Potsdam - zwischen Plantage und Neuem Markt

  • Beim Kreativquartier wurden die letzten Gerüste abgebaut.

    Ist dieses Gebäude gemeint?

    Einige architektonische Details der Fassade wie auf dieser Animation sind so nicht realisiert worden. Jetzt leider etwas einfacher.

  • Ist dieses Gebäude gemeint?

    Einige architektonische Details der Fassade wie auf dieser Animation sind so nicht realisiert worden. Jetzt leider etwas einfacher.

    In Rätseln du sprichst - im zitierten Beitrag ging es doch ums Studentenwohnheim. Damals gab es das Kreativquartier noch nicht.

  • Ist dieses Gebäude gemeint?

    Einige architektonische Details der Fassade wie auf dieser Animation sind so nicht realisiert worden. Jetzt leider etwas einfacher.

    der lange Stall !

  • Werner-Seelenbinder-Straße ist auch ausgerüstet. 🙄

    Wenn es jemand kann, dann ist es keine Kunst. Und wenn es jemand nicht kann, dann ist es erst recht keine Kunst!

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    Die Nummer 3 mit wiederhergestellter und nunmehr beigefarbener statt rötlicher Fassade.
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    Der rechts anschließende Bau der VEB Dentaltechnik steht diesbezüglich noch aus.
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    Das an den Kutschstall anschließende Haus auf der Südseite des Neuen Marktes wurde hübsch gemacht.
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    Drei Häuser der Nordseite sind zu diesem Zweck ebenfalls eingerüstet.
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    Das große Haus Siefertstraße N°5-8 könnte dann gerne endlich auch mal für eine Sanierung herangezogen werden, aber da gibt es aktuell offenbar zunächst eine neue Eigentümerschaft abzuwarten.
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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Was die Denkmalpflege im Flächendenkmal "Potsdamer Stadtkern" aus dem ursprünglichen Entwurf des Regimentshauses in der Mammonstraße gemacht hat ist schon beachtlich. Eine Reko war ja nicht vorgesehen, aber jetzt ist der Bau schon sehr potsdamerisch getrimmt...

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    Hier das ursprüngliche Regimentshaus:

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    Der Neubau:

  • Grundsätzlich ist der Neubau an der Werner-Seelenbinder-Straße nicht verkehrt. Traufgesims, Mittelrisalit, Fensterhirarchisierung, Fenstergewände alles supi.

    Die Schwächen sind wieder die Gleichen wie sie schon im Block III zutage getreten sind. 0815 Brüstungsgeländer, Plastizität in der Fassade zu flach, horizontale Gliederung findet fast garnicht statt, Erdgeschoss hebt sich weder farblich noch plastisch vom Rest ab. Kein Materialwechsel

    UND!!!!!

    schon wieder monochromes Schlamm-Grau als Fassadenfarbe. Das ist mit Abstand das größte Manko und ich kann dieses Farbton langsam nicht mehr sehen. 🤮

    Da verstehe ich die Denkmalpflege nicht, die ja die endgültige Farbgebung vorgibt.

    Wenn es jemand kann, dann ist es keine Kunst. Und wenn es jemand nicht kann, dann ist es erst recht keine Kunst!

  • Die grundsätzliche Auffassung der Denkmalpflege ist die Neubauten im Denkmalbereich grau zu halten, damit die bunten historischen Bauten hervortreten. Es werden auch Aufstockungen der Kaiserzeit von barocken Bauten grau abgehoben. Insofern macht das schon Sinn.

    Man muss sich mal vergegenwärtigen, dass die Denkmalpflege bei reinen Neubauten eigentlich kaum Handhabe hat, da ist das Ergebnis - im Gegensatz zum Entwurf - schon sehr gut. Und nicht vergessen: da kommen noch die Firmenschilder über das Erdgeschoss.

    Vielleicht sollte man noch über Attikafiguren nachdenken, da fänden sich schon Motive...

  • Die grundsätzliche Auffassung der Denkmalpflege ist die Neubauten im Denkmalbereich grau zu halten, damit die bunten historischen Bauten hervortreten.

