekonstruieren und das jetzige Pfeilerhaus mit Fachwerkbrettern zu verkleiden, sprach sich die Stadt aus. „Eine unzumutbare Zerstörung einer besonders qualitätvollen Architektur der 50er Jahre“. Ebenfalls in der Kritik steht die dann beeinträchtigte „Blickbeziehung zur Andreaskirche vom Hohen Weg“.
      Die Denkmalschutzbehörde empfiehlt einen alternativen Standort für die „Zuckerhut“-Rekonstruktion zu suchen. Überlegenswert wäre eine Baulücke Godehardiplatz/Lappenberg, so der städtische Denkmalpfleger Walter Nothdurft. „Dort hat visuell auch schon das Knochenhauer-Amtshaus gestanden.“„Ich fühle mich total überrumpelt“, reagierte Ignaz Jung-Lundberg überrascht. Als Syndicus der Kaiserhaus-Stiftung hatte er den Auftrag an die Denkmalschutzbehörde erteilt. „Wir haben noch keinen offiziellen Bescheid erhalten.“ Am 4. Dezember hatten alle sechs Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien eine Erklärung unterzeichnet, dass der „Wiederaufbau dieses Wahrzeichens erstrebenswert“ sei. Jung-Lundberg: „Unser Argument ist das überwiegend öffentliche Interesse.“

      Quelle: HAZ


      Ich hab's von hier:

      http://209.85.129.104/search?q=cache:0RZd9NyTpBIJ:www.fdp-hildesheim.de/fdp/include.php%3Fpath%3Dcontent/articles.php%26contentid%3D2861+%22zuckerhut%22+%2B+%22rekonstruktion%22&hl=de&ct=clnk&cd=7&gl=de\r
      209.85.129.104/search?q=cache:0R ... cd=7&gl=de
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Habe eben zufällig das Ende einer NDR Sendung "Die 100 schönsten Bauwerke Norddeutschlands" gesehen. Wie der Titel andeutet, hatten die Zuschauer über diese Frage abgestimmt und gewonnen hat:

      Das Knochenhauer-Amtshaus in Hildesheim.

      http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_special/0,,SPM5114,00.html?mode=list&LID=33\r
      www3.ndr.de/ndrtv_pages_special/ ... ist&LID=33

      Da sieht man es mal wieder: Bei einer Abstimmung unter den sogenannten Experten wäre ein solcher vollständig rekonstruierter Bau nie und nimmer gewählt worden. Die dumme Mehrheit des Volkes sieht sowas aber ganz anders. Und auch auf den weiteren Plätzen der Abstimmung vermisst man doch die genialen Bauwerke der Moderne, woran das wohl liegen mag :augenrollen:
    • Da bin ich dann doch erleichtert :D Ich habe mir die Sendung bis Platz 70 angesehen, und auf diesen hinteren Plätzen landeten vorrangig Gebäude der Nachkriegszeit bzw. Gegenwart. Irgendwann konnte ich das Geschwafel von Teherani, diversen Noname-Architekten und sonstigen "Experten" nicht mehr ertragen. Aber die Abstimmung zeigt eindeutig, welche Architektur die "Laien, denen der Zugang fehlt" (so in etwa Teherani in der Sendung) bevorzugen. Ich glaube, ich hätte auch das Knochenhaueramtshaus gewählt, oder evtl. das Holstentor. Wurde übrigens in der Sendung erwähnt, daß gerade die Nr.1 ein Beispiel der ach so unzulässigen Rekonstruktion ist? :zwinkern:
      In dubio pro reko
    • "Dirk" wrote:

      ... Wurde übrigens in der Sendung erwähnt, daß gerade die Nr.1 ein Beispiel der ach so unzulässigen Rekonstruktion ist? :zwinkern:
      Ja, es wurde auch erwähnt, dass die lokalen Handwerker für den Bau erst wieder einige vergessen gegangene alte Bautechniken lernen mussten.
    • Also, von neueren Entwicklungen weiß ich im Moment noch nix, aber wer gerne die Schritte der Ereignisse nachvollziehen möchte, sei auf diese älteren Meldungen verwiesen:

      19.12.06:
      Für den Wiederaufbau des umgestülpten Zuckerhuts muss sich die Altstadtgilde einen neuen Standort suchen. Das teilte gestern die Stadt Hildesheim mit. Demnach werde der Zuckerhut an seinem ehemaligen Standort Andreasplatz nicht wieder aufgebaut.
      [...]