    Ich sag es mal so: Ein zartes, freundliches Beige schmälert die Strahlkraft der historischen Bauten auch nicht und hätte niemandem wehgetan. Bestes Beispiel ist das Haus Alter Markt 4. Das hat einen angenehmen Farbton, Materialwechsel mit Natursteinentarsien und schmälert jetzt auch nicht die Wirkung des Klingnerschen Hauses.

    Wenn es jemand kann, dann ist es keine Kunst. Und wenn es jemand nicht kann, dann ist es erst recht keine Kunst!

  • Was die Denkmalpflege im Flächendenkmal "Potsdamer Stadtkern" aus dem ursprünglichen Entwurf des Regimentshauses in der Mammonstraße gemacht hat ist schon beachtlich. Eine Reko war ja nicht vorgesehen, aber jetzt ist der Bau schon sehr potsdamerisch getrimmt...

    Ich nehm an, das ist (gelungene) Ironie.

    Für mich ist das das typisch deutsche verkopfte Denken. In jedem vernünftigem Land hätte man das Haus fassadenmäßig einfach wiederaufgebaut, sehr viel Aufwand ist es ja nicht. Hier wird mit viel philosophischem und wahrscheinlich sogar wirtschaftlichem Aufwand so etwas geschaffen, was bestenfalls wie ein entstuckter Gründerzeitler, negativ besehen eine Reminiszenz an gewisse Diktaturen aussieht.

    Warum die drei Häuser auf dem Neuen Markt wieder eingerüstet werden mussten, erschließt sich mir nicht. Sie waren doch in perfektem Zustand? Irgendwie kommt mir das alles nur mehr übertrieben vor.

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    hat sich da seit 2023 so massiv viel geändert?

  • Für mich ist das das typisch deutsche verkopfte Denken. In jedem vernünftigem Land hätte man das Haus fassadenmäßig einfach wiederaufgebaut, sehr viel Aufwand ist es ja nicht. Hier wird mit viel philosophischem und wahrscheinlich sogar wirtschaftlichem Aufwand so etwas geschaffen, was bestenfalls wie ein entstuckter Gründerzeitler, negativ besehen eine Reminiszenz an gewisse Diktaturen aussieht.

    Das ist genau, was diese Leute schaffen, nach ewiger Reflexionsdauer mit Massen an beteiligten Amtsvorgängen, und 10mal zu langsam und teuer, als Ergebnis einen entstuckten Gründerzeitler neu zu bauen. Ein Gebäude, das nach ein paar Jahren Wind und Wetter wieder genauso aussehen wird wie in den 50ern behelfsweise widerhergestellte Rumpfgebäudereste. Und wir müssen auch noch froh sein, dass ansonsten nicht jemand an selber Stelle irgendeinen Kasten mit gelben oder grüngrauen Klinkern oder Alupanelen völlig kontextfrei in die Strasse bastelt und dazu ohne jede Selbstreflexion / Reflexion noch zufrieden denkt das wäre "modern = gut". Es ist nur schwer zu ertragen.

  • Ich nehm an, das ist (gelungene) Ironie.

    Für mich ist das das typisch deutsche verkopfte Denken. In jedem vernünftigem Land hätte man das Haus fassadenmäßig einfach wiederaufgebaut, sehr viel Aufwand ist es ja nicht. hat sich da seit 2023 so massiv viel geändert?

    Keineswegs. Wieso sollte man ein Haus "fassadenmäßig" einfach wiederaufbauen, wie es war? Dafür gibt es keinerlei gesetzliche Grundlage und jeder Architekt und/oder Bauherr hat das Recht einen zeitgenössischen Bau zu errichten - soweit er sich in den Stadtkern einfügt. Das hat auch nichts mit "verkopft" zu tun, sondern mit Recht und Gesetz, das wir versuchen sollten so lange wie möglich hochzuhalten, bis diejenigen kommen, die uns per Willkür ihren Stil vorschreiben.

    Wenn man eine Fassadenrekonstruktion gewollt hätte, wäre dies in der Ausschreibung zum Verkauf des Quartiers der ehem. Feuerwache möglich gewesen - dafür fand sich aber keine Mehrheit in der SVV. Wer etwas anderes möchte muss eben anders wählen.

    Angesichts des krassen Wettbewerbsentwurfes halte ich den nun realisierten Bau für einen großen Schritt nach vorn, auch weil er für die Zukunft Optionen offen lässt.

  • und jeder Architekt und/oder Bauherr hat das Recht einen zeitgenössischen Bau zu errichten

    natürlich. Nur können wir dann gleich aufhören zu diskutieren. Abgesehen davon war das eine international vergleichende Betrachtung. In keinem anderen Land wäre einerseits eine derart verkopfte - verkrampfte Prozesshaftigkeit einerseits und ein derart mickrig-minimalistisches Ergebnis andererseits möglich gewesen, bei welchem der Bastard geschlechtslos geworden ist. Was für eine große Errungenschaft.

    Wieso sollte man ein Haus "fassadenmäßig" einfach wiederaufbauen, wie es war?

    Ja, warum sollte man das nur? Warum diskutieren wir eingentlich? Warum wird das 3. Achteckenhaus nicht hochgejubelt?


    Angesichts des krassen Wettbewerbsentwurfes halte ich den nun realisierten Bau für einen großen Schritt nach vorn, auch weil er für die Zukunft Optionen offen lässt.

    Und die wären? Eine schrittweise Ergänzung der Fassade im Sinne der alten ist es jedenfalls nicht.

    Darüber hinaus versteh ich nicht, warum dieses Ergebnis besser sein soll als der Wettbewerbsentwurf, inwieweit die "Trimmung" der tatsächlich ein wenig potsdamisch anmutenden Fassade auf völlige Sterilität ein Fortschritt sein sollte. Ist es, weil die vorgesehene Erlebbarkeit des Bruch zwischen Exterieur und Interieur weggefallen ist? Wenn ja, so wurde dies durch die vollständige Fassadennivellierung mehr als teuer erkauft.

  • natürlich. Nur können wir dann gleich aufhören zu diskutieren.

    Dein Satz lautete oben: "In jedem vernünftigem Land hätte man das Haus fassadenmäßig einfach wiederaufgebaut, sehr viel Aufwand ist es ja nicht."

    Das ist keine "Diskussion" sondern schiere Polemik. Darauf habe ich lediglich klarstellend reagiert. Bei den Achteckenhäusern geht es um die Wiederherstellung eines Ensembles, das hier gar nicht wiederherzustellen ist.

    Eine Debatte um eine Rekonstruktion wäre vor drei Jahren sinnvoll gewesen - ex post wie Waldorf & Statler aus dem Armsessel übel zu nehmen ist keine Diskussion, und schon gar keine, die die Diskutanten klüger macht oder weiterbringt.

  • Das ist keine Polemik, sondern die Schilderung der Tatsachen, dass wir ein System haben, welches generell Langeweile und Mittelmaß produziert. Warum engagieren sich hier so viele Foristen? Weil sie wissen, wie man es besser machen könnte. Ein Aspekt ist der Aufwand einer Fassade, Dieser sollte im Altstadtbereich deutlich höher sein als in Randlagen. Wer also besonders billig und langweilig bauen möchte ist doch nicht gezwungen im historischen Kern von Potsdam so einen Mist zu realisieren. Niemand wird zu Eigentum gezwungen.

    Was hier fehlt ist eine grundsätzliche Gestaltungssatzung, welche Vorgaben macht, damit eben keine komplett glatten monotonen Gebäude hochgezogen werden. Die meisten "modernen" Interpretationen in der Potsdamer Innenstadt sind fürwahr enttäuschend. Eben wegen der fehlenden 3D-Fassaden und der damit fehlenden Ornamentik. Literatur von Welt sind schließlich auch spannende Romane, die eine Geschichte erzählen und keine formalen Bedienungsanleitungen.