      Quelle (und vollständig): http://www.tonkuhle.de/include.php?path=content/news.php&contentid=4385&PHPKITSID=56dc65d2641671305c3d9a45eb8c46ed\r
      www.tonkuhle.de/include.php?path ... 45eb8c46ed

      25.01.07
      Erläuterung zu diesem Thema von Prof. Gottschlich
      [...]
      Nach einigem Nachdenken neige ich dazu, dem zuzustimmen, nicht weil "Disneyland" so schön ist, sondern weil dies die Möglichkeit bietet, endlich ein "Eingangstor" zum Andreasplatz zu gestalten; außerdem kann man sich auf Dauer nicht den Wünschen der überwiegenden Mehrheit der bevölkerung verschließen, die dies möchte. Städtebaulich hängt so viel nicht daran, dass dies nicht korrigierbar wäre.
      [...]

      Quelle (und vollständig): http://www.fdp-hildesheim.de/fdp/include.php?path=content/articles.php&contentid=2949&PHPKITSID=0152d37c7211b2a413b6713ddcad4d14\r
      www.fdp-hildesheim.de/fdp/includ ... 3ddcad4d14

      28.01.07
      »Stadtverwaltung und Kaiserhausstiftung in einem Boot«, lautet die Überschrift einer Erklärung, die die Stadtverwaltung am Donnerstag an die Medien gab. Wohlwollend stehe man der Absicht gegenüber, den Umgestülpten Zuckerhut wieder aufzubauen. Die Stadt signalisiert gleichzeitig ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Bauträger und Initiator, der Kaiserhausstiftung und der Altstadtgilde, das Konzept »mit dem Ziel zu überarbeiten, dass das Nebeneinander von zu rekonstruierendem Ensemble und der vorhandenen Bebauung der 50er-Jahre einer verträglichen Lösung zugeführt werden kann.«
      [...]
      Erst nach einem Ideenwettbewerb soll über die Anpassung des Pfeilerhauses entschieden werden.
      [...]

      Quelle (und vollständig): http://www.gruene-hildesheim.de/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=25&idart=1282\r
      www.gruene-hildesheim.de/front_c ... idart=1282


      15.02.07
      Der Stadtentwicklungsausschuss hat auf seiner gestrigen Sitzung einer Vorlage zum Umgestülpten Zuckerhut zugestimmt. Sie war gemeinsam von den Fraktionen der CDU, SPD und den Bündnisgrünen eingereicht worden.
      [...]

      Quelle (und vollständig): http://www.tonkuhle.de/include.php?path=content/news.php&contentid=4735&PHPKITSID=56dc65d2641671305c3d9a45eb8c46ed\r
      www.tonkuhle.de/include.php?path ... 45eb8c46ed
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Übrigens: Sehr interessant, wenn man dem zweiten oben angegebenen Link folgt. Die Grünen haben ja vielerorts die Rolle einer Anti-Reko-Partei inne... aber dort sagt Dr. Eckart Sackmann, Kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE GRÜNEN in Hildesheim:


      [...]
      Was sich im Schreiben des Denkmalschutzamtes beinahe idyllisch anhört, sieht in der Realität anders aus. Steinborns Andreasviertel hat seine Meriten, aber der Versuch, das mittelalterliche “Pfeilerhaus” in Beton nachzuahmen, vermittelt dem Betrachter den Charme ostdeutscher Plattenbauten. In dem Ensemble der Nordseite des Andreasplatzes ist dieses Gebäude mit Abstand das schwächste. Die Fassade und auch die Ostseite sind einfallslos gegliedert; die Fensterfront brutal schlicht. Ein Vergleich mit dem Vorbild ist nur dadurch möglich, weil auch der Neubau auf (Beton-)Pfeilern steht. Der sogenannte Schmuckpavillon ist für sich genommen ganz reizvoll, an dieser Stelle und in der Kombination mit dem gänzlich anders aufgefassten Pseudo-”Pfeilerhaus” aber unerträglich. Er wirkt hineingequetscht, ohne Sinn und Verstand.
      [...]
      Das sehr großzügige Angebot des Architekten Geyer und seiner Kaiserhausstiftung, den Wiederaufbau des einstigen Hildesheimer Wahrzeichens “Zuckerhut” aus eigener Tasche zu finanzieren, kann man gar nicht hoch genug einschätzen.
      [...]
      Man wird auch darüber reden müssen, dass die Wiederrichtung des “Zuckerhuts” nicht nur die Nostalgiker befriedigt (die in den vergangenen Wochen in der Presse ausgiebig ihre Wünsche geäußert haben). Das Projekt ist ein Baustein in dem Bemühen, unsere Stadt für Besucher attraktiver zu machen. Das neue Stadtmarketing fordert schließlich nicht nur, den Status quo besser zu verkaufen, sondern gleichzeitig eine Aufwertung und Ergänzung des “Angebots Hildesheim”.
      [...]
      Natürlich ist das geplante Objekt aus “Zuckerhut” und “Pfeilerhaus” nicht “echt”. “Echt” ist aber nur wenig in unserer Stadt; dafür hat der Krieg gesorgt. Die beiden Weltkulturerbestätten sind nicht “echt”, der Marktplatz ist es nicht. Wir müssen unsere Stadt so gestalten, dass sie bewohnbar, vermittelbar und erlebbar ist. Wie man 2005 gesehen hat, wird mit der Zerstörung unserer Stadt geradezu schamhaft umgegangen. Das bringt uns keinen Nutzen.
      [...]
      Das Festhalten an einem vorschnell vergebenen Denkmalschutz für die Steinborn-Bauten ist gedankenlos. Es verbaut uns den Weg, Hildesheim als eine Stadt vorzuführen, die für Touristen eine hohe Priorität hat.
      [...]
      Ein neuer “Zuckerhut” könnte ein Gewinn für Hildesheim sein. Das jetzige "Pfeilerhaus" ist es nicht.