  • Dein Satz lautete oben: "In jedem vernünftigem Land hätte man das Haus fassadenmäßig einfach wiederaufgebaut, sehr viel Aufwand ist es ja nicht."

    Das ist keine "Diskussion" sondern schiere Polemik.

    Mir leuchtet der Satz aber perfekt ein und es ist sogar eine mehr als berechtigte, gelinde gesagt, Kritik an dem lächerlich abgrundtiefen Erkenntnis-Niveau aller Beteiligten dort.

    Polemik wäre ein Satz gewesen wie zB: "Ich hole mir irgendeinen russischen Bauern der schonmal ne Halle gebaut hat als Architekten plus einen Trupp Moldavier und lass die machen, das Ergebnis wird zu 90% praktischer, billiger, haltbarer, schneller und 1000mal schöner als der Blödsinn mit dem Deutsche "Architekten", Politiker und Ämter jede Altstadt Deutschlands bildungsdegenriert weiter versauen müssen. Und das 10% Restrisiko wäre in der Breite ein unfassbar guter business case, der neue Bauturbo sozusagen."

    Und ganz ehrlich, man kann immer zurückhalten abwiegend auch die grössten Missstände vermeindlich sanft diskutieren. Nur dann hört es halt auch keiner. Man muss die Sau auch beim Namen nennen, nur in die Gesellschaft hinausflüstern hat ja seit 80 Jahren anscheinen auch nichts genutzt. Polemik kann auch clever und unterhaltsam sein. Und das hilft vlt gegen Zitat: "verkopfte - verkrampfte Prozesshaftigkeit einerseits und ein derart mickrig-minimalistisches Ergebnis andererseits". In Wahrheit ist es doch noch viel schlimmer als das.

  • Na, dann wünsche ich viel Glück dabei die Politik davon zu überzeugen, dass in deutschen Altstädten bei Neu- und Ergänzungsbauten ausschliesslich zu rekonstruieren ist. Zumal das Umfeld des Bauplatzes an der Mammonstraße ja viele nicht rekonstruierte Neubauten aber kaum originale Altbausubstanz zeigt. Solche fundamentaloppositionelle Haltungen sind es, die einem bei der Debatte um städtebaulich wirklich wichtige Bauten in der Regel vorgehalten werden.

    Aber es ist ja argumentatorisch auch immer gut, wenn man glaubhaft sagen kann, dass es auch noch einen wirklich meinungsstalinistischen Flügel des APH gibt, der in Altstädten keinen überhaupt keine Neuentwürfe akzeptiert. So rückt meine vermeindlich konservative Haltung brav wieder in die Mitte...

    Ändern tun solche apodiktischen Aussagen natürlich nichts. Bis die zitierte "Vernunft" in Deutschland wieder einzieht, wird es wohl noch dauern.

  • Wer hat denn von Rekonstruktionen gesprochen? Ich nicht. Für mich gilt überhaupt ein simpler Ansatzt: Ästhetik.
    Auch dem letzten Dorfmichel ist normalerweise klar, dass du auf einem blauen 2018er Range Rover Vogue keine 2024er Facelift Vogue Türe in gelb verbaust. Auch wenn diese von den Anschlüssen her passt und sicher eine modernere Linienführung hat.
    Ich verstehe sogar die Diskussionen gar nicht. Was soll ein klassischer Altstadtplatz mit eingestreuten modernistischen Fassaden? Das ist genauso absurd wie in einen modernen Hochhauskluster ideologisch getrieben eine Reihe von Toskana- oder Fachwerk- oder Schlumpfhäuser zu bauen. Klar kann man das machen. Kann man sicher auch benutzen. Ich kann dir auch Vitaminmarmelade in dein Dürüm geben. Gibt auch sicher Leute, wenn man es Ihnen an der Uni für Ernährungsökonomie nur lange genug erklärt, die Ihr Leben lang nichts anderes mehr als nachhaltig gesunden Marmeladenauflauf produzieren werden. Und wenn alle Menschen das Mist finden und die Benutzer wenn möglich lieber in Prag nen Knödel mit Gulasch essen, dann sind die Benutzer halt schuld, weil sie reaktionäre, konservative Trottel sind, die nicht verstanden haben, was so ein 110er-IQ Bundes-Provinzakademiker als moderm, nachhaltig und lecker vorschreibt.

    Worüber genau reden wir hier eigentlich? Wieso baut denn in Prag niemand ne tolle Alufassade oder schicke graue Klinker in die Altstadt? Aber in Aachen oder Dresden ist es ein "Muss"? Ein neuer Carola-Flussüberquerungsbeton vor die Restklassik? Und wohin fahren alle Touristen lieber? Nach Prag oder Aachen? Oder vlt. nach Maastricht, 25km neben Aachen, klassisch und 10mal mehr Besucher als Aachen, obwohl 3mal so unwichtig? Ja, genau. Die 100-jährige "Moderne" in Ihrer flächendeckenden Anwendung ist gigantischer Schwachsinn. Punkt.
    Hat nirgendwo funktioniert, wird nicht funktionieren, eine Milliarde Beispiele. Weltweit. Der Mies mit seinem Barcelona Pavillon. "C'est tout ce qu'ils ont ces cons". Frei nach einem Französichen Rapsong.

    Der Metusalem "Modernismus". Von den Benutzern gehasst. Visuelle Funktionalität zu 100% verfehlt. Form ist Funktion! Ausrufezeichen.

    Worüber genau reden wir also?
    Summertime 1955, Kathrine Hepburn, die Kamera streichelt über Venedigs unfassbar detaillierte Gestaltungsschätze und Kunstfacetten, mit Hinterhöfen aus kleinen, ornamentverspielten Stegen und blumenumrandeten Wohnungsterassen, Hofkanäle, der kleine 200 Jahre alte Eckbalkon im obersten Stock mit Sicht über die feenartige Dachlandschaft plus eine Flasche Brandy auf dem Tabouret, traumwandelnd in Szene gesetzt. Gestaltungsideen, von denen die letzten 3 Generationen europäischer Architekten auch nichteinmal nur den entferntesten Schimmer haben in ihrem Starbucks-Ipad-Archicad für 42 jährige Minecraftanfänger mit dem wokee Holz-Skateboard, bleiche Mindestlohn Opferexistenzen, erste Freundin mit 32, aber teilhabeökonomie zertifiziert. So ein Film wäre in Köln oder Frankfurt unmöglich zu drehen. Wohin soll die intelligente, sensible, nach klassischer Begleitung darbende Kathrine denn schauen? Auf in den 50ern abgesprengte Hohenzollern-Brückentürme mit grünbeleuchtetem Rest-Sichtmauerwerk, unten in der Gleisdurchfahrt, selbst schon bei den notorischen Clan-Müllentsorgern gefürchtet? Ein als typischer "70er-Jahre Aldi" verkleidetes Römisch(!)-Germanisches Museum direkt auf der Dombetonplatte, die eh bald einstüzt? Auf 1Euroläden mit bepissten Ladentüren und kilometerweise vergammelten Schrottfassaden? Dem Dom auf ner Tiefgarage aus vergülltem, ätzend muffendem Sichtbeton, voll mit Pennertags und musealer 80er Infrastruktur, Zufahrt heute leider wieder defekt? Autos raus, für die nächsten 1000 Jahre fahrn wir alle wieder Fahrrad durch dynamisch expandierende Zukunft und schaffen uns sogar besser ab, weil wir entgültig alle Ressourcen des uns bekannten Universums (bekanntes Universum heisst bei denen: NRW oder Hessen usw) geplündert haben. 100 Jahre schrecklichster Ressourcenverbrauch, den allerdings in Bälde ein Fusionskraftwerk dank KI nach 10min kostenminimiert und aus dem "Nichts" neu synthetisieren kann?


    Also nochmal, worüber genau reden wir hier? Stalinistischer Rekonstruktionsfetischismus?