      Diesen Text sollte man mal den Grünen in Frankfurt schicken!
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Das hier klingt mal wieder nach Laber der bekannten Art:

      Seit einigen Monaten träumt halb Hildesheim wieder laut von einer spektakulären Rekonstruktion: Der neu erbaute umgestülpte Zuckerhut, einst eines der prägnantesten Fachwerkgebäude der Stadt, soll einen Teil des nostalgisch verklärten perfekten Hildesheim vor der Stunde Null wieder auferstehen lassen. Wartet tatsächlich ein Phoenix Hildesheim auf neue touristische Spektakel? Ist die Bürgerseele nach über 60 Jahren noch immer traumatisiert – und woher nimmt die Nachkriegsgeneration eigentlich den Stoff für ihre Nostalgie-Träume? Wie könnte ein zeitgenössischer Umgang mit kulturellem Erbe aussehen?
      [...]
      Das AcKU-Team aus Vertretern von Hildesheimer Architektur- und Kulturinstitutionen ist mit seinem AcKU Café am Andreasplatz vor einem knappen Jahr unter anderem mit dem Anspruch angetreten, den neuralgischen Ort vor der eigenen Haustür zu reflektieren, öffentlich zu diskutieren und wenn möglich sogar zu dessen Veränderung beizutragen.


      Quelle: http://www.tradecity.de/raumsauger/laeden.php?id=5\r
      www.tradecity.de/raumsauger/laeden.php?id=5
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Hier gibt es übrigens ein schönes Video, auf dem man das Hotel "Rose" bewundern kann, das an der Stelle des Knochenhaueramtshaues stand.

      http://www.myvideo.de/watch/216152\r
      www.myvideo.de/watch/216152

      Der gesamte Hildesheimer Marktplatz sieht auf diesen Bildern noch richtig, richtig schlimm aus. Es gibt kaum ein Beispiel, das die stadtreparierende Kraft der Rekonstruktion deutlicher vor Augen führt als das hier.
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Also, ich hoffe mal, das ich jetzt die Informationen, die ich erhalten habe, richtig weitergebe:

      - Die Rekonstruktion des Zuckerhutes ist nahezu 100%ig sicher.
      - Ungewiss ist weiterhin, in welcher Weise das Pfeilerhaus einbezogen wird.
      - Geyer geht davon aus, dass mit dem Bau des Zuckerhutes nächstes Jahr begonnen wird.

      Demnächst mehr...
      http://www.menschenrechtsfundamentalisten.de
    • Hildesheimer Rat spricht sich für Wiederaufbau des Umgestülpten Zuckerhuts aus
      18.07.2007 - 11:57 von Nachrichten

      Hildesheim.

      Der Rat der Stadt Hildesheim hat sich für den Wiederaufbau des „Umgestülpten Zuckerhuts“ und der Fassade des Pfeilerhauses am Andreasplatz ausgesprochen.
      Der „Umgestülpte Zuckerhut“ ist ein Fachwerkhaus, das von einer geringen Grundfläche ausgehend, in den oberen Stockwerken immer breiter wird.
      Das Gebäude war während des Krieges zerstört worden.

      Bauherr der Gebäude wird demnach die „Kaiserhausstiftung Heinz Geyer“, die das Projekt ohne finanziellen Zuschuss der Stadt bis 2009, dem 500. Jahrestag des Gebäudes, fertig stellen will.

      apm


      Quelle: radio Thonkühle

      Hört sich doch super an